Angebot ablehnen trotz Vermittlungsvorschlag?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Sweetie_EF
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Angebot ablehnen trotz Vermittlungsvorschlag?

Beitrag von Sweetie_EF » 13.03.2011, 19:56

Hallo und Guten Abend alle beisammen!

Gott, hätte mir jemand vor drei Monaten gesagt, dass ich mal dieses Problem haben werde, dann hätt ich laut gelacht. :roll:

Anyway... vor zwei Wochen bekam ich von der Arbeitsagentur einen Vermittlungsvorschlag. Alles schön und gut, die wollen mich auch haben.

Jetzt gibt es folgendes Problem:
Die Stelle ist am A**** des Propheten, ca. 30 km von meinem Heimatort entfernt und mit dem ÖPNV nicht bzw. nur schwer erreichbar. Der Arbeitsagentur ist bekannt, dass ich nicht im Besitz eines PKW bin.

Von dem bisher angebotenen Gehalt kann ich aber weder meine momentanen laufenden Kosten geschweige denn die zusätzlichen Kosten für einen PKW decken.

Das dritte und interessanteste an der ganzen Sache ist die Personalpolitik des Unternehmens selbst. Fast die komplette kaufmännische Belegschaft hat im letzten Monat gekündigt, weswegen jetzt über die Arbeitsagentur nach neuen Mitarbeitern gesucht wird.
Mit den alten kaufmännischen Mitarbeitern habe ich bereits über xing Kontakt aufgenommen, weil mir die Aussage des Geschäftsführers nach dem Grund für die Neubesetzung bereits im 1. Vorstellungsgespräch sehr spanisch vorkam. Diese berichteten mir Abenteuerliches und bestätigten mein schlechtes Gefühl.

Jetzt ist meine Frage, wie ich am elegantesten aus der Situation herauskomme. Hängt ja schließlich ne Sperrzeitprüfung dran und der Arbeitsort liegt im Tagespendelbereich.
Andererseits kann ich mir in meinem Lebenslauf nicht schon wieder einen kurzfristigen Jobwechsel erlauben. Die bisherigen konnte ich karrieretechnisch immer irgendwie erklären. Bei der Stelle würde es aber ziemlich schwer werden, etwas Neues zu finden, wenn ich nach einem halben Jahr wieder suche...Was meint Ihr? Dämlich anstellen, funzt bei mir irgendwie nicht und das andere Unternehmen, bei dem ich in der engsten Wahl war, hat leider die Mitbewerberin genommen, da diese ihre Gehaltsvorstellung nach unten korrigiert hat.

Versteht mich nicht falsch: Ich will mich nicht vor der Arbeit drücken. Im Gegenteil! Ich möchte gern arbeiten, nur soll es halt eine langfristiger Natur sein und nicht in gesundheitlichen Problemen enden...

Esprit
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Beitrag von Esprit » 13.03.2011, 20:17

Kannst Du nicht beim Jobcenter einen Fahrtkostenzuschuss oder so beantragen. Ich dachte, die zahlen in den ersten 6 Monaten sogar eine Zweitwohnung.

Hast Du denn der Firma gesagt, dass Du keinen PKW hast? Würde nochmal ausdrücklich darauf hinweisen.

Wenn es echt so ätzend ist, wie Du schreibst, würde ich die Sperrfrist in Kauf nehmen, je nach dem wie lange die dauern würde, und versuchen mit einem Minijob über die Runden zu kommen.

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FRAGEN
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Re: Angebot ablehnen trotz Vermittlungsvorschlag?

Beitrag von FRAGEN » 13.03.2011, 20:31

Sweetie_EF hat geschrieben:Von dem bisher angebotenen Gehalt kann ich aber weder meine momentanen laufenden Kosten geschweige denn die zusätzlichen Kosten für einen PKW decken.
Und wenn Du der Firma das sagst? Und dementsprechend eigene Gehaltsvorstellungen formulierst + begründest? Dann gäbe es ja eine gute Chance, dass man Dich nicht nimmt... ohne dass das AA etwas dagegen sagen kann?!? Es steht ja nirgendwo geschrieben, dass eine Seite das Recht hätte, willkürlich eine bestimmte Zahl zu bestimmen. Man einigt sich halt... oder eben nicht... ;-)

Und wenn man Dich dann immer noch nähme, wäre das Problem schon viel kleiner... wobei ich Bauchschmerzen, wenn man mir offensichtliche Unwahrheiten erzählt, auch unabhängig vom Gehalt gut nachvollziehen kann...

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