Anfrage nach Personalbedarf - per E-Mail oder telefonisch?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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SusaDi
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Anfrage nach Personalbedarf - per E-Mail oder telefonisch?

Beitrag von SusaDi » 02.09.2014, 10:56

Hallo Zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer neuen beruflichen Tätigkeit und möchte u.a. gern wieder in einer Fachanwaltskanzlei tätig werden.

Nun gibt es in meiner Umgebung so einige, bei denen ich gern anfragen würde, ob dort z.Zt. Personalbedarf (in Teilzeit) besteht.
Ich hatte zunächst die Idee, eine E-Mail zu entwerfen und diese mit meinem Lebenslauf an die Anwaltskanzleien zu schicken, überlege aber nun, ob es evtl. mehr Sinn macht, telefonisch anzufragen.

Die Hürde in Anwaltskanzleien ist jedoch die, dass man meist nicht direkt mit einem der Anwälte sprechen kann und bereits an der Dame am Telefon scheitert. Allerdings gibt es natürlich auch keine Garantie, dass meine E-Mail auf dem Tisch eines Anwalts landen würde.

Ich habe auch tatsächlich mal vor langer Zeit Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt, dann jedoch lange Jahre etwas anderes gemacht, was mich allerdings gerade für diesen juristischen Fachbereich noch zusätzlich qualifiziert.

Wie würdet Ihr es machen?

Freue mich über einen Austausch.

Beste Grüße
Susa

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.09.2014, 21:36

Ich hatte zunächst die Idee, eine E-Mail zu entwerfen und diese mit meinem Lebenslauf an die Anwaltskanzleien zu schicken, überlege aber nun, ob es evtl. mehr Sinn macht, telefonisch anzufragen.

Ja, frage lieber erst mal telefonisch nach. Dann hast du gleich einen persönlichen Kontakt.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 10.09.2014, 01:56

Als Ergänzung zu Romanum empfehle ich diesen Spiegel-Artikel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/buero- ... 39164.html

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.09.2014, 09:08

In diesem Fall würde ich persönlich für den Erstkontakt eher zur Schriftform tendieren... und sowohl in das Anschreiben als auch in den Lebenslauf sehr große Bemühung investieren. Je ungewöhnlicher ein Werdegang ist, desto geringer sind m. E. die Chancen, dass die erste Telefondame (die u. a. die Aufgabe hat, ihren Chefs Ruhe zu verschaffen) die Bewerberin richtig einordnet. Sehr hoch ist dann hingegen die Wahrscheinlichkeit von exakt den "falschen" Fragen, d. h. denen, die in den Augen "normaler" Leute in Deinem Fall zur spontanen Auslese führen würden.

Ich würde sehr stark vermuten, dass Deine sehr speziellen Vorkenntnisse sich auf Papier (d. h. ohne sofortige Zwischenfragen) wesentlich besser präsentieren lassen... und dass solch ein Schritstück weit eher den Weg zu einem tatsächlichen Entscheider finden könnte als der Anruf einer Frau, die man spontan als "komisch" einschätzt...

cuxhavener21
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Beitrag von cuxhavener21 » 13.09.2014, 11:25

beide wege bieten vor und nachteile. das entscheidenste ist wohl, ob du sofort eine antwort brauchst oder ob du auch für später suchst. schriftliche bewerbungen bieten den vorteil, dass sie für eventuelle spätere suchen zurückgelegt werden können, wenn sie die bewerbung interessant finden. bei telefonischen anfragen erfährst du nur, wie es im moment aussieht. bei e-mails dauert es auch eine weile, bis eine antwort kommt. ich habe die erfahrung gemacht, wenn man anruft kommt nur, bitte schicken sie eine schriftliche bewerbung, aber wenn man sich initiativ per mail bewirbt, kommt entweder gar keine antwort oder ne absage.

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