Initiativbewerbung Anschreiben in 7 Schritten formulieren

Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbungform, die sich auf kein konkretes Stellenangebot des Arbeitgebers bezieht. Das Gegenteil von einer Initiativbewerbung ist die Reaktivbewerbung, die eine öffentliche Stellenausschreibung als Basis hat. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du dein Anschreiben für eine Initiativbewerbung schreibst und wie du bei der Gestaltung einer Initiativbewerbung deine Erfolgschancen verbesserst.

Schlüsselfakten für deine Initiativbewerbung in Kürze
  • Initiativbewerbungen sind eine sinnvolle Ergänzung deiner Bewerbungsstrategie, um deine Erfolgschancen bei der Jobsuche zu erhöhen.
  • Mit Initiativbewerbungen zielst du auf die zahlreichen Stellen des „verdeckten Arbeitsmarkts“.
  • Initiativbewerbungen haben Vorteile und Nachteile, aber sind keine Schmalspur-Bewerbungen. Der Anspruch und der Aufwand sind genauso hoch wie bei einer Reaktivbewerbung.
  • Da du für die Formulierung deines Initiativanschreibens keine konkrete Stellenausschreibung hast, kreierst du eine Wunschstelle mit einem zielgenauen Anforderungs- und Aufgabenprofil.
  • Eine Initiativbewerbung besteht in der Regel aus einem Bewerbungsanschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf (gegebenenfalls mit Bewerbungsfoto). Weitere Bewerbungsdokumente verschickst du erst nach einer Aufforderung.
  • Die im Artikel vorgestellte 7-Schritte-Strategie unterstützt dich dabei, die einzelnen Elemente des Anschreibens deiner Initiativbewerbung schrittweise zu verbessern.
  • Der (telefonische) Kontakt mit dem Arbeitgeber vor und/ oder nach der Initiativbewerbung ist Bestandteil einer optimalen Bewerbungsstrategie.

Inhaltsverzeichnis zur Initiativbewerbung

Vorteile und Nachteile von Initiativbewerbungen für dich als Bewerberin

Ein erheblicher Teil der zu besetzenden Stellen wird nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern anderweitig vergeben: zum Beispiel intern, auf Empfehlungen und durch Vitamin B, durch Headhunter, informell oder eben durch Initiativbewerbungen.

Ob eine Initiativbewerbung sinnvoll und erfolgreich ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab und ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Aufgrund der Größe des „verdeckten“ Arbeitsmarktes sind Initiativbewerbungen für viele Bewerber eine optimale Ergänzung der Bewerbungsstrategie, um insgesamt die Erfolgschancen bei der Jobsuche zu erhöhen.

Ziele für deine Initiativbewerbung

  • Der Empfänger muss deine Initiativbewerbung konzentriert komplett lesen.
  • Du musst im Bewerbungsanschreiben den Nutzen deiner Mitarbeit für den Arbeitgeber eindeutig herausstellen.
  • Du musst dem Empfänger mit deiner Initiativbewerbung in Erinnerung bleiben, sodass er dich bei einer eventuellen Rückfrage gleich zuordnen kann.
  • Der Empfänger soll aktiv werden und positiv reagieren: entweder mit einer Rückmeldung oder mit der Aufnahme in den Bewerberpool.

Je weniger veröffentlichte Stellenangebote es für deinen Beruf, für deine Region und für deine Branche gibt, desto mehr Initiativbewerbungen solltest du schreiben, um dich für die Stellen des „verdeckten“ Arbeitsmarktes zu positionieren und um gute Kontakte mit Arbeitgebern aufzubauen.

Damit deine Bemühungen von Erfolgen gekrönt werden, darfst du deine Initiativbewerbungen allerdings nicht wahllos verschicken. Denn dann werden deine Initiativbewerbungen zu reinen Blindbewerbungen – und Blindbewerbungen sind nur in absoluten Ausnahmefällen erfolgreich.

