studentisches Praktikum Bewerbungsschreiben bei Daimler

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ringel_f1
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studentisches Praktikum Bewerbungsschreiben bei Daimler

Beitrag von ringel_f1 » 25.02.2018, 18:04

Hallo,
ich habe vor mich bei der Daimler AG für ein studentisches Praktikum zu bewerben.
Folgende Dinge wünscht sich Daimler von einem guten Bewerber:

Stellenbeschriebung
In der Abteilung Entwicklung PKW-Automatikgetriebe arbeiten Sie direkt an der Entwicklung und Erprobung eines völlig neuen und komplexen Automatikgetriebes für heckangetriebene Mercedes-Benz Personenwagen mit. Dieses Getriebe setzt mit seinem Konzept, seinen Einzelkomponenten und seinen zukunftsweisenden Technologien im weltweiten Bench neue Maßstäbe und ist für den Einsatz in den Baureihen von der C-Klasse bis hin zur S-Klasse vorgesehen.

Ihre Aufgaben umfassen:
- Unterstützung der Entwicklungsingenieure bei der Durchführung und Auswertung von Erprobungsumfängen des Gesamtgetriebes und der Einzelkomponenten sowohl auf Prüfständen als auch im Fahrzeug
- Unterstützung der Entwicklungsingenieure im Bereich Versuch Automatikgetriebe
- Analysierung von Ursachen bei auftretenden Problemen
- Erarbeitung von Fehlerabstellmöglichkeiten sowie Darstellung und Überprüfung auf deren Wirksamkeit

Qualifikationen:
Studiengang: Maschinen- und Fahrzeugbau, Mechatronik, Feinwerktechnik oder ein vergleichbarer Studiengang
Sprachkenntnisse: Sichere Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
IT-Kenntnisse: Sicherer Umgang mit MS-Office
Persönliche Kompetenzen: Aufgeschlossenheit für eine Tätigkeit im Bereich Versuch, Teamfähigkeit und Engagement
Sonstige Kenntnisse: Führerschein Klasse B

Bewerbungstipps:
Im Motivationsschreiben sagen Sie uns, warum Sie sich um eine freie Stelle bei uns bewerben und warum Sie meinen, dass Sie dafür genau die oder der Richtige sind. Ihr Motivationsschreiben tragen Sie ganz einfach in das entsprechende Formularfeld ein.
Uns ist wichtig, dass Sie den Text selbst formulieren. Bitte verzichten Sie auf Standardsätze und benutzen Sie statt der Begriffe aus der Stellenanzeige lieber Ihre eigenen Worte.
Vermeiden Sie Rechtschreib- und Grammatikfehler
Achten Sie auf einen guten Schreibstil. Schreiben Sie abwechslungsreich, ohne Wiederholungen.
Belegen Sie Aussagen mit Beispielen.
Stellen Sie Ihre positiven Eigenschaften ins rechte Licht. Aber: Seien Sie ehrlich, übertreiben Sie nicht.

Mein Motivationsschreiben:
Praktikum im Bereich Versuch Automatikgetriebe in Stuttgart (Stellennummer: 187889)

