Lebenslauf nach Kündigung in der Probezeit

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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Fanes
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Lebenslauf nach Kündigung in der Probezeit

Beitrag von Fanes » 05.03.2015, 15:34

Hallo zusammen,

ich wende mich ans Forum, da ich so ziemlich am Ende bin und nach meiner Kündigung auf ein paar fachmännische und gut gemeinte Ratschläge hoffe. Und zwar hat mir mein jetzigen Arbeitgeber in der Berufslaufbahn einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Vor einigen Jahren hab ich eine Berufliche Rehamaßnahme gemacht und den Fachinformatiker für Systemintegration in einem kleinen Systemhaus gelernt. Daraufhin wurde ich von meiner Ausbildungsfirma übernommen. Nach einem überschaubaren Zeitraum bin ich dann zu einem großen Dienstleistungsunternehmen gewechselt. Nach mündlichem Einigung zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim kleinen Systemhaus habe ich dann mit Ach und Krach die schriftliche Kündigung erhalten, konnte schließlich wechseln und habe aber bis Dato noch kein Qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dieses wurde nun beantragt, da der Wechsel Ärger bereitet hat, wird die Schlussformel des Zeugnisses mit Sicherheit unbrauchbar sein.

Daraufhin wurde ich über einen Personaldienstleister in dem neuen Unternehmen angestellt. Kurze Zeit später wurde mir dann ein Übernahmeangebot gemacht. Da es intern große aber dennoch unterschwellige Spannungen gab, wollte ich noch keinen Arbeitsvertrag mit dem großen Dienstleistungsunternehmen abschließen. Im Übernahmegespräch stand im Raum auf die Probezeit zu verzichten, in den weiteren Gesprächen wurde dieses Angebot jedoch zurückgezogen. Schließlich habe ich den Arbeitsvertrag unterschrieben und wurde kurze Zeit später innerhalb der Probezeit gekündigt. Der Kündigungsgrund ist wirklich Filmreif: Ich werde beschuldigt gegen das Datenschutzgesetz verstoßen zu haben und das von einem Kunden. Nachdem mein Vorgesetzter das erfahren hat, wurde der Betriebsrat angehört und mir wurde gekündigt.

Nun sieht mein Lebenslauf wie folgt aus:

1. Rehamaßnahme / Ausbildung -> Übernahme -> Arbeitszeugnis das auf Konflikte beim Arbeitgeberwechsel deutet

2. Angestellt beim Personaldienstleister mit anschließender Übernahme vom Entleiher (Arbeitszeugnis ist grob eine 2) Allerdings fehlt die Danksagung in der Schlussformel inkl. subtiler Hinweise auf Problemchen.

3. Anstellung beim Entleiher mit kurzfristiger Kündigung in der Probezeit. Arbeitszeugnis deutet auf eine Entlassung seitens des Arbeitgebers.

Das schlägt mir jetzt echt auf den Magen, da ich so viele Jahre 100% gegeben habe, immer zielstrebig, ordentlich, pünktlich, freundlich und hab die größten Herausforderungen angenommen und in jeder Hinsicht bestanden. Bis natürlich ein Kunde kommt, seinen Job durch meine qualitativ hochwertigen Leistungen gefährdet sieht und mich einfach von dem Berg schubst, den ich lange Zeit mit viel Mühe und Kraft hinaufgeklettert bin. Nun, das war ne echt harte und auch sehr qualvolle Zeit und ich möchte auf Details nicht eingehen, da es nicht zielführend ist. Der Anwalt ist jedenfalls auch schon zu Rate gezogen worden und erachtet eine Klage innerhalb des Kündigungsschutzgesetzes als zwecklos, da in der Probezeit gekündigt wurde.

Fakt ist, ich muss mich jetzt auf neue Stellen bewerben und hab einen zerknitterten Lebenslauf. Dabei hab ich wirklich tolle Job-Angebote, da mein Lebenslauf (mal abgesehen von den Zeugnissen) bis jetzt steil bergauf geht. Um eine geeignete Stelle zu finden würde ich meinen Lebenslauf in gewissem Maß kaschieren, nur kann das nach hinten los gehen und direkt zur erneuten Kündigung führen.

Deshalb meine Frage an die Gemeinde. Wie sollte man in so einer Situation zur Bewerbung vorgehen?

1. Ehrlich sein und die Sachlage warheitsgemäß schildern. Quasi sagen, dass mir vorgeworfen wird den goldenen Löffel gestohlen zu haben (Ein fairer Chef sieht das ja am Lebenslauf / wären da nicht die Zeugnisse)?

2. Die Zeit bei dem neuen Arbeitgeber einfach aus dem Lebenslauf löschen und vorgeben als freier Mitarbeiter, ehrenamtlich tätig gewesen zu sein und an Weiterbildungen teilgenommen zu haben? Das Arbeitszeugnis vom Personaldienstleister würde auf jeden Fall für diese Methode sprechen.