Der große Vorteil von Initiativbewerbungen besteht vor allem darin, dass du als Bewerber nicht warten musst, bis eine passende Stelle ausgeschrieben wird, auf die sich dann dutzende und manchmal auch hunderte andere Bewerber bewerben. In einem oftmals langen Bewerbungsverfahren werden die geeigneten Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft. Am Ende, nach Wochen und Monaten, bekommt ein Kandidat die Stelle; die anderen Bewerber gehen leer aus.

Die hohe Anzahl der Konkurrenten ist ein Nachteil der Reaktivbewerbung; gerade auch wenn du nicht zu den absoluten Top-Kandidaten zählst oder über einen problematischen Lebenslauf verfügst. Mit einer Initiativbewerbung dagegen nimmst du die Sache selbst in die Hand: Du bewirbst dich bei deinem Wunscharbeitgeber für deine Wunschstelle!

Die Vorteile von Initiativbewerbungen kurz zusammengefasst

  • Du hast weniger Konkurrenz durch Mitbewerber.
  • Du musst Zeugnisse nicht unbedingt mitsenden.
  • Du kannst dich bei Wunscharbeitgebern bewerben, ohne eine konkrete Stellenausschreibung abzuwarten.
  • Du musst dich weniger auf Stellen bewerben, für die du nicht alle Anforderungen erfüllst.
  • Du brauchst keine Bewerbungsfristen beachten.
  • Du kannst dein Anschreiben freier gestalten.

Die Nachteile von Initiativbewerbungen kurz zusammengefasst

  • Du musst dir eventuell erst ein Anforderungs- und Aufgabenprofil deiner Wunschstelle erstellen.
  • Du musst vor und/ oder nach einer Initiativbewerbung mit dem Arbeitgeber am besten telefonieren, um deine Erfolgschancen zu erhöhen.
  • Du erhältst weniger Rückmeldungen von Arbeitgebern.
  • Du bekommst die Bewerbungsunterlagen von Arbeitgebern weniger häufig zurückgeschickt.
  • Du hast eventuell höhere Kosten, wenn du viele Initiativbewerbungen per Post verschickst.

Die Erstellung einer überzeugenden Initiativbewerbung kostet nicht weniger Zeit als die Erstellung einer überzeugenden Reaktivbewerbung. Initiativbewerbungen sind gerade keine Schmalspur-Bewerbungen, die mit wenig Aufwand und ohne ausreichende Vorbereitung verschickt werden könnten.Wenn du mit dieser Aussage im Hinterkopf deine Initiativbewerbungen formulierst, dann erhöhen sich deine Erfolgschancen enorm.

Initiativbewerbungen können vor allem dann erfolgreich sein, wenn beim Arbeitgeber eine zukünftige Vakanz schon voraussehbar ist bzw. wenn ein kontinuierlicher Mitarbeiterbedarf besteht. Oder die Initiativbewerber werden in den Bewerberpool des Arbeitgebers für freie Stellen in den nächsten Monaten aufgenommen. Das ist gerade bei größeren Arbeitgebern ein wichtiges Ziel für dich. Denn somit kannst du dich bei späteren Nachfragen auf deine vorherige Initiativbewerbung beziehen.

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Eine virtuelle Wunschstelle mit einem Anforderungsprofil kreieren

Bei der Erstellung eines Bewerbungsschreibens auf eine Stellenausschreibung orientierst du dich Punkt für Punkt an den genannten Anforderungen. Der Arbeitgeber gibt deutlich an, welche Qualifikationen und Berufserfahrungen gewünscht sind. Dementsprechend formulierst du dein Anschreiben und arbeitest jeden Punkt ab; was auch nicht immer so optimal ist, aber dir einen inhaltlichen Rahmen bietet. Dieser inhaltliche Rahmen fehlt dir bei einer Initiativbewerbung.

Da es keine konkrete Stellenanzeige gibt, auf die du im Anschreiben deiner Initiativbewerbung eingehen kannst, ist es ratsam, wenn du dir alternativ eine virtuelle Wunschstelle kreierst. Dazu erstellst du eine Stellenbezeichnung mit einem Anforderungs- und Aufgabenprofil für eine Stelle, die du gerne bei deinem Wunscharbeitgeber ausüben möchtest.