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist X und nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Abiturprüfungen, studiere ich nun im 6. Semester Maschinenbau an der X. Nach dem Ende dieses Semesters bin ich ab dem 6. August 2018 für ein mindestens 12-wöchiges Praktikum bei der Daimler AG in Stuttgart bereit. Da ich im Laufe des Studiums unter anderem großen Gefallen an der Konstruktion und Berechnung von technischen Probleme gefunden habe, wird mein Abschluss das Profil „Konstruktion und Produktentwicklung“ tragen.
Getriebe und generell komplexe technische Gebilde strahlen für mich schon seit dem Kindesalter eine große Faszination aus. Angefangen hat alles im Alter von 9 Jahren, ich habe mein erstes Lego Technic Modell bekommen und während des Zusammenbaus, haben mich die vielen Zahnräder beeindruckt, verstärkt hat sich dies dann im Folgenden noch, als diese Zahnräder plötzlich in der Lage waren, Dinge zu bewegen. Ich habe Tage damit verbracht, jede Zahnradbewegung zu verfolgen, bis ich den Zusammenhang verstanden habe. Diese Technikbegeisterung und Neugier dafür, begleiten mich bereits mein ganzes Leben. Aus diesem Grund war für mich der Weg nach dem Abitur gestellt, ich möchte etwas Technisches studieren und später mein erlangtes Wissen in der Automobilindustrie anwenden. Für dieses Semester habe ich das Modul „Antriebssysteme und Getriebe“ belegt. Dies ist ein Fach, auf welches ich mich sehr freue und hoffe, dass ich mein dort gewonnenes Wissen im Laufe des Praktikums zielführend anwenden kann.
Große Freude habe ich während des Studiums, an den studienbegleitenden Praktika gefunden. Es macht mir immer wieder große Freude, in einer Gruppe eine Aufgabenstellung zu erledigen, gemeinsam den optimalen Lösungsweg zu finden und später die Ergebnisse auszuwerten. Außerdem finde ich es gut, das in der Vorlesung erlangte Wissen auf die Praxis zu beziehen. Die Technik mit eigenen Augen zu sehen, finde ich eindrucksvoll. Somit bin ich fest davon überzeugt, dass mir ein Praktikum im Bereich Versuch an Automatikgetrieben, sehr gefallen wird.
Neben meiner großen Leidenschaft zur Technik, habe ich zusätzlich eine stark ausgeprägte Passion für Automobile. Ständig informiere ich mich über die technische Funktionsweise von Automobilen und bin sehr empfänglich für Informationen, welche beschreiben, wie man gewisse Dinge an einem Fahrzeug verbessern kann. Später einmal für Daimler arbeiten zu können, würde mich unvorstellbar stolz machen. Die Produkte der Marke Daimler strahlen für mich ein starkes Prestige aus, begründet durch die lange Geschichte und Innovationsvermögen des Unternehmens und für mich besonders durch die zahlreichen Erfolge der Marke im Motorsport. Sei es in der Formel 1 mit der Hybridtechnologie, in der ehemaligen Gruppe C mit dem Sauber C9 oder in der DTM. Ein Teil dieses Ganzen zu sein, ist seit Langem mein Traum, welcher mit einem Praktikum in Ihrer Firma in Erfüllung gehen wird.
Für diese Praktikumsstelle halte ich mich für den richtigen Kandidaten, da ich weiß, dass ich die notwendige Hartnäckigkeit und das benötigte Engagement mitbringe. Gelingen mir zum Beispiel gestellte Aufgaben nicht, rechne ich sie zu Hause oft mehrere Male durch, bin meist sogar schlecht gelaunt, wenn ich nicht auf die Lösung komme. Manchmal kommt mir die Lösung im Schlaf oder auf dem Weg nach Hause im Auto, weil ich meist noch lange über die Aufgabe nachdenke. Der anschließende Erfolg, motiviert mich dazu, genauso weiter zu machen und die nächste Aufgabe mit der gleichen Hartnäckigkeit anzugehen. Meinen Mitstudenten zu helfen, ist immer ein Test an mich, ob ich die Sachverhalte aus dem Unterricht verstanden habe und ob ich eventuell noch etwas nachzuarbeiten habe. Mein Studium bestreite ich seit Anfang an mit großer Hingabe und Leidenschaft, eine gute Leistung erbracht zu haben, motiviert mich immer wieder.

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!
Mit freundlichen Grüßen,
X

Würde mal gerne eure Meinungen und Verbesserungsvorschläge dazu hören!
Danke im Voraus!

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 25.02.2018, 19:32

ringel_f1 hat geschrieben:mein Name ist X
Du wirst doch einen Briefkopf haben, in dem deine Absendeadresse steht? Vertrau mir, deine Adressaten können lesen und bekommen den Zusammenhang zwischen deiner Absendeadresse und der Bewerbung hin. (um ehrlich zu sein: meine ersten Bewerbungen sahen genau so aus...8))
und nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Abiturprüfungen, studiere ich nun im 6. Semester Maschinenbau an der X.
Steht alles im Lebenslauf, den musst du nicht nacherzählen.
Nach dem Ende dieses Semesters bin ich ab dem 6. August 2018 für ein mindestens 12-wöchiges Praktikum bei der Daimler AG in Stuttgart bereit.

