6 simple Tipps für deinen Lebenslauf mit genialer Wirkung

Du bist der Gestalter bzw. die Gestalterin des eigenen Lebenslaufs: Du musst deine relevanten Lebenslaufdaten auswählen, die einzelnen Lebenslaufsachverhalte mit prägnanten Informationen füllen sowie die Reihenfolge und die Hervorhebungen bestimmen. Dein Lebenslauf ist die möglichst objektive Bilanz deines Werdeganges, deiner Lernerfolge und Leistungen. In diesem Artikel erfährst du alles über den perfekten Lebenslauf.

Schlüsselfakten zum Lebenslauf für Schnellleser
  1. Länge des Lebenslaufs: Dein Lebenslauf sollte maximal drei Seiten umfassen. Jüngere Bewerber haben dabei in der Regel einen kürzeren Lebenslauf als ältere Bewerber.
  2. Überschrift und Unterschrift: Du brauchst keine Überschrift „Lebenslauf“ und kannst deinen Lebenslauf eigenhändig unterschreiben. Dein Lebenslauf muss aber auch ohne Unterschrift der Wahrheit entsprechen.
  3. Anzahl der Rubriken: Orientiere dich an den vier Hauptrubriken, nämlich „Persönliche Daten“, „Ausbildung“ (umfasst Schul-, Ausbildungs- und Studienzeit), „Praktische Erfahrungen“ sowie „Kenntnisse & Fähigkeiten“.
  4. Reihenfolge der Lebenslaufdaten: Ordne deine Rubriken und Lebenslaufdaten innerhalb der Rubriken umgekehrt chronologisch, sodass deine aktuellen Lebenslaufpunkte jeweils zu Beginn stehen. 
  5. Thematische Kerndaten: Insbesondere zu deinen praktischen Erfahrungen und Bildungsdaten gibst du zusätzliche Informationen wie hauptsächliche Tätigkeiten, Leistungen, Schwerpunkte und Lernerfolge an, um deinen Lebenslauf mit Argumenten zu verdichten.
  6. Zeitangaben: Deine zeitlichen Angaben sollten monatsgenau sein, ohne die Monatsnamen auszuschreiben. Eine taggenaue Angabe wäre zu detailliert und Jahresangaben zu vage.
  7. Bewerbungsfoto im Lebenslauf: Ein Bewerbungsfoto ist kein MUSS, aber weiterhin üblich. Platziere dein Bewerbungsfoto oben rechts oder mittig mit Klebestift auf den Lebenslauf. Bei einem digitalen Lebenslaufdokument kannst du dein Bewerbungsbild auch als digitale Bilddatei in den Lebenslauf einfügen.
  8. Persönliche Daten: Die Rubrik „Persönliche Daten“ braucht heutzutage nur aus den Kontaktdaten bestehen. Aufgrund der Trends der anonymen Bewerbungen und der Antidiskriminierung kannst du auf die Angaben von Geburtsdatum, Familienstand, Konfession, Kinderanzahl, Eltern usw. im Lebenslauf verzichten.
  9. Lücken und Probleme: Dein Lebenslauf dient der objektiven Darstellung deiner Pluspunkte. Es ist im Lebenslauf nicht der richtige Ort für Entschuldigungen und Erklärungen deines Werdegangs.
  10. Lebenslaufdesign: Konzentriere dich erst mal voll und ganz auf den notwendigen Lebenslaufinhalt. Ein möglichst „kreatives“ Lebenslaufdesign, welches du noch nicht mal selbst erstellt hast, lenkt vom Wesentlichen ab und erschwert die Informationsaufnahme. Dein Lebenslaufinhalt bestimmt dein Lebenslaufdesign – und nicht umgekehrt.

Inhaltsverzeichnis und Türöffner für Lebenslaufprofis

Folgenschwere Fehler im Lebenslauf, die zur Absageflut führen => 6 Lösungen für mehr Einladungen

Fehler 1: Zu viele Details

Du machst im Lebenslauf zu viele unnötige Angaben und verwässerst damit dein Leistungsprofil. Damit gewinnst du keinen Blumentopf. Zu den unnötigen Angaben gehören beispielsweise tagesgenaue Zeitangaben, zusätzliche Arbeitgeberdaten oder die Nennung von Grundschule, Hobbys oder kurzen Weiterbildungen von vor über zehn Jahren.

1. Lösung

Arbeite deinen Lebenslauf mehrmals durch und kontrolliere, welche Details tatsächlich für die Präsentation deines Leistungsprofils notwendig sind und welche nicht. Dabei hilft dir auch immer ein Lebenslaufcheck durch andere Personen, ob sie die wichtigen Informationen schnell erkennen können.

Fehler 2: Schlechte Strukturierung und Gewichtung

Deine Rubrikeinteilung lenkt vom wesentlichen ab. Entweder hast du zu viele oder zu wenige Rubriken oder du nimmst du starke Untergliederungen vor oder du hast die Reihenfolge der Rubriken nicht optimal gewählt. Die 1. Rubrik beinhaltet immer deine persönlichen Daten.

