Telefonat vor dem Bewerben

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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prixan
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Telefonat vor dem Bewerben

Beitrag von prixan » 27.09.2010, 18:16

Hallo,
Meine Frage: Welche allgemeine Fragen werden meistens über das Unternehmen per Telefon vor dem Bewerbugsschreiben gestellt?

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 28.09.2010, 15:18

Wenn du nichts konkretes wissen willst, dann lass es einfach mit dem Anrufen.

Man merkt als Mitarbeiter sofort, ob derjenige nur anruft, weil er mal gehört hat, dass man vorher anrufen soll - das verringert die Chancen für das gesamte Bewerbungsverfahren dramatisch.

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 28.09.2010, 16:07

ich find die frage berechtigt... immerhin heisst es seitens unternehmen ja auch "wer vorher nicht anruft, zeigt kein interesse am unternehmen"; aber - wenn man bsp. das unternehmen schon kennt, was willst du fragen?

"haben sie die anforderung vollständig inseriert oder gibts noch ein paar bedingungen mehr" oder sowas (natürlich politisch korrekt formuliert)?

(ich mein - sitzt ein bewerber im gespräch und personaler & fachbereichsleiter erzählen dem nix neues über produkte weil der diese schon kennt, heissts "im VG gelangweilt, weis alles besser" und was weis ich noch alles, jedenfalls gibbet absage; weis man nix oder hört tatsache was neues "zuwenig informiert, uninteressiert" - absage)

... was fragt man, wenns nur darum geht sich nicht schon mit dem eingereichten briefumschlag für ne absage zu qualifizieren?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 28.09.2010, 21:53

@schattenmann: Ich habe den Eindruck, dass Du einen gewissen Hang zur Verallgemeinerung hast. Vor allem, wenn es um Unternehmen geht, unterschätzt Du die Vielfalt an Menschen, Gedanken und Interessen, die Dir da begegnen, m. E. ganz gewaltig! Ich sage das nicht, um Dich zu ärgern... sondern einzig und allein deshalb, weil ich mir sicher bin, dass Du Dir mit diesem Schwarz/Weiss- bzw. Freund/Feind-Denken in vielen Fällen selbst im Weg stehst... und möglicherweise gute Chancen übersiehst, die sich im Einzelfall ergeben könnten...
schattenmann hat geschrieben:immerhin heisst es seitens unternehmen ja auch "wer vorher nicht anruft, zeigt kein interesse am unternehmen"
**Mizis** Posting direkt über Deinem zeigt ja schon, dass dies zumindest nicht immer stimmen kann. Darüber hinaus erscheint es mir offensichtlich, dass ein derart schematisches Vorgehen ("Anrufer gut, Schreiber schlecht") ein Zeichen ausgesprägter Beschränkung wäre. Die mag es unter den Entscheidern hin und wieder geben... aber mit absoluter Sicherheit nicht flächendeckend!
schattenmann hat geschrieben:aber - wenn man bsp. das unternehmen schon kennt, was willst du fragen?
Grundsätzlich würde ich sagen: Je besser man das Unternehmen kennst, desto qualifizierter (und somit nutzbringender) kann man fragen... ;-)
schattenmann hat geschrieben:haben sie die anforderung vollständig inseriert oder gibts noch ein paar bedingungen mehr" oder sowas (natürlich politisch korrekt formuliert)?
Ich habe grosse Zweifel, dass sich diese Frage so "politisch korrekt" formulieren lässt, dass sie nicht wie ein versteckter Vorwurf klingt... ;-)
schattenmann hat geschrieben:sitzt ein bewerber im gespräch und personaler & fachbereichsleiter erzählen dem nix neues über produkte weil der diese schon kennt, heissts "im VG gelangweilt, weis alles besser"
Wer sagt denn, dass jeder, der etwas weiss, sich "langweilen" und/oder dem Gegenüber sein Wissen grosskotzig um die Ohren hauen muss? Es wäre doch schön, wenn sich auf einer soliden gemeinsamen Wissensbasis eine fachlich anspruchsvolle Unterhaltung ergäbe... im Idealfall gar keine, in der irgendwer irgend etwas "besser weiss"... sondern ein offener Austausch mehrerer Personen, die ein inhaltliches Interesse teilen... ;-)
schattenmann hat geschrieben:weis man nix oder hört tatsache was neues "zuwenig informiert, uninteressiert" - absage
Sehr, sehr schematisch, Schattenmann. Man kann doch eine Neuigkeit hören und offen darauf eingehen... man kann eine Frage zur Vertiefung stellen, eine Parallele zu einer eigenen Erfahrung ziehen.... was auch immer. Das ist ja keine Füherscheinprüfung, wo man die richtige Antwort ankreuzen muss. Es geht um ein Kennenlernen... ;-)
schattenmann hat geschrieben:... was fragt man, wenns nur darum geht sich nicht schon mit dem eingereichten briefumschlag für ne absage zu qualifizieren?
Damit schliesst sich der Kreis: Wer sagt denn, dass man im Vorfeld überhaupt etwas fragen muss?

