Anschreiben für Nebenjob bei Lidl - Absage - Was war falsch?

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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SandraKo
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Anschreiben für Nebenjob bei Lidl - Absage - Was war falsch?

Beitrag von SandraKo » 13.06.2013, 09:51

Hallo,

Ich suche derzeit einen Nebenjob neben dem Studium und habe ein paar Bewerbungen rausgeschickt, darunter auch an Supermärkte als Aushilfe auf 450 Euro-Basis.

Heute habe ich die 1. Reaktion bekommen: eine Absage von Lidl.
Ehrlich gesagt bin ich gerade etwas geschockt. Ich wusste, dass in dieser Filiale im Moment jemand gesucht wird und es war ja nur für einen Job als Aushilfe - hätte ich nicht dort angenommen werden MÜSSEN wenn die Bewerbung einigermaßen ok ist?? :shock:

Ich dachte eigentlich, ich wäre nicht SO schlecht im Bewerbungen schreiben. Für ein Praktikumsplatz hatte es jedenfalls gut funktioniert. Und zumal ich Germanistik studiere...

Bitte einmal drüber gucken, was ausschlaggebend für die Absage gewesen sein könnte:


Sehr geehrte Damen und Herren,


Ich habe durch persönliches Nachfragen in der Filiale XX erfahren, dass derzeit Aushilfen gesucht werden und möchte mich gerne für die Stelle bewerben.

Ich studiere Germanistik an XX und möchte mir gerne mit einem Nebenjob mein Studium weiterhin finanzieren. Da ich meinen Stundenplan selbst erstellen kann, bin ich zeitlich flexibel.

In meinem Aushilfsjob in einem Sonnenstudio habe ich bereits Erfahrungen im Kontakt mit Kunden und der Kundenberatung sammeln können. Kassieren gehörte zu meinen täglichen Aufgaben.
Ich habe dort außerdem gelernt, auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten und konnte meine eigenverantwortliche und zuverlässige Arbeitsweise unter Beweis stellen.
Pünktlichkeit und engagiertes Arbeiten sind für mich selbstverständlich.

Ich hoffe, dass ich mit meiner Bewerbung Ihr Interesse geweckt habe und freue mich über eine positive Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen


Danke !
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Romanum
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Beitrag von Romanum » 13.06.2013, 11:22

Ich wusste, dass in dieser Filiale im Moment jemand gesucht wird und es war ja nur für einen Job als Aushilfe - hätte ich nicht dort angenommen werden MÜSSEN wenn die Bewerbung einigermaßen ok ist??

Ich verstehe deine Logik nicht. Du wirst schließlich nicht der einzige Bewerber gewesen sein. Und auch bei Aushilfsstellen kann manchmal eine spezielle Berufserfahrung im Einzelhandel vorteilhaft sein.

Wenn es dich so brennend interessiert, dann erfrage doch den Grund deiner Absage.

Aber du hast ja noch andere Bewerbungen laufen, die du abwarten solltest.

Gucke dir auch mal dieses Anschreiben an:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 15.06.2013, 09:04

SandraKo hat geschrieben:Ich wusste, dass in dieser Filiale im Moment jemand gesucht wird und es war ja nur für einen Job als Aushilfe - hätte ich nicht dort angenommen werden MÜSSEN wenn die Bewerbung einigermaßen ok ist??
Wie Romanum schon sagte: Die werden da erstens eine gewisse Auswahl gehabt haben - und zweitens natürlich ihre eigenen Kriterien. Und mal ganz ehrlich: Wenn Du jemanden suchen würdest, der Dir Deine Regale einräumt: Fändest Du ausgerechnet eine Germanistin naheliegend? Die mit 98%iger Sicherheit mit ihren Gedanken ganz woanders sein wird... anstelle von jemandem, für den genau solch ein Job die einzige Perspektive überhaupt ist?

