als junge mutter schlechtere chancen??

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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anwoco
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als junge mutter schlechtere chancen??

Beitrag von anwoco » 10.06.2006, 10:56

hallo mal wieder,

ich wollt nur mal fragen was ihr dazu meint!?!

ich bin im februar 07 (ab da will ich wieder arbeiten) 22 jahre alt und habe einen sohn (der dann 15 monate alt ist).

meint ihr das ich dadurch schlechtere chancen auf eine arbeitsstelle habe?

ich meine ich bin gleich nach meinem examen in elternzeit, hab also noch keine berufserfahrung.

mit kind würde man ja auch sicher mal ausfallen. meint ihr das sie deswegen lieber ledige frauen nehmen?

andererseits arbeite ich in einem frauenberuf (kr.-schwester) und bei jeder kinderlosen frau die sie einstellen besteht das "risiko" das sie mal schwanger wird.

da mein sohn ja noch so jung ist, werden sie ja sicher nicht davon ausgehen, das ich so schnell ein 2. kind bekomme oder?

sorry wenn ich hier so ne dumme frage stelle, aber ich mach mir eben gedanken darüber und würd gern eure meinung hören.

danke schonmal
andrea

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ksmith
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Beitrag von ksmith » 21.07.2006, 15:23

Auch wenn dieses Posting estwas älter ist, will ich mich mal dazu äußern.

Ich habe immer wieder bei meiner Frau feststellen müssen, wir haben zwei Kinder in einem alter von je 7 Jahre.

Frauen mit Kindern werden meist weniger gern genommen, da die flexibilität oftmals nicht vorhanden ist. Ist das Kind krank, kann man sehr oft nict arbeiten gehen.
Ist der Kindergarten zu, wegen Ferien, kann man oftmals nicht arbeiten gehen. Besonders dann nicht, wenn wie bei uns, keine Verwandtschaft in der Nähe ist, die auf die Kinder aufpassen können,

Dann kommen die Arbeitszeiten dazu. Der Kindergarten und die Grundschule haben auch nur zu bestimmten Zeiten offen, auch wenn es eine Kinderbetreuung gibt. Die Arbeitszeit muss also so gelegt werden, daß man die oder das Kind im KiGa oder in der Schule abgeben kann und noch genug Zeit hat zur Arbeitsstelle zu kommen. Gleiches gilt auch wenn die Kids oder das Kind wieder abgeholt werden müssen.

Leider ist der heutige Arbeitsmarkt nicht wirklich positiv gegenüber Müttern gesinnt. Selbst einen Minijob zu bekommen ist sehr schwierig.

Gruss
ken

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Beitrag von TEMproMens » 27.07.2006, 20:38

Anwoco: Vergiss einfach, was irgendwer vielleicht denken könte und ob du schlechtere Chancen als Mutter hast. Gib auch nichts darauf, was andere sagen.

Du bist gut ausgebildet und da draußen gibt's einen passenden Job für Dich. Gerade für Fälle wie Dich wäre ein Jobcoaching ganz gut. Frage zur gegebener Zeit da beim Arbeitsamt danach. Das gibt's ganz speziell auch für Frauen und insbesondere für Mütter!

Allerdings würde ich an Deiner Stelle eher früher als später mal recherchieren, was Du machen kannst etc. Nicht zu lange aufschieben!

Drück Dir die Daumen :)

lG

mountisa
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Beitrag von mountisa » 27.07.2006, 21:15

Hallo anwoco,

das ist schön, dass du ein Kind hast. Ich bin bei einen großen Verein angestellt.

Da unserer Betrieb der Meinung ist, dass junge Mütter eh keine Lust mehr auf Arbeit haben und andauernd fehlen werden die auch nicht mehr angestellt.

In vielen Betrieben werden meist ledige Frauen eingestellt. Auch unverheiratet der Trend geht nach oben. Ohne Berufserfahrung hat man heute eh keine Chance. Zwei meiner Freundinnen sind mit 18 Mutter geworden. Sie wurden von ihren Betrieben nicht wieder angestellt.