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 28.09.2010, 22:12

FRAGEN - ich weis es klingt verallgemeinert, aber ehrlich:
Grundsätzlich würde ich sagen: Je besser man das Unternehmen kennst, desto qualifizierter (und somit nutzbringender) kann man fragen...
ich dachte bis jetzt immer, man soll nichts vorspielen bei bewerbungen :wink:

ich mein - du weist es schon; fragst trotzdem... weil du fragen musst... weil du gefahr läufst, an einen der 98,5%-fälle zu geraten, bei denen ein "nicht anfragen per telefon" zur absage führt... erinnert mich an die bwl(kommunikations-)-studentinnen die ich kennenlernte: die hatten meist auch dieses "heuchlerische" oberzähne-grinsen, wenn sie interesse heuchelten (weist schon; mund offen, oberzähne gezeigt, oberlippe weit nach hinten gezogen, ein blick wie "WOOOOW SUUUPER WI G***" etc, aber die restliche körpersprache zeigte klar: "boah halts maul weis ich längst")
**Mizis** Posting direkt über Deinem zeigt ja schon, dass dies zumindest nicht immer stimmen kann. Darüber hinaus erscheint es mir offensichtlich, dass ein derart schematisches Vorgehen ("Anrufer gut, Schreiber schlecht") ein Zeichen ausgesprägter Beschränkung wäre. Die mag es unter den Entscheidern hin und wieder geben... aber mit absoluter Sicherheit nicht flächendeckend!
mag sein, würd mich freuen wenn die "radikalen" weniger würden, ehrlich!

nichts desto trotz - nur weil es ausnahmen gibt, heisst es nicht das es keine anderen fälle gibt... (ich bewerbe mich seit 10 jahren; glaub mir FRAGEN - es ist wie bei mario barth und "netten zollbeamten beim flughafen" - gibt nette. bestimmt. ich hab noch keine getroffen...)

darum ist die ursprungsfrage auch interessant:
Meine Frage: Welche allgemeine Fragen werden meistens über das Unternehmen per Telefon vor dem Bewerbugsschreiben gestellt?
(weil: fragen zu lohn, stelle etc, teil des VG. anforderungen: darfste nicht fragen :wink: ... ganz ehrlich? mir kämen nur spontan fragen an personalvermittler in den sinn "wo wär der job" (wenn in der pampa: "parkplatz für temporärmitarbeiter vorhanden?") etc... aber diese angaben dürfen's vor dem 2. VG auch nciht geben... also, was fragt man unternehmen noch, ohne das man sich disqualifiziert?)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 28.09.2010, 22:35

schattenmann hat geschrieben:
Grundsätzlich würde ich sagen: Je besser man das Unternehmen kennst, desto qualifizierter (und somit nutzbringender) kann man fragen...
ich dachte bis jetzt immer, man soll nichts vorspielen bei bewerbungen :wink:
Da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich finde tatsächlich, dass man nichts vorspielen sollte. Was ich mit dem "qualifiziert" fragen meinte, war nicht das Stellen von Pro-Forma-Fragen, deren Antwort man schon kennt... sondern das Stellen von Fragen, die ganz offen auf diesem Vorwissen basieren... und von diesem ausgehend quasi einen Schritt weiter gehen. Einen Schritt, den Kandidaten ohne dieses Vorwissen nicht gehen könnten... ;-)
schatttenmann hat geschrieben:ich mein - du weist es schon; fragst trotzdem... weil du fragen musst... weil du gefahr läufst, an einen der 98,5%-fälle zu geraten, bei denen ein "nicht anfragen per telefon" zur absage führt...
Ich glaube nicht, dass diese Quote stimmt... aus einem Grund, der eigentlich auf Deiner Linie liegen müsste: Der Mensch als solcher (einschliesslich des Personal-Menschen) ist nämlich bequem... und in der Regel empfindlich gegenüber Störungen. Wer etwas Ernsthaftes zu tun hat, KANN sich m. E. überhaupt nicht freuen, wenn er ständig dabei gestört wird. Letztendlich sind auch "Personaler" Angestellte... die genau wie alle anderen ein strammes Arbeitspensum haben... in das Telefonate ohne Erkenntnisfortschritt definitiv NICHT eingerechnet sind.