Aber wenn Du Dich einmal ernsthaft auf Stellen bewerben würdest, wo Dein guter Sprachstil Kernthema sein sollte: Von vier Absätzen drei mit "Ich" zu beginnen, macht keinen guten Eindruck... ;-)

Hagebuttenkeks
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Re: Anschreiben für Nebenjob bei Lidl - Absage - Was war fal

Beitrag von Hagebuttenkeks » 17.06.2013, 14:27

Wie meine beiden Vorredner schon sagten, wirst du wohl nicht die einzige Bewerberin gewesen sein.

Mir sind außerdem auch Fehler bei den Satzzeichen aufgefallen ;)
SandraKo hat geschrieben:Ich habe dort außerdem gelernt, auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten, und konnte meine eigenverantwortliche und zuverlässige Arbeitsweise unter Beweis stellen.
SandraKo hat geschrieben:Ich hoffe, dass ich mit meiner Bewerbung Ihr Interesse geweckt habe, und freue mich über eine positive Rückmeldung.
Nach "Sehr geehrte Damen und Herren" wird klein weitergeschrieben (außer es folgt ein Substantiv; was wohl aber nie der Fall ist :o). Auch hast du häufig mit "ich" einen Satz begonnen.

Jobhopper
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Beitrag von Jobhopper » 18.06.2013, 17:16

Hi,

1. du bist überqualifiziert

2. trotz deinem flexibelen Studium bist du denen zu unflexibel

Aushilfen müssen sofort springen wenn der Bezirksleiter anruft!

Gruß JobHopper

Liisa_Demoness
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Registriert: 26.05.2014, 23:05

@Hagebuttenkeks

Beitrag von Liisa_Demoness » 26.05.2014, 23:24

Ich weiß, die Foren-Einträge hier sind schon etwas älter, allerdings will ich Hagebuttenkeks kritisieren.
In dem Satz ,,Ich habe dort außerdem gelernt auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten und konnte meine eigenverantwortliche und zuverlässige Arbeitsweise unter Beweis stellen." ist überhaupt kein Komma notwendig. Das erste Komma ist völlig falsch, da ,,gelernt" zu ,,zu behalten" gehört, also gilt es als ein Verb, zusammengefügt aus zwei Verben.
Beim zweiten Komma, welches Hagebuttenkeks ergänzt hat, ist es so, dass man dieses Komma in der heutigen Rechtschreibung weglässt, allerdings ist es nicht falsch es zu verwenden. Heutzutage kommt ein Komma vor einem ,,und" nur vor, wenn vor dem Komma ein eingeschobener Satz vorhanden ist, z.B. bei ,,Ich spiele Golf, während die Welt untergeht, und pfeife dazu.". ,,Während die Welt untergeht" ist der eingeschobene Satz ;). Der Satz würde, wenn man den eingeschobenen Satz ignoriert, wie folgt heißen: ,,Ich spiele Golf und pfeife dazu."

LG

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TheGuide
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Re: @Hagebuttenkeks

Beitrag von TheGuide » 27.05.2014, 13:06

Liisa_Demoness hat geschrieben:Ich weiß, die Foren-Einträge hier sind schon etwas älter, allerdings will ich Hagebuttenkeks kritisieren.
In dem Satz ,,Ich habe dort außerdem gelernt auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten und konnte meine eigenverantwortliche und zuverlässige Arbeitsweise unter Beweis stellen." ist überhaupt kein Komma notwendig. Das erste Komma ist völlig falsch, da ,,gelernt" zu ,,zu behalten" gehört, also gilt es als ein Verb, zusammengefügt aus zwei Verben.
Das wiederum ist nicht korrekt.
Das Komma nach gelernt wäre ein fakultatives (=freiwilliges) Komma. (Duden-Regel 116, Kommata vor Infinitivgruppen). Dieses Komma haben sowohl die Threaderstellerin als auch Hagebuttenkeks korrekt gesetzt. Es wäre genauso korrekt gewesen, es nicht zu setzen.
Nach behalten, wo die Threaderstellerin ebenfalls korrekt kein Komma gesetzt hat, hat Hagebuttenkeks ein falsches Komma gesetzt.

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