Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Bewerbung Sozialarbeiterin

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Sonnenschein1990
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Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Bewerbung Sozialarbeiterin

Beitrag von Sonnenschein1990 » 09.05.2016, 21:52

Hallo,

also kurz zu meiner Person: Mittlere Reife, Ausbildung Verwaltungsfachangestellte, gearbeitet, Abi nachgeholt, duales Studium - soziale Arbeit.

Ich poste 2x, ich vermute mal, dass nicht alles in einem reinpasst. Zumindest nicht mit der Stellenanzeige.

Also ein Jobcenter sucht jmd., der
- über Einfühlungsvermögen verfügt
- Bereitschaft zeigt, Verantwortung zu übernehmen
- Kenntnisse SGB II + anliegende Gebiete hat
- kundenorientiert, teamfähig, kommunikationsfähig ist

Sonnenschein1990
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Beitrag von Sonnenschein1990 » 09.05.2016, 21:54

Mein Anschreiben:
Bewerbung als Arbeitsvermittlerin

Sehr geehrter Ansprechpartner,

die von Ihnen benannten Aufgaben im Bereich der Arbeitsvermittlung reizen mich bereits seit langen und sind mir durch meine Praxissemester im Jobcenter X bestens bekannt. An der Stelle spricht mich vor allem die abwechslungsreiche Tätigkeit mit ihren ständigen neuen Herausforderungen besonders an.

Durch die im Wechsel stattfindenden Phasen meines dualen Studiums in Kooperation mit dem Jobcenter X erhalte ich als angehende Sozialarbeiterin die Möglichkeit, neben theoretische auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies erfolgt überwiegend im Fallmanagement, wobei hier zu meinen Aufgaben das Führen von Gesprächen mit Arbeitssuchenden und die Bearbeitung von Anträgen zählen. Strukturiertes und organisiertes Arbeiten ist für mich ebenso selbstverständlich. Dies konnte ich in den Praxisphasen unter Beweis stellen.

Darüber hinaus stellt sich für mich die Anwendung von Gesetzen und Rechtsvorschriften, Aktenführung und Schriftverkehr als unproblematisch dar. So konnte ich diese Kenntnisse bereits während meiner Berufspraxis als Verwaltungsfachangestellte aneignen und dieses Wissen auf die Sozialgesetzbücher II, II und andere angrenzenden Rechtsgebiete noch vertiefen.

Team- und Kommunikationsfähigkeiten sind für mich - als langjähriges Mitglied im örtlichen Verein – eine Selbstverständlichkeit. Meine Hauptaufgabe ist die Organisation, jedoch unterstütze ich stets dort, wo Hilfe benötigt wird. So zum Beispiel auch in der Kinderbetreuung auf verschiedenen Festen. Meine offene Art ermöglicht es mir, besonders leicht Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Dies konnte ich auch in den Praxissemester sehr gut im Jobcenter ein- und umsetzen.

Mein Studium werde ich am XXYYZZZZ abschließen. Danach stehe ich Ihnen sofort zur Verfügung. Gerne stelle ich mich Ihnen persönlich bei einem Vorstellungsgespräch vor.

Mit freundlichen Grüßen




Anlagen



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Ich hab irgendwie das Gefühl das ich zu oberflächlich bin. Soll ich mehr begründen warum ich diese Stelle haben will? Und auch wieso dieses Jobcenter?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 09.05.2016, 22:45

Sonnenschein1990 hat geschrieben:die von Ihnen benannten Aufgaben im Bereich der Arbeitsvermittlung reizen mich bereits seit langen und sind mir durch meine Praxissemester im Jobcenter X bestens bekannt. An der Stelle spricht mich vor allem die abwechslungsreiche Tätigkeit mit ihren ständigen neuen Herausforderungen besonders an.

