Arbeitsvermittlerin Initiativbewerbung mit Behinderung

Eine initiative Bewerbung lohnt immer dann, wenn keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt. Worauf ihr achten musst, ist Thema in diesem Forum.
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Mel_Z_13
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Arbeitsvermittlerin Initiativbewerbung mit Behinderung

Beitrag von Mel_Z_13 » 17.02.2009, 17:15

hallo!
ich bin ganz neu hier und benötige hilfe bei einer initivativbewerbung. ich weiss da nicht so recht, wie ich anfangen soll und wie ich folgende themen geschickt mit einfliessen lassen kann:
-bin dipl ing für bekleidungstechnik und möchte mich bei der agentur für arbeit als arbeitsvermittlerin bewerben (öffentlicher dienst), völlig branchenfremd
-seit oktober bin ich arbeitslos
- ich bin 50% schwerbehindert (diabetes), habe den ausweis, bin aber voll einsatzfähig. möchte es erwähen, da das arbeistamt behinderte fördert

wer kann mir ein wenig helfen? über jeden vorschlag wäre ich sehr dankbar!

vg mel

Knightley
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Beitrag von Knightley » 17.02.2009, 19:27

Bewerbungen als Arbeitsvermittlerin findest du schon einige über die Forumssuche: Arbeitsvermittlerin Bewerbung.

Die Schwerbehinderung könnte man ja auch im Lebenslauf angeben.

Mel_Z_13
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Beitrag von Mel_Z_13 » 18.02.2009, 10:39

hi,
vielen dank für die antwort!
ich habe mir heute nacht auch noch weitere gedanken gemacht, wie ich die kurve von bekleidungstechnikerin zur arbeitsvermittlerin kriege.

wäre es ok, folgendes in der art zu schreiben :
in meinem beruf als bekleidungstechnikerin bin ich viel weltweit gereist ,unter anderem war ich auch in sehr armen ländern und habe die verzweiflung und armut der menschen erlebt. dieses hat mich zum nachdenken gebracht und mein Ziel ist es, menschen helfen zu wollen und mein soziales engagement beruflich einzubringen.
Durch meine bisherige Berufstätigkeit bringe ich dienstleistungs- und kundenorientiertes Denken und Arbeitsverhalten mit.
Meine Kommunikationsstärke sowie Team- und Problemlösefähigkeit im Umgang mit Menschen runden mein Profil ab. Darüber hinaus biete ich ein hohes Maß an Motivation und Lernbereitschaft, um mich schnell und umfassend in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten.

Meine Schwerbehinderung würde ich gerne im anschreiben erwähnen, da das arbeitsamt gerne schwerbehinderte einstellt. es soll aber deutlich werden, dass ich nicht eingeschränkt bin und wie wärs mit :
seit meinem 4 lebensjahr bin ich diabetikerin typ 1 und im besitz eines schwerbehindertenausweises.
Ich habe glernt, damit umzugehen und bin stolz darauf, dass ich dank medizinischem fortschritt und disziplin gelernt habe, uneingeschränkt wie ein gesunder menschmit der krankheit leben zu können

wäre echt dankbar über ein kurzes feedback ;-)
vielen dank!!!!!

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 18.02.2009, 20:44

Mel_Z_13 hat geschrieben:ich habe mir heute nacht auch noch weitere gedanken gemacht, wie ich die kurve von bekleidungstechnikerin zur arbeitsvermittlerin kriege.
´

Das ist definitiv der entscheidende Punkt - 10 x wichtiger als die Behinderung zum Beispiel! Und wenn ich ehrlich bin: Bisher ist es wohl eher die Kurve von der Bekleidungstechnikerin zur Entwicklungshelferin... ;-)

Hmmmm... wie kommst Du denn überhaupt auf die Arbeitsvermittlung als Thema?

ice_and_fire
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Re: initiativbewerbung mit behinderung

Beitrag von ice_and_fire » 18.02.2009, 21:53

Mel_Z_13 hat geschrieben:hallo!
ich bin ganz neu hier und benötige hilfe bei einer initivativbewerbung. ich weiss da nicht so recht, wie ich anfangen soll und wie ich folgende themen geschickt mit einfliessen lassen kann:
-bin dipl ing für bekleidungstechnik und möchte mich bei der agentur für arbeit als arbeitsvermittlerin bewerben (öffentlicher dienst), völlig branchenfremd
-seit oktober bin ich arbeitslos
- ich bin 50% schwerbehindert (diabetes), habe den ausweis, bin aber voll einsatzfähig. möchte es erwähen, da das arbeistamt behinderte fördert

wer kann mir ein wenig helfen? über jeden vorschlag wäre ich sehr dankbar!

