Absage, die mir keine Ruhe lässt. Soll ich nachfragen?

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Wackeldackel
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Absage, die mir keine Ruhe lässt. Soll ich nachfragen?

Beitrag von Wackeldackel » 16.09.2012, 19:55

Hallo Leute,

z.Z. bin ich in ungekündigter Anstellung als Servicetechniker, möchte mich aber verändern.

So bewarb ich mich bei einer renommierten Firma und wurde alsbald zum 1. Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier war der Serviceleiter und ein anderer Servicetechniker, die meine fachliches Können prüften. Sie bestätigten mir, das ich einen guten Eindruck machen würde. Tage später bekam ich eine Einladung zu einem 2. Bewerbungsgespräch. Hier war der Leiter der Verwaltung, ein Entwicklungsingenieur und auch der Firmenchef anwesend. Bei diesem Gespräch ging es um die menschliche Eignung. Danach wurde ich durch die gesamte Firma geführt und in der Verwaltung wurde ich überall vorgestellt und jedem durfte ich die Hand schütteln.

Man schlug mir nun vor, dass ich einen Tag Probe arbeiten dürfte. Dazu wurden zwei Servicemonteure abgestellt. Die nahmen sich einen ganzen Tag Zeit und erklärten mir alles sehr genau. Sie sagten, dass sie an Hand meiner gestellte Fragen merken würden, dass ich Ahnung hätte. Dies würden sie der Geschäftsleitung mitteilen.

Die Personalchefin wollte mich dann Tags darauf anrufen und mich befragen, wie es mir gefallen hätte. Das tat sie aber nicht. Ich wartete drei Tage und fragte dann per mail nach. Doch es kam keine Antwort. Daher rief ich an und es war ihr Kollege am Telefon. Dieser teilte mir mit, dass ich heute noch eine mail erhalten würde. Er könnte sie nicht vorlesen, weil er in das Programm nicht hinein käme.

Die mail kam: Trotz der 2 sehr angenehmen Vorstellungsgespräche könnte meine Bewerbung nicht berücksichtigt werden....... Ich war da völlig platt. Was könnte denn da passiert sein. Erst die grosse Mühe mit den Gesprächen. Dann der Probetag. Die zwei Mitarbeiter hatten an diesem nicht produktiv gearbeitet, nur erklärt.

Mir lässt das keine Ruhe. Soll ich nachfragen? Was meint ihr? Oder könnt ihr euch vorstellen, was da passiert sein könnte?

Vielen Dank

Mark

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 17.09.2012, 12:29

Hallo Wackeldackel,

was würde Dir eine Nachfrage bringen? Ist gewährleistet, dass du dann auch eine richtige, ehrliche Antwort bekommst?

Die nbahnung von arbeitsverhältnissen ist vergleichbar mit dem einer persönlichen beziehung. Man hat eine Frau kennengelernt, sich zwei-, dreimal verabredet, zum Essen, ins Kino. Mabn ist guter Hoffnung, findet die Frau sympathisch. Hat das GEFÜHL (!), es beruht auf Gegenseitigkeit. Und plötzlich bekommt man einen Korb. Was bringt da das Nachbohren? Strenggenommen NICHTS.

Harke es ab; es sollte nicht sein

Beschäftige Dich nicht weiter mit der Vergangenheit, sondern richte Deine Augen auf die ukunft.

Viele Grüße aus Duisburg

Wackeldackel
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Beitrag von Wackeldackel » 17.09.2012, 19:58

ok :(

Ich rätselte nur deshalb, weil die sich so eine Mühe gegeben hatten. Auch wollte ich ja für die Zukunft lernen. Danke für deine Klasse Umschreibung. So konnte ich es am Besten nachvollziehen.

LG

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.09.2012, 09:44

Hallo Wackeldackel,

dass Du rätselst, ist mehr als nachvollziehbar. Letzztlich kann man aber als ussenstehender nur spekulieren, was "hinter den kulissen" passiert ist. Manchmal hat so etwas in Unternehmen noch nicht einmal etwas mit einem selber zu tun.

Es muss nur so sein, dass sich zwei in dem Unternehmen nicht grün sind, der eine dem anderen etwas nicht gönnt, und sei es nur ein neuer kompetenter Mitarbeiter, und deshalb ein Veto einlegt.

Füpr einen selber ist es halt immer ein Zeichen, dass es nicht sein sollte, weil ein bessere Stelle auf einen wartet.

Viele Grüße aus Duisburg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.09.2012, 17:19

Wackeldackel hat geschrieben:Ich rätselte nur deshalb, weil die sich so eine Mühe gegeben hatten. Auch wollte ich ja für die Zukunft lernen.