Durch die im Wechsel stattfindenden Phasen meines dualen Studiums in Kooperation mit dem Jobcenter X erhalte ich als angehende Sozialarbeiterin die Möglichkeit, neben theoretische auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies erfolgt überwiegend im Fallmanagement, wobei hier zu meinen Aufgaben das Führen von Gesprächen mit Arbeitssuchenden und die Bearbeitung von Anträgen zählen. Strukturiertes und organisiertes Arbeiten ist für mich ebenso selbstverständlich. Dies konnte ich in den Praxisphasen unter Beweis stellen.
Bis auf den letzten Satz bist du in keinem dieser Sätze Subjekt. Sei das Subjekt, sei eine Macherin!
Darüber hinaus stellt sich für mich die Anwendung von Gesetzen und Rechtsvorschriften, Aktenführung und Schriftverkehr als unproblematisch dar.
Auch in diesem Satz bist du nicht das Subjekt. Verzichte zudem auf Negationen und Negativa.
So konnte ich diese Kenntnisse bereits während meiner Berufspraxis als Verwaltungsfachangestellte aneignen und dieses Wissen auf die Sozialgesetzbücher II, II und andere angrenzenden Rechtsgebiete noch vertiefen.
Das Verb können in Kombination mit einem anderen Verb welches durch können als Prädikat ersetzt wird, ist dir hiermit ab sofort verboten!
Team- und Kommunikationsfähigkeiten sind für mich - als langjähriges Mitglied im örtlichen Verein – eine Selbstverständlichkeit. Meine Hauptaufgabe ist die Organisation, jedoch unterstütze ich stets dort, wo Hilfe benötigt wird. So zum Beispiel auch in der Kinderbetreuung auf verschiedenen Festen.
Was hat Kinderbetreuung mit deinen Aufgaben beim Jobcenter zu tun?
Meine offene Art ermöglicht es mir, besonders leicht _Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Dies konnte ich auch in den Praxissemester sehr gut im Jobcenter ein- und umsetzen.

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Beitrag von Sonnenschein1990 » 09.05.2016, 23:07

vielleicht ist es zu spät und ich bin zu müde, um es zu verstehen.

Meinst du mit dem Subjekt, dass ich nicht immer mich schreiben soll bzw. als Satzanfang mit ich anfange soll?

Oder meinst du, dass der Text zu wenig auf mich bezogen ist?

Wenn zweiteres, weiß ich nicht so recht wie ich das änderen soll.
Mit der Kinderbetreuung wollte ich einfach nur expliziter meine Vereinstätigkeit belegen. Soll ich das lieber weglassen?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 10.05.2016, 00:04

Nein, du sollst jetzt nicht alle Sätze mit ich anfangen. Aber mich markiert den Akkusativ, also ein Objekt.
Wenn ich schreibe "sie lobt mich", dann bin nicht ich das Subjekt, sondern sie. Sie ist aktiv, sie macht etwas. Ich bin inaktiv, mit mir wird etwas gemacht.
Was willst du von dir für ein Bild abgegebn? Das einer aktiven Macherin oder das einer inaktiven Getriebenen?

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Beitrag von Sonnenschein1990 » 10.05.2016, 07:56

So neuer Versuch: Ist das besser? Ich habe jetzt bewusst nicht überall auf einmal in ich-Form geschrieben und hoffe, dass die Mischung so gut ist.

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die von Ihnen benannten Aufgaben im Bereich der Arbeitsvermittlung reizen mich bereits seit langen und sind mir durch meine Praxissemester im Jobcenter X bestens bekannt. An der Stelle spricht mich vor allem die abwechslungsreiche Tätigkeit mit ihren ständigen neuen Herausforderungen besonders an.

Durch die im Wechsel stattfindenden Phasen meines dualen Studiums in Kooperation mit dem Jobcenter X erhalte ich als angehende Sozialarbeiterin die Möglichkeit, neben theoretische auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies erfolgt überwiegend im Fallmanagement. Dort führe ich selbstständig Beratungsgespräche mit Arbeitssuchenden oder Arbeitgebern und bearbeite die anfallenden Anträge. Strukturiertes und organisiertes Arbeiten ist für mich ebenso selbstverständlich. Dies stelle ich in den Praxisphasen unter Beweis.