Die Realität ist hart.

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Beitrag von TEMproMens » 27.07.2006, 21:20

Und was hilft es eine "Realität" zu beschwören?

Ich wäre froh, wenn ich mit 18 Mutter geworden wäre (damals gab's natürlich noch nicht den passenden Partner *g* und auch so... aber egal). Die Kinder sind dann bald aus dem Gröbsten raus und man kann einsteigen.

Realität hin oder her. Schiebe dann mal mit 30 oder älter Karenz ein. Dann bist Du weg vom Fenster...
Ich weiß echt nicht, wie ich das jetzt noch machen würde.

Aber egal. Kommt Zeit, kommt Rat.

Seid froh, dass ihr Kinder habt. Und ich bin gaaaanz sicher, dass das alles gut klappen kann. Es ist vielleicht nicht das einfachste, aber unmöglich kann's doch echt nicht sein!

Und ich sage Euch jetzt noch eine "brutale Wahrheit" als Frauen haben wir leider schon bei unserer Geburt die A-Karte gezogen, wenn's um das Berufsleben geht. Aber deswegen gebe ich auch nicht auf... so!

lG

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Beitrag von mountisa » 27.07.2006, 21:31

Hast ja Recht. Aber das Leben ist hart. Die meisten meinen heute die beste Zeit ist es mit 35-40 Kinder zu bekommen. Ich finde das eine scheiß Zeit eher mit 25 nach dem Studium oder Ausbildung, wenn man ein paar Jahre gearbeitet hat.

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Beitrag von TEMproMens » 27.07.2006, 21:42

Ja, diese Vorstellungen: mit 25 mit fertigem Studium nachdem man schon ein paar Jahre gearbeitet hat :lol:
Ich weiß nicht, aber die Einstellung a la "mal 2 Jahre arbeiten und dann schwups schwanger" ist auch nicht diejenige, die junge Frauen weiterbringt, aber welche Einstellung tut das?
Ich fände neben dem Studium wäre ideal - das ist meine Einschätzung inzwischen.
Aber es muss sowieso jeder selber schauen, wie er zurecht kommt. Wirklich planen, kann man das ganze auch nicht.
Man kann es außerdem nur falsch machen.

Wie gesagt, unser größter Makel ist, dass wir Frauen sind.
Aber das kann man hin und her drehen. Von nix kommt nix ;) Daher nicht lamentieren, sondern einfach ran an die Arbeit!

Wobei ich persönlich würde versuchen (es durchzuziehen ist die andere Sache) schon während der Karenz so gut als möglich am Ball zu bleiben.

lG

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 27.07.2006, 21:58

Hallo Anwoco!

Es gibt mit Sicherheit eine ganze Reihe von Berufen, wo man als junge Frau mit Kind eher misstrauisch betrachtet wird. Gerade bei Dir kann ich mir das allerdings kaum vorstellen - im Gegenteil! Die Eigenschaften einer guten Mutter und einer guten Krankenschwester sind doch weitestgehend dieselben, oder? Mir kommt das fast wie eine Qualifikation vor!

Davon abgesehen: Wenn es ohnehin nie "passt", dann ist es doch wohl dann am besten, wenn man (noch) am flexibelsten und belastbarsten ist?!?

Ich finde, Du solltest Dir jetzt nicht den Spass an der Zeit mit Deinem Sohn vermiesen lassen und Dich nicht mit ungelegten Eiern stressen... Was Du hast (eine schöne, spannende Zeit), das hast Du... ;-)

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ksmith
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Beitrag von ksmith » 29.07.2006, 09:33

@ all,

ich stimme vollkommen zu, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll.

Aber leider kommt man an der Realität kaum vorbei.
Fakt ist leider, dass eine junge Mutter, egal was für eine Ausbildung sie hat, kaum Chancen hat einen geeignete Stelle zu finden.