Für deine virtuelle Wunschstelle nimmst du etwa fünf konkrete Stellenangebote zur Hand, in denen eine ähnliche Stelle offeriert wird, wie du derzeit suchst. Wenn du beispielsweise eine Stelle als Kaufmännischer Angestellter anstrebst, aber in deiner Region und deiner Branche nicht so viele offene Stellen ausgeschrieben werden, dann recherchiere nach Stellenanzeigen für Kaufmännische Angestellte in Print- und Internet-Medien von vergleichbaren Arbeitgebern.

Dann schreibst du dir die jeweiligen Anforderungen heraus und ordnest sie nach Wichtigkeit. So erhältst du einen Anforderungskatalog deiner virtuellen Wunschstelle. Auf diesen inhaltlichen Rahmen beziehst du dich dann im Anschreiben deiner Initiativbewerbung.

Versetze dich bei deinen Vorbereitungen zusätzlich in die Zukunftsplanungen deines Wunscharbeitgebers hinein, nutze dafür die recherchierten Informationen zum Wunscharbeitgeber und beantworte dir Fragen wie:

  • Wie wird sich die Branche, das Umfeld oder die politische Situation (bei staatlichen Arbeitgebern) in den nächsten Jahren verändern?
  • Welche Ziele hat der Arbeitgeber?
  • Welche Aufgaben und Probleme werden neu auftreten?
  • Welche Entwicklungen sind heute schon vorhersehbar?

Indem du dich etwas in den Arbeitgeber reindenkst, erkennst du leichter, wie du mit deinen Qualifikationen und deinem Fachwissen eine zukünftige Lücke fachlich schließen könntest.

Warum sollte der Arbeitgeber gerade dich für deine Wunschstelle einstellen? Das ist die ultimative Frage, die sich der Empfänger deiner Initiativbewerbung stellen wird, und auf die du in deinem Anschreiben nachvollziehbare und überzeugende Antworten geben musst.

Stelle dich im Anschreiben deiner Initiativbewerbung immer als Problemlöser dar, der dem Arbeitgeber sofort weiterhelfen wird. Schreibe im Anschreiben möglichst ganz genau, als was du arbeiten willst und welchen Nutzen der Arbeitgeber von deiner Einstellung hat. Dann hast du mit deinen Initiativbewerbungen früher oder später den gewünschten Erfolg in Form von positiven Rückmeldungen.

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7-Schritte-Strategie für Optimierung deines Anschreibens

Nun stellen wir dir 7 entscheidende Bausteine bei der Erstellung deines Anschreibens der Initiativbewerbung vor:

  • #1 Betreff: der perfekte Start in die Initiativbewerbung
  • #2 So gestaltest du eine individuelle und aussagekräftige Einleitung deiner Initiativbewerbung
  • #3 Sympathien mit einem Bezug zum Arbeitgeber gewinnen: Warum dieses Unternehmen?
  • #4 Im Anschreiben nicht den Lebenslauf wiederholen oder Werdegang problematisieren
  • #5 Eigene Kenntnisse und Leistungen mit Erfolgen und Nutzen verbinden
  • #6 Keine Aufzählungen: So stellst du deine besten Stärken an Beispielen dar
  • #7 Im Schlusssatz der Initiativbewerbung zu Aktivität auffordern

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#1 Betreff: der perfekte Start in die Initiativbewerbung

„Initiativbewerbung“
„Initiativbewerbung als Kaufmännische Angestellte“
„Bewerbung als Praktikantin“
„Bewerber für den Verkauf“
„Bewerbung für IT-Bereich“

Viele Bewerber schreiben einfach nur „Initiativbewerbung“ oder ähnliche allgemeine Angaben in den Betreff des Anschreibens. So ein schlichter Betreff bremst deine Bewerbungsbemühungen allerdings unnötig aus.

Gerade wenn die Empfängerin gar nicht mit einer Initiativbewerbung rechnet, sollte der Betreff des Anschreibens Aufmerksamkeit erzeugen und Lust aufs Weiterlesen des kompletten Anschreibens machen. Mit einem schlichten „Initiativbewerbung“ oder „Bewerbung als XYZ“ wirst du diesem Anspruch nicht gerecht. Dann erwartet die Personalerin auch nur ein x-beliebiges Massenanschreiben, welches sie in Sekundenschnelle überfliegt.

