Lückenloser Lebenslauf, dass funktioniert doch gar nicht?

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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dasSchaf
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Lückenloser Lebenslauf, dass funktioniert doch gar nicht?

Beitrag von dasSchaf » 30.01.2013, 14:03

Hallo zusammen!

Ich befasse mich nun seit einiger Zeit mit dem Thema Bewerbungen da ich mein Studium vor kurzem abgeschlossen habe.

Nun hat sich mir, nachdem ich einiges auf Karriereportalen gelesen habe, eine widersprüchliche Frage aufgetan.
Und zwar man sollte ja einen lückenlosen Lebenslauf erstellen, jedoch sagen die sog. Experten, in den LL soll nur das hinein was auch für AG und die spezifische Stelle wichtig ist.
Das ist aus meiner Sicht ein Wiederspruch, da ja nicht alles was man bisher gemacht hat wichtig für den AG ist.

Spez. bei mir ist es so, dass ich zuerst nur die Hauptschule gemacht habe und dann eine Ausbildung zum Mechaniker, danach ging ich wieder auf die Schule musste somit erst die Realschule nach machen dann das BK und zum Schluss dachte ich wieso nicht ABI. Am Ende habe ich Sportmanagement studiert (BWL).

Nun das Fazit der Experten, Haupt- und Realschule, BK kann sowieso raus macht im gesamten 8 Jahre, dann müsste noch die Ausbildung heraus weil das ja nicht für die Stelle relevant ist weil ich einem ganz anderen Beruf arbeiten will, dass sind dann nochmals 3 Jahre.

D.h. im gesamten Streiche ich 11 Jahre aus dem Lebenslauf, wo ist der dann noch lückenlos?

mich würde eure Meinung dazu interessieren!

VG dS

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 30.01.2013, 14:36

Hallo dasSchaf,

ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor.

Zunächst einmal sollte man keine Stationen komplett wegfallen lassen, also etwa Deine Ausbildung.Das würde eine zeitliche ücke in den Lebenslauf reissen, bei der sich jeder Persobnalverantwortliche fragt, was du da wohl gemacht hast.

Wer etwa von 2000 bis 2003 zunächst auf die Hauptschule, dann von 2003 bis 2005 auf die Realschule gegangen ist, könnte zusammenfassen:
08/2000 - 07/2005 Realschule.
Denn der Wechsel von der einen auf die andere Schule ist sicherlich für den Personalverantwortlichen uninteressant.

Nun gibt man ja im Lebenslauf nicht mehr nur an, von wann bis wann man was gemacht hat. Vielmehr gehören mittlerweile auch die Schwerpunkte in den Lebenslauf, um das, was man gemacht hat, übersichtlicher präsentieren zu können, damit der Personalverantwortliche sicht nicht noch durch die Zeugniosse qüälen muss, um herauszufinden, was der Bewerber nun kann.
Um das nun einmal zu verdeutlichen: eine Verkäuferin war bei der letzten Stelle auch für die Warenpräsentation und die Beratung der Kunden (an der theke) zuständig. Nun bewirbt sie sich auf eine Position, bei der es ausschließlich um das Kassieren geht. Gebe sie nun im Lebensluf bei den schwerpunkten auch die Warenpräsentation an, wäre das für die Bewerbung unwichtig, da das nicht zu den kommenden Aufgaben gehört.

Oder in Deinem Fall könnte es ja durchaus Sinn machen, auch Schulpraktika anzugeben, als Beleg dafür, dass du auch über Berufserfahrung verfügst. Bewirbst du Dich nun um eine Position im Personalmanagement, macht es bei den Praktika nur dann Sinn, weitere ausführungen zu tätigen, wenn dies auch einen Bezug zum Personalmanagement hätte.

Fazit: Jahre sollten nicht herausgestrichen werden; allenfalls können bestimmte Stationen zusammengefasst werden; allerdings sollte die Präsentation der Schwerpunkte auf die konkrete Bewerbung ausgerichtet werden.