zwölfwöchiges
Da ich im Laufe des Studiums unter anderem großen Gefallen an der Konstruktion und Berechnung von technischen Probleme gefunden habe, wird mein Abschluss das Profil „Konstruktion und Produktentwicklung“ tragen.
Formuliere den Satz mal um, dass nicht das Profil sondern du das Subjekt in allen Satzteilen bist.
Angefangen hat alles im Alter von 9 Jahren, ich habe mein erstes Lego Technic Modell bekommen und während des Zusammenbaus, haben mich die vielen Zahnräder beeindruckt, verstärkt hat sich dies dann im Folgenden noch, als diese Zahnräder plötzlich in der Lage waren, Dinge zu bewegen.
Das ist sehr mündlich ausgedrückt. Beim Schreiben hast du gegenüber dem Sprechen den Vorteil der möglichen Endredaktion. Zahlen ausschreiben.
Diese Technikbegeisterung und Neugier dafür, begleiten mich bereits mein ganzes Leben.
Kommafehler. Aktiver ausdrücken.
Aus diesem Grund war für mich der Weg nach dem Abitur gestellt, ich möchte etwas Technisches studieren und später mein erlangtes Wissen in der Automobilindustrie anwenden.
Das ist längst verstanden. Streichen.

Für dieses Semester habe ich das Modul „Antriebssysteme und Getriebe“ belegt. Dies ist ein Fach, auf welches ich mich sehr freue und hoffe, dass ich mein dort gewonnenes Wissen im Laufe des Praktikums zielführend anwenden kann.
Das im kommenden Semester im Modul Antriebssysteme erlange Wissen erwarte ich in meine Praktikum zielführend anwenden zu können.
Große Freude habe ich während des Studiums, an den studienbegleitenden Praktika gefunden. Es macht mir immer wieder große Freude, in einer Gruppe eine Aufgabenstellung zu erledigen, gemeinsam den optimalen Lösungsweg zu finden und später die Ergebnisse auszuwerten. Außerdem finde ich es gut, das in der Vorlesung erlangte Wissen auf die Praxis zu beziehen.
Das Komma im ersten Satz ist falsch. Ich verstehe zudem nicht, was der Satz soll. Der zweite Satz ist recht vage. Was sollen deine Adressaten damit anfangen? Der dritte Satz drückt eine Empfindung aus.
Die Technik mit eigenen Augen zu sehen, finde ich eindrucksvoll.
Dann mach kein Praktikum bei Daimler sondern besuche das Technikmuseum. - Sorry für den schnippischen Kommentar, er ist nicht böse gemeint, aber ich hoffe, er ist deutlich.
Somit bin ich fest davon überzeugt, dass mir ein Praktikum im Bereich Versuch an Automatikgetrieben, sehr gefallen wird.
Kannst du streichen.
Neben meiner großen Leidenschaft zur Technik, habe ich zusätzlich eine stark ausgeprägte Passion für Automobile.
Falsches Komma. Kaum mehr als ein Lippenbekenntnis.

Neben meiner großen Leidenschaft zur Technik, habe ich zusätzlich eine stark ausgeprägte Passion für Automobile. Ständig informiere ich mich über die technische Funktionsweise von Automobilen und bin sehr empfänglich für Informationen, welche beschreiben, wie man gewisse Dinge an einem Fahrzeug verbessern kann.
Dass du dich ständig über die Funktionsweise von Autos infomierst, klingt so, als würde es da ständig Neuerungen geben, die alles verändern würden. Irgendwie unglücklich.
Später einmal für Daimler arbeiten zu können, würde mich unvorstellbar stolz machen. Die Produkte der Marke Daimler strahlen für mich ein starkes Prestige aus, begründet durch die lange Geschichte und Innovationsvermögen des Unternehmens und für mich besonders durch die zahlreichen Erfolge der Marke im Motorsport. Sei es in der Formel 1 mit der Hybridtechnologie, in der ehemaligen Gruppe C mit dem Sauber C9 oder in der DTM. Ein Teil dieses Ganzen zu sein, ist seit Langem mein Traum, welcher mit einem Praktikum in Ihrer Firma in Erfüllung gehen wird.
Nicht schleimen.
Für diese Praktikumsstelle halte ich mich für den richtigen Kandidaten,
Markiert Subjektivität. Die Frage ist nicht, ob du dich für den Kandidaten hältst sondern ob du ein geeigneter Kandidat bist.
Gelingen mir zum Beispiel gestellte Aufgaben nicht, rechne ich sie zu Hause oft mehrere Male durch, bin meist sogar schlecht gelaunt, wenn ich nicht auf die Lösung komme. Manchmal kommt mir die Lösung im Schlaf oder auf dem Weg nach Hause im Auto, weil ich meist noch lange über die Aufgabe nachdenke.

Mensch, plauderst du aus dem Nähkästchen...
Der anschließende Erfolg, motiviert mich
Falsches Komma.