3. Einfach behaupten weiter in dem Unternehmen angestellt zu sein und darauf hoffen dass der nächste Arbeitgeber nicht nach dem entsprechenden Arbeitszeugnis fragt?

So nun hoffe ich wirklich auf konstruktive Beiträge und dass mir jemand etwas unter die Arme greifen kann. Weitere hilfreiche Ratschläge sind natürlich gerne gesehen.

Viele liebe Grüße
Fanes
Zuletzt geändert von Fanes am 06.03.2015, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 05.03.2015, 23:34

Alle Varianten, die eine Lüge beinhalten, solltest du gleich verwerfen.
Womit du arbeiten kannst, das sind Auslassungen.

Du steckst in einer misslichen Lage, wenn deine Geschichte stimmt, wovon ich ausgehe. Das Problem ist nur, dass Arbeitgeber, wenn du diese Geschichte erzählst, dir unterstellen werden, dass du deinen Beitrag dazu geleistet hast und deinen Anteil der Schuld nicht eingestehen kannst. Es gilt zudem als illoyal, über den ehemaligen oder auch Noch-Arbeitgeber negativ zu sprechen. Man weiß dann nicht, wie du dich verhalten wirst, wenn du den neuen Arbeitgeber dann auch verlässt und stellt dich lieber erst gar nicht ein. Also auch Rechtfertigungsstrategien gut durchdenken und immer daran denken: Wer sich verteidigt, klagt sich an. Versuche mit deinen Qualifikationen und Fachkenntnissen zu glänzen!

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Beitrag von Fanes » 06.03.2015, 10:17

Guten Morgen,

vielen Dank für den Wegweisenden Beitrag.

Nachdem ich meinen Beitrag verfasst hatte und anschließend noch etwas gegrübelt habe, ist mir folgende Darstellung eingefallen. Da ich ja lange Zeit bei der Zeitarbeit war und meine Zeit in der Festeinstellung bei dem großen Dienstleister einem Lidschlag gleichzusetzen ist, würde ich die Arbeitsverhältnisse wie folgt darstellen:

Jan 2015 - Feb 2015 Firma Großes Dienstleistungsunternehmen
- Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten

2010-2014 Firma Zeitarbeit XY
- Einsatz in Branche A (Beschreibung der ausgeführten Tätigkeit)
- Einsatz in Branche B (Beschreibung der ausgeführten Tätigkeit)
- Einsatz in Branche C (Beschreibung der ausgeführten Tätigkeit)

Nach der Kündigung aus der Zeitarbeit habe ich den Arbeitgeber gewechselt, dieses Arbeitsverhältnis wurde innerhalb der Probezeit gekündigt. Den Kündigungsgrund werde ich bei Bewerbungsgesprächen mit fachlichen Argumenten belegen.

Meines Wissens nach ist es unzulässig Firmen im Lebenslauf zu namentlich zu erwähnen bei denen man über die Zeitarbeit eingesetzt wurde. Ist das richtig?

Fakt ist, ich wurde in verschiedenen Branchen langfristig eingesetzt und habe bestimmte Tätigkeiten durchgeführt.

Mein zukünftiger Arbeitgeber sieht also, ich bin ein Arbeitsverhältnis eingegangen um aus der Zeitarbeit raus zu kommen. Dieses wurde gekündigt, weil es nicht gepasst hat. Ist doch im Prinzip nichts verwerfliches dran?

Besten Gruß

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 06.03.2015, 12:27

Fanes hat geschrieben:Meines Wissens nach ist es unzulässig Firmen im Lebenslauf zu namentlich zu erwähnen bei denen man über die Zeitarbeit eingesetzt wurde. Ist das richtig?
Habe ich noch nie gehört und ich sehe auch keinen Grund, warum das so sein sollte.
Du kannst ja schreiben:

01.2013 - 12.2014 Arbeit als X bei {UNternehmen} über {Personaldienstleister}

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Zukünftige Kündigung in der Probezeit im Lebenslauf erwähnen