Viele Grüße aus Duisburg

GutOderSchlecht
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Beitrag von GutOderSchlecht » 30.01.2013, 15:21

Naja wenn man normalen Lebenslauf mit
Grundschule -> (mittelstufe) -> Abitur hat. Da braucht man nur das Abitur angeben, da die anderen beiden Voraussetzung dafür sind (Grundsätzlich ist Grundschule unnötig).
Bei dir ist es eben kein "normaler" Lebenslauf und da lässt du natürlich nicht alles weg. Du kannst gerne deinen Lebenslauf hier mal schreiben und wir können dir genau sagen ob und wenn was du weglassen kannst.
Am besten auch die Stelle für die du dich bewirbst dazu.

dasSchaf
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Beitrag von dasSchaf » 30.01.2013, 15:56

Zunächst einmal danke für euer erstes Feedback.

Es sind mehrer Stellen auf die ich ich bewerben möchte, unter anderem als Mitarbeiter in der Marketingkommunikation und
als Communication Manager beides bei Profisport Einrichtungen. Beide stellen umfassen im wesentlichen die Kommunikation der Einrichtung, sprich PR und Presse arbeit aber auch Kampagnen Planung, Durchführung und Produktion.

Da wären noch mehr aber das ginge zu weit und in eine andere Richtung, sodass ich den LL umschreiben müsste.

Naja aber das sind mal die Basics

Ich bin auf das Feedback gespannt.

Lebenslauf

Persönlichen Angaben:

Name: Mustermann
Vorname: Max
Geburtsdatum: 31. Februar 1776
Geburtsort: Musterstadt
Anschrift: Musterstr. 1000
70000 Musterdorf
Familienstand: verheiratet

Schulbildung:
09/2004 – 07/2008 ABC Schule, Ort 

Abschluss der fachgebundenen Hochschulreife (Note 1)
09/1996 –07/ 2001 Hauptschule Ort
Hauptschulabschluss (Note 1)

Ausbildung:
seit 09/2008 Studium der Betriebswirtschaftslehre mit der
Fachrichtung Sportmanagement an der Hochschule XY
am Campus Z
Abschluss Bachelor of Arts
09/2001 – 07/2004 Ausbildung zum Mechaniker bei der Firma XY, Ort

Abschluss als Facharbeiter (Note: 1)

Praktika:
06/2011 – 09/2011 XY. GmbH, Ort 
- Eventvorbereitung, Eventplanung,
Kundenbetreuung für Automobilhersteller1,
Automobilhersteller 2, und Konsummittelhersteller
03/2011 – 06/2011 ABC Music AG, Ort
- Promotionkoordination, Onlinevertrieb und untersützung der Produktmanger

Berufliche Laufbahn:

07/2004 – 09/2004 Facharbeiter bei der Firma XY AG, Ort

im Bereich Fertigung

Nebentätigkeit:
seit 10/2012 Grafik- u. Webdesign
03/2007 – 03/2009 Eventmanagement
02/2007 – 12/2008 Staplerfahrer bei der Firma ZYX in Ort

Fremdsprachen:
Englisch (fließend)

Weiterbildungen:
11/2010 Seminar „Grundlagen der Emotionalen Kompetenz“
12/2008 European Computer Driving Licence (ECDL)

EDV:
PC-Kenntnisse: tägliche Anwendung (sehr gut)
Betriebssysteme Microsoft Windows 7, Vista und XP (sehr gut)

Mac OS Snow Leopard,Mac OS Lion (sehr gut)
Grafikprogramme: Adobe Photoshop CS 5, Adobe Web Premium Collection CS 5 (gut)
Office Programme: Microsoft Office Paket (sehr gut), Apple Office Programme (gut)
Internet: Microsoft Outlook u. Entourage, Safari, Firefox, Internet Explorer (gut)
SAP: Grundkenntnisse in SAP R/3
CMS Software: Typo3, Joomla, WordPress (gut)
Programmierung: HTML, CSS (gut), Grundkenntnisse Java, PHP und XHTML

Ehrenamtliche Tätigkeiten:
seit 02/2007 Mitglied der Vorstandsschaft der Tennisabteilung, Verein
08/2007 – 04/2008 Jugendfußballtrainer beim FC Teufelskicker
08/2004 – 07/2007 Jugendfußballtrainer beim FC Budenzauber

Interessen:
Tennis, Motorsport, Musik, Fotografie und Film



Ort, Datum

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 30.01.2013, 16:16

Hallo dasSchaf,

ich empfehle Dir, den Lebenslauf umzustellen und einen themenzentrierten Lebenslauf zu wählen. denn Du bewirbst Dich als Akademiker; und in Deinem Lebenslauf taucht das Studium "irgendwo zwischendurch" auf.

Beim themenzentrierten Lebenslauf kannst Du auf der ersten Seite nach den persönlichen Daten (Name und Kontaktdaten wie im Anschreiben in einer identischen Kopfzeile präsentieren), das Studium mit den Studienschwerpunkten (die bei dir noch fehlen) und dann den studienbezogenen Praktila. Das passt regelmäßig alles auf die erste seite und sorgt so dafür, dass der Personalverantwortliche direkt auf der ersten seite das findet, was für ihn am interessantesten ist.

Auif der zweiten seite kannst du dann unter der Rubrik "Berufliches" deine berufliche Laufbahn UND Deine berufliche Ausbildung präsentieren; danach dann das "Schulische"; alles natürlich in der chronologischen Zeitschiene rückwärts.

Viele Grüße aus Duisburg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.01.2013, 16:33

Den Hauptteil würde ich umändern. Das Wichtige nach oben:
STUDIUM


seit 09/2008 Studium der Betriebswirtschaftslehre mit der
Fachrichtung Sportmanagement an der Hochschule XY
am Campus Z
Abschluss Bachelor of Arts


PRAKTIKA


06/2011 – 09/2011 XY. GmbH, Ort 
- Eventvorbereitung, Eventplanung,
Kundenbetreuung für Automobilhersteller1,
Automobilhersteller 2, und Konsummittelhersteller

03/2011 – 06/2011 ABC Music AG, Ort
- Promotionkoordination, Onlinevertrieb und untersützung der Produktmanger


AUSBILDUNG


09/2004 – 07/2008 ABC Schule, Ort 

Abschluss der fachgebundenen Hochschulreife (Note 1)

09/2001 – 07/2004 Ausbildung zum Mechaniker bei der Firma XY, Ort

Abschluss als Facharbeiter (Note: 1)

09/1996 –07/ 2001 Hauptschule Ort
Hauptschulabschluss (Note 1)


BERUFLICHE TÄTIGKEITEN


seit 10/2012 Grafik- u. Webdesign

03/2007 – 03/2009 Eventmanagement

02/2007 – 12/2008 Staplerfahrer bei der Firma ZYX in Ort

07/2004 – 09/2004 Facharbeiter bei der Firma XY AG, Ort

im Bereich Fertigung

Beim Studium könntest du noch mehr zu Schwerpunktfächern, Prüfungsnoten oder Abschlussarbeits-Themen schreiben.

Generell zu lückenlosen Lebenslauf: https://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

https://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 30.01.2013, 16:47

Hallo Romanum,

bist du dir sicher, die SchulBILDUNG mit der BerufsAUSBILDUNG zusammenzupacken? Schließlich hat ja nur letzteres einen beruflichen Bezug.

Und irritieren die Zeitsprünge nicht einen Personalverantwortlichen, wenn er dann von 2001 nach 2012 springen muss? Wäre es nicht ratsamer, dann nach dem Studium erst die Beruflichen tätigkeiten anzuführen und dann erst die Aus/Bildung?

Viele Grüße aus Duisburg

Marie_85
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Beitrag von Marie_85 » 25.02.2013, 13:17

Rhodos hat geschrieben:Hallo dasSchaf,

ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor.

Zunächst einmal sollte man keine Stationen komplett wegfallen lassen, also etwa Deine Ausbildung.
Wie verhält es sich mit einem nebenberuflichen Fernstudium? Mir wurde gesagt, dass ich mir aussuchen kann, ob ich es angebe oder nicht!? :?

Nun heißt es wieder, man sollte keine Stationen komplett wegfallen lassen? Das verstehe ich nicht! Was ist nun richtig?

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 25.02.2013, 19:20

Hallo Marie_85,

wie bereits erwähnt, sollte man nichts weglassen, was eine Lücke in den Lebenslauf reisst.
Bespiel: nach der Schule eine Ausbildung zum Bankkaufmann danach ein Jurastudium und anschließende Bewerbung als Rechtsanwalt. Zwar hat die Ausbildung keinen unmittelbaren Bezug zur Anwaltstätigkeit, gleichwohl sollte man die Ausbildung im Lebenslauf lassen, da anderenfalls eine dreijährige Lücke bestünde.

Hat die Tätigkeit für die Bewerbung keine unmittelbare Aussagekraft und führt das Weglassen NICHT zu einer Lücke, kann dies dagegen bedenkenlos rausgelassen werden.
Beispiel: Ausbildung zum Bankkaufmann, danach Tätigkeit als Bankkaufmann. Das nebenberufliche Jurastudium an der Fernuni führt nicht zu einer juristischen Bewerbung, da der Bewerber weiter als Bakkaufmann arbeiten möchte. Hier kann nun das Fernstudium wegbleiben.

Viele Grüße aus Duisburg

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 02.03.2013, 14:18

In diesem speziellen Fall würde ich einfach alles ganz geradeaus "umgekehrt chronologisch" aufführen... d. h. ohne grossartige Blockbildung vom Studienabschluss bis zur Hauptschule nach unten. So zeigt sich (bei Dir, längst nicht bei jedem!) am klarsten die durchgehend aufsteigende Tendenz und gleichzeitig (ebenfalls bei Dir, längst nicht bei jedem!) die perfekte Ordnung nach inhaltlicher Relevanz. Nur die definitiven Nebentätigkeiten würde ich herauslösen, um keine Verwirrung mit der "grossen Linie" zu stiften...

Bernie
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Zufallsfund, Stimmt es - Roter Faden nicht mehr so wichtig?

Beitrag von Bernie » 21.05.2016, 15:41

Hier der Fund:

"[...]Bunt kommt an - Roter Faden im Lebenslauf

Bis vor wenigen Jahren legten die Unternehmen üblicherweise großen Wert darauf, dass die Bewerber einen roten Faden im Lebenslauf haben. [...]"

Quelle und kompletter Text:

absolventa.de/karriereguide/ratgeber-bewerbung/roter-faden

...sollte dies generell stimmen wäre es ja gut für alle, denen es ähnlich geht wie mir, mit Brüchen im Lebenslauf und einem neuen, unverschuldeten, Bruch weil das Unternehmen aufgrund der Demenz-Erkrankung der Geschäftsführerin den Geschäftsbetrieb für immer einstellt....

Oder gibt es noch Branchen die hier konservativ sind? Ich vermute einmal stark, dass genau die Branche aus der ich ursprünglich stamme, der ÖD, hier rückwärtsgewandt denkt - Welche Branchen wären hier als Bewerber anzuschreiben? Gibt es solche? Würde mich mal interessieren als Mensch mit "modernem Lebenslauf"....wie im Text erwähnt....

Gruß
Bernie

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.05.2016, 16:03

Ich glaube, hier geht es nicht um "konservativ" und "progressiv". Jeder Arbeitgeber sucht für jede Aufgabe die besten Leute... wie es immer war und immer sein wird. Dabei gibt es natürlich Tätigkeiten, bei deren Vielschichtigkeit bzgl. Anforderungen und ggf. kulturellen Kontexten solch ein "bunter Faden" qualifizierter als ein "einfarbiger" wirken kann. Hier geht es vor allem um einen offenen und chancenorientierten Umgang mit der Globalisierung.

Das trifft m. E. allerdings auf keine Tätigkeit zu, die für Dich interessant und/oder realistisch wäre. Andererseits ist Dein Faden aber doch gar nicht so bunt. Ich würde fast sagen: Viel "roter" als mit den 15 Jahren im gleichen Betrieb kann er doch fast nicht mehr sein. Es gab davor zwar die Verwaltungslehre... aber wir waren uns doch einig, dass Du die Campingplatz-Organisation gewissermassen als "Verwaltung im Freizeit-Umfeld" verkaufen wolltest. Und jetzt willst Du halt wieder in die ganz klassische Verwaltung zurück. Insgesamt eindeutig "rot", wenn Du mich fragst... auf jeden Fall viel eher "roter Faden" als "Blick über den Tellerrand"... ;-)

Bernie
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Beitrag von Bernie » 22.05.2016, 06:38

Ich glaube, hier geht es nicht um "konservativ" und "progressiv". Jeder Arbeitgeber sucht für jede Aufgabe die besten Leute... wie es immer war und immer sein wird. Dabei gibt es natürlich Tätigkeiten, bei deren Vielschichtigkeit bzgl. Anforderungen und ggf. kulturellen Kontexten solch ein "bunter Faden" qualifizierter als ein "einfarbiger" wirken kann. Hier geht es vor allem um einen offenen und chancenorientierten Umgang mit der Globalisierung.
Aha? Mir ist dies nicht aufgefallen, aber danke, so kann man es auch sehen ;-)
Das trifft m. E. allerdings auf keine Tätigkeit zu, die für Dich interessant und/oder realistisch wäre.
Was wäre den für mich Deiner Meinung nach
interessant und/oder realistisch
:?:

Mir wurden eben, seitens der Arbeitsagentur, und zur Überbrückung bis es nächstes Jahr mit einer betrieblichen Umschulung klappen sollte bzw. um mir neue Ansprüche zu erarbeiten: sozialversicherungspflichtige Helferjobs empfohlen (und hier sind solche im Büro rar gesäät) - daher meine Überlegung. Ich vermute einmal stark Teilzeit-Jobs sind auch gemeint, aber das hat mir der Chef der hiesigen Arbeitsagentur nicht mitgeteilt, dass ist nur eine Spekulation von mir.
Andererseits ist Dein Faden aber doch gar nicht so bunt. Ich würde fast sagen: Viel "roter" als mit den 15 Jahren im gleichen Betrieb kann er doch fast nicht mehr sein. Es gab davor zwar die Verwaltungslehre... aber wir waren uns doch einig, dass Du die Campingplatz-Organisation gewissermassen als "Verwaltung im Freizeit-Umfeld" verkaufen wolltest. Und jetzt willst Du halt wieder in die ganz klassische Verwaltung zurück. Insgesamt eindeutig "rot", wenn Du mich fragst... auf jeden Fall viel eher "roter Faden" als "Blick über den Tellerrand"... ;-)
Na ja, wenn Die Personaler das auch so sehen wo ich mich bewerbe, dann bin ich zufrieden. Ich dachte nämlich bisher immer, dass ich eben einen total lückenhaften (= nicht roten Faden habenden) Lebenslauf habe, und nun schon wieder dazu gezwungen bin/werde etwas total anderes zu machen als ich in meinem Leben angestrebt habe - den kfm. Bürobereich bzw. die öffentliche Verwaltung (beides keine Traumsektoren, aber meinen eigentlichen Traumberuf habe ich schon lange abgeschrieben - der ist nur mit Abitur möglich und jahrelangem Studium der Archäologie...ein Kindheitstraum....der nie in Erfüllung ging mal ganz offen geschrieben)...

Meine Skepsis mit den Helferjobs kommt übrigens auch daher, dass ich einen kaum verheilten Lendenwirbelbruch und ein kaputtes Handgelenk habe - bin beim Ernten von Äpfeln von der Leiter gefallen und hatte noch "schwer Glück" wie es so schön heißt, denn ich hätte tot sein, oder im Rollstuhl sitzen, können - dies geschah vor 5 Jahren.

Da werde ich mir wohl ein ärztliches Attest drüber geben lassen müssen?

Schwere Lasten heben z.B. ist bei mir aus genau diesem Grund nicht drin, da ich immer noch einen stechenden Schmerz in der Gegend des Lendenwirbels habe wenn ich dagegen verstoße - Schon gemerkt bei Tätigkeiten wo ich dachte ich kann's noch.....ich halte es dann manchmal vor Schmerz nicht aus.....und meine verkrüppelte rechte Hand ist für bestimmte handwerkliche Tätigkeiten auch wenig geeignet da sie manchmal lahmt....

Gruß
Bernie

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