Dann folgen als 2. Rubrik für Schüler, Auszubildende, Studenten und Absolventen die Bildungsdaten. Berufstätige dagegen geben als 2. Rubrik ihre Berufserfahrungen an, beginnend mit der aktuellsten Station. Bei schon länger Jobsuchenden, Wiedereinsteigern oder Menschen mit problematischen Lebensläufen ist die Rubrik „Kenntnisse & Fähigkeiten“ als 2. Kategorie ideal.

2. Lösung

Orientiere dich an die vier im Artikel genannten Hauptrubriken und ordne alle Sachverhalte dort ein. Neue Rubriken solltest du nur gestalten, wenn es die Relevanz rechtfertigt, mehrere Sachverhalte dort einzuordnen sind und die Übersichtlichkeit erhöht wird. Alle drei Punkte treffen aber nur in den seltensten Fällen zu.

Fehler 3: Zu wenig Details

Es gibt auch die Minimalisten unter den Bewerbern, die vor allem bei den beruflichen Stationen keine Angaben zum Aufgabenfeld, zu Leistungen und zu Erfolgen machen. So kannst du die Bewerbungsempfänger aber nur schlecht von dir überzeugen.

Als Bewerberin bist du auch immer Dienstleisterin, die den Personalern zuarbeitet. Deswegen gib gerade solche Informationen an, die deine Leistungsfähigkeit und dein berufsrelevantes Know-how zeigen. Andernfalls bleibst du in deinem Lebenslauf völlig konturlos.

3. Lösung

Arbeite noch mal deine Arbeitszeugnisse und die genannten Tätigkeitsbeschreibungen durch. Erstelle daraus in Stichworten dein jeweiliges Aufgabenprofil mit deinen Leistungen. Außerdem bilanzierst du noch einmal sorgfältig deine sonstigen außerberuflichen Leistungen und Lernerfolge und fasst diese Bilanz als Grundlage für die Lebenslaufgestaltung zusammen.

Fehler 4: Aufbau und Form

Die Personalverantwortlichen werden deinen Lebenslauf genau prüfen. Dazu legt er wie beim Anschreiben seine erste Aufmerksamkeit auf die Form: keine Eselsohren und Flecken, sinnvolle Untergliederung, geeigneter Schrifttyp und geeignete Schriftgröße, Auswahl der Formatierungen, Beachtung allgemeiner Formregeln, allgemeine Papierbeschaffenheit, verwischte Druckerschwärze etc.

Selbstverständlich vermiesen Formfehler das Bild vom jeweiligen Bewerber. Über Flüchtigkeitsfehler kann ein Lebenslaufleser hinwegsehen, aber zu viele Formfehler schaden dir. Dazu zählen vor allem uneinheitliche Einrückungen und Zeilenabstände sowie schiefe und verschmierte Ausdrucke.

4. Lösung

Nimm dir ausreichend Zeit für die Kontrolle deines Lebenslaufs und lasse ihn auch von anderen Personen kontrollieren.

Fehler 5: Lebenslauflücken und Lebenslaufprobleme

Du darfst dich im Lebenslauf nicht auf das Erklären und Kommentieren von Lebenslauflücken und Lebenslaufproblemen fokussieren. Das sind nämlich keine Argumente FÜR eine Einstellung – und nur die zählen in einem Lebenslauf.

Deshalb gibst du im Lebenslauf am besten keine Gründe für Kündigungen an, verwendest auch keine Euphemismen für Auszeiten sowie arbeitslose Zeiten und entschuldigst dich auch nicht für deinen Werdegang.

5. Lösung

Blende die Lebenslauflücken und Lebenslaufprobleme gedanklich erst mal aus und erstelle deinen Lebenslauf so, als wenn es diese Lebenslauflücken und Lebenslaufprobleme nicht geben würde. So löst du deine Denk- und Schreibblockaden auf und erstellst einen Lebenslauf mit Pro-Argumenten auf.

Fehler 6: Fokus auf das Lebenslaufdesign

Das beste Lebenslaufdesign nutzt dir nichts, wenn der Inhalt deines Lebenslaufs nicht übersichtlich, prägnant, vollständig und stringent formuliert ist. Viel zu viele Bewerber verlassen sich auf das angeblich so schöne Lebenslaufdesign oder verzetteln sich in zu viele kleine grafische Details wie Linien, Icons oder Farben.

6. Lösung

Du brauchst in deinem Lebenslauf viel weniger Kosmetik, als du denkst. Aber dafür umso mehr Mut, um dein Gesicht zu zeigen. Konzentriere dich daher zu 100 % auf den Lebenslaufinhalt! Niemand wird dich aufgrund eines (oftmals nicht mal selbst erstellten) Lebenslaufdesigns einstellen.

