Anschreiben Sozialbetreuerin in der Flüchtlingshilfe

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Kirschkern
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Anschreiben Sozialbetreuerin in der Flüchtlingshilfe

Beitrag von Kirschkern » 04.12.2015, 21:24

Hallo,

ich habe die Chance bekommen, beruflich in die Flüchtlingshilfe einzusteigen, allerdings kommt davor noch die Bewerbung...
:?

Und die muss einfach passen, der Job wäre mein Herzenswunsch.

Hier kommt also mein Anschreiben:


Bewerbung als Sozialbetreuerin

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch meine ehrenamtliche Mitarbeit in einem Wohnprojekt für asylsuchende Menschen bin ich bestrebt und motiviert diesen Weg auch beruflich einzuschlagen.
Mir liegt es am Herzen, Menschen die sich hier noch fremd fühlen, zu integrieren und ihnen eine positive Zukunft zu ermöglichen.

Zur Zeit befinde ich mich in Elternzeit, welche noch diesen Monat endet.
Um diese Zeit für mich sinnvoll zu nutzen, habe ich neben der Erziehungsarbeit das Ehrenamt begonnen.
Ich betreue Kinder, während ihre Eltern den Kurs „Begegnungssprache Deutsch“ besuchen.
Dabei kommt mir meine ruhige und ausgeglichene Art zugute.

Mit viel Einfühlvermögen und Geduld möchte ich die Menschen bestmöglichst unterstützen und bin bereit, mich in diese Richtung weiter zu bilden.

Da ich in keinem Arbeitsverhältnis beschäftigt bin, stehe ich Ihnen sofort nach Beendigung meiner Elternzeit zur Verfügung.

Auf eine persönliche Begegnung mit Ihnen freue ich mich.



Mir persönlich gefällt der erste Absatz eigentlich ganz gut.
Ist er trotzdem irgendwie 08/15?

Aber der Satz gefällt mir ganz und gar nicht:

"Zur Zeit befinde ich mich in Elternzeit, welche noch diesen Monat endet.
Um diese Zeit für mich sinnvoll zu nutzen, habe ich neben der Erziehungsarbeit das Ehrenamt begonnen."

Das klingt so, als ob die Elternzeit was negatives wäre und ich unglücklich damit bin -aber genau das Gegenteil ist der Fall!
:)

Es sind einige Sätze drin, die ich irgendwie anders -besser- formulieren möchte, aber irgendwie ist das Brett vor dem Kopf gerade recht groß! :roll:

Übrigens: ich hatte heute mit demjenigen telefoniert, welcher die Stellenausschreibung geschrieben hat...und das Gespräch klang wirklich positiv! Er hat sie mir auch gleich per Mail zukommen lassen -noch vor der Veröffentlichung! :shock:

Wo bring ich denn das noch mit unter?

Schreibe ich das direkt als ersten Satz, haben wir wieder 08/15: "Nach einem Telefongespräch mit...blablabla"





Also wenn wir zusammen das Anschreiben perfektionieren könnten, dann wäre das wirklich supergut!

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TheGuide
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Re: Anschreiben Sozialbetreuerin in der Flüchtlingshilfe

Beitrag von TheGuide » 04.12.2015, 23:04

Kirschkern hat geschrieben:durch meine ehrenamtliche Mitarbeit in einem Wohnprojekt für asylsuchende Menschen bin ich bestrebt und motiviert diesen Weg auch beruflich einzuschlagen.
Wieso durch?
Mir persönlich gefällt der erste Absatz eigentlich ganz gut.
Bis auf das durch gefällt er mir auch gut.
Ist er trotzdem irgendwie 08/15?
Im Ggt.: Du kommst sofort auf den Punkt, bringst in einem Satz, was du willst und dass du bereits Erfahrungen hast, durch die Erwähnung des Ehrenamts unterstreichst du sogar deine Motivation, man nimmt dir ab, dass du mit dem Herzen hinter der Arbeit stehst.
Aber der Satz gefällt mir ganz und gar nicht:

"Zur Zeit befinde ich mich in Elternzeit, welche noch diesen Monat endet.
Um diese Zeit für mich sinnvoll zu nutzen, habe ich neben der Erziehungsarbeit das Ehrenamt begonnen."

Das klingt so, als ob die Elternzeit was negatives wäre und ich unglücklich damit bin -aber genau das Gegenteil ist der Fall!
Deine Zweifel diesbezgl. teile ich nicht.
Schreibe ich das direkt als ersten Satz, haben wir wieder 08/15: "Nach einem Telefongespräch mit...blablabla"

Sehr geehrter Herr X,

wie ich Ihnen in unserem Telefonat schon berichtete, arbeite ich z.Zt. ehrenamtlich ... Nach dem Ende meiner Elternzeit möchte ich diese mich erfüllende Tätigkeit gerne fortsetzen.


Das ist jetzt nur die Richtung, der Text selbst ist noch verbesserungswürdig.

Kirschkern
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Beitrag von Kirschkern » 05.12.2015, 18:48

Vielen Dank für die Antwort!

Ich hab einiges nochmal aufgegriffen und in mein Anschreiben mit einbezogen.

Wie liest es sich jetzt?



Sehr geehrter Herr xxx,

wie ich Ihnen in unserem Telefonat vom 04.12.2015 schon berichtete, arbeite ich zur Zeit ehrenamtlich in einem Wohnprojekt für asylsuchende Menschen. Nach dem diesen Monat endene Elternzeit möchte ich diese, mich erfüllende Tätigkeit gerne fortsetzen.