Darüber hinaus stellt sich für mich die Anwendung von Gesetzen und Rechtsvorschriften, Aktenführung und Schriftverkehr als simpel dar. So eignete ich diese Kenntnisse bereits während meiner Berufspraxis als Verwaltungsfachangestellte an und vertiefe mein Wissen in Bezug auf die Sozialgesetzbücher II, II und andere angrenzenden Rechtsgebiete.

Team- und Kommunikationsfähigkeiten sind für mich - als langjähriges Mitglied im örtlichen Verein – eine Selbstverständlichkeit. Meine Hauptaufgabe ist die Organisation, jedoch unterstütze ich stets dort, wo Hilfe benötigt wird. Meine offene Art ermöglicht es mir, besonders leicht Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Dies setze ich auch in den Praxissemester sehr gut im Jobcenter ein- und um.

Mein Studium werde ich am XXYYZZZZ abschließen. Danach stehe ich Ihnen sofort zur Verfügung. Gerne stelle ich mich Ihnen persönlich bei einem Vorstellungsgespräch vor.

Mit freundlichen Grüßen




Anlagen

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Beitrag von TheGuide » 10.05.2016, 08:07

Ich hatte mir deinen Umbau doch etwas konsequenter erhofft. Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Jeder Satz, in dem du nicht das Subjekt bist, ist ein verschenkter Satz! Und erhalten beispielsweise ist kein Verb, welches dich als Menschen in Aktion schildert. Man erhält eine Geschenk oder Medizin etc. Anstatt an dem vorhandenen Text herumzudoktern, lösch doch bitte die ersten beiden Absätze, mach einen ausgedehnten Spaziergang durch die Natur, alleine(!) und ohne Smartphone(!) aber mit Zettel und Stift bewaffnet, und dann setz dich wieder an die Bewerbung.

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Beitrag von Sonnenschein1990 » 10.05.2016, 09:23

Einfacher gesagt, als getan. Mir gefällt der Einleitungssatz nicht wirklich. Ich will eigentlich zum Ausdruck bringen, dass es MEINE Stelle ist, sozusagen hochmotiviert bin.

Nun denn, hier der neue Versuch:

als bald angehende Sozialarbeiterin freue ich mich Ihnen vorzustellen. Ich studiere soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt XY und bin in meinen Praxisphasen im Jobcenter X tätig. Im dualen Studium erlerne ich nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern kann diese vorwiegend im Fallmanagement transferieren und durch Reflektion erweitern. Im Fallmanagement führe ich beispielsweise selbstständig Beratungsgespräche mit Arbeitssuchenden oder Arbeitgebern und bearbeite die anfallenden Anträge. Zudem stelle ich mein strukturiertes und organisiertes Arbeiten unter Beweis.

Neben meinem Studium wendete ich ebenfalls in meiner Ausbildung und Berufspraxis als Verwaltungsfachangestellte Gesetze und Rechtsvorschriften an, führte Akten und Schriftverkehr. Das Wissen konnte ich bezüglich der Sozialgesetzbücher II, II und andere angrenzenden Rechtsgebiete nun vertiefen. Wie aus meinen Schilderungen ersichtlich, ist mir demzufolge Ihr beschriebenes Aufgabengebiet bestens bekannt, weshalb ich mich bei Ihrer Behörde schnell zurecht finden werde.

In meiner Freizeit bin ich als langjähriges Mitglied im örtlichen Verein tätig, bei der ich meine starke Kommunikations- und Teamfähigkeit für die Organisation von Veranstaltungen und anderen Aufgaben nutze. Diese Kenntnisse setze ich gerne auch in Ihrer Kommune ein.

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Beitrag von TheGuide » 10.05.2016, 22:22

Sonnenschein1990 hat geschrieben:als bald angehende Sozialarbeiterin freue ich mich Ihnen vorzustellen.
Überflüssig!
Ich studiere soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt XY und bin in meinen Praxisphasen im Jobcenter X tätig.
Steht im Lebenslauf.