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So muss dein tabellarischer Lebenslauf gestaltet sein

Wichtigste Tipps zur Lebenslaufgestaltung im Überblick
  • Überschrift: Du schreibst keine Überschrift „Lebenslauf“, denn der Lebenslaufleser erkennt am Aufbau des ihm vorliegenden Dokuments, dass es sich um einen Lebenslauf handelt.
  • Bewerbungsfoto: Wenn du ein Bewerbungsfoto verwendest, dann befestigst du es am besten mit Klebestift oder Klebeecken oben rechts oder mittig.
  • Anzahl der Seiten: Die maximale Länge eines Lebenslaufs ist drei Seiten lang. Ein Lebenslauf sollte so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig sein. Dabei stehen die wichtigsten Argumente immer auf der ersten Lebenslaufseite.
  • Anzahl der Spalten: Ein Lebenslauf besteht vom groben Aufbau her aus zwei Spalten.
  • Anzahl der Rubriken: Orientiere dich bei der Gestaltung deines Lebenslaufs immer an den vier Rubriken „Persönliches“, „Ausbildung“ (umfasst Schul-, Ausbildungs- und Studienzeiten), „Praktische Erfahrungen“ und „Besondere Kenntnisse“.
  • Strukturierung: Du ordnest deine Rubriken und zeitlichen Lebenslaufdaten innerhalb der Rubriken umgekehrt chronologisch, sodass der zeitlich aktuellste Lebenslaufpunkt zuerst genannt wird.
  • Zeitangaben: Die Zeitangaben erfolgen im Lebenslauf monatsgenau, ohne dass du den Monatsnamen ausschreibst, also beispielsweise „10/2020“ oder „05.2020“.
  • Thematische Kerndaten: Zu Bildungs- und Berufseinträgen gibst du immer thematische Schwerpunkte, Leistungen, Erfolge und Verantwortlichkeiten an. Diese Informationen sind umso wichtiger, je aktueller und stellenrelevanter die berufliche Station ist.
  • Arbeitgeberangaben: Bei den Angaben zum Arbeitgeber reicht es aus, den Arbeitgebernamen und zusätzlich jeweils die Rechtsform sowie den Arbeitsort zu nennen.
  • Unterschrift: Es ist keine Pflicht, den Lebenslauf zu unterschreiben. Ein Lebenslauf muss auch ohne Unterschrift der Wahrheit entsprechen.
  • Ort und Datum: Auf die Angabe von Ort und Datum am Ende des Lebenslaufs kannst du verzichten; musst es aber nicht.
  • Inhalt der 1. Lebenslaufseite: Deine wichtigsten Argumente müssen immer auf der 1. Lebenslaufseite stehen.
  • Lücken und Probleme: Auch wenn es verlockend ist, gehe im Lebenslauf nicht auf Lücken und Probleme ein. Lasse Fakten sprechen. Entschuldigungen, Ausschmückungen oder Erklärungen mildern die positive Wirkung deines Lebenslaufs ab.
  • Lebenslaufdesign: Designelemente solltest du im Lebenslauf nur spärlich einsetzen. Je mehr Designelemente du benutzt, desto geringer ist die Sichtbarkeit und Überzeugungskraft deiner inhaltlichen Argumente.

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Muss der Lebenslauf eine Überschrift haben?

Obwohl es noch durchaus weit verbreitet ist, brauchst deinen Lebenslauf nicht mit der Überschrift „Lebenslauf“ betiteln.

Es ist auch für den weniger geübten Bewerbungsempfänger leicht ersichtlich, dass es sich bei dem ihm vorliegenden Datenblatt aufgrund der enthaltenen Informationen um den Lebenslauf handelt.

Du kennzeichnest ja schließlich dein Anschreiben auch nicht zusätzlich mit der Überschrift „Anschreiben“, oder doch?

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Muss ein Foto in den Lebenslauf?

Ein Foto im Lebenslauf ist keine Pflicht, aber durchaus üblich und im Lebenslauf am sinnvollsten präsentiert.

Wenn deine Bewerbungsunterlagen ein Bewerbungsfoto beinhalten, dann befestigst du es im oberen Bereich des tabellarischen Lebenslaufs: normalerweise rechts oder zentriert. Die Befestigung des Lebenslaufs erfolgt nicht mit Büroklammern, sondern mit Klebestift oder Klebeecken.

Alternativ kannst du auch auf ein Bewerbungsfoto verzichten oder das Bewerbungsfoto auf einem Deckblatt platzieren.

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Wie viele Spalten hat ein Lebenslauf?

Du gestaltest deinen Lebenslauf zweispaltig, weil mehr als zwei Spalten oder sogar der Wechsel zwischen verschiedenen Spaltenmengen das Lesen deines Lebenslaufs erschweren.

Du orientierst dich bei der jeweiligen Spaltenbreite am Goldenen Schnitt: etwa 38 % der Inhaltsbreite für die linke Spalte und etwa 62 % der Inhaltsbreite für die rechte Spalte. So strahlt dein Lebenslaufaufbau möglichst viel Harmonie aus.

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Was steht in der linken Spalte eines Lebenslaufs?

Auf die linke Seite kommen die Zeitangaben und die Rubrikbezeichnungen, wobei die Rubrikbezeichnungen auch in die rechte Spalte ragen können.

Die Zeitangaben erfolgen monatsgenau. Diese monatsgenauen Angaben hältst du konsistent im gesamten Lebenslauf durch.

Du benötigst im Grunde keine Zeilenbezeichnungen wie „Name“ oder „Anschrift“, weil die entsprechenden Zeileninhalte in der rechte Spalte selbsterklärend sind.

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Was steht in der rechten Spalte eines Lebenslaufs?

In der rechten Spalte deines Lebenslaufs nimmst du die entsprechenden individuellen Angaben vor, die deine Person und deinen Werdegang beschreiben. Hier stehen also der lebenslaufrelevante Inhalt bzw. die thematischen Kerndaten.