vg mel
Hmm Tipps, gute Frage

Zunächst einmal solltest du dir zu FRAGEN´s Frage (das schreib ich immer wieder gern :-D ) ausführlichst Gedanken machen.
Dann überlegen wir mal

zum Thema Behinderung:
Die würde ich nicht unbedingt breit treten. Zusammen mit dem Umstand arbeitslos hat das den Anschein nach "ich suche was festes (egal was) und versuche es mit allen Mitteln". Keiner wird dich einstellen, NUR weil du einen Behindertenausweis hast. Behindertenförderung hin oder her.

Im Lebenslauf kannst du das wenn du möchtest vielleicht erwähnen. Dann mit der Angabe der Diabetes, weil das tatsächlich Asukunft gibt, dass du wohl eigentlich deine Arbeit machen kannst, wie jeder andere auch

zum Thema "völlig Branchenfremd"
und das könnte ein Problem geben ;-) Ich habe mir grad überlegt, was ich mir von einem Arbeitsvermittler wünsche.
- Er sollte in mir Vertrauen und Zuversicht wecken
- Er sollte wirklich eine Ahnung vom Bewerbungsprozess haben
- Er sollte eine Erfahrung von Markt und Industrie haben
- Er muss wohl auch eine Ahnung von rechtlichen Dingen haben
... das fällt mir jetzt auf die Schnelle ein.

Noch sehe ich darin leider nicht die Dipl.Ing. für Bekleidungstechnik.
Wie lange hast du denn in der Bekleidungstechnik gearbeitet und was hast du davor gemacht?

Mel_Z_13
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Beitrag von Mel_Z_13 » 19.02.2009, 11:04

hallo ihr beiden :D
danke für eure kommentare.
ich habe 10 jahre in der bekleidungsbranche als produktmanagerin gearbeitet bei handelsunternehmen die für lidl produziert haben. ich will diese arbeit nicht mehr, da lidl ein sauhaufen ist und ich habe genug davon für wenig geld fast jedes wochenende zu arbeiten und bis spät in die nacht.
zudem möchte ich gerne in einem sozialen beruf arbeiten und eigentlich hat mich meine arbeitsvermittlerin nach einem langen gespräch darauf gebracht, bei der agentur mich zu bewerben. ich hätte da richtig lust drauf.
sie meinte dann, ich solle die behinderung erwähnen und eine kopie der bewerbung auch an die behindertenabteilung schicken.
deswegen meine frage nach tips und anregungen :)
lg mel

ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 19.02.2009, 19:26

Mel_Z_13 hat geschrieben: ich habe 10 jahre in der bekleidungsbranche als produktmanagerin gearbeitet bei handelsunternehmen die für lidl produziert haben. ich will diese arbeit nicht mehr, da lidl ein sauhaufen ist und ich habe genug davon für wenig geld fast jedes wochenende zu arbeiten und bis spät in die nacht zudem möchte ich gerne in einem sozialen beruf arbeiten
aber nach diesem Grund könntest du auch Streetworkerin werden ... oder noch sooo vieles anderes.
Mel_Z_13 hat geschrieben:und eigentlich hat mich meine arbeitsvermittlerin nach einem langen gespräch darauf gebracht, bei der agentur mich zu bewerben. ich hätte da richtig lust drauf.
angenommen deine Vermittlerin ist wirklich erfahren -was leider nicht immer so sein muss- ist das noch die Story-Line, mit der du dem Job am nächsten kommt. Ich nehme mal dir zu liebe an, dass du ne ziemliche Ahnung vom Bewerbungsprozess hast, wenn dich schon eine Expertin in dem Job sieht.

aber wie konkret kannst du jemandem, der dann an deinem Schreibtisch hockt helfen und warum?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 19.02.2009, 21:06

... und um den Gedanken mal weiter zu spinnen: Guck Dich doch hier in den diversen Unterforen mal ein wenig um. Schau, was die Leute für Fragen haben und stell Dir das in "real life" vor... ;-)

Und um besagte "Story-Line" noch einmal aufzugreifen: Was GENAU hat Deine Arbeitsvermittlerin Dir denn gesagt? Dass sie ein fachspezifisches Talent bei Dir sieht? Wenn ja, in welcher Form?

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