Zweitens - fast noch wichtiger: Sehr viele Firmen haben überhaupt keine "Personaler"... sondern nur Leute, deren bis zum Anschlag vollgepackte Arbeitszeit sich exklusive des GESAMTEN Bewerbungsthemas versteht... die das ALLES noch irgendwie nebenbei machen müssen. Und da ist dann wirklich Schluss mit lustig, wenn man noch pausenlos von Leuten aus der Arbeit geklingelt wird, damit diese etwas von einem "informativen Gespräch" schreiben können... was für keinen der Beteiligten auch nur die kleinste Spur "informativ" war... ;-)
schatttenmann hat geschrieben:die hatten meist auch dieses "heuchlerische" oberzähne-grinsen, wenn sie interesse heuchelten (weist schon; mund offen, oberzähne gezeigt, oberlippe weit nach hinten gezogen, ein blick wie "WOOOOW SUUUPER WI G***" etc, aber die restliche körpersprache zeigte klar: "boah halts maul weis ich längst")
Schöne Beschreibung... ;-)
schatttenmann hat geschrieben:also, was fragt man unternehmen noch, ohne das man sich disqualifiziert?
Wenn man denn fragen will... würde ich sagen: Man fragt nach Möglichkeit entweder nach einer tatsächlichen Lücke und/oder Unklarheit in der Stellenbeschreibung... oder nach etwas, was in irgend einer Form mit der eigenen Person (bzw. dem Verhältnis dieser Person zur zu besetztenden Stelle) zu tun hat. Fest steht auf jeden Fall: Es gibt keine Standard-Frage, die immer funktioniert... ;-)

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Beitrag von schattenmann » 28.09.2010, 23:02

sondern das Stellen von Fragen, die ganz offen auf diesem Vorwissen basieren... und von diesem ausgehend quasi einen Schritt weiter gehen.
(die da wären? haste n beispiel einer solchen frage?)

weil: hab ich mal gemacht; kommt gut, wenn du an nen fachverständigen kommst, aber wenn die personaler-tel-nummer da steht, und du kommst mit ner frage die den personaler überfordert weil nicht sein bereich, der denkt "hui ein besserwisser"; oder die andere seite: linienvorgesetzter, du stellst ne frage die dieser für "elementar" oder "nicht qualifiziert" erachtet... oder wenn du ne frage stellst die den linienvorgesetzen überfordert (weil zu fachbezogen - n it-projektleiter ist ja meisten kein informatik-ingenieur sondern ein bwler, oder) (so als beispiele)
Ich glaube nicht, dass diese Quote stimmt... aus einem Grund, der eigentlich auf Deiner Linie liegen müsste: Der Mensch als solcher (einschliesslich des Personal-Menschen) ist nämlich bequem... und in der Regel empfindlich gegenüber Störungen. Wer etwas Ernsthaftes zu tun hat, KANN sich m. E. überhaupt nicht freuen, wenn er ständig dabei gestört wird. Letztendlich sind auch "Personaler" Angestellte... die genau wie alle anderen ein strammes Arbeitspensum haben... in das Telefonate ohne Erkenntnisfortschritt definitiv NICHT eingerechnet sind.
eben. was soll/kann/darf man fragen, ohne den personaler in seiner arbeit zu stören? linienvorgesetzten-nummern siehste kaum noch in den inseraten, jede tel-nr ist für personaler (und die kennen sich in EINEM bereich aus: ihrem.); und selbst linienvorgestezte haben besseres zu tun, als ständig fragen von bewerbern zu beantworten... die denken sich dann auch öfters "wenn du fragen zum job hast, biste hier falsch"
Sehr viele Firmen haben überhaupt keine "Personaler"... sondern nur Leute, deren bis zum Anschlag vollgepackte Arbeitszeit sich exklusive des GESAMTEN Bewerbungsthemas versteht...
kann es sein, das du das thema nicht verstanden hast?

es geht hier nicht darum ob man an personalverantwortliche in einer abteilung "menschliche vorräte" (denglisch: human resources) landet oder beim linienvorgesetzten, die frage lautet "welche allgemeinen fragen stellt man"?