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Wie viele Rubriken hat ein Lebenslauf?

Du beschränkst dich auf möglichst wenige Rubriken in deinem Lebenslauf. Blähe deinen Lebenslauf auf keinen Fall mit zu vielen Rubriken auf. Dann würde dein Lebenslauf zu unübersichtlich werden und der rote Faden verloren gehen.

Die wichtigsten vier Rubriken im Lebenslauf lauten:

  • Persönliches bzw. Persönliche Daten
  • Ausbildungszeit bzw. Bildungszeit (Schule, Ausbildung, Studium)
  • Berufliche Erfahrungen bzw. Berufspraxis bzw. Praktika und Nebenjobs
  • Kenntnisse & Fähigkeiten bzw. Besondere Kenntnisse

Für die unterschiedlichen Rubriken kannst du unterschiedliche Bezeichnungen vergeben. Sie sollten nur prägnant den jeweiligen Inhalt beschreiben.

Du kannst die Rubrikbezeichnungen mit einer größeren Schriftgröße, Fettschrift oder Großbuchstaben formatieren. Sie schließen aber nicht mit einem Doppelpunkt ab und sollten auch nicht unterstrichen werden.

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Wie kann der Lebenslauf weiter untergliedert werden?

Die vier Hauptrubriken kannst du auch weiter untergliedern: je nach deiner persönlichen Bewerbungssituation und deinen eigenen Vorstellungen.

Die Schaffung einer neuen Rubrik muss aber immer gut durchdacht sein. Denn zu viele Rubriken wirken unübersichtlich und kleinkariert.

Eine neue Rubrik ist immer dann gerechtfertigt, wenn die zugehörigen Inhalte relevant sind und deinen Lebenslauf individualisieren, ohne dass die Übersichtlichkeit verloren geht.

So können „Vorträge“, „Veröffentlichungen“ oder „Lehrtätigkeiten“ Sachverhalte beschreiben, die für die angestrebte Position als Berufserfahrene essentiell sind.

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Wie wird ein Lebenslauf strukturiert?

Bei der Strukturierung des gesamten tabellarischen Lebenslaufs und innerhalb der einzelnen zeitbezogenen Hauptrubriken gibt es folgende Möglichkeiten: chronologisch, umgekehrt chronologisch oder thematisch.

Die chronologische Strukturierung bedeutet, dass du mit der jeweils ältesten Lebenslaufstation beginnst. Die umgekehrt chronologische Strukturierung bedeutet, dass du mit der jeweils aktuellsten Lebenslaufstation beginnst.

Der chronologische Aufbau des tabellarischen Lebenslaufs widerspricht dem wichtigen Präsentationsgebot, dass das Wichtige zuerst präsentiert werden sollte. Deshalb ist die umgekehrt chronologische Reihenfolge des Lebenslaufs die beste Methode zur Strukturierung.

Die thematische Strukturierung bedeutet, dass du bestimmte nicht aufeinander folgende Zeiträume in Rubriken zusammenfassen kannst. Diese thematische Strukturierung des tabellarischen Lebenslaufs bietet sich beispielsweise bei einer Bewerbung mit freiwilligen oder unfreiwilligen Auszeiten, bei vielen Jobwechseln, bei unterschiedlichen Stellenarten und bei Berufs- und Branchenwechseln an.

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Wie erfolgen Zeitangaben im Lebenslauf?

Die Angabe von Zeiträumen und Zeitpunkten erfolgt am besten mit Monats- und Jahreszahlen. Die taggenaue Angabe eines Datums wäre zu detailliert. Die Zeitangabe nur mit Jahreszahlen wäre dagegen zu ungenau und würde unter Umständen kritische Fragen beim Lebenslaufleser aufwerfen.

Je länger allerdings der zu beschreibende Zeitraum oder Zeitpunkt zurückliegt, desto eher kannst du auch nur Jahreszahlen angeben. Auch bei Zusammenfassungen von Lebenslaufstationen kannst du die Zeitangaben nur mit Jahreszahlen machen, wenn die zusammengefassten Zeiträume schon sehr lange zurückliegen.

Du solltest die Monatsnamen nicht ausschreiben. Eine typische Angabe eines Zeitraumes sieht folgendermaßen aus: „12/2016 – 04/2020“. Wenn der zu beschreibende Zeitabschnitt bis in die Gegenwart reicht, schreibst du beispielhaft: „Seit 05/2019“.

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Wie werden die thematischen Kerndaten aufgebaut?

Zu Bildungs- und Berufseinträgen gibst du immer thematische Schwerpunkte, Leistungen, Erfolge und Verantwortlichkeiten an. Diese Informationen sind umso wichtiger, je aktueller und stellenrelevanter die berufliche Station ist.

Die thematischen Kerndaten sind Stichpunkte, für die du keine Bullet-Listen benötigst. Du schreibst die Stichpunkte hintereinander weg, nur durch Kommata getrennt. Außerdem sollten die Stichpunkte nicht aus subjektiven Selbsteinschätzungen (zum Beispiel Teamfähigkeit, Kundenorientierung), sondern aus objektiv nachvollziehbaren Fakten bestehen.

