Anschreiben, wenn man den Chef kennt

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Kaffetante
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Anschreiben, wenn man den Chef kennt

Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 13:06

Hallo,
ich bräuchte einige Tips für mein Anschreiben.
Es geht darum, dass ich den möglichen Arbeitgeber schon kenne.
(häusliche Kranken- und Seniorenpflege)
Ich bin darin nicht Ausgebildet, möchte mich als Hilfskraft bewerben.
Ich gehe schon seit 3 Jahren für einen alten Herrn Einkaufen, habe vorher bei ihm geputzt und kenne ein paar Mitarbeiter des Betriebs.
Letztes Jahr ist der Opa meiner Kinder an Leukämie erkrankt und ich habe den Betrieb angeheuert ihm und der Oma zu helfen. Dort lernte ich dann die Chefin kennen.
Sie sind von mir angetan, ich von ihnen... Und jetzt weiß ich nicht, wie ich das Anschreiben gestalten soll.
Soll nicht so klingen wie "hey, da bin ich.." aber auch nicht so, als ob man sich nicht kennt.

Bin für jeden tip Dankbar.
Silke

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Beitrag von Like-a-Angel » 07.02.2011, 13:12

Hallo Kaffeetante,

stell doch mal deinen bisherigen Entwurf online, denn nur damit kann man arbeiten. :)

Anhand deines Anschreibens kann man dir hier dann Verbesserungs- oder Änderungsvorschläge geben und so gemeinsam ein tolles Anschreiben verfassen.

Liebe Grüße

Kaffetante
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Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 13:14

Wie macht man das mit dem hochladen?

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Beitrag von Like-a-Angel » 07.02.2011, 13:15

Aus der Worddatei raus kopieren und hier einfügen ;)

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Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 13:22

mhh, ich bin wohl zu doof :)
Kann man es sehen?

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Beitrag von Like-a-Angel » 07.02.2011, 13:25

Lesen direkt nicht aber man kann es öffnen.. ich poste es mal für dich..

HIER DEIN ANSCHREIBEN:

Bewerbung als Geringfügig Beschäftigte


Sehr geehrte Frau ,

meine schulische Bildung habe ich im Januar 2010 mit der Fachoberschulreife erfolgreich abgeschlossen.

In Praktika erwarb ich Organisationskompetenz, außerdem arbeite ich gerne selbstständig, übernehme Verantwortung und lege Wert auf konstruktive Zusammenarbeit.

Flexibilität ist durch meine Mutterrolle für mich selbstverständlich.

Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, und Zielstrebigkeit wurden mir bescheinigt. Meine Aussagen möchte ich gerne durch ein Praktikum belegen.

Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen und stehe für weitere Auskünfte jederzeit zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen









Lebenslauf
Zeugnisse

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Beitrag von Like-a-Angel » 07.02.2011, 13:27

So.. :D

Ich (selber als Hilfesuchende und Mutter) kann dir schon mal einige Anmerkungen geben...

Vorweg eine Frage:

1. Bewirbst du dich auf eine Stellenanzeige oder Initiativ?

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Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 13:30

Initiativ, aber ich wurde letzte Woche von einer Mitarbeiterin angesprochen, dass man mich gebrauchen könnte.

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Beitrag von Like-a-Angel » 07.02.2011, 13:42



Bewerbung als Bewerbung als Geringfügig Beschäftigte

Sehr geehrte Frau ,

meine schulische Bildung habe ich im Januar 2010 mit der Fachoberschulreife erfolgreich abgeschlossen.

In Praktika erwarb ich Organisationskompetenz, außerdem arbeite ich gerne selbstständig, übernehme Verantwortung und lege Wert auf konstruktive Zusammenarbeit.

Flexibilität ist durch meine Mutterrolle für mich selbstverständlich.

Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, und Zielstrebigkeit wurden mir bescheinigt. Meine Aussagen möchte ich gerne durch ein Praktikum belegen.

Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen und stehe für weitere Auskünfte jederzeit zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen




Lebenslauf
Zeugnisse
Dein Anschreiben benötigt noch etwas Arbeit :)

Bewerbung als Hilfskraft auf 400€-Basis (oder Teilzeit, je nach dem was du möchtest)

meine schulische Bildung habe ich im Januar 2010 mit der Fachoberschulreife erfolgreich abgeschlossen.


Kann man m.E. weg lassen, da dieses im Lebenslauf steht! Hier solltest du lieber reinschreiben wieso du dich genau dort bewirbst ...

z.B.

durch die Betreuung der Eheleute ... konnte ich Sie und Ihr Team kennenlernen und einen kleinen Einblick in den Aufgabenbereich einer XXXXXXXXXXXX erhalten. Gerne möchte ich Ihr Team als engagierte Hilfskraft unterstützen.

In Praktikas erwarb ich Organisationskompetenz, außerdem arbeite ich gerne selbstständig, übernehme Verantwortung und lege Wert auf konstruktive Zusammenarbeit.
Klingt m.E. schrecklich (nicht böse gemeint) Was ich damit meine.. was ist Organisationskompentenz??? Hier musst du genauer Aufzählen was du getan hast , allerdings nicht als Aufzählung sondern am besten in schönen Sätzen.
Hier sollte stehen, was du dir schon evtl. für Kenntnisse und Fähigkeiten angeeignet hast die für diesen Beruf nützlich bzw. gefordert werden.
Flexibilität ist durch meine Mutterrolle für mich selbstverständlich.
Als Mutter bist du nicht flexibel, denn du wirst weder Spätschichten (z.B. bis 22 Uhr oder ähnliches machen können oder einfach mal einspringen, da dein Kind ja auch feste Betreuungszeiten hat) also vorsichtig mit dieser Aussage!
Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, und Zielstrebigkeit wurden mir bescheinigt. Meine Aussagen möchte ich gerne durch ein Praktikum belegen.
Mir wurde hier bei gebracht das sowas in einem Anschreiben nicht besonders ankommt, da der Arbeitgeber dieses erstmal als stupide Behauptung des Bewerbers sehen könnte.

Belege besser deine Behauptung bzw deine Stärken..

(Wer hat dir bescheinigt das du das alles bist???)

z.B. Während meine Praktikums bei XXXXX war ich für die Organisation von XXXX verantwortlich. Hier konnte ......

Nicht aufzählen sondern direkt deine Stärken mit Beispielsätzen untermauern.

Ich hoffe ich konnte dir einen ersten kleinen Schups in die richtige Richtung geben...

Liebe Grüße

Kaffetante
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Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 14:18

Jetzt weiß ich auch, wie du das Kopieren aus word meintest:)
Deinen Anfangssatz finde ich gut, das werd ich so ähnlich übernehmen.
Mit flexibilität meinte ich auf situationen bezogen.
Ansonsten bin ich auch als Mutter flexibel (zeitlich). Ausser ein paar wenige Stunden vor dem Schulunterricht meiner Kinder und kurz danach.

Zitat:
Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, und Zielstrebigkeit wurden mir bescheinigt. Meine Aussagen möchte ich gerne durch ein Praktikum belegen.

Da habe ich 2 Arbeitszeugnisse aus dieser Branche.

Ich bearbeite jetzt noch etwas und stelle die korrigierte Bewerbung hier rein.
Danke
LG

Kaffetante
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Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 15:17

So, ich habe gemerkt, dass ich mich von manchen Sätzen garnicht trennen kann/will..
Wie ist sie jetzt?

Bewerbung als Geringfügig Beschäftigte (Teilzeit)


Sehr geehrte Frau xx,

durch die Betreuung der Eheleute xx und Dieter xx konnte ich Sie und Ihr Team kennenlernen und einen kleinen Einblick in die Aufgabenbereiche Hauswirtschaftliche Unterstützung und Häusliche Pflege/ Behandlungspflege erhalten.
Gerne möchte ich Ihr Team als engagierte Hilfskraft unterstützen.