Dein Anschreiben ist viel zu lang, du erzählst viel zu viel nebensächliches. Die sind so nett und schreiben in die Ausschreibung Hinweise, dass du dich positiv ausdrücken sollst, aber eben nicht übertreiben und du drückst dich negativ aus. Die weisen daraufhin, dass du Wiederholungen vermeiden sollst, ich habe dir ein paar markiert. Geh davon aus, dass ein Bewerbungsschreiben, das einschließlich Briefkopf länger als eine Seite ist, zu lang ist.

ringel_f1
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Registriert: 25.02.2018, 17:53

Beitrag von ringel_f1 » 25.02.2018, 20:17

Okey vielen Dank schonmal für dein umfangreiches Feedback!
Steht alles im Lebenslauf, den musst du nicht nacherzählen.
Das habe ich auf einer Seite als Einleitung gefunden, ich muss ja irgendwie dieses Schreiben anfangen und das war die einizig schöne Variante. Hättest du einen schöneren Vorschlag für mich? :)
Formuliere den Satz mal um, dass nicht das Profil sondern du das Subjekt in allen Satzteilen bist.
Also z.B. so?: Ich habe mir als Profil meines Abschlusses "Konstruktion und Produktentwicklung" ausgesucht, da mir die Berechnung und Konstruktion von technischen Problemen große Freude bereitet.
Ich habe nicht wirklich eine Ahnung, ob du das so meinst. :)
Das ist sehr mündlich ausgedrückt. Beim Schreiben hast du gegenüber dem Sprechen den Vorteil der möglichen Endredaktion. Zahlen ausschreiben.
Was meinst du mit sehr mündlich ausgedrückt und mögliche Endredaktion? In deren Tipps steht ja, keine Standardsätze und man soll eigene Worte nehmen, ich finde damit gebe ich doch diesem ganzen Schreiben meine sehr persönliche Note. Ich möchte ja irgendwie zeigen, dass mich diese ganze Techniksache schon seit langem begeistert...

Und was meinst du mit "aktiver ausdrücken"?
Große Freude habe ich während des Studiums, an den studienbegleitenden Praktika gefunden. Es macht mir immer wieder große Freude, in einer Gruppe eine Aufgabenstellung zu erledigen, gemeinsam den optimalen Lösungsweg zu finden und später die Ergebnisse auszuwerten. Außerdem finde ich es gut, das in der Vorlesung erlangte Wissen auf die Praxis zu beziehen.
In der Ausschreibung steht doch, dass man Teamfähigkeit mitbringen soll, und das habe ich versucht damit auszudrücken :) .Und zudem handelt es sich ja um ein Praktikum im Bereich Versuch, sprich man macht ja irgendwo etwas ähnliche Dinge, wie in den Praktka im Studium und das wollte ich ausdrücken, dass mir das Spaß macht.
Nicht schleimen.
Ich weiß kann sein, ist aber die Wahrheit, weil ich soll ja schreiben, wrum ich gerade bei Daimler das Praktikum machen möchte und irgendwie muss ich das ja rüberbringen...
Markiert Subjektivität. Die Frage ist nicht, ob du dich für den Kandidaten hältst sondern ob du ein geeigneter Kandidat bist.
Wie meinst du das mit der Subjektivität? Soll ich besser schreiben: Ich bin der richtige Kandidat für diese Praktikumsstelle, da..."
Mensch, plauderst du aus dem Nähkästchen...
Kann sein aber auch hiermit möchte ich wieder verdeutlichen, dass ich ein sehr hartnäckiger und engagierter Mensch bin, da man das ja mit seinen eigenen Worten machen soll und alles mit Beispielen belegen soll und das ich ja der Beleg dafür.

Ist denn irgendwas an meinem Motivationsschreiben gut gelungen? Weil irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, dass ich nur Mist geschrieben habe. Und mit dem vielen Nebensächlichen, man soll ja alle Behauptungen begründen, da muss man ja bisschen ausholen, damit man das auch gut rüberbringen kann. Inwiefern habe ich mich negativ ausgedrückt? Und an welchen Stellen übertreibe ich, ich kann versichern, dass ich alles, wie ich es dort geschrieben habe, auch so meine bzw. auch so mache.

Wie du merkst, habe ich absolut keinen Plan wie man so ein Motivationschreiben verfasst, ich belese mich schon viele, viele Monate, da ich unbedingt diese Stelle haben möchte. Aber irgendwie finde ich es extrem kompliziert, sich gut zu verkaufen. Und ich habe keinen Plan wo man sowas üben kann, dieses Forum halte ich für die einzige Möglichkeit.

