Englischkenntnisse in Anschreiben formulieren

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Jeff73
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Englischkenntnisse in Anschreiben formulieren

Beitrag von Jeff73 » 28.07.2009, 11:38

Hallo,
ich möchte mich auf eine Stelle bewerben, bei der ich fast alle Anforderungen erfülle. Es geht um eine Stelle die sehr spezielle Anforderungen hat, die kein Problem für mich sind.Leider ist mein Englisch nicht wie gefordert "sehr gut in Wort und Schrift" sondern nur "Gut" in Wort und "ausreichend" in Schrift.

Sollte ich das im Anschreiben oder Lebenslauf erwähnen? Wenn ja, wie am besten?? Da ich nach einem Totalflop arbeitslos bin, wäre ich natürlich bereit, Englischkurse etc. zu belegen.

Bin für jeden Tipp dankbar!

Jeff

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 28.07.2009, 12:40

Eigentlich sollte man sich ja mit dem was man nicht kann in einem Anschreiben zurück halten und gerade da du scheinbar alle anderen (nicht alltäglichen) Dinge bedienen kannst, würde ich mich dort drauf konzentrieren.

Im LL kannst und solltest du dann die Englischkenntnisse wie dargestellt angeben.
Was du machen kannst wäre z.B. bei einer Gehaltsvorstellung zu schreiben, dass du zugunsten von Englisch-Kursen auf Einschränkungen eingehen würdest. Das würde jemand dazu verleiten, diesen Punkt im LL nochmal zu begutachten

Jeff73
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Beitrag von Jeff73 » 28.07.2009, 17:00

Danke für den Tipp! Es ist schon eine Weile her, dass ich Bewerbungen geschrieben habe...

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 30.07.2009, 22:00

Spannend wäre ja die Frage, wofür genau Deine Englischkenntnisse "ausreichen"... und welche Rolle dieser Sachverhalt genau im vorliegenden Stellenprofil spielt. Wären die Kenntnisse ein nettes Extra (für hin+wieder oder nie) oder absehbar explizite Voraussetzung zur täglichen Arbeit?

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 30.07.2009, 23:07

wobei ich zu bedenken gebe, dass du nicht davon ausgehen kannst, dass gute Englischkenntnisse wichtig sind, nur weil es in dem Stellenprofil steht. ;-)

Gerade bei so etwas scheint es leider "schick" zu sein, dass in das Stellenprofil zu schreiben.
Da musst du "leider" selbst mitdenken ;-)

Jeff73
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Vermutlich...

Beitrag von Jeff73 » 31.07.2009, 09:25

...spielen die Englischkenntnisse bei der Stelle eine Rolle, weil man sich ab und zu im europäischen Ausland aufhalten wird. Das man dafür "perfekt" sein muss, glaube ich nicht. Ich kann mich auf Englisch verständigen, aber mit Grammatik und Schreiben habe ich so meine Probleme.

Ich habe die Bewerbung abgeschickt ohne irgend einen Hinweis auf meine Sprachkenntnisse. Ein Kollege von mir der auch regelmäßig MA einstellt sagte, dass bei der ersten Durchsicht nur die positiven Übereinstimmungen gelesen werden. Wenn man also auf etwas eingeht, was man nicht hat, ist man i.d.R. schon aus dem Rennen. Also ähnlich wie Dein Tipp.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 31.07.2009, 20:13

ice_and_fire hat geschrieben:wobei ich zu bedenken gebe, dass du nicht davon ausgehen kannst, dass gute Englischkenntnisse wichtig sind, nur weil es in dem Stellenprofil steht. ;-)
Ich meinte natürlich nicht das "offizielle", sondern das "tatsächliche" Profil... vielleicht hätte ich besser von "Erfordernis" reden sollen... ;-)

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 02.08.2009, 10:48

FRAGEN hat geschrieben:
ice_and_fire hat geschrieben:wobei ich zu bedenken gebe, dass du nicht davon ausgehen kannst, dass gute Englischkenntnisse wichtig sind, nur weil es in dem Stellenprofil steht. ;-)
Ich meinte natürlich nicht das "offizielle", sondern das "tatsächliche" Profil... vielleicht hätte ich besser von "Erfordernis" reden sollen... ;-)
weiß ich doch, dass DU das meintest ;-)

bugmenot
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Englischkenntnisse im Anschreiben oder Lebenslauf erwähnen?

Beitrag von bugmenot » 06.03.2016, 21:51

Hallo,

was würdet ihr machen, wenn in einem Stellenangebot sehr gute Englischkenntnisse gefordert werden, seine eigenen aber nur als gut einschätzt. Sollen diese im Anschreiben erwähnt werden oder nur im Lebenslauf mit gut angeben oder ganz was anderes? Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Vielen Dank vorab.

