Zurück in den alten Beruf - Tipps für Rückkehr

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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berg83
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Zurück in den alten Beruf - Tipps für Rückkehr

Beitrag von berg83 » 04.06.2014, 03:01

Hallo zusammen,

ich brauche euren Rat zu meinem Anschreiben. Ich bin eine gelernte CTA, bin aber seit 8 Jahren aus dem Beruf raus und in den letzten 4 Jahren habe ich als übergang in einer Festeinstellung in einem Logistik Unternehmen gearbeitet bzw. arbeite immer noch da. Aber jetzt würde ich gerne in mein alten Beruf zurück, da mir die Arbeit kein spass macht und ich mich unterfordetr fühle.

Ich hab hier mit dem Anschreiben angefangen, aber ich komme da nicht weiter, da ich denke, dass es nicht ganz gut formoliert ist.
Hier noch kurz mein Lebenslauf:


Jetzt von 13.08.2010 Versandmitarbeiterin xxx Logistik GmbH


05/2007 – 11/2008
Technische Assistentin (CTA)
Tätigkeit: Produktion, Qualitätskontrolle und Verpackung von biochemischen Diagnostik, Nahrungsmitteldiagnostik, wie ELISA Testkits für die Bestimmung von Antikörper gegen Infektionserreger, Autoantigene, Allergene und Routineuntersuchungen im Bereich der Allergie.


11/2003 – 06/2005 CTA
Zentrallaboratorium des Fachbereiches Life Science Technologies der
Fachhochschule xxx
Tätigkeit: Forschungsvorhaben “Entwicklung eines Verfahrens zur Gewinnung der Aminosäure “ des Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Aufgaben: Vorbereitung und Betreuung von Versuchen in den chemischen, lebensmittelchemischen und biochemischen Praktika.
Befristetes Beschäftigungsverhältnis.

Mein Anschreiben:

Sehr geehrter xxx,

auf der oben genannten Stellenanzeige habe ich erfahren, dass eine Arbeitsstelle als
Chemisch-technische Assistentin angeboten wird. Gerne würde ich mich auf diese Stelle
bewerben.

Ich habe meine Ausbildung als staatlich geprüfte Chemisch-technische Assistentin, Fachrichtung Chemietechnik, im Juli 2003 erfolgreich abgeschlossen. Danach war ich befristet als
Chemisch-technische Assistentin an der Fachhochschule xxx eingestellt.
Ich habe da an einem Forschungsvorhaben des Bundesministerium für Bildung und Forschung mit assistiert und zusätzlich habe ich Vorbereitungen von Versuchen in den chemischen, lebensmittelchemischen und biochemischen Praktikas durchgeführt und betreut.


Danach war ich als Produktions-Assistentin bei der Firma xxx GmbH in xxx befristet eingestellt. Mein Aufgabenbereich umfasst die Herstellung und Qualitätskontrolle von Reagenzien im Bereich der Medizin- und der Nahrungsmitteldiagnostik und dessen Entwicklungsarbeiten.



Zur Zeit stehe ich in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis als Versandmitarbeiterin bei der Firma xxx Logistik GmbH in xxx . Hier konnte ich viele Erfahrungen - sowohl fachlich als auch persönlich - sammeln, die mir als CTA zugute kommen, wie organisatorische und kommunikative Fähigkeiten, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie besitze ich den Ehrgeiz mich entsprechend weiterzubilden, um diese Position mit Engagement und Motivation auszufüllen.
Da der Job als Versandmitarbeiterin für den Übergang gedacht war und daraus aber 4 Jahre geworden sind, sollte es jetzt wieder der alte Job sein, da dort einfach die besseren beruflichen Perspektiven liegen.


Da ich in ungekündigter Stellung beschäftigt bin, könnte ich die Arbeit bei Ihnen nach der Kündigungsfrist, die 4 Wochen beträgt, aufnehmen. Meine Bewerbung bitte ich vertraulich zu behandeln.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.


Was haltet ihr von dem Anschreiben? Kann ich das so nehmen?

Ich bin für jeden Vorschlag offen :) :) :)

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TheGuide
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Re: Zurück in den alten Beruf - Tipps für Rückkehr

Beitrag von TheGuide » 04.06.2014, 09:23

berg83 hat geschrieben:auf der oben genannten Stellenanzeige habe ich erfahren, dass eine Arbeitsstelle als
Chemisch-technische Assistentin angeboten wird. Gerne würde ich mich auf diese Stelle
bewerben.
Überflüssig. Die Stellenanzeige und dass du dich bewirbst, steht bereits im Betreff. Zudem klingt das so, als wäre dies erst einmal ein Vorfühlen, ob du dich überhaupt bewerben darfst, also nicht die Bewerbung selbst und zudem ziemlich devot. Du darfst aber gegenüber potentiellen Arbeitgebern durchaus selbstbewusst auftreten.
Ich habe meine Ausbildung als staatlich geprüfte Chemisch-technische Assistentin, Fachrichtung Chemietechnik, im Juli 2003 erfolgreich abgeschlossen.