Im Betreff wird prinzipiell der Inhalt der Initiativbewerbung zusammengefasst. Dabei kann die Angabe des Betreffs zweizeilig erfolgen, wobei in der zweiten Zeile die Angabe eines Bezugs (zum Beispiel zu einem Telefonat) möglich ist. Nutze diese zwei Zeilen bei einer Initiativbewerbung gut aus. Außerdem wird der Betreff mit Fettdruck formatiert und die Betreffzeile beginnt nicht mit „Betreff:“ oder „Betr.:“. Zwischen dem Betreff und der Anrede erfolgen zwei Leerzeilen.

Wenn du deinen Betreff als Schlagzeile kreierst, dann erreichst du die Aufmerksamkeit des Lesers. Die Schlagzeile sollte schon eine wichtige Aussage zu deinem Können, zu deiner Motivation oder zu deinen Qualifikationen enthalten. Wenn du über berufliche Bildungsabschlüsse verfügst und die Initiativbewerbung sich auf diesen Beruf bezieht, dann kannst du zwar auch einen „normalen“ Betreff wie „Bewerbung als …“ wählen. Aber nimm die folgenden schlagkräftigen Betreffzeilen als Anregungen für alternative Überlegungen:

„Als Ihr neuer Koch verzaubere ich Ihre Gäste ab sofort mit lukullischen Genüssen“
„Die Kfz-Elektronik ist mein Spezialgebiet – nutzen Sie zukünftig mein Know-how!“
„Meine Devise auch nach 20 unfallfreien Jahren als Berufskraftfahrer: jeden Kunden sicher ans Ziel bringen“
„Ihre neue Allroundkraft im Büro: fleißig, flexibel, freundlich“
„International erfahrene Controllerin mit überzeugenden Erfolgen im Finanzcontrolling strebt betriebswirtschaftliche Leitungsfunktion an“

Mit solchen Betreffzeilen lenkst du das Augenmerk des Lesers auf dein Initiativanschreiben. Denn der Empfänger rechnet schließlich nicht mit deiner Initiativbewerbung und die Bearbeitung deiner Initiativbewerbung ist nur eine von unzähligen Aufgaben am Tag. Der Empfänger entscheidet beim Scannen deines Anschreibens in Sekunden: wichtig oder unwichtig, interessant oder uninteressant.

Deswegen: kreiere eine Schlagzeile, die sachlich und ohne Übertreibung neugierig auf deine komplette Initiativbewerbung macht.

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#2 So gestaltest du eine individuelle und aussagekräftige Einleitung deiner Initiativbewerbung

Wie du am besten eine Initiativbewerbung beginnst? Eigentlich ganz einfach: so wie jede andere Bewerbung auch. Aber: die meisten Bewerbungen haben bedauerlicherweise keine überzeugende Einleitung.

Deswegen solltest du einmal ganz grundsätzlich über aussagekräftige Einleitungssätze nachdenken. Denn die meisten Anschreiben enthalten nur floskelhafte und allgemeine Einleitungen, die nicht individuell sind und keine Unterscheidungskraft besitzen. So lauten dann solche schlechten Einleitungssätze oftmals folgendermaßen:

„Hiermit bewerbe ich mich…“
„Aufgrund meines bevorstehenden Wohnortwechsels bin ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung und dabei auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden. Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen um eine Stelle im Verkauf.“
„Durch eine persönliche Internetrecherche bin ich auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden.“
„Da ich gerade arbeitslos bin und einen Nebenjob suche, bewerbe ich mich bei Ihnen.“
„Aufgrund meiner Berufserfahrungen und fachlichen Kenntnisse bin ich davon überzeugt, die richtige Mitarbeiterin für Ihr Unternehmen zu sein.“

Du erkennst sicherlich selbst sehr schnell, dass du mit solchen Einleitungen keinen Leser überzeugst und auch keine Lust aufs Lesen der gesamten Initiativbewerbung machst. Wenn du dich initiativ bewirbst, hast du nur wenige Chancen, auf dich aufmerksam zu machen und erste Sympathien zu gewinnen: nämlich im Betreff und in der Einleitung. Wenn du bei diesen beiden Kernelementen des Anschreibens aus der Masse hervorstichst, dann setzt sich der Bewerbungsempfänger auch intensiver mit deiner Initiativbewerbung auseinander. Also vergib diese Chance nicht!