Je aktueller deine Einträge sind, desto mehr Bedeutung haben sie in der Regel auch für die angestrebte Position und dementsprechend umfangreich fallen deine Angaben aus. Denn was du vor zehn oder fünfzehn Jahren gemacht hast, ist für eine aktuelle Beschäftigung weniger bedeutsam. Deshalb sollte die Detailgenauigkeit abnehmen, je länger der Sachverhalt zurückliegt.

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Welche Angaben zu Arbeitgebern und Bildungsinstitutionen machen?

Bei den Angaben zum Arbeitgeber reicht es aus, den Arbeitgebernamen und zusätzlich jeweils die Rechtsform sowie den Arbeitsort zu nennen. Die Branche, Umsatz- und Gewinngrößen oder die Mitarbeiterzahl sind für deinen Lebenslauf irrelevant. Dein Lebenslauf ist schließlich kein Branchenverzeichnis.

Notwendige Daten über die vorherigen Arbeitgeber sucht sich der Lebenslaufleser im Internet oder in deinen Arbeitszeugnissen zusammen. Dasselbe gilt auch für Angaben über Bildungsinstitutionen.

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Muss der Lebenslauf unterschrieben werden?

Es ist keine Pflicht, den Lebenslauf zu unterschreiben. Ein Lebenslauf muss auch ohne Unterschrift der Wahrheit entsprechen.

Wenn du willst, kannst du deinen Lebenslauf aber unterschreiben. Für eine Unterschrift sollte am Ende des Lebenslaufs noch ausreichend Platz sein, ohne sie in eine Lücke zu quetschen. Dabei schreibst du keine Grußformel vor die Unterschrift.

Bei einem digitalen Lebenslaufdokument besteht keine Pflicht dazu, deine eingescannte Unterschrift in den Lebenslauf einzufügen.

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Müssen der Ort und das Datum auf den Lebenslauf?

Auf die Angabe von Ort und Datum am Ende des Lebenslaufs kannst du verzichten; musst es aber nicht. Früher wurde das Datum als „Beweis“ angesehen, dass der Lebenslauf auf dem aktuellsten Stand ist. Aber das versteht sich von selbst, dass kein Lebenslauf mit Stand von vor zwei Jahren für eine aktuelle Position versendet wird.

Wenn du diese Infos in deinen Lebenslauf einfügen willst, dann machst du die Orts- sowie Datumsangabe (Berlin, 13.05.2020) und deine Unterschrift linksbündig, wobei du den Ort und das Datum in Computerschrift schreibst. Alternativ kannst du auch alle Angaben handschriftlich verfassen.

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Wie viele Seiten sollte ein Lebenslauf maximal haben?

Die maximale Länge eines Lebenslaufs ist drei Seiten lang. Ein Lebenslauf sollte so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig sein. Dabei stehen die wichtigsten Argumente immer auf der ersten Lebenslaufseite. Denn mit deinen wichtigsten Argumenten weckst du das Interesse, sodass sich ein Lebenslaufleser dann auch gerne mit den Seiten 2 und 3 deines Lebenslaufs befassen wird.

Eine einzelne Lebenslaufseite sollte immer mindestens zu einem Viertel, besser zu einem Drittel, mit Informationen gefüllt sein. Du solltest also nicht nur zwei oder drei Zeilen auf einer einzelnen Lebenslaufseite nutzen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass ältere Berufserfahrene normalerweise mehr Informationen in ihren Lebensläufen als junge Schulabgänger integrieren müssen und deshalb in der Regel längere Lebensläufe erstellen.

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Was kommt auf die 1. Lebenslaufseite?

Für die Lebenslaufleser bereitest du deine wichtigsten Daten auf der ersten Lebenslaufseite an prominenter Stelle auf. Für Berufserfahrene bedeutet dies die Angabe der aktuellen Stelle. Die früheren beruflichen Stationen gibst du dann umgekehrt chronologisch an. Bildungsabschlüsse nennst du als Berufserfahrene erst danach.

Wenn du dich in einer schulischen, betrieblichen oder akademischen Ausbildung befindest bzw. diese gerade abgeschlossen hast, dann notierst du die entsprechenden Angaben nach der Rubrik „Persönliche Daten“ an erster Stelle. Praktika, Nebenjobs und Aushilfstätigkeiten gibst du erst darauffolgend an.

Wenn du schon länger arbeitslos bist, dich in einer Umorientierungsphase befindest oder dich andere vermeintliche Lebenslaufprobleme plagen, dann beginnst du nach den persönlichen Angaben gleich mit der Rubrik „Kenntnisse & Fähigkeiten“, in der du dein Fachwissen, deine Leistungen und deine Erfolge angibst.

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Wie Lücken und Probleme im Lebenslauf angeben?

Auch wenn es verlockend ist, gehe im Lebenslauf nicht auf Lücken und Probleme ein. Lasse Fakten sprechen. Entschuldigungen, Ausschmückungen oder Erklärungen mildern die positive Wirkung deines Lebenslaufs ab. Damit sägst du am Ast, auf dem du sitzt.

Und ein Verzicht heißt nicht, dass du deine Entschuldigungen, Ausschmückungen oder Erklärungen ins Anschreiben oder auf eine Dritte Seite auslagern solltest. Stecke deine gesamte Arbeit immer erst in die Ausarbeitung und Präsentation deiner Pro-Argumente.