Warum willst du die Stelle im Jobcenter? Warum studierst du Soziale Arbeit? Warum hast du den Schwerpunkt XY ausgesucht? Zusammengefasst: Wie ist es um deine Motivation bestellt, diesen Job anzutreten?
Im dualen Studium erlerne ich nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern kann diese vorwiegend im Fallmanagement transferieren und durch Reflektion erweitern.
Ein sehr seltsamer Satz. Man versteht zwar was du sagen möchtest, aber er ist unnatürlich gestelzt.
Im Fallmanagement führe ich beispielsweise selbstständig Beratungsgespräche mit Arbeitssuchenden oder Arbeitgebern und bearbeite die anfallenden Anträge. Zudem stelle ich mein strukturiertes und organisiertes Arbeiten unter Beweis.
Gut. Geht aber noch besser.
Neben meinem Studium wendete ich ebenfalls in meiner Ausbildung und Berufspraxis als Verwaltungsfachangestellte Gesetze und Rechtsvorschriften an, führte Akten und Schriftverkehr.
Wieso verwendest du die Vergangenheitsform? Das Studium ist doch noch nicht beendet?
Das Wissen konnte ich bezüglich der Sozialgesetzbücher II, II und andere angrenzenden Rechtsgebiete nun vertiefen.
Wie aus meinen Schilderungen ersichtlich, ist mir demzufolge Ihr beschriebenes Aufgabengebiet bestens bekannt, weshalb ich mich bei Ihrer Behörde schnell zurecht finden werde.
So drückst du dich doch nicht im wahren Leben aus. Drück dich natürlich aus, nicht gestelzt.

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Beitrag von Sonnenschein1990 » 11.05.2016, 00:02

Hallo,

hier mal wieder ein neuer Versuch. Soll ich das Wort Praxisphasen mit Praxissemester manchmal ersetzen?

der tägliche Umgang mit Menschen und deren verschiedenster Problematiken als auch die Vielseitigkeit der Aufgaben einer Sozialarbeiterin begründen mein Interesse an dem Studiengang „soziale Arbeit“. Da das duale Studium interdisziplinär angelegt ist, kann ich die Klienten bestmöglich betreuen und unterstützen. Weiterhin erlerne ich nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern kann die Theorie während der Praxisphasen anwenden. Durch den Zyklus Theorie- und Praxisphasen reflektiere ich mein Handeln stets.

Zu meinem Schwerpunkt habe ich das X gewählt, da mich auch die Sichtweise des Arbeitgebers interessiert. Dadurch kann ich besser auf die jeweiligen Personalverwaltungen eingehen und den Klienten besser vermitteln.

Die multiplen Problemlagen sind vor allem im Jobcenter vorhanden, weshalb ich dort meine Praxisphasen absolviere. Im Jobcenter kann ich meine größten Stärken – Gesprächsführung und Verwaltungsaufgaben – am besten kombinieren. Mein Tätigkeitsschwerpunkt ist das Fallmanagement. Ich führe selbstständig Beratungsgespräche mit Arbeitssuchenden oder Arbeitgebern und bearbeite die anfallenden Anträge. Zudem stelle ich mein strukturiertes und organisiertes Arbeiten unter Beweis.

Bereits vor meinem Studium habe ich als Verwaltungsfachangestellte Gesetze und Rechtsvorschriften angewandt, Akten geführt sowie den Schriftverkehr übernommen. Dies wende ich auch während meiner Praxisphasen an und habe mein Wissen in den angrenzenden Rechtsgebieten noch vertieft. Deshalb sind mir die Aufgaben eines Arbeitsvermittlers bestens bekannt, wodurch ich mich schnell in Ihrem Jobcenter zurecht finden werde.

In meiner Freizeit bin ich als langjähriges Mitglied bei dem örtlichen Verein X tätig, bei dem ich meine starke Kommunikations- und Teamfähigkeit für die Organisation von Veranstaltungen und anderen Aufgaben nutze. Diese Kenntnisse setze ich gerne auch in Ihrer Kommune ein.

Mein Studium werde ich am XXYYZZZZ abschließen. Danach stehe ich Ihnen sofort zur Verfügung. Gerne stelle ich mich Ihnen persönlich bei einem Vorstellungsgespräch vor.

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Beitrag von TheGuide » 11.05.2016, 00:37

Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, warum ich dir manchmal Wortanfänge, manchmal ganze Worte rot anstreiche?

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