Von Januar 2008 bis Januar 2009 arbeitete ich auf Teilzeitbasis ehrenamtlich in der Seniorenwohnanlage Altes Stadtbad Ev. xx im Ambulanten Hilfedienst. Meine Aufgaben beliefen sich auf die Betreuung älterer Menschen und das Erledigen mehrerer Aufgaben im und um den Haushalt, zu welchen sie altersbedingt oder auch krankheitsbedingt nicht in der Lage sind.
Ich erwarb Organisationskompetenz, außerdem arbeite ich gerne selbstständig, übernehme Verantwortung und lege Wert auf konstruktive Zusammenarbeit.

Flexibilität ist durch meine Mutterrolle für mich selbstverständlich.
Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, und Zielstrebigkeit wurden mir bescheinigt.

Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen und stehe für weitere Auskünfte jederzeit zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kaffetante
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Beitrag von Kaffetante » 07.02.2011, 17:38

Hab das Anschreiben nochmal Überarbeitet.

Bewerbung als Geringfügig Beschäftigte (Teilzeit)


Sehr geehrte Frau xx,

durch die Betreuung der Eheleute xx und Dieter xxkonnte ich Sie und Ihr Team kennenlernen und einen kleinen Einblick in die Aufgabenbereiche Hauswirtschaftliche Unterstützung und Häusliche Pflege/ Behandlungspflege erhalten.
Gerne möchte ich Ihr Team als engagierte Hilfskraft unterstützen.

Von Januar 2008 bis Januar 2009 arbeitete ich auf Teilzeitbasis ehrenamtlich in der Seniorenwohnanlage Altes Stadtbad Ev. xx im Ambulanten Hilfedienst. Meine Aufgaben beliefen sich auf die Betreuung älterer Menschen und das Erledigen mehrerer Aufgaben im und um den Haushalt, zu welchen sie altersbedingt oder auch krankheitsbedingt nicht in der Lage sind.
Ich erwarb Organisationskompetenz, außerdem arbeite ich gerne selbstständig, übernehme Verantwortung und lege Wert auf konstruktive Zusammenarbeit.

Schnelles Umsetzen von neuen, unvorhergesehen Aufgaben sowie Zielstrebigkeit zeichnen mich durch meine Person und Mutterrolle aus.
Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit wurden mir bescheinigt.

Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen und stehe für weitere Auskünfte jederzeit zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Marta111
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Re: Anschreiben, wenn man den Chef kennt

Beitrag von Marta111 » 12.08.2011, 16:31

Kaffetante hat geschrieben:Hallo,
ich bräuchte einige Tips für mein Anschreiben.
Es geht darum, dass ich den möglichen Arbeitgeber schon kenne.
(häusliche Kranken- und Seniorenpflege)
Ich bin darin nicht Ausgebildet, möchte mich als Hilfskraft bewerben.
Ich gehe schon seit 3 Jahren für einen alten Herrn Einkaufen, habe vorher bei ihm geputzt und kenne ein paar Mitarbeiter des Betriebs.
Letztes Jahr ist der Opa meiner Kinder an Leukämie erkrankt und ich habe den Betrieb angeheuert ihm und der Oma zu helfen. Dort lernte ich dann die Chefin kennen.
Sie sind von mir angetan, ich von ihnen... Und jetzt weiß ich nicht, wie ich das Anschreiben gestalten soll.
Soll nicht so klingen wie "hey, da bin ich.." aber auch nicht so, als ob man sich nicht kennt.