Beitrag von Beginer » 02.05.2015, 18:15

Hallo liebe Community

Ich arbeite zurzeit bei einer großen Firma (Lebensmittelbranche) zuvor habe ich fast ein Jahr bei einem großen Industriebetrieb gearbeitet ( befristet Mutterschaftsurlaub Vertretung) War auch meine erste richtige Stelle nach meiner Ausbildung. Bei beiden Stellen war / bin ich im Verkaufsinnendiet als Sachbearbeiter tätig. Die jetzige Stelle bei der ich mich noch in der Probezeit befinde ( arbeite dort seit knapp einem viertel Jahr) gefällt mir überhaupt nicht, die Tätigkeiten sind sehr ermüden und langweilig. Zudem kommt der extrem Lange Arbeitsweg von fast 2 Stunden ( 1 Weg). Vor Antritt der Stelle war geplant dass ich dort in die Nähe zieh, jedoch nach wenigen Wochen war klar, dass dies für mich nicht Frage kommt. Nun möchte ich mich bereits bei anderen Firmen bewerben um noch in der Probezeit zu kündigen. Da ich leider noch nicht viel Berufserfahrung aufweisen kann, ist meine Frage ob ich den jetzigen Einsatz im Lebenslauf erwähnen soll oder lieber nicht? Kann mir diese vorzeitige Kündigung irgendwie negativ ausgelegt werden!

Ich danke vielmals für eure Hilfe!

Holger
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Beitrag von Holger » 03.05.2015, 20:27

Hallo,
Zudem kommt der extrem Lange Arbeitsweg von fast 2 Stunden ( 1 Weg)
das ist natürlich ein respektabler Weg, den du da täglich zurücklegst.
...gefällt mir überhaupt nicht, die Tätigkeiten sind sehr ermüden und langweilig.
lässt sich das nicht ändern durch Gespräch mit Vorgesetzten oder Kollegen?
Kann mir diese vorzeitige Kündigung irgendwie negativ ausgelegt werden!
die Probezeit dient u.a. sowohl für AG als auch AN dazu, herauszufinden ob man miteinander kann, die Chemie stimmt, der AN entsprechend qualifiziert ist etc.
Da du schon mal einen einfachen Arbeitsweg von 2 Stunden auf dich nimmst, ist schon mal positiv zu bewerten.
Oder "musstest" du den Job annehmen aufgrund Arbeitsvermittlung? :wink:
Dein jetziger AG kann dich theoretisch auch probezeitkündigen und muss damit rechnen, dass du kündigst. Egal ob Anfahrt zu weit oder Job zu langweilig oder warum auch immer.
Das Stichwort Jobhopper (immer nur kurzfristige Stellen) trifft bei dir wohl kaum zu.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 04.05.2015, 21:24

Da ich leider noch nicht viel Berufserfahrung aufweisen kann, ist meine Frage ob ich den jetzigen Einsatz im Lebenslauf erwähnen soll oder lieber nicht?

Was für eine Stelle suchst du jetzt genau? Was hast du für eine Ausbildung? Willst du immer noch in diesen Ort umziehen?

Weitere Tipps zum Lebenslauf: https://www.bewerbung-forum.de/lebenslauf.html


freakzzz
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Kuendigung nach Probezeit erhalten, wie angeben

Beitrag von freakzzz » 09.09.2017, 15:32

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich stehe gerade vor einem kleinen Dilemma und weiß nicht so richtig, wie ich meinen aktuellen Lebenslauf darstellen soll.

Von März 2017 bis jetzt einschließlich Ende September 2017, bin ich bei einem kleinen Mittelständler mit einem zeitlich befristeten Jahresvertrag, der normalerweise bis Ende Februar 2018 gehen sollte, angestellt.

Vorher war ich von Juni 2016 bis Februar 2017 arbeitslos. Grund war eine Eigenkündigung auf ärztliches Anraten, da ich ein halbes Jahr wegen "Burnout" krankgeschrieben war. Eingliederungsverfahren etc. war alles durch, mein Arbeitgeber wollte keinen Arbeitsplatz schaffen, der für mich geeignet war. Also habe ich dann nach Rücksprache mit Arbeitgeber, etc. gekündigt. In der Zeit der Arbeitslosigkeit hatte ich auch einige gute Vorstellungsgespräche, wo es aber nicht immer fachlich oder auch menschlich gepasst hat.

In den Gesprächen hatte ich das mit der stressbedingten Ausfallzeit auch erwähnt, da ja im Zeugnis steht, auf eigenen Wunsch gekündigt. Als Begründung habe ich gesagt, das ich nicht in einem Großraumbüro sitzen kann. Das konnte als Grund auch problemlos genannt werden.

Im Januar hatte ich dann eine Stellenanzeige gefunden, in der jemand für Backoffice in meiner jetzigen Firma gesucht wurde. Im Vorstellungsgespräch, was etwas unorganisiert war, kam heraus, das auch der Themenbereich Qualitätsmanagement passen würde.

Letztendlich bin ich eingestellt worden als Assistentin Geschäftsführung / Qualitätsmanagement. Fakt war allerdings, das sich sehr schnell herausgestellt hat, das die Firma sich systematisch aufgrund von Managementfehlern runter wirtschaftet. Als Assistentin hatte ich fast keine Arbeit, ich konnte echt aufm Schreibtisch mittags schlafen. Auf Nachfrage, Vorschläge, Rücksprache, etc. kam nicht wirklich viel.

