Anschreiben für Firmenwechsel in der Probezeit

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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frühling7
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Anschreiben für Firmenwechsel in der Probezeit

Beitrag von frühling7 » 26.01.2014, 11:19

Hallo, ich weiss leider gerade alleine nicht mehr weiter :-( (Vielleicht beschreib ich kurz worum es geht, bevor ich den Anschreibensauszug reinstelle.) Ich bin in einer blöden Situation, sowas ist mir noch nie passiert. Ich hab seit November einen neuen Job angetreteten, klang alles super, Stellenbeschreibung, Konditionen. Dann hat leider meine einzige Kollegin im Büro gekündigt, war von einem Tag auf den anderen weg und ich stand nach 2 Wochen alleine da. Es erfolgt null Einarbeitung, keine Hilfestellung von niemanden, die Chefin kommt immer erst nachmittags ins Büro und will 1000 Sachen erledigt haben und wird fuchsteufelswild wenn ich ihr sage dass ich leider nicht weiss wie ich das machen soll weil ich mich mit dem Programm zum Beispiel noch gar nicht auskenne :-( Sie versteht einfach nicht, dass man im Büro eine Einarbeitung braucht weil es überall anders funktioniert. Sie ist der Meinung ich hab Berufserfahrung und müsste das können. Es ist auch alles zuviel für eine Person, normalerweise sollten 2 im Büro sein, ich sitzte alleine da und die Firma bekommt kein Büropersonal mehr, die Chefin ist zu abschreckend. (2 Probearbeiter sind gleich wieder gegangen) Mal ganz abgesehen davon dass allein im letzten Jahr 4 Leute schon in diesem Büro waren, und alle nach ein paar Monaten gekündigt haben. Lange Rede kurzer Sinn, ich muss da weg, es erfolgt keine Einarbeitung, so dass ich mich nicht in der Lage sehe meine Arbeit korrekt zu verrichten und die Chefin macht mir das Leben zur Hölle. Nun zu meiner Frage, wie formuliere ich das im Anschreiben? Wie gesagt mir ist sowas noch nie passiert dass ich in der Probezeit die Stelle wechseln wollte und ich weiss nicht wie ich das begründen soll? Der Grund ist die Chefin und die fehlende Einarbeitung aber das kann ich doch nicht schreiben? Auch weiss ich nicht ob ich die Firma in der ich im Moment arbeite namentlich benennen soll? Hab dazu im Netz schon soviel wiedersprüchliches gelesen, die einen sagen ja sonst hast du was zu verbergen, die anderen meinen, nein bloß nicht, was wenn der neue AG den alten kennt? Ich hab mich jetzt erstmal entschieden den aktuellen AG nicht zu benennen.
Der Absagtz im Anschreiben um den es mir geht ist folgender:


Ich arbeite seit November 2013 als Bürokauffrau in einem mittelständischen Unternehmen. Da ich dort leider weder meine Sprachkenntnisse, noch meine Erfahrungen im Verkauf sowie der Reklamationsbearbeitung einbringen kann, ich darin allerdings meine größten Stärken sehe, bin ich weiterhin auf der Suche nach einer interessanten Tätigkeit im Vertrieb. Meine derzeitige Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen.

Kann man das so lassen? Mir fällt nichts ein wie ich es sonst begründen soll, dass ich da weg will. Ich kann ja schlecht schreiben, dass ich nicht eingearbeitet werde und dass die Chefin ein A.... ist. Wäre für jeden Tipp dankbar!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 28.01.2014, 11:48

Der Grund ist die Chefin und die fehlende Einarbeitung aber das kann ich doch nicht schreiben?

So wie du es im Beispiel geschrieben hast, ist es schon eine gute Variante.

Du müsstest generell das Negative zu Aussagen umformulieren, was dir im Job wichtig ist.


Hab dazu im Netz schon soviel wiedersprüchliches gelesen, die einen sagen ja sonst hast du was zu verbergen, die anderen meinen, nein bloß nicht, was wenn der neue AG den alten kennt?

Wo wäre jetzt das Problem, wenn der neue AG den alten AG kennen würde - wurde das auch geschrieben?

frühling7
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Beitrag von frühling7 » 02.02.2014, 16:40

Danke für den Tipp, dann werde ich versuchen das alles noch etwas positiver zu formulieren. Hab nächste Woche schon ein Vorstellungsgespräch :-)

Naja klar ist es eigentlich nicht schlimm, wenn der neue Arbeitgeber den jetztigen zufällig kennt, im Grunde hat ja jeder das Recht sich woanders zu bewerben aber dadurch dass meine Chefin halt unzufrieden mit mir ist und mir jeden Tag vorhält ich kann nichts, bin zu langsam und müsste mich schon längst eingearbeitet haben usw. wäre es halt blöd würde sie das so an den eventuellen neuen Arbeitgeber weitererzählen falls der frägt. Sie würde ja dann bestimmt nicht sagen woran es liegt, dass ich noch nicht alles kann, nämlich nur daran, dass ich nicht eingearbeitet wurde und werde.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 03.02.2014, 15:50

Du bewirbst dich wahrscheinlich nicht nur bei einem Unternehmen, daher ist es egal, ob mal ein potentieller AG den letzten AG kennt. Mache dir darüber nicht so viele Gedanken und gehe deinen eigenen Weg, mit deinen Stärken, deinem Wissen und deinen Vorstellungen einer sinnvollen Zusammenarbeit.

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