Ist das nicht doppeltgemoppelt?
Ich habe meine Ausbildung als staatlich geprüfte Chemisch-technische Assistentin, Fachrichtung Chemietechnik, im Juli 2003 erfolgreich abgeschlossen.
Danach war ich befristet als
Chemisch-technische Assistentin an der Fachhochschule xxx eingestellt.
Ich habe da an einem Forschungsvorhaben des Bundesministerium für Bildung und Forschung mit assistiert und zusätzlich habe ich Vorbereitungen von Versuchen in den chemischen, lebensmittelchemischen und biochemischen Praktikas durchgeführt und betreut.
Danach war ich als Produktions-Assistentin bei der Firma xxx GmbH in xxx befristet eingestellt.
Dies hier ist referierter Lebenslauf. Um genau das nicht schreiben zu müssen, liegt ein tabellarischer LL dabei. Dieser muss nicht wiederholt werden.
Kleines Zwischenresümee deines Anschreibens: Überflüssiger Einleitungssatz, überflüssige Wiederholung des Lebenslaufes = 0 Information für den Arbeitgeber!
Was ist deine Motivation? Wieso sollte man dich einstellen?
Da der Job als Versandmitarbeiterin für den Übergang gedacht war und daraus aber 4 Jahre geworden sind, sollte es jetzt wieder der alte Job sein, da dort einfach die besseren beruflichen Perspektiven liegen.
Kleine Zahlen in Texten ausschreiben.
MIt diesem ganzen Absatz, auch dem Teil den ich hier ausgelassen habe, legst du den Finger in die Wunde. Ein Personalleiter würde möglicherweise sagen: "Die hat ver Jahre Branchenentwicklung nicht mitbekommen", oder "die ist völlig raus aus dem Beruf". Ich würde daher die Stelle als Versandmitarbeiterin im Anschreiben gar nicht weiter erwähnen. Lass die Vergangenheit für den Lebenslauf, im Anschreiben konzentriere dich auf die Zukunft.
Da ich in ungekündigter Stellung beschäftigt bin, könnte ich die Arbeit bei Ihnen nach der Kündigungsfrist, die 4 Wochen beträgt, aufnehmen. Meine Bewerbung bitte ich vertraulich zu behandeln.
Wieder die Zahlensache.
Was die Vertraulichkeit angeht: Zu der ist der Arbeitgeber verpflichtet! Es muss also nicht extra erwähnt werden. Wenn er entgegen seiner Verpflichtung nicht vertraulich mit Bewerbungen angeht, dann wird er sich durch eine solche Bitte auch nicht daran halten, zumal eine solche Bitte ein gewisses Misstrauen ausdrückt, was ich für strategisch eher unklug halte.

Endresümmee: Das Anschreiben ist für die Tonne! (Sorry für die Härte, ist aber so.)

Weiteres - systematisches! - Vorgehen:
- Lösch den Text des Aschreibens.
- kopiere dir die Aufgabenbeschreibung und die Stelleninhaberanforderungen in das Dokument
- streiche, was sich aus Beschreibung und Anforderung doppelt.
- hierarchisiere nach Pflicht- und Kann-/Soll-Anforderungen
- beantworte alle Pflicht- und möglichst alle Kann-/Soll-Anforderungen
Das Ergebnis stellst du hier einfach wieder ein. (Bitte kein neues Thema dafür aufmachen, sondern in diesen Thread)

berg83
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Beitrag von berg83 » 04.06.2014, 21:10

Ich danke dir für deine hilfe :-) ich versuch es nochmal. :)

berg83
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Beitrag von berg83 » 04.06.2014, 23:06

Mein Zweiter versuch:

Die Anzeige:

Nutzen Sie den Einstieg über (Personalvermittlungs Firma), denn wir suchen SIE als Teammitglied! Für unseren renommierten Kunden in xxx suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Unterstützung.

Das erwartet Sie:
Vorbereiten und Messen von Proben -
Analysieren von Art, Menge und Struktur chemischer Prozesse
Stichprobenentnahme
Arbeiten im Team
Dokumentation mit anschließender Ergebnisauswertung

Das bringen Sie mit:

abgeschlossene Ausbildung im chemischen Bereich
Verantwortung für Personen
exakter Umgang mit Chemiekalien
sorgfältiges Arbeiten
Verständnis mit technischen Geräten bzw. Anlagen
PC-Kenntnisse
Englisch, Erweiterte Kenntnisse
Chemische Industrie


Sehr geehrte Frau xxx,

vielen Dank für das informative Telefonat diesen Montag.

Die Stelle als Chemisch technische Assistentin knüpft optimal an meine bisherigen Erfahrungen an:

- Sie suchen eine Chemisch-technische Assistentin für Ihren renommierten Kunden: Seit meiner Ausbildung als Chemisch-technische Assistentin, habe ich über vier Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmen gesammelt.

- Ich verfüge über Kenntnisse der Vorbereitung und Messung von Proben, Analysieren von diversen chemischer Prozesse und dessen Dokumentation mit anschließender Ergebnisauswertung sowie Stichprobenentnahme.

- Durch die langjährige Anwendung von Microsoft Office und technischen Geräten bzw. Anlagen eignete ich mir einen guten Umgang mit verschiedenen Analyse-Verfahren an und habe Grundkenntnisse in Englisch.

- Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie eine analytische und sorgfältige Arbeitsweise sind für mich selbstverständlich.

Da ich in ungekündigter Stellung beschäftigt bin, könnte ich die Arbeit bei Ihnen nach der Kündigungsfrist, die vier Wochen beträgt, aufnehmen.

Auf eine Einladung freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Ich hoffe, dass ich dich richtig verstanden habe, mit der Struktur des Anschreibens. Es ist schon zimlich lange her, dass ich eine Bewerbung geschrieben habe.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 05.06.2014, 12:59

Daraus mach bitte einen Fließtext und streiche die Krücken ("Sie suchen XY"). Die Motivation fehlt m.E. völlig (dass die Stelle optimal anknüpft ist eine reine Vernunftmotivation und etwas dünn, ob du nämlich in dem job auch glücklich bist, sagst du damit nicht).

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