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Wie muss der Lebenslauf visuell gestaltet werden?

Designelemente solltest du im Lebenslauf nur spärlich einsetzen. Sie dürfen vor allem nicht von den Informationen ablenken, die du hoffentlich gut verdichtet hast. Je mehr Designelemente du benutzt, desto geringer ist nämlich die Sichtbarkeit und Überzeugungskraft deiner inhaltlichen Argumente.

Stecke daher nicht zu viel Aufwand in die Gestaltung eines Designs, welches das Erkennen deiner Inhalte erschwert. Eine Lebenslaufleserin muss die wichtigsten Informationen beim kursorischen Lesen von oben nach unten und von links und rechts leicht und intuitiv erfassen können. Alles was davon ablenkt, ist für deinen Lebenslauf unnötig.

Auch für die intensive Beschäftigung mit deinem Lebenslauf erschweren Bilder, Symbole, Balken oder Farben die Informationsaufnahme.

Wann ist ein Lebenslaufdesign zu viel? Wenn du „kreativ“ sein willst, aber nach Ideen und Vorlagen im Internet suchen musst, dann verzichte auf diese Art „Kreativität“. Denn das bist nicht DU! Als Bewerberin in einem kreativen Beruf überzeugst du dagegen mit Arbeitsproben, deinem Portfolio und Projektbeschreibungen, aber nicht mit einem „bunten“ Wirrwarr im Lebenslauf.

Wichtig beim Design:

  • Zweispaltige Tabelle
  • Klare Gliederung
  • Gut lesbare Schrift

Fakultative Designelemente für Akzente:

  • Rubrikbeschriftungen: Diese kannst du komplett in Großbuchstaben, gesperrt und/ oder in Fettschrift formatieren
  • Bildungsabschlüsse und Stellenbezeichnungen: Du kannst eine Formatierung in Fettschrift vornehmen

Alle anderen Formatierungen und Designelemente sind unnötig, vor allem wenn du eine Vielzahl davon benutzt.

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Wie du deinen Lebenslauf intelligent strukturierst

Es hat sich in der Praxis bewährt, den Lebenslauf der Bewerbung grob in vier Rubriken einzuteilen, um so die Übersichtlichkeit zu gewährleisten und die Daten inhaltlich prägnant darzustellen: „Persönliche Daten“, „Ausbildung“, „Berufliche Erfahrungen“ und „Kenntnisse und Fähigkeiten“.

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Rubrik „Persönliche Daten“ im Lebenslauf

Primäre Angabe für Kontaktaufnahme

Zu den „Persönlichen Daten“ gehören in erster Linie Vorname und Nachname sowie die Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Das sind die primären Angaben, die immer in den Lebenslauf gehören.

Diese Primärangaben kannst du auch alternativ in einer Kopfzeile im tabellarischen Lebenslauf aufnehmen. Sie dienen der Kontaktaufnahme.

Sekundäre Angaben

Zu den freiwilligen sekundären Angaben gehören:

  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Familienstand
  • Kinder
  • Staatsangehörigkeit
  • Konfession
  • Eltern
  • Geschwister

Wobei die vier letztgenannten Angaben mittlerweile sehr unüblich sind. Die Angabe von Geburtsdatum, Geburtsort, Familienstand und Kinderanzahl ist allerdings noch sehr üblich, obwohl sie im Hinblick auf anonyme Bewerbungen und diskriminierungsfreie Bewerbungsverfahren eigentlich keine große Rolle spielten sollten.

Zeilentitel weglassen

Die Zeilentitel in der Rubrik „Persönliche Daten“ (zum Beispiel: Vor- und Zuname, Geburtsdatum) musst du nicht unbedingt angeben, da der entsprechende Zeileninhalt selbsterklärend ist.

Müssen Geschwister und Eltern im Lebenslauf angegeben werden?

Die Angabe von Geschwistern und Eltern ist unnötig. Sie ergibt nur bei Ausbildungssuchenden Sinn, wenn die Geschwister oder Eltern eine mit der Wunschausbildung vergleichbare Ausbildungsrichtung vorweisen können oder schon beim angeschriebenen Arbeitgeber beschäftigt sind.

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Rubrik „Ausbildung“ im Lebenslauf

Inhalt der Rubrik

Diese Hauptrubrik kann neben der Schulausbildung und Berufsausbildung auch die Studienzeit umfassen. Zur Rubrik „Ausbildung“ gehören alle schulischen, universitären und beruflichen Abschlüsse, die du mit einer Formatierung, am besten in Fettschrift, gesondert hervorheben solltest. Aber auch nicht abgeschlossene Bildungsgänge gibst du hier an, nur eben ohne Abschluss.

In die Rubrik „Ausbildung“ kannst du auch abgeleistete Wehrdienst- und Zivildienstzeiten sowie soziale Engagements (Freiwilliges Soziales Jahr) direkt nach der Schule problemlos einordnen.

Außerdem hat es sich bewährt, wenn du nicht nur den Zeitraum deiner Ausbildung, die Schule oder den Ausbildungsbetrieb nennst, sondern etwas detaillierter deine jeweilige Ausbildungssituation darstellst. Das gilt besonders, wenn du noch ein junger Bewerber bist.