Eine überzeugende und individuelle Einleitung zeichnet sich auch bei einer Initiativbewerbung dadurch aus, dass du ohne Umschweife mit deinen stärksten Argumenten beginnst und diese Argumente mit Vorteilen für den Arbeitgeber verbindest.

Zu deinen stärksten Argumenten gehören deine höchste Qualifikation, deine relevanten Berufserfahrungen, dein individuelles Fachwissen und deine besten Stärken sowie die Erfolge deiner Arbeit. Im Folgenden findest du Beispiele für überzeugende initiative Einleitungsabsätze, die dich zum Brainstorming eigener Formulierungsideen animieren sollen:

„Mit meiner langjährigen Berufserfahrung im IT-Support und meiner Kundenorientierung, die ich in Fortbildungen stetig schule, bin ich für Ihre Kunden ein vertrauenswürdiger und kompetenter Ansprechpartner, der die auftretenden technischen Probleme schnell und zuverlässig zu deren Zufriedenheit löst.“
„Schon seit vielen Jahren verbringe ich gerne Zeit im Freien und interessiere mich für die Natur sowie den Erhalt der Umwelt. Da ich im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb mithelfe, bringe ich auch schon wichtige biologische Kenntnisse mit. So werde ich Sie gleich mit Arbeitsbeginn tatkräftig unterstützen und einen Beitrag bei der Erhaltung und Verschönerung der Grünflächen leisten.“
„Mit meiner Leidenschaften für Mode und meiner Aufgeschlossenheit bin ich die perfekte Ansprechpartnerin für Ihre Kundinnen, die dadurch immer wieder gerne in Ihre Boutique zurückkehren. Aufgrund meiner dreijährigen Berufserfahrung im Einzelhandel bringe ich auch das notwendige Fachwissen mit, um Waren verkaufsfördernd zu präsentieren und Abrechnungen fehlerfrei zu erstellen.“

Sei ein wenig kreativ, aber bedenke: Kreativität ist Arbeit und benötigt Zeit. Die geniale Idee für deine individuelle Einleitung fällt nicht einfach vom Himmel und kannst du dir auch nicht im Internet zusammenkopieren. Nimm dir für deine Ideenentwicklung Zeit: 30 oder 60 Minuten Brainstorming sollten es schon sein. Über die nachfolgenden Tage verbesserst und verfeinerst du dann deine besten Ideen.

Gib in deiner Einleitung also berufsrelevante Fakten und einen Nutzen für den Arbeitgeber an und mache somit Lust aufs Weiterlesen deines Anschreibens.

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#3 Sympathien mit einem Bezug zum Arbeitgeber gewinnen: Warum dieses Unternehmen?

Wichtige Voraussetzungen, um in einer Initiativbewerbung auf den Arbeitgeber einzugehen, sind die eigene Recherche über den Arbeitgeber und der vorherige telefonische Kontakt. Das kostet Zeit, aber ein an den jeweiligen Arbeitgeber individuell angepasstes Initiativanschreiben erzeugt letztendlich auch mehr Aufmerksamkeit. Je wichtiger dir eine Anstellung bei einem Arbeitgeber ist, desto mehr Zeit solltest du auch investieren.

Allerdings herrscht in der Bewerbungsbranche durchaus Uneinigkeit darüber, ob in einem Initiativanschreiben näher auf den Arbeitgeber eingegangen werden sollte oder nicht. Die Fürsprecher argumentieren, dass der Bewerber damit zeige, dass dieser sich mit dem Arbeitgeber genauer auseinandergesetzt hätte und auch Initiativbewerbungen nicht wahllos verschicke. Außerdem zeige der Bewerber damit, wie wichtig ihm die Initiativbewerbung bei genau diesem Arbeitgeber sei.