Bin für jeden tip Dankbar.
Silke
Hallo Silke,
Selbstbewußt sollst du auf jeden Fall auftreten, aber nicht arrogant, das mag keiner. Schreib einfach was Deine Erfahrungen sind, dass du dem Opa deiner Kinder privat Pflege angeboten hast. Das würde nicht jeder machen und das kann auch nicht jeder. Der Ton soll nicht so zu offiziell sein - sie sollen einen Menschen hinter der Bewerbung sehen und zwar einen netten. Du musst halt die goldene Mitte finden.
Viel Glück

safa
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Anschreiben wenn man Chef persönlich kennt

Beitrag von safa » 17.10.2011, 20:37

Hallo!
Meine Bewerbung steht so weit aber mir fehlt noch der passende Einleitungssatz. Ich hoffe ihr könnt mir helfen ;). Hier sind ja einige superfit und ich denke ich habe auch schon gut dazugelernt aber ich will einfach auf Nummer sicher gehen da ich den Job sehr gerne hätte.

Ich kenne den Chef persönlich und auch recht gut und er selbst hat mir gesagt dass er jemanden sucht.

Sehr geehrter Herr XY,
wie ich von Ihnen persönlich erfahren durfte, suchen sie in Ihrem Unternehmen eine kaufmännische Angestellte. Sehr gerne möchte ich Ihr Team mit meiner Motivation und meinen Fähigkeiten (oder Berufserfahrung?)unterstützen.

oder halt den ersten satz lassen und dann.. wie ich von Ihnen persönlich erfahren durfte suchen Sie für Ihren Betrieb eine fleissige, motivierte Mitarbeiterin. Ich bin mir sicher, mit meinen Fähigkeiten und meiner Berufserfahrung die Richtige für Sie zu sein

oder .... zu Ihnen zu passen


tja und der Abschlussatz ist ja auch so eine Sache da der Termin ja schon steht. Da kann ich ja eigentlich nur schreiben

Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr... oder was schreib ich da sonst??

ich denke ihr wisst was ich meine. Mir fehlt der Feinschliff....

Es eilt da ich mich diese Woche persönlich vorstellen darf ;)

LG

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 18.10.2011, 09:47

Ich habe wirklich das Gefühl (auch und gerade in Verbindung mit dem anderen Thread), dass Du es Dir gewaltsam schwer machst... und alles tust, um eine zu 99% feststehende (positive!) Entscheidung auf der Ziellinie noch einmal in Frage zu stellen. Der Anfang dieses Anschreibens jetzt ist derart weit von einem Briefanfang an einen guten Bekannten entfernt, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass in den letzten Tagen auch nur ein durchschnittliches Ergebnis entstehen kann. Wie sieht es denn mit dem Rest des Briefes aus? Basiert der konsequent auf Eurem letzten Gespräch und führt dieses gewissermassen einen Schritt weiter? So müsste es nämlich sein...

Nach all dem hat Dich doch niemand gefragt - und wenn man es jetzt im Gespräch täte, wäre immer noch Zeit (und zwar mehr als jetzt!), das Thema anzugehen! Warum jetzt ohne Not Dinge aus dem Boden stampfen, die Dir in ihrer Qualität nur schaden können?

Ich sag's nochmal: Der ganze Papierkram scheint (in diesem einen, glücklichen Fall) nicht allzu wichtig zu sein. Der Grund für das Interesse an Dir sind Deine Branchenkenntnisse! Die sind der Aspekt, mit dem Du richtig abräumen kannst - und auf diese Karte würde ich setzen! In DIESES Thema (und kein anderes) würde ich meine letzten kostbaren Tage und Stunden investieren - damit Du in einem Fachgespräch halten kannst, was man sich diesbezüglich von Dir verspricht! Mit einem positiven Verlauf solch eines "Branchenkenner"-Gesprächs hättest Du BTW die Fragen beantwortet, wegen denen sich rein theoretisch jemand für Dein 20 Jahre altes Zeugnis interessieren könnte.

safa
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Beitrag von safa » 18.10.2011, 10:54

du hast PN ;)

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