Um die Zeit für mich sinnvoll zu nutzen, habe ich neben der Erziehungsarbeit das Ehrenamt begonnen.
Ich betreue Kinder, während ihre Eltern den Kurs „Begegnungssprache Deutsch“ besuchen.
Dabei kommt mir meine ruhige und ausgeglichene Art zugute.
Mir liegt es am Herzen, Menschen die sich hier noch fremd fühlen, zu integrieren und ihnen eine positive Zukunft zu ermöglichen.

Mit viel Einfühlvermögen und Geduld möchte ich die Menschen bestmöglichst unterstützen und bin bereit, mich in diese Richtung weiter zu bilden.

Da ich in keinem Arbeitsverhältnis beschäftigt bin, stehe ich Ihnen sofort nach Beendigung meiner Elternzeit zur Verfügung.

Auf eine persönliche Begegnung mit Ihnen freue ich mich sehr.




Ist das Anschreiben zu langweilig oder klingt es genau nach dem, was ich mir wünsche: den Job?

Entschuldigt die nervige Fragerei....

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 05.12.2015, 23:36

Beim nochmaligen Lesen kann ich nachvollziehen, was ich gestern noch nicht konnte, warum du den einen Satz für negativ klingend gehalten hast. Hatte wohl gestern Tomaten auf den Augen. Natürlich klingt es negativ, wenn du schreibst, dass du ein Ehrenamt angetreten hast, um die Elternzeit sinnvoll zu nutzen, nämlich dass die Elternzeit selbst nicht sinnvoll sei, was sie aber ohne Frage ist. Da muss also doch noch nachgebessert werden. Du könntest schreiben, dass die die Elternzeit genug Freizeit beschert hat, um noch eine weitere sinnvolle Aufgabe zu übernehmen. Damit hättest du das sinnvoll gerettet, ohne die Elternzeit abzuwerten.
Nach dem diesen Monat endene Elternzeit möchte ich diese, mich erfüllende Tätigkeit gerne fortsetzen.
Nach der diesen Monat endenden EZ möchte ich diese mich erfüllende Tätigkeit gerne hauptamtlich fortsetzen.
Das hauptamtlich habe ich reingenommen, weil der Satz (auch meine gestrige Variante) sonst leider aussagt, dass du dasselbe wie bisher machen möchtest, also auch weiterhin ehrenamtlich.
...bin bereit, mich in dieseR Richtung weiter zu bilden.
Du könntest evtl. im Mittelteil noch mehr schreiben zu dem, was du so mit den Kindern veranstaltest. Gibt deine Ausbildung irgendwelche Qualifikationen in dem Bereich her? Deutschland ist nun mal ein Land, in dem sehr viel Wert auf formale Qualifikation gelegt wird. Es wäre daher gut, wenn du z.B. eine Ausbildung im Erziehungswesen vorweisen könntest.

Kirschkern
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Beitrag von Kirschkern » 06.12.2015, 19:14

Also auf ein neues :D


"Sehr geehrter Herr xxx,

wie ich Ihnen in unserem Telefonat vom 04.12.2015 schon berichtete, arbeite ich zur Zeit ehrenamtlich in einem Wohnprojekt für asylsuchende Menschen. Nach der diesen Monat endenden Elternzeit möchte ich diese, mich erfüllende Tätigkeit gerne hauptamtlich fortsetzen.

In der Zeit des Ehrenamtes betreue ich Kinder unterschiedlichen Alters, während ihre Eltern den Kurs „Begegnungssprache Deutsch“ besuchen.
Dabei kommt mir meine ruhige und ausgeglichene Art zugute, durch welche ich schnell in ihr Spiel mit einbezogen werde.
Mir liegt es am Herzen, Menschen die sich hier noch fremd fühlen, zu integrieren und ihnen eine positive Zukunft zu ermöglichen.

Mit viel Einfühlvermögen und Geduld möchte ich die Menschen bestmöglichst unterstützen und bin bereit, mich in dieser Richtung weiter zu bilden.

Da ich in keinem Arbeitsverhältnis beschäftigt bin, stehe ich Ihnen sofort nach Beendigung meiner Elternzeit zur Verfügung.

Auf eine persönliche Begegnung mit Ihnen freue ich mich sehr."




Den Satz mit der Elternzeit und dem Ehrenamt nebenbei hab ich lieber rausgenommen, ich hab bissl zu große Angst, dass das negativ ausgelegt werden könnte.

Den Mittelteil hab ich versucht noch in die Länge zu ziehen, denn leider hab ich wirklich keine einzige nachweisbar Qualifikation in diese Richtung.
Ich hab nur zwei Arbeitszeugnisse, die die Arbeit mit den Kindern beschreibt.

Ob das Anschreiben so in Ordnung ist? :?

Gestern hatte ich noch mit einer Bekannten telefoniert, welche dort selbst arbeitet und sie suchen dringend Leute -auch ohne entsprechende Ausbildung in diese Richtung. Selbst in der Stellenanzeige steht: ".....oder Sie haben sozialarbeiterische und interkulturelle Kompetenzen und möchten sich ggf. neu beruflich orientieren"

Deshalb setze ich auch so große Hoffnungen in diese Bewerbung :oops:

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 07.12.2015, 01:04

Kirschkern hat geschrieben: durch welche ich schnell in ihr Spiel mit einbezogen werde.
Eigentlich solltest du ja den Nachmittag gestalten, oder?

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