Michael1705
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Beitrag von Michael1705 » 06.03.2016, 22:12

Kommt darauf an, wofür die Englischkenntnisse benötigt werden.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 06.03.2016, 22:18

Als was bewirbst Du Dich denn?

bugmenot
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Beitrag von bugmenot » 07.03.2016, 11:20

Handelt sich um eine Controller Stelle bei der man auch Kontakt mit ausländischen Tochtergesellschaft hat.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 07.03.2016, 11:54

Was verstehst du denn selbst unter guten Englischkenntnissen, wie würdest du deinen Wissensstand einschätzen? Wenn du als Controller schon im Berufsalltag in Englisch kommunizieren musstest oder Fachsprachen-Kurse vorweisen kannst, dann erfüllst du sicherlich einen Teil der Anforderungen. Wobei unterschiedliche Kenntnisniveaus auch oftmals unterschiedlich definiert werden: Unter "Sehr guten Englischkenntnissen" können zwei Parteien völlig unterschiedliche Kenntnisniveaus verstehen.

Es geht dem AG sicherlich darum, dass der Stelleninhaber eben auch berufliche Gespräche mit Fachtermini fehlerfrei und ohne Verständigungsprobleme führen kann. Manchmal ist es aber auch so, dass die Personalabteilung irgendwelche Anforderungen aus früheren Stellenausschreibungen übernimmt (ohne genaue Rücksprache mit der Fachabteilung), obwohl die aktuelle Stelle gar nicht so hohe Anforderungen hat.

Wenn du noch die eine oder andere Frage hast, könntest du mit dem AG telefonischen Kontakt aufnehmen und nachfragen, welcher Anteil der Kommunikation englischsprachig wäre. Allgemeine Tipps zu Fremdsprachen im Lebenslauf findest du hier: http://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

Lessgo
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Gute Formulierung zur Einbringung von Englischkenntnissen

Beitrag von Lessgo » 04.08.2017, 15:21

Hallo!

Ich möchte in meinem Bewerbungsschreiben gern meine sehr guten Englischkenntnisse mit einbringen, weiß allerdings nicht wie ich das am besten formulieren kann.

Momentan habe ich folgenden Satz, bin mir aber recht unsicher, ob man das so sagen kann.

"Aufgrund der Internationalität ihres Unternehmens, sehe ich sehr gute Möglichkeiten meine hervorragenden Englischkenntnisse in Wort und Schrift auch für [Firmenname] gewinnbringend einsetzen zu können."

Gruß

Lessgo

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 04.08.2017, 15:28

Interessanter für den zukünftigen AG ist ja eher, wo Du Deine Englischkenntnisse herhast. Und wo Du sie bisher angewendet hast.

Lessgo
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Beitrag von Lessgo » 04.08.2017, 15:35

katerfreitag hat geschrieben:Interessanter für den zukünftigen AG ist ja eher, wo Du Deine Englischkenntnisse herhast. Und wo Du sie bisher angewendet hast.
Im Vorsatz steht, dass ich bereits in meiner Nebentätigkeit während des Studium englisch mit Kunden reden musste und auch im Studium bei der Integration ausländischer Studenten geholfen habe. Zudem hab ich meine längeren Auslandsaufenthalte mit erwähnt.
Daher das "auch" in dem Satz. Mir ging halt jetzt darum, ob man die Formulierung von oben so verwenden kann.

Gruß

Lessgo

katerfreitag
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Re: Englischkenntnisse in Anschreiben formulieren

Beitrag von katerfreitag » 05.08.2017, 02:01

Dadurch, dass Du die Internationalität des Unternehmens nach vorne stellst, betonst Du die Eigenschaft der Firma (Internationalität), anstatt Deiner Eigenschaft (Englisch-As). Wie wäre es mit: 'Meine Englisch-Kenntnisse werde ich verhandlungssicher im Kontakt mit Kollegen und Kunden für Sie einsetzen.'

Damit hast Du gleich DREI Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Englisch-Kenntnisse stehen an prominenter Stelle im Satz und Du hast das Schlüsselwort verhandlungssicher drin, das im Personalersprech der Note 1 entspricht. Ausserdem musst Du auch keinen Unsicherheitsmarker 'sehe ich die Möglichkeit' verwenden. ;)

Aber stell ruhig mal das ganze Anschreiben rein, anonymisiert natürlich. Du hattest jetzt nur in dem einen Satz schon drei Schnitzer...

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