FRAGEN - ich schätze deine meinung... nur eins stört mich bei dir; anderen verallgemeinerungen vorwerfen, aber von sich auf andere schliessen ;-) mag sein das du und **mizi** individuel an die sache ran geht und auch arbeitslosen ne chance gebt; oder die frage nach nem anruf bei euch nicht in ner absage endet... neulich am tel die frage "was machen sie zur zeit beruflich?" ich sagte "ich bin arbeitslos" - "sparen sie sich die bewerbung" *klick* (der hat mir aufgelegt)... macht ihr nicht, also hab ich sowas nicht erleben können? nope - wie gesagt: schön das es mind. zwei gibt, die nicht so sind... nur mist, das viel viel viel mehr genau SO sind...

aber danke das ich nicht mehr teil des themas bin -> will heissen: das thema lautet "welche allgemeinen fragen stellt man", nicht "sind schattenmanns aussagen verallgemeinernd oder nicht; ok?

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 30.09.2010, 18:38

arbeiten wir doch mal nach dem Ausschlussprinzip. Ganz furchtbar sind Anrufer, die dir am Telefon den Lebenslauf runterleiern und DICH dann hinterher fragen, ob es sich lohnt, sich zu bewerben.

Ich kann doch dem Bewerber nicht die Entscheidung abnehmen, ob er sich bewirbt oder nicht.

Schlecht ist auch, wenn man Sachen fragt, die in der Stellenausschreibung ausdrücklich erwähnt sind. Ich sehe selbst viele völlig unvollständige Stellenausschreibungen, die sehr viele Fragen offen lassen, da kann man genug fragen.

Gut finde ich Fragen, die einem zeigen, dass sich der Gegenüber tatsächlich mit der Stelle und auch dem Unternehmen beschäftigt hat.
Wie FRAGEN sagte, es kommt auf das Weiterdenken an.
Ich finde, man kann von einem Personaler auch nicht verlangen, dass er für jede zu besetzende Stelle das entsprechende Fachwissen mitbringt. Das kann man nun wirklich niemanden zum Vorwurf machen.
Fachfragen in der ersten Kontaktaufnahme? Hm, ich will mich ja nicht nur mit meinen Qualifikationen beliebt machen, sondern auch einen positiven menschlichen Eindruck hinterlassen.
Im Idealfall sollte der Personaler doch nach dem Telefonat denken:" Das war interessant und nett, jetzt bin ich auf die Bewerbung gespannt."

popoyo
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Telefonat vor der Bewerbung: Bedanken in Email + Anschreiben

Beitrag von popoyo » 09.01.2020, 08:23

Hallo liebe Bewerbungsprofis,

ich bereite aktuelle meine Bewerbung als wissenschaftlicher Mitarbeiter vor. Da ich einige Fragen zur Stelle hatte, habe ich im Vorfeld mit dem Professor, der die Stelle ausgeschrieben hat und Ansprechperson ist telefoniert.

Meine Frage an euch: wie würdet ihr euch bedanken? Ist es egal, wenn ich mich sowohl kurz in der Email, in der ich ihm meine Bewerbungmappe zusende sowie im Anschreiben im ersten Satz zwei mal bedanke? Oder lieber nur einmal?

Vielen Dank im Voraus für eure Antwort!

Beste Grüße

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TheGuide
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Re: Telefonat vor der Bewerbung: Bedanken in Email + Anschreiben

Beitrag von TheGuide » 09.01.2020, 18:08

Ich würde das mit dem Dank nicht übers Knie brechen. Schau mal, wie du ins Anschreiben einsteigst und wenn du den Dank natürlich unterbekommst, er nicht den Eindruck eines Lückenfüllers erweckt und dir auch keine Platzprobleme beschert, dann baust du ihn im Anschreiben ein. Ansonsten beschränkst du dich in der E-Mail auf das Dankesschreiben.

popoyo
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Re: Telefonat vor der Bewerbung: Bedanken in Email + Anschreiben

Beitrag von popoyo » 11.01.2020, 11:28

Okay, danke. Ich schau mal, wie ich es am besten hinbekomme...

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