Die Widersacher dagegen sind der Meinung, dass die Personaler die durch den Bewerber genannten Informationen selbst schon längst wüssten und der Informationsgehalt oftmals gegen null tendiere. Viel lieber würden sie eine Fokussierung auf die berufsrelevanten Fakten bevorzugen und vor allem mehr über den Bewerber mit seinen Qualifikationen, seinem Fachwissen und seinen Stärken erfahren.

Die Personalverantwortlichen sind allerdings so unterschiedlich wie die Bewerber auch, deshalb kann es keinen einheitlichen Ratschlag zum Arbeitgeberbezug geben. Du solltest deine Entscheidung über eine Bezugnahme im Anschreiben auch immer davon abhängig machen, wie speziell deine Informationen sind. Wenn dir nur Floskeln für den Arbeitgeberbezug einfallen, dann lasse ihn aus deinem Anschreiben weg. Deine Initiativbewerbung kann dann trotzdem erfolgreich sein.

Wenn du in der Initiativbewerbung auf den Arbeitgeber eingehen willst, dann ist neben einer ausführlichen Recherche besonders der vorherige telefonische Kontakt sinnvoll. In einem Telefonat bringst du mitunter viele spezielle Informationen in Erfahrung, auf die du dann im Anschreiben eingehen kannst.

Den Arbeitgeberbezug platzierst du am besten als 2. Absatz nach der Einleitung oder vor dem Schlusssatz. Falls deine Einleitung besonders kurz ist, kannst du die Einleitung und den Arbeitgeberbezug auch in einem Absatz integrieren.

So bedankst du dich dann im Anschreiben zuerst für das Telefonat und beziehst dich danach auf eine spezielle Information (wirtschaftliche Erfolge, Unternehmenserweiterung, Abteilungserweiterung, Umgang mit Fachkräften, Personalbedarf), die dich besonders beeindruckt hat bzw. die den Arbeitgeber von anderen Arbeitgebern positiv unterscheidet. Hier findest du zwei Beispiele für einen solchen Bezug zum Arbeitgeber im Anschreiben:

„Ich danke Ihnen sehr für das informative Telefonat am 06.03., welches mich zu meiner Initiativbewerbung motiviert. Mit meiner internationalen Berufserfahrungen, meinen Fremdsprachenkenntnissen und meiner interkulturellen Kompetenz arbeite ich gerne für einen Weltmarktführer, der seine jährlichen Umsätze stetig im zweistelligen Prozentbereich steigert. Dieser Erfolg beeindruckt mich enorm.“
„Der regionalen Presse entnahm ich, dass Ihre Hotel- und Restaurant-Auszubildenden wiederholt zu den besten in Baden-Württemberg gehören. Das zeigt mir, dass ich mit meinen praktischen Erfahrungen und meiner herausragenden Leistungsbereitschaft bei Ihnen die fachliche Unterstützung bekomme, um diese betriebliche Tradition fortzusetzen.“

Die Informationen sollten also wirklich relevant und nicht zu allgemein sein. Andernfalls lasse diesen Abschnitt weg und konzentriere dich auf weniger Schmeicheleien, sondern auf berufsrelevante Fakten.

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#4 Im Anschreiben nicht den Lebenslauf wiederholen oder Werdegang problematisieren

„Derzeit besuche ich die 10. Klasse der Goethe-Realschule in Berlin, die ich voraussichtlich im Juni 2021 mit dem Realschulabschluss verlassen werde.“
„Zwar habe ich noch keine Berufserfahrung im von Ihnen gewünschten Bereich, aber die fehlenden Kenntnisse mache ich durch eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft wieder wett.“
„Meine schulische Laufbahn habe ich im Jahr 2020 mit der Allgemeinen Hochschulreife beendet. Daraufhin habe ich zum Wintersemester 2020/2021 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hamburg begonnen. Obwohl mich die wirtschaftlichen Abläufe und Zusammenhänge interessieren, fehlt mir der Praxisbezug.“
„Aktuell bin ich bei XYZ als Fachangestellter für Bürokommunikation beschäftigt. Da ich mich fachlich und persönlich weiterentwickeln will, stelle ich mich Ihnen hiermit näher vor.“
„Da ich zurzeit arbeitslos bin, suche ich eine neue Herausforderung in einem spannenden Umfeld.“
„Nach meiner Hotelfachfrau-Ausbildung wurde ich im Hotel XYZ als feste Mitarbeiterin im Rezeptionsteam übernommen, sodass ich mich aus einer ungekündigten Stelle heraus bei Ihnen bewerbe.“