Man wird sicherlich nicht nur dich eingeladen haben, und die Stellen sind begrenzt. Erst mal kannst du ja auch froh sein, bei einem solchen AG dennoch einen guten Eindruck hinterlassen zu haben.

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Gruetti
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Beitrag von Gruetti » 18.09.2012, 18:34

Sowas ist mir auch schon passiert,- ich kam zum Vorstellungsgespräch dann zum Probearbeiten dann eine Absage.. heute sag ich mir: gut das sollte nicht sein und ich passe nicht in die Firma.

Man muss auch bedenken dass es viele viele Leute auf der Strasse stehen und die sich die Leute aussuchen,- es gibt da natürlich welche die sind einen Tacken besser wie unser einer und dann ist man raus. DA gehört echt ne Portion Glück dazu.

Ich bin nun auch auf heissen KOhlen,- seit 3 Wochen warte ich auf Antwort für eine Firma wo ich mich vorgestellt habe und wo ich mich auch schon im Laden stehe.. ich hoffe so sehr dass die mich nehmen!!!!!

Wisdom
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Unschön, kommt aber häufig vor... leider

Beitrag von Wisdom » 19.09.2012, 11:02

Hallo Mark,

rein emotional ist Deine Geschichte natürlich eine sehr ärgerliche Erfahrung. Es wird Dir auch kein Trost sein, wenn Du das häufiger erlebst, dieses kann nämlich durchaus vorkommen auf der Suche nach einem Job.

Wie man nun damit umgeht, hängt aus meiner persönlichen Erfahrung davon ab, welcher Typ Du bist. Es sollte für jeden Bewerber selbstverständlich sein, jeden Schritt von der Bewerbung bis zum Gespräch auch zu analysieren, Lehren daraus zu ziehen oder auch ggfs. bestimmte Dinge zu ändern und anzupassen, die vielleicht an einem selbst auch nicht optimal sind, bzw. dargestellt wurden. Somit ist es normal erfahren zu wollen, woran es dann gelegen haben könnte. Wie bereits angemerkt, bekommst Du darauf jedoch in der Regel keine oder eine nur bedingt ehrliche Antwort. Das sollte Dir klar sein. Bedeutet, selbst eine Antwort kann Dich am Ende noch mehr verwirren, leider :-) - Aber, wenn es Dir zur Bewältigung und als Abschluss wichtig ist, würde ich die Personaldame anrufen und fragen. Sag ihr einfach, dass Du Dir unsicher bist, ob Du etwas falsch gemacht hast und in diesem Zusammenhang gerne erfahren möchtest woran es gelegen hat, damit Du ggfs. den Fehler oder Dein Verhalten beim nächsten Bewerbungsgespräch verhindern kannst(So, oder so in der Richtung). Du solltest Deine Frage nicht mit einem Vorwurf und einem ich verstehe das alles nicht beginnen, sondern eher mit dem "ich will's das nächste Mal besser machen"... also reine persönliche Qualitätssicherung für den Bewerbungsprozess.

Alles Gute und Kopf hoch,

Wisdom

PS. Die Bewerberwelt ist teilweise viel heftiger als das hier erscheint... OK, das hilft nicht, aber es relativiert :lol:

dirkk
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Beitrag von dirkk » 19.09.2012, 16:55

hallo mark,

ging mir genauso:
- 3 bewerber
- habe zur probe gearbeitet
- absage
- stelle neu ausgeschrieben
?

ich bin eher ein ruhiger sachlicher mensch. dort ging es manchmal etwas hektisch zu. man meinte ich komme aus einem großkonzern wäre damit eventuell zu formular und prozessorientiert (unflexibel) für einen mittelständler.

Wackeldackel
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Beitrag von Wackeldackel » 19.09.2012, 19:24

Ich meine, man merkt doch spätestens nach 10 Minuten, ob die Qualifikation und die Chemie stimmt.

Na ja, ich werde die Sache abhaken.

LG Mark

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Gruetti
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Beitrag von Gruetti » 26.09.2012, 10:28

Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, wenn sofort mit Probearbeiten geredet wird, stellen sich mir die Nackenhaare auf! Denn : macht die Firma das mit jedem Bewerber und lädt die zum Arbeiten auf NOTTICH ein,- ist das doch eine Bereicherung für die Firma Leute für Lullu dort arbeiten zu lassen und dann melden die sich meist eh nicht oder aber mit einer Absage!

Mittlerweile habe ich eine sehr gute stelle für mich gefunden wo ICH MICH aber zum Probearbeiten angeboten habe um denen zu zeigen dass ich es kann! Obs klappt keine Ahnung scheinbar muss der Chef das mit dem VErkaufsleiter besprechen!

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