So kannst du auf deine Abschlussnote verweisen, auf Prüfungsfächer eingehen, Leistungskurse oder besondere Studienfächer nennen, wichtige Aufgaben und Tätigkeitsschwerpunkte während der Ausbildung prägnant angeben, den Titel deiner Abschlussarbeit präsentieren, Auszeichnungen und andere Würdigungen in diese Rubrik aufnehmen.

Schulausbildung

Bei der Schilderung der Schulausbildung kannst du folgende Angaben machen: Zeitraum, Name und Ort der Schule, eventuell Schulart, Schwerpunkt- oder Leistungskursfächer, Bezeichnung des Schulabschlusses, gegebenenfalls Abschlussnote, besondere Projekte und Schulwettbewerbe, Sprecherfunktionen.

Berufsausbildung

Bei der Schilderung der Berufsausbildung kannst du folgende Angaben machen: Zeitraum, Art der Ausbildung bzw. Bezeichnung des Ausbildungsabschlusses, Informationen zum Arbeitgeber (Name, Rechtsform, Ort), typische und wesentliche Tätigkeitsbereiche während der Ausbildung, gegebenenfalls Abschlussnote.

Studienzeit

Bei der Schilderung der Studienzeit kannst du folgende Angaben machen: Zeitraum, Studienfach bzw. Fachrichtung, Informationen Hochschule (Name, Ort, gegebenenfalls Angabe der Fakultät oder des Instituts), Studienschwerpunkte, Thema der Abschlussarbeit, Bezeichnung des Studienabschlusses, gegebenenfalls Abschlussnote.

Wohin kommen die Bildungsdaten bei Absolventen?

Wenn du gerade eine Ausbildung oder ein Studium erfolgreich absolviert hast und in dem zugehörigen Fachgebiet beruflich einsteigen willst, dann ist der erreichte Bildungsabschluss dein stärkstes Argument und sollte vor möglichen (nebenberuflichen) berufspraktischen Erfahrungen stehen.

Welche Bildungsangaben machen Berufserfahrene?

Umso länger deine jeweilige Bildungszeit zurückliegt, desto weniger detaillierte Angaben sind notwendig. So müssen bei Bewerbern mit ein paar Jahren Berufserfahrung die Bildungsdaten nur den jeweiligen Abschluss mit Zeitpunkt umfassen.

Als Berufserfahrene gibst du deine Bildungsdaten am besten nach der Rubrik „Berufliche Praxis“ an.

Muss die Grundschule in den Lebenslauf?

Du kannst auf die Angabe des Besuches der Grundschule verzichten, weil jeder Bewerber die Grundschule erfolgreich absolviert hat und der Grundschulbesuch für den Personaler absolut nicht relevant ist.

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Rubrik „Berufliche Erfahrungen„ im Lebenslauf

Inhalt der Rubrik

Die Hauptrubrik „Berufliche Erfahrungen“ enthält im Wesentlichen deine beruflichen Stationen. Jeden beruflichen Aufstieg, besonders auch innerhalb einer Firma, musst du deutlich kennzeichnen.

Angaben der einzelnen Lebenslaufstationen

Neben der Angabe des Zeitraumes machst du Angaben über die genaue Stellenbezeichnung, den Arbeitgeber (Name, Rechtsform, Ort) und die wesentlichen und typischen Tätigkeitsbereiche während der Anstellung.

Außerdem kannst du zusätzliche Angaben machen: Personalverantwortung, Budgetverantwortung, Schwerpunkte oder Projekte.

Wie ausführlich müssen die beruflichen thematischen Kerndaten sein?

Je aktueller und je stellenrelevanter deine einzelne Lebenslaufstation ist, desto ausführlicher solltest du sie auch schildern.

Da du während deiner letzten Berufstätigkeit dein Fachwissen angewendet und ausgebaut hast, ist diese letzte Berufstätigkeit in der Regel auch dein stärkstes Argument und sollte daher zuerst angegeben werden, wenn du eine Stelle mit vergleichbaren Aufgaben anstrebst. Die weiteren Lebenslaufdaten in dieser Rubrik erfolgen dann umgekehrt chronologisch.

Wann können berufliche Stationen zusammengefasst werden?

Bei sehr vielen beruflichen Stationen, die keine Ausbildung erfordern und die schon ein paar Jahre zurückliegen, lohnt es sich, einzelne Stationen zusammenzufassen, um so eine prägnante Darstellung im Lebenslauf zu gewährleisten. Dazu zählen beispielsweise Nebenjobs und Praktika.

Diese Zusammenfassung ist ebenso angebracht, wenn die zusammengefassten beruflichen Stationen hinsichtlich der Aufgaben nur einen geringen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben.

Wo und wie können weitere Praxiszeiten im Lebenslauf angegeben werden?

Weitere Praxiszeiten, die nicht als vollwertige Berufserfahrung anzusehen sind (Praktika, Nebenjobs, Wehrdienst, Zivildienst, Auslandssemester, Freiwilligendienste), kannst du entweder in die Hauptrubrik „Berufspraxis“ oder in einer eigenständigen vergleichbar aufgebauten Rubrik oder in die (Unter-)Rubrik der zugehörigen Ausbildungszeit einordnen.

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Rubrik „Kenntnisse und Fähigkeiten“ im Lebenslauf

Inhalt der Rubrik

Die Rubrik „Kenntnisse und Fähigkeiten“ enthält Angaben zu Kenntnissen und Fähigkeiten, die du dir unabhängig von einzelnen schulischen oder beruflichen Stationen angeeignet hast, und zu besonderen Tätigkeiten.

In dieser Hauptrubrik „Besondere Kenntnisse“ ist Platz für die Angabe von Weiterbildungen, Fremdsprachenkenntnissen, IT- und PC-Kenntnissen, Ehrenämtern und gegebenenfalls Hobbys, Interessen, besonderen Kenntnissen sowie Fähigkeiten.

Grundsätzlich solltest du die entsprechenden Informationen nur dann in den Lebenslauf aufnehmen, wenn der jeweilige Inhalt relativ aktuell und stellenrelevant ist. Die jeweiligen Inhalte kannst du entweder in einer gemeinsamen Hauptrubrik oder in eigenständigen (Unter-)Rubriken darstellen.

Weiterbildungen

Bei der Schilderung von Weiterbildungen kannst du folgende Angaben machen: gegebenenfalls Zeitraum, Weiterbildungsart bzw. Abschlussbezeichnung, Weiterbildungsträger (Name, Ort), wesentliche Weiterbildungsinhalte, gegebenenfalls Abschlussnote und Prüfungsfächer.

Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse

Bei den Fremdsprachenkenntnissen und IT- und PC-Kenntnissen solltest du immer gleichzeitig den vorhandenen Kenntnisstand einschätzen und angeben.

Sollen Hobbys im Lebenslauf angegeben werden?

Du kannst je nach Bewerbungssituation auch Hobbys und besondere Interessen angeben, die einen Bezug zur Stelle aufweisen bzw. die wichtige Charaktereigenschaften nachzeichnen und normalerweise als positiv bewertet werden. Im Allgemeinen ist die Angabe von Hobbys nur für jüngere Bewerber ohne Berufserfahrung ratsam.

Wann sollte die Rubrik „Kenntnisse und Fähigkeiten“ in den Vordergrund gerückt werden?

Als Langzeitarbeitsloser, Umsteiger, Wiedereinsteiger, Abbrecher, Umwege-Nehmer usw. legst du deinen Schwerpunkt auf dein übergreifendes Können und Fachwissen und rückst entsprechend die Rubrik „Kenntnisse & Fähigkeiten“ in den Vordergrund. Das heißt, dass du diese Rubrik gleich als 2. Rubrik im Lebenslauf angibst.

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Schlüsselgedanken für dich

1. Fokus auf den Lebenslaufinhalt

Lege deinen Fokus erst einmal komplett auf den Lebenslaufinhalt und nicht auf das Lebenslaufdesign. Wenn der Rohbau steht, dann kannst du immer noch entscheiden, wie bunt du die Wände streichst: ob du dich für einen sachlich-objektiven Lebenslauf oder eher für einen „kreativen“ Lebenslauf entscheidest.

2. Aufbereitung der thematischen Kerndaten

In deinem Lebenslauf gibst du nicht nur über deinen Werdegang zeitlich Auskunft, sondern du argumentierst und stellst die möglichst objektive Bilanz deines Werdeganges, deiner Lernerfolge und Leistungen vor. Das ist am wichtigsten bei der Lebenslaufgestaltung.

Deswegen ist es deine Aufgabe, die relevanten Lebenslaufdaten auszuwählen und dann die einzelnen Lebenslaufdaten mit prägnanten Informationen zu füllen. Erst mit thematischen Kerndaten zu deiner Leistungsfähigkeit und deinem bildungs- oder berufsrelevanten Know-how wirst du für den Lebenslaufleser greifbar und damit bewertbar.

3. Schlussfolgerungen für deinen weiteren Werdegang

Mit einem Lebenslauf hast du schwarz auf weiß deinen bisherigen Werdegang dokumentiert. Vielleicht erkennst du einige Schwächen und Probleme in der Vergangenheit, aus denen du Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehen kannst.

So könntest du zum Beispiel zum Schluss kommen, dass du für bessere Noten fleißiger sein musst, dass du Arbeitszeugnisse immer sofort auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfst, dass du eine Jobentscheidung nicht mehr aus dem Bauch triffst oder dass du mit geeigneten Weiterbildungen dein Profil sinnvoll ergänzt.

Nutze die Lebenslauferstellung also auch immer zur Reflexion über deine Vergangenheit und zur Ableitung von Schlussfolgerungen für deine Zukunft. Mit dieser Bilanzierung holst du das Maximale aus der Lebenslauferstellung heraus.

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Fazit zur Lebenslaufgestaltung

Dein Lebenslauf ist genauso wichtig wie dein Anschreiben. Deshalb musst du bei der Lebenslaufgestaltung ebenso mit großer Sorgfalt und Konzentration vorgehen, sodass ein individuelles, übersichtliches und faktenreiches Schriftstück deines Werdegangs entsteht.

Falls du noch weitere Fragen zum Lebenslauf hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe einen Beitrag im Bewerbungsforum.

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Wenn du noch Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Als Alternative kannst du auch im Bewerbungsforum einen Beitrag verfassen. Viel Erfolg beim Bewerben!

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