Der wohl größte Fehler in einem Initiativanschreiben ist die Wiederholung des Lebenslaufs, das heißt, dass die einzelnen Stationen aus dem Lebenslauf in chronologischer Reihenfolge noch einmal ausformuliert werden. Dazu beginnen Bewerber ihr Initiativanschreiben dann häufig mit ihrem Schulabschluss, zählen alle beruflichen Stationen mit Arbeitgebernamen sowie Zeiträumen auf und erklären Entscheidungswege sowie Umwege und Auszeiten. Dabei schreiben viele Bewerber das Initiativanschreiben häufig in der Vergangenheitsform.

So ein Initiativanschreiben hat dann zwar viel Inhalt, aber es wird keine Aufmerksamkeit erzeugen, weil es nicht individuell genug auf den Personalbedarf des Arbeitgebers und auf eine Wunschstelle abgestimmt ist. Der Arbeitgeber will schließlich auf einen Blick erkennen, was du als Mitarbeiterin leisten kannst und nicht noch mal deinen ausformulierten Lebenslauf lesen.

Deshalb musst du dich im Anschreiben deiner Initiativbewerbung auf das Relevante konzentrieren: auf deine besten Qualifikationen, auf deine größten Stärken, auf dein verwertbares Fachwissen und auf deine wichtigsten Erfahrungen und Leistungen deiner beruflichen Stationen. Während der Lebenslauf eine Darstellung der Vergangenheit ist, ist dein Initiativanschreiben auf die Zukunft ausgerichtet: auf die möglichen Anforderungen der Stelle.

Außerdem haben Lebenslaufprobleme und Lebenslauflücken im Bewerbungsanschreiben nichts zu suchen. Denn auch ein Arbeitgeber wird nicht mit negativen Sachverhalten werben und sein Leistungsportfolio nicht mit deren Nachteilen anpreisen. Warum solltest du es anders machen und im Initiativanschreiben auf eher negative Lebenslauf-Punkte aufmerksam machen? Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund!

Oftmals blockierst du gedanklich, wenn du darüber nachdenkst, wie du negative Sachverhalte im Anschreiben am besten „verpacken“ könntest. Diese negativen Sachverhalte sind keine positiven Argumente, die für dich sprechen, und haben daher in einem Initiativanschreiben auch nichts zu suchen.

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#5 Eigene Kenntnisse und Leistungen mit Erfolgen und Nutzen verbinden

Leider wird Schülern in Schulen und Teilnehmern von Bewerbungsseminaren häufig ein eintöniger und wenig überzeugender Verlauf des Anschreibens beigebracht, der dazu führt, dass die hervorstechenden Kenntnisse, Leistungen und Erfolge eines Bewerbers in einer Textwüste untergehen. Aber du als Bewerber willst ja gerade mit deinen Kenntnissen, Leistungen und Erfolgen, die dich von anderen Bewerbern unterscheiden, überzeugen.

Wie du schon im Abschnitt zu den Einleitungssätzen erfahren hast, beginnst du deine Initiativbewerbung immer mit deinen stärksten Argumenten, die immer auch auf den Bedarf des Arbeitgebers zugeschnitten sein sollten. Wenn du mit deinen stärksten Argumenten beginnst, dann ist es einleuchtend, dass du nachfolgend nicht wieder in den üblichen Trott der Austauschbarkeit und Eintönigkeit verfällst.