Jetzt nach einem halben Jahr war es so, das ich nur noch Qualitätsmanagementsachen aufm Tisch hatte und da auch mit meinem Vorgesetzten nach einer "Zusammenraufzeit" gut arbeiten konnte.

Tja und dann kam der Entschluß von ganz oben, das man doch keine Struktur und Qualitätsmanagement braucht, es zuviel Arbeit macht und meine Stelle wegfallen soll, weil sie das Geld einsparen wollen:(

Zum Glück konnte ich auf Nachfrage noch rausschlagen, das ich erst zum Ende September hin gekündigt werde. Problem an der Sache ist, das mir nur noch drei Monate AG 1 zur Verfügung stehen, H4 ist nicht meins, wenn ich überhaupt etwas bekomme. Mein Chef ist zufrieden mit mir und kann diese Fehlentscheidung der GF nicht verstehen.

Er hat mir ein super Arbeitszeugnis vorgelegt, was ich jetzt nochmal kontrollieren werde und hofft, das das bei der GF so genehmigt wird.

Zwischenzeitlich überlegt man sich immer wieder mal, ob man mich nicht doch behalten soll, also es ist ein undankbares gefühltes "Hin- und Her".

Meine Frage ist, was schreibe ich in meinen Lebenslauf rein, schreibe ich überhaupt rein, das ich gekündigt worden bin?

Im Moment habe ich nur drinne stehen, daß das Arbeitsverhältnis bis Februar 2018 befristet ist, damit man sieht, warum ich mich bewerbe.

Ich befürchte einfach, das es total bescheiden aussieht, sieben Monate nach 9-Monaten Arbeitslosigkeit, vier Jahren Festanstellung und davor auch einer Arbeitslosigkeit wegen eben auch stressbedingtem Ausfall (Großraumbüro wieder) im Lebenslauf ohne Kommentar stehen zu haben.

Oder lieber nur reinschreiben, Vertrag läuft noch bis Februar 2018 (vielleicht überlegen sie sich es noch) falls nach Kündigungsfrist gefragt wird, die 4 Wochen zu nehmen und zu schreiben, man reicht gerne ein angefordertes Zwischenzeugnis nach?

Weiß da echt nicht weiter.

Danke!
Zuletzt geändert von freakzzz am 11.09.2017, 07:12, insgesamt 2-mal geändert.

freakzzz
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Beitrag von freakzzz » 09.09.2017, 16:06

Hilfe, wie änder ich den Beitrag und erstelle einen Titel?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 10.09.2017, 09:08

Wenn du Sonderzeichen (dazu gehören leider auch ß, ä, ö , ü) verwendest, erscheint der Titel nicht.

freakzzz
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Beitrag von freakzzz » 11.09.2017, 07:13

Danke, jetzt hat es funktioniert! 8)

Jameson
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Re: Kuendigung nach Probezeit erhalten, wie angeben

Beitrag von Jameson » 11.09.2017, 11:46

freakzzz hat geschrieben: Tja und dann kam der Entschluß von ganz oben, das man doch keine Struktur und Qualitätsmanagement braucht, es zuviel Arbeit macht und meine Stelle wegfallen soll, weil sie das Geld einsparen wollen:(

Zum Glück konnte ich auf Nachfrage noch rausschlagen, das ich erst zum Ende September hin gekündigt werde.
Hast du denn überprüft ob es überhaupt möglich ist diesen befristeten Arbeitsvertrag ordentlich zu kündigen?

Zitat
Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG)
§ 15 Ende des befristeten Arbeitsvertrages

(1) Ein kalendermäßig befristeter Arbeitsvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit.
(2) Ein zweckbefristeter Arbeitsvertrag endet mit Erreichen des Zwecks, frühestens jedoch zwei Wochen nach Zugang der schriftlichen Unterrichtung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber über den Zeitpunkt der Zweckerreichung.
(3) Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist.
(4) Ist das Arbeitsverhältnis für die Lebenszeit einer Person oder für längere Zeit als fünf Jahre eingegangen, so kann es von dem Arbeitnehmer nach Ablauf von fünf Jahren gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.
(5) Wird das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Zeit, für die es eingegangen ist, oder nach Zweckerreichung mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt, so gilt es als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht unverzüglich widerspricht oder dem Arbeitnehmer die Zweckerreichung nicht unverzüglich mitteilt.

Quelle
https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__15.html

freakzzz
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Beitrag von freakzzz » 14.09.2017, 06:58

Danke für die Antwort erstmal. Da das im Arbeitsvertrag gesondert geregelt ist mit einer Kündigung, ist die Kündigung leider rechtens. Das hatte ich auch vom Rechtsschutz prüfen lassen.

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