Beispiele:
1. Teilzeitkraft im Supermarkt
Kann man fast vergessen, da flexibele Arbeitszeiten gefragt sind

2. Minijob fast egal wo
Die verlangen genauso flexibele Arbeitszeiten, die aber aufgrund eines Kindes fast nicht realisierbar sind

3. Bürokraft in Teilzeit
Genauso wie 1 + 2

Ich will hier keinen runterziehen oder etwas madig machen, nur Fakt ist einfach, und dabei geht es keinesfalls darum ob man froh ist ein Kind zu haben oder nicht, dass gut 95% der Arbeitgeber lieber ledige Frauen oder wenn Mütter, dass solche bei denen die Kinder schon alt genug sind, um den Nachmittag nach der Schule alleine zu bleiben.
Das kann man aber bei einem Kind in einem Alter von 0Jahren bis ca. 10 oder 12 Jahren vergessen, es sei denn man hat Verwandt in unmittelbarer Nähe, die Nachmittags auf das Kind aufpassen können.

Bei uns läuft das nun schon seit 5 Jahren so. Egal wo meine Frau schaut oder sich bewirbt. Flexibele Arbeitszeiten werden nahezu immer verlangt. Also wie Schichtarbeit. Eine Woche Vormittags und eine Nachmittags, oder so in etwa.

Die meisten Firmen verzichten sogar komplett auf Teilzeitstellen und gehen lieber auf die € 400,- Minijobs, da sie einfach billiger sind, verlangen aber nahzu dasselbe wie bei einem Teilzeitjob.

Mein Rat: Schick einfach Bewerbungen raus, was geht.
Auch wirst Du sehr flexibel sein müssen, was den Arbeitsort angeht. Also mach Dich darauf gefasst, auch eine etwas weitere Strecke zur Arbeitsstelle fahren zu müssen, die sich evtl. nicht wirklich rechnet, gemessen am Verdienst.

Gruss
Ken

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Beitrag von TEMproMens » 29.07.2006, 09:36

Ich finde es ehrlich gesagt falsch hier am Forum andere so runter zu ziehen.
Bedenkt mal, da macht sich jemand ohnehin schon Sorgen und dann kommen hier noch Abhandlungen, warum diese Person wirklich angeblich keine Chance hat.
Dann schreibt doch bitte lieber gar nix...

Sollten wir uns hier nicht lieber helfen und uns gegenseitig aufbauen?

Ich bin mir ganz sicher, dass es auch für junge Mütter einen Job gibt. So!

lG

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Beitrag von ksmith » 29.07.2006, 19:10

@ TEMproMens,

hier zieht keiner jemanden runter.
anwoco wollte wissen, ob es für junge Mütter schwieriger ist einen Job zu finden. Also wollte sie eine ehrliche Antwort haben. Die hat sie auch bekommen.

Ich halte es für noch schlimmer jemanden Mist zu erzählen und dann ins offene Messer laufen zu lassen.

Ich habe auch nicht gesagt, dass es keine Jobs für junge Mütter gibt, sondern dass es sehr schwer wird, aufgrund der momentanen Menthalität der Arbeitgeber.

Ich finde außerdem, dass man viel weiter runtergezogen wird, wenn man gesagt bekommt, das wird schon oder da sind jede Menge Jobs, die eine junge Mutter haben kann und am Ende tut sich rein ar nix.........

Hinzu kommt noch, dass es sehr von der Umgebung abhängig ist, ob Jobs zur Verfügung stehen oder nicht.

Gruss
Ken

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Beitrag von mountisa » 29.07.2006, 21:48

Da hat ksmith leider Recht hier in Sachsen ist es sehr schwer etwas zu finden. :shock:

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Beitrag von TEMproMens » 29.07.2006, 22:23

Ich weiß noch immer nicht, was es bringen soll, wenn man jemanden versichert, dass die Jobsuche sehr schwer wird.

Ich fände sinnvolle konstruktive Tipps besser.