Das Anschreiben ist schließlich der richtige Ort für die Darstellung des Ergebnisses deines Werdeganges: welche wichtigen Qualifikationen und welches Fachwissen hast du erworben, mit welchen Fähigkeiten und Kenntnissen unterscheidest du dich von den potentiellen Mitbewerbern, welche Vorteile hast du früheren Arbeitgebern gebracht, welche beruflichen Erfolge kannst du vorweisen, die auch für die Wunschstelle relevant sind?

Im Folgenden findest du Beispiele für aussagekräftige Darstellungen der eigenen Leistungen und des eigenen Könnens:

„Mit Kreativität und Leidenschaft nehme ich immer wieder erfolgreich an regionalen und bundesweiten Friseur-Weiterbildungen und -Wettbewerben teil. Meine dabei erlernten Techniken setze ich gerne für Ihre Kunden ein, um sie mit modischen Frisuren zu begeistern und langfristig an Ihr Friseurgeschäft zu binden.“
„Aufgrund meiner mehrjährigen Berufspraxis in der Auftragssachbearbeitung biete ich Ihnen mein vielfältiges kaufmännisches Know-how und einen reibungslosen Ablauf Ihrer geschäftlichen Prozesse: von der Akquise von Neukunden, über die Erfassung, Bearbeitung Fakturierung von Aufträgen, bis hin zur Rechnungserstellung und -prüfung arbeite ich effizient, fehlerlos und kundenfreundlich. Mit meiner professionellen Arbeitsweise will ich auch bei Ihnen das Ziel verfolgen, langfristige Beziehungen zu solventen Kunden aufzubauen und zu pflegen.“
„Durch meine lehrreichen Praktika im Landschafts- und Gartenbau besitze ich die notwendigen Vorkenntnisse, um pflegerische Aufgaben für Sie eigenständig und qualifiziert durchzuführen. Mit meinen sehr guten Schulleistungen in Biologie habe ich die Basis dafür gelegt, mir neues Fachwissen während der Gärtner-Ausbildung schnell anzueignen und fachgerecht anzuwenden.“

Um aussagekräftige Sätze zu formulieren, stelle deine Fähigkeiten und Leistungen immer in einem Zusammenhang mit dem jeweiligen Nutzen für den Arbeitgeber dar. Solche argumentativen Verbindungen erhältst du vor allem dadurch, wenn du dich bei der Initiativanschreiben-Erstellung fragst, welche Aufgaben und Probleme du beim Arbeitgeber mit deinen Stärken, Qualifikationen und Berufserfahrungen lösen kannst.

Alternativ oder zusätzlich kannst du auch den Nutzen darstellen, den du Arbeitgebern in der Vergangenheit gebracht hast: nämlich indem du Erfolge mit nachvollziehbaren Fakten im Initiativanschreiben darstellst. Du musst überlegen, was du bei vergangenen Beschäftigungsverhältnissen besonders gut gemacht hast, sodass der Arbeitgeber daraus Vorteile ziehen konnte.

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#6 Keine Aufzählungen: So stellst du deine besten Stärken an Beispielen dar

„Ich bin flexibel, motiviert und teamfähig.“
„Zu meinen persönlichen Stärken zähle ich Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Kreativität, die ich schon oft in meinem Berufsleben gezeigt habe.“
„Ich bin äußerst teamfähig, belastbar und kreativ, übernehme gern Verantwortung und kann eigenständig arbeiten.“
„Ich bin engagiert, kommunikationsstark und teamfähig, arbeite zudem unter Druck zuverlässig und gewissenhaft. Zusätzlich bin ich sehr lernbegierig und motiviert.“

Bewerber geben in ihren Initiativbewerbungen immer recht ähnliche Stärken an: Teamfähigkeit, Flexibilität, Leistungsbereitschaft, Engagement oder Kommunikationsfähigkeit. Dabei ist unter Bewerbern die Vorstellung weit verbreitet, dass die bloße Aufzählung solcher Stärken schon ausreiche, damit Personaler diese Stärken den Bewerbern auch zuschreiben. Aber das ist falsch! Solche Formulierungen wie oben sind austauschbar und nicht aussagekräftig. Du darfst deine persönlