Dozentengutachten selbst schreiben

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
Antworten
leja
Beiträge: 4
Registriert: 28.12.2013, 16:55

Dozentengutachten selbst schreiben

Beitrag von leja » 30.12.2013, 10:34

Hallo zusammen!

Ich benötige für meine Bewerbung für ein Erasmussemester ein Gutachten eines Dozenten. Gefunden habe ich glücklicherweise auch jmd, nur soll ich das Gutachten selbst schreiben :shock:

Leider habe ich keine Ahnung, wie so ein Gutachten aufgebaut ist, wie lang es in etwa sein muss, wie der Schreibstil ist und wie es formell gestaltet ist (Anrede, Unterschrift, Datum, Grußfloskel...) Im Internet findet sich dazu auch wenig, und dann meist nur für Stipendien.
Sollen in dem Gutachten auch persönliche Eigenschaften, Engagement o.ä erwähnt werden, was der Dozent eigentlich gar nicht weiß?


Ich wäre für jeden Hinweis dankbar! :)

Miss_Reid
Beiträge: 104
Registriert: 26.12.2013, 15:04

Beitrag von Miss_Reid » 30.12.2013, 11:49

---

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11860
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 30.12.2013, 12:08

Aus einer Seite der TU München, da geht es zwar um den Ansprechpartner für die Studierenden der TU, aber auch darum, was sie mitbringen sollen. Damit hast du eine Grundlage für dein Dozentengutachten, Hervorhebungen durch mich:
Dozentengutachten

Bei Fragen zu Dozentengutachten für die Bewerbung um Auslandsstudienplätze, Stipendien, etc. können Sie sich an ... wenden:

Im Regelfall sind zur Begutachtung die folgenden Unterlagen erforderlich:

Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild (bitte achten Sie darauf, extracurriculare Aktivitäten, soziales Engagement etc. aufzuführen)
Kopie der Hochschulzugangsberechtigung
Aktueller Notenspiegel (falls Sie keine offiziellen Bescheinigungen vorweisen können, reicht eine eigene Auflistung, die anhand von Stichproben kontrolliert wird).
Zeugniskopie und Notenspiegel bereits abgeschlossener Studiengänge

Abhängig von formalen und inhaltlichen Anforderungen der angefragten Dozentengutachten können weitere Unterlagen oder ein persönliches Gespräch vorausgesetzt werden. [...]
Nach Eingang Ihrer Anfrage sowie aller erforderlicher Unterlagen benötigt die Erstellung des Dozentengutachtens eine Vorlaufzeit von zwei Wochen. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der zeitlichen Planung Ihrer Bewerbung.

nordlaender
Bewerbungshelfer
Beiträge: 293
Registriert: 04.12.2008, 22:16

Beitrag von nordlaender » 30.12.2013, 17:27

Hallo,

in diesem Fall ist es mit dem Selbstschreiben so eine Sache.

Normaöerweise erstellt jemand ein solches Gutachten selbst und läßt es nicht vom Anfragenden Schreiben. Normalerweise kennt der Ausstellende seinen Studenten und stellt damit eine Empfehlung aus. Bei einem unsauber formulierten Zeugnis kann es sehrt schnell dazu kommen, dass bei dem ausstellenden Mitarbeiter der Hochschule persönlich nachgefragt wird. EIn reines Gefälligkeitsgutachten fällt dann schnell auf.

muchobliged
Beiträge: 3
Registriert: 11.12.2013, 12:24

Beitrag von muchobliged » 08.01.2014, 12:49

Ich hab in den ersten Semester auch mal ein Gutachten für einen Auslandsaufenthalt benötigt. Das Problem ist da immer, dass man eigentlich noch keinen Dozenten so richtig gut kennt. Mein Professor hatte es damals trotzdem selbst geschrieben, mich aber vorher in der Sprechstunde ein wenig bezügl. Aktivitäten außerhalb des Studiums interviewt - solche Sachen gehören also schon auch mit rein.

Ich glaube, es ist aber auch oft Usus, dass Studierende einen Großteil des Gutachtens selbst schreiben, weil die Dozenten einen wie gesagt (kommt auch auf Fach und Uni an) oft nicht kennen. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass bei einer Erasmus-Bewerbung jemand groß beim Dozenten nachhakt. Du wirst ja auch nichts reinschreiben, was nicht stimmt. Es sollt da also keine Probleme geben, glaube ich.

Viel Erfolg dir!

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11860
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 08.01.2014, 15:55

Zumal die Arbeitszeit bei wissenschaftlichen Mitabeitern und Dozenten häufig schon für den Verwaltungskram draufgeht, die Forschung läuft quasi in der Freizeit. So zumindest in den Geisteswissenschaften.

Antworten