ᐅ Schicksalsschlag und Krankheit im Lebenslauf umschreiben

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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bob_baumeister
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Registriert: 23.04.2014, 14:24

ᐅ Schicksalsschlag und Krankheit im Lebenslauf umschreiben

Beitrag von bob_baumeister »

Hallo.

Ich habe 2 Lücken im aktuellen Lebenslauf die ich gern besser umschreiben möchte. Die aktuellen Formulieren sind durch 3 Bewerbungstrainings während meiner Reha-Zeit entstanden.

Zum einen (bei meinem LL stehen die neueren Daten oben):

- 2002 – 2004 Überwindung eines Schicksalsschlages, persönliche und berufliche Neuorientierung

- 2000 – 2002 Fachhochschule xyz, Bauingenieurwesen
(ohne Abschluss), Ort xy

Bei diesem Schicksalsschlag geht es um eine späte Fehlgeburt (6. Mo) die ich im Studium erlitten habe. Es hat mich damals in ein sehr tiefes Loch fallen lassen weil ich mich einerseits schon sehr auf das Kind gefreut habe, andererseits weil mein damaliger Partner reagierte a la "trink 2 Gläser Wein und wir machen ein neues".

Nach der ganze Geschichte bin ich weit weit weg gezogen und hab mir dort dann eine Ausbildung gesucht und quasi ein neues Leben begonnen.
Leider hat mich einige Jahre später wieder das elende Schicksal einen Strich durch die gemütliche Rechnung gemacht.
Nach einem Jahr Berufspraxis im Vermessungswesen habe ich eine Krankheit bekommen die zwar (wenn man sie kennt) gut behandelbar ist aber bis zu deren Diagnose teilweise Jahre vergehen können weil die Symptome so vielseitig sind. Ich hatte Glück und hatte die Diagnose recht schnell danke 2 Wochen in einem Uni-Krankenhaus.

Nun steht da im LL folgendes drin:

- 12/2008 – 12/2009 Medizinische Rehabilitation und berufliche Neuorientierung im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum , Ort yz

Wegen der Krankheit hat meine zuständige Pensionsversicherungsanstalt (Österreich) ein Gutachten erstellen lassen das besagt das ich nicht mehr Außendienstfähig bin da ich salopp gesagt ein Klo in der Nähe brauche das ich jederzeit aufsuchen kann. Also umgeschult auf Bautechn. Zeichner weil eh schon Vorkenntnisse dank Studium.

Hab nun auch schon wieder 2,5 Jahre Arbeit auf dem Buckel und gesundheitlich keine Einschränkungen da die Medikamente recht zuverlässig wirken. Und selbst wenn nicht, sogar auf der Baustelle hat es ein Dixi Klo. Nun wird die Firma aber geschlossen bzw. die Mitarbeiter alle zum Halbjahr bzw. Jahresende gekündigt und ich muss was neues auftreiben.

Lange Rede, kurzer Sinn... irgendwie gefallen mir diese Erklärungsgebilde nicht so wirklich, ich weiß aber auch keine andere Beschreibung die nicht auf psychisches + physisches Wrack hinausläuft.

Vielleicht hat von euch ja jemand eine Idee wie man das ganze verpacken kann, ich bin inzwischen relativ schmerzfrei und kann die "Kinder" auch beim Namen nennen wenn es sinnvoll scheint.

Lg, die Bob
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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN »

Hallo Bob!

Gut ist ja schon einmal, dass Dein Werdegang alles in Allem eigentlich schön auf einer Linie liegt und irgendwie jede Tätigkeit jeder anderen nutzt: Bauingenieurswesen, Vermessung und Bauzeicherei hängen schon sehr eng miteinander zusammen und bilden für mich eher eine organische Entwicklung als eine Kette von Brüchen. Von daher würde ich eigentlich nicht von "beruflichen Neuorientierungen" schreiben... weil die ohne Not ein (weiteres) Problem suggerieren, was es eigentlich nicht gibt.

Grundsätzlich würde ich auch versuchen, Deine Ausfallzeiten sprachlich möglichst kompakt abzuhandeln, um ihnen möglichst geringen Raum zu geben. Gleichzeitig würde ich die eigentlichen "Arbeitszeiten" stärker gewichten, d. h. mit aussagekräftigen Erläuterungen zu den jeweiligen Tätigkeiten versehen.

Die Umschreibung der Ruhephasen würde ich dabei so wählen, dass möglichst wenig Interpretations- und Spekulationsspielraum zu Deinen Ungunsten bleibt. Das heisst natürlich genau die Konkretisierung, die Du eigentlich nicht willst (und die im Grunde auch niemanden etwas angeht)... aber mal rein versuchshalber:

- XX/2008 – XX/2009 Rehabilitation nach Krankheit XXX

- XX/2002 – XX/2004 Rehabilitation nach Fehlgeburt

Mich würde aber selbst interessieren, wie andere darüber denken...
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide »

Ich sehe das so wie FRAGEN. Von 2009 - jetzt hast du ja wieder gearbeitet, oder? Denn das fällt aus Arbeitgebersicht viel mehr ins Gewicht als deine Schicksalsschläge. Oder zumindest seit 2011 (du schreibst etwas von 2,5 Jahren auf dem Buckel).
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