Aber muss ja jeder selber wissen. Bei mir in der Stadt gibt's genau für solche Stellen sogar eigene Beratung. Und da werden die Frauen auch wieder aufgebaut. Dass sie eben nicht jeden Job unter jeder Kondition nehmen müssen. Schon gar nicht mit so einer Ausbildung!

lG

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Beitrag von mountisa » 30.07.2006, 07:31

Ich glaube es gibt Einrichtungen, wo man auf Arbeit einen Kindergarten hat. Zum Beispiel Max-Planck-Institut Garching. Aber solche Krankenhäuser haben doch auch bestimmt Kindergärten? Wenn du mal zum Arbeitsamt gehts sagen die dir bestimmt in welchen Einrichtungen das so ist.

Also viel Glück!!! 8)

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Beitrag von ksmith » 30.07.2006, 10:19

@ TEMproMens

dann sag mir mal was es bringen soll, jemanden zu sagen dass es total einfach wird einen Job zu finden, der solch große Einschränkungen hat, wie eine junge Mutter.

Ich will Dir mal ein paar reelle Infos zu dem Thema geben, wie sie bei uns der Fall sind/waren:

1. Kindergarten und Ferien
Die meisten Kindergärten haben lediglich 3 Wochen am Stück geschlossen. Das ist in den Sommerferien. Das ist an sich kein sonderlich großen Problem, sofern man in einer Festanstellung mit Urlaubsanspruch beschäftigt ist. Wenn nicht (Minijob € 400), wie es bei meiner Frau der Fall war, hat man meist keinen Urlaubsanspruch. Man ist also auf darauf angewiesen, dass der Chef ein gutes Herz hat.

2. Grundschule
Die Schulferien betragen in den Sommerferien 6 Wochen, Herbst 2 Wochen, Weihnachten 2 Wochen und Ostern 2 Wochen. Das sind ohen die restlichen Feier- und Brückentage 12 Wochen Ferien im Jahr. Manhat aber lediglich bei einer Vollzeitstelle in der Festanstellung 6 Wochen (30 Tage) Urlaub. Was soll man mit den restlichen 6 Wochen anstellen?
Selbst, wenn man einen Lebens- oder Ehepartner hat, der in Vollzeit arbeitet ist das sehr schwer.

3. Unterrichtsstunden
Bei uns geht der Unterricht im Schnitt von ca. 08:00h bis 11:30h (zwei Kinder in der ersten Klasse und kommen jetzt in die zweite). Unsere Kinder gehen in die Kinderbetreuung der Schule von 07:30h bis 13:30h, damit meine Frau überhaupt arbeiten gehen kann. Das bedeutet aber, dass sie auch nur vormittag arbeiten kann und Verwandte, die auf die Kinder aufpassen würden, haben wir keine in der Nähe.
Hier haben wie neben den Schulferien die zweite Einschränkung. Man ist an den Vormittag gebunden.
Aufgrund des Unterrichtsbeginns, ist auch schwierig pünktlich auf der Arbeitsstelle zu sein, wenn man ein paar Km fahren muss. Das sehen die Chefs auch nicht wirklich gerne und die Betreuung der Kinder kostet natürlich auch Geld, das erstmal verdient werden muss.

4. Krankheit der Kinder
Wenn Kinder Unpässlich oder Krank sind können sie nicht in die Schule. Da man das nicht wirklich vorhersehen kann, fällt man ggf. kurzfristig von der Arbeit aus. Das lässt sich ein Chef ein oder zweimal gefallen, aber sehr viel öfter nicht.

Und es geht weiter und weiter.

Ich halte nicht viel davon etwas zu verschönigen. In der heutigen Zeit, leider, hilft meist nur das brutale öffnen der Augen um jemanden zum Nachdenken zu bringen und in diesem Fall bedeutet das nunmal auch zu sagen, dass es nicht leicht wird.
So wird man evtl zum Nachdenken gebracht andere Wege zu gehen und sich andere Möglichkeiten einfallen zu lassen, wie man an einen Job kommt.
Sei es nur im Anschreiben einzubringen, dass man flexibel ist und auch jemanden hat, der auf die Kinder aufpassen kann, während man auf der Arbeit ist.

Der gesamte Markt ist leider gegenüber einiger Jahre sehr hart und schmerzlich geworden und beschönigen bringt nichts.

Außerdem muss man die Leute auch darauf hinweisen, dass man vorausschauend Denken muss. Also wenn das Kind jetzt im Kindergarten ist, was wird wenn es in die Schule kommt? Wie sind da die Zeiten, weas mache ich in der Schulferien oder wenn die Schule ausfällt, etc.

Gruss
Ken

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Beitrag von Caroline » 30.07.2006, 13:47

Ich denke mal, es ging ksmith nicht primär darum, jemanden zu entmutigen. Und man sollte bei allen unschönen Dingen natürlich positiv bleiben, ohne zu fatalistisch zu sein.

Das Hauptproblem sehe ich einfach in der propagierten und auch von vielen Arbeitnehmern erwünschten Flexibilität. Wenn bei dieser Flexibilität aber die Sicherheit fehlt, dann funktioniert das ganze System nicht - es wird zu unmenschlich, reduziert den Menschen zum reinen Produktions- und Kostenfaktor. Aber gerade als Eltern braucht man diese Sicherheit, was das Einkommen und die Betreuung angeht. Es ist sicher kein Zufall, dass die Geburtenrate so gering ist.

Eine Möglichkeit wäre es, sich im Betriebsrat zu engagieren und dort für Betriebs-Kindergartenplätze zu kämpfen. Das sollte bei größeren Unternehmen gut möglich sein.

Außerdem kann man sich mit anderen Eltern zusammenfinden und private Kindergärten und Schulen mit Nachschul-Betreuung gründen. Das wird ausdrücklich vom Staat (in Deutschland) gefördert und die Kosten (Schulgeld) sind nicht so hoch, dass sie nicht durch das mögliche zusätzliche Einkommen kompensiert werden können.

Aber eins bleibt auf alle Fälle klar: Man sollte sich seine Elternschaft nicht verleiden lassen. Die Erfahrungen und Erlebnisse als Eltern lassen sich durch kein Geld der Welt aufwiegen. :D

Da dies kein Schlusswort ist, könnt ihr hier natürlich ungeniert weiterdiskutieren. Dass es weiter fair bleibt, da habe ich bei euch keine Bedenken. :D

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Beitrag von ksmith » 30.07.2006, 16:03

@ Caroline,

richtig, ich will bestimmt keinen entmutigen, sondern die Augen für die Realität öffnen.
Schönreden hat keinen Sinn. Man muss, leider, sehr, sehr nüchtern an die ganze Sache rangehen und da hilft keine Blauäugigkeit, sondern nachdenken ist gefragt.

Wie kann ich die Situation verbessern? Das ist eine der Hauptfragen und man darf sich nicht runterziehen lassen.

Die Vorschläge, die Du gemacht hast, machen wirklich Sinn und ich stimme auch zu, dass man sich die Elternschaft nicht durch die Politik und die beschi... Moral der Arbeitgeber vermiesen lassen sollte. Denn die Zeitz als Eltern kann man nicht mehr zurückdrehen.

Gruss
Ken

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Beitrag von TEMproMens » 01.08.2006, 00:44

Ich sage ja nicht, dass man naiv blauäugig herumrennen muss.

Aber was nützt es hier eine Liste reinzustellen, warum man es als Mutter schwer hat? Was genau bringt das?

Man muss es einfach versuchen. Die wenigsten Leute sind in der Position, dass sich die Arbeitgeber um sie reißen. Das ist auch Fakt. Aber wenn man sich jetzt Listen zusammenstellt, warum es ach so schwer ist, bringt das sicher wenig bis gar nichts.

Eine Liste mit effektiven Hilfen und Tipps, wie man es am besten angeht, allerdings würde schon sehr viel mehr bringen. Carolines Tipps kann ich mich z.B. anschließen :)

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Beitrag von ksmith » 01.08.2006, 08:37

@ TEMproMens

es bringt in sofern etwas, dass man zum Nachdenken angeregt wird und sich darüber Gedanken macht, was man in Angriff nehmen und beachten muss wenn man Kinder hat und wieder in das Berufsleben zurückkehren will.

Ich kann nur schildern, wie es bei mir uns meíner Frau läuft und welche Probleme wir gehabt haben und noch haben um einen passenden Job zu finden.
Wie ich ja sagte, haben wir keine Verwandten in unmittelbarer Nähe, meine Eltern leben in England,meine Schwiegermutter in Spanien und mein Bruder in den USA. Einzig mein Schwiegervater wohn ca. 25km entfernt, ist aber auch voll Berufstätig und fällt somit auch raus.

Ein ganztägige Kinderbtreuung in der Schule würde sich finanziell nicht lohnen, da es sich um zwei Kinder handelt. Mi´t der jetzigen Betreuung bis 13:30h kommen wir gerade so hin, sind aber trotzdedm auf die gutmütigkeit des Chefs angewiesen.

Bei dem alten Job meiner Frau, als sie in einer Bäckerei gearbeitet hat, gab es immer wieder Streß wenn eines unserer Kinder krank war und sie deswegen nicht arbeiten konnte oder sie wegen einem Krankenhausaufenthalt eines der Kinder nicht arbeiten gehen konnte.

Das sind alles Punkte, die man Bedenken und berücksichtigen muss, aber viele denken nicht an soetwas, ausser die Chefs natürlich.

Von daher macht es durchaus Sinn diese Punkte, auch wenn sie eher negativer Natur sind, aufzuführen, damit man sich om Vorfeld Gedanken machen kann um auch bei einem Vorstellungsgespräch entsprechend Argumentieren zu können.

Gruss
Ken

anwoco
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Beitrag von anwoco » 22.09.2006, 19:38

hallo an alle,

ich hab gar nicht mehr geguckt ob jemand geantwortet hat, weil lange erst nix kam!

also danke für eure beiträge!!!

keine angst, ich seh es nicht als bösartiges runterziehen, wenn ihr mir nur die realität reflektiert.

eigentlich war mein ausgangsposting eh eher sinnlos, da ich ja selber weiß wie es heutztage läuft.

jedenfalls meinte jemand von euch das es eigentlich ganz gut sein kann ein kind zu haben, wenn man kr.-schwester ist!
ich seh das irgendwie genauso!

habe mir auch vorgenommen bei meinem vorstellungsgespräch dies mit einzubauen in meine stärken.
wenn sie mich also fragen warum sie mich nehmen sollen sage ich:

"weil ich eine junge, engagierte frau bin, die im erziehungsurlaub nicht einfach nur zuhause war, sondern sich sehr in verantwortungsbewusstsein, geduld und zeitmanagment üben konnte. das ich in dieser zeit sehr bodenständiger und reifer geworden bin... ich mir prioritäten besser setzen kann...das ich weiß, was ich für mich und meine familie erreichen möchte und nun hochmotiviert in den arbeitsalltag zurückkommen möchte..."

so in etwa!

man kann eben diese stärken sehr als kr.-schwester nutzen! gerade mit der verantwortung und den prioritäten, als schwester hat man wenig zeit und viel zu tun! auch die geduld ist eine wichtige eigenschaft (vorallem bei älteren patienten).

meiner meinung nach kann ich mich sehr gut artikulieren und verkaufen (ich bin eh ne schnattertasche 8) ), ich hatte damals bei der lehrstellensuche auch nach den gesprächen fast nur zusagen!

also ich HOFFE ich bekomm die chance mich vorzustellen! ich hab eine 1A- beurteilung vom letzten arbeitgeber und ein super-examen abgelegt. eigentlich sollte es wenn, dann nur an den mangelnden stellen liegen!

ich danke euch nochmal ganz doll für die antworten!

lg
anwoco

mountisa
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Beitrag von mountisa » 22.09.2006, 19:50

Versuche es doch mal als Erzieherin oder als Krankenschwester auf der Kinderstation.

Viel Glück

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Caroline
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Beitrag von Caroline » 23.09.2006, 00:01

anwoco hat geschrieben:so in etwa!

man kann eben diese stärken sehr als kr.-schwester nutzen! gerade mit der verantwortung und den prioritäten, als schwester hat man wenig zeit und viel zu tun! auch die geduld ist eine wichtige eigenschaft (vorallem bei älteren patienten).
Finde ich gut deine Begründung, weil sie plausibel ist.

Kann man als Krankenschwester eigentlich auch als Altenpflegerin arbeiten ? Weiß das jemand?

anwoco
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Beitrag von anwoco » 23.09.2006, 09:04

also als erzieherin werde ich nix bekommen, denn ich hab ja keine pädagogische ausbildung (in solchen berufen legen die schon wert auf die korrekte vorbildung).

als schwester auf der kinderstation werd ich auch nichts bekommen! denn selbst richtig gelernte kinderschwestern finden keine arbeit und müssen auf erwachsenenstationen eingesetzt werden!

im altersheim hingegen findet man eigentlich immer was! vorallem bieten die einem meist nach einer kurzen probezeit sogar gleich einen unbefristeten vertrag an! aber diesen job macht man meist nicht lange (sehr sehr anstrengend: körperlich und psychisch, NUR alte menschen...nee das ist nix für mich).

altersheim wäre für mich nur eine übergangslösung!

lg und danke für die antworten!
anwoco

jessica88
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Junges Mami auf Erfolgskurs

Beitrag von jessica88 » 05.06.2012, 15:41

Hallo zusammen

Ich bin 24 Jahre und habe eine 3.5 Jährige Tochter, war die Ersten 3 Jahre Alleinerziehende Mutter, nicht freiwillig meine Tochter ist in der 25 SSW zur Welt gekommen da ich eine Schwangerschaftsvergiftung hatte und wir beide beinahe gestorben wären. Die turbolente Zeit hat unsere Beziehung nicht überstanden. Nach 4 Monaten Spital stand ich alleine da. Bis zur Geburt hin habe ich immer im Gastgewerbe gearbeitet, was ich anschliessend wieder begonnen habe. Doch wie ja alle wissen verdient man da nicht der haufen und die Arbeitszeiten sind auch nicht Kinderfreundlich, also habe ich mir angefangen gedanken zu machen und mir einen Plan aufgestellt. Dies ist nun 3 Jahre zurück, in dem 1 Jahr habe ich als Stv Geschäftsführerin in einer Bar gearbeitet, anschliessend habe ich die Handelsschule Berufsbegleitend besucht und abgeschlossen, und nun Arbeite ich seit 2 Jahren als Sachbearbeiterin und besuche seit 8 Monaten die Ausbildung zur Sachbearbeiterin Rechnungswesen, wo ich im September abschliesse. Meine Tochter geht seit 2 Jahren in eine Kindertagesstätte, wo es ihr sehr gefällt und sie viel dazu lernt und auch anderen Kindern einiges voraus ist ausserdem wird zweisprachig gesprochen. Im April nächstes Jahr absolviere ich noch den eidgenössischen Fähigkeitsausweis zur Buchhalterin. Also kurz gesagt, klar ist der Weg als Mutter immer etwas strenger als eine Singelfrau, jedoch wenn du alles gut einplanst und dir ein Ziel vor Augen legst dan schaffst du alles. Und hör blos nicht auf die, die meinen es besser zu Wissen, ich habe es auch geschafft und nebenbei noch ein Buch geschrieben über meine turbolente Zeit. Und meine Kleine ist niemals zu Kurz gekommen im gegenteil sie hat profitiert von den gleichaltrigen und meinem ausgleich zum Mutter sein. Heute mit 24 Jahren und als Mutter bin ich ein biesschen von allem was, Mutter, Haushälterin, Köchin, Geschäftsfrau und gleichzeitig Studentin und Schriftstellerin. Und glaube mir heute verdiene ich besser weder bevor ich Mutter worden bin:-) Also ich drück dir den Daumen und vergiss niemals ,,Es kommt nicht darauf an wer du bist, sondern wer du sein willst,,. Toi toi toi

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