Bisher schonmal Danke![/quote]

ringel_f1
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Beitrag von ringel_f1 » 02.03.2018, 17:54

Warum bekomme ich keine Antwort mehr?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 03.03.2018, 00:41

ringel_f1 hat geschrieben:ich muss ja irgendwie dieses Schreiben anfangen und das war die einizig schöne Variante. Hättest du einen schöneren Vorschlag für mich? :)
Warum willst du dein Praktikum in der Abteilung machen? (Keine Lobhudelei oder Schleimerei bitte, sondern plausible Gründe, die du auch einem Kommilitonen gegenüber vertreten würdest). Welchen Vorteil hat Daimler davon, dass du das Praktikum dort machst?
Was meinst du mit sehr mündlich ausgedrückt und mögliche Endredaktion? In deren Tipps steht ja, keine Standardsätze und man soll eigene Worte nehmen, ich finde damit gebe ich doch diesem ganzen Schreiben meine sehr persönliche Note. Ich möchte ja irgendwie zeigen, dass mich diese ganze Techniksache schon seit langem begeistert...
Standardsätze sind Sätze, die jeder benutzt "als ich Ihre Ausschreibung las, wusste ich sofort: Das passt!", das ist ein Standardsatz.
Wenn wir sprechen, dann liegt unser Gehirn gewissermaßen auf der Zunge. Wir entwickeln während des Sprechens, was wir sagen, haben eben keine Möglichkeit mehr, zu redigieren. Wenn du einen Text schreibst, hast du die Möglichkeit der Redaktion. Die hast du aber an der Stelle nicht genutzt sondern zeigt stattdessen die gedankliche Sprunghaftigkeit des mündlichen Diskurses. Das hat also nichts mit der Aufforderung an dich zu tun, keine Standardsätze zu verwenden.
Und was meinst du mit "aktiver ausdrücken"?
Dass du von etwas begleitet wirst, ist keine Leistung deinerseits. Sei immer das Subjekt des Satzes und tritt dabei immer aktiv auf.
In der Ausschreibung steht doch, dass man Teamfähigkeit mitbringen soll, und das habe ich versucht damit auszudrücken :) .Und zudem handelt es sich ja um ein Praktikum im Bereich Versuch, sprich man macht ja irgendwo etwas ähnliche Dinge, wie in den Praktka im Studium und das wollte ich ausdrücken, dass mir das Spaß macht.
Wie gesagt, für meinen Geschmack zu vage.
Markiert Subjektivität. Die Frage ist nicht, ob du dich für den Kandidaten hältst sondern ob du ein geeigneter Kandidat bist.
Wie meinst du das mit der Subjektivität? Soll ich besser schreiben: Ich bin der richtige Kandidat für diese Praktikumsstelle, da..."
Ja. Mach eine konkrete Aussage. Ohne Subjektivitätsmarker und sonstige Weichmacher.
Mensch, plauderst du aus dem Nähkästchen...
Kann sein aber auch hiermit möchte ich wieder verdeutlichen, dass ich ein sehr hartnäckiger und engagierter Mensch bin, da man das ja mit seinen eigenen Worten machen soll und alles mit Beispielen belegen soll und das ich ja der Beleg dafür.
Für mich machst du weniger den Eindruck eines engagierten und hartnäckigen Menschen, als den eines Menschen, der viel um den heißen Brei durmherumlabert. Nimm mir das nicht übel, aber genau das ist die Botschaft deines Anschreibens. Im echten Leben kenne ich dich ja nicht und kann das also gar nicht effektiv beurteilen. Als Leser denke ich aber: Labertasche, komm auf den Punkt. Und wenn dein Leser das denkt, dann hast du als Bewerber verloren.
Inwiefern habe ich mich negativ ausgedrückt?
- nicht gelingen
- bin schlecht gelaunt
- nicht auf die Lösung kommen

Im Prinzip solltest du dir folgende Fragen stellen und abarbeiten:
Warum will ich das Praktikum bei Daimler machen? Was will ich mit diesem Praktikum erreichen?
Was bringe ich bereits an Vorwissen für das Praktikum mit? (Wann/wo/wie erworben?)
Welche meiner persönlichen Stärken bringe ich in das Praktikum ein? (Wann/wo/wie belegt?)

Und komm dabei auf den Punkt. Du schreibst keinen Entwicklungsroman, du schreibst eine Bewerbung, die ein gestresster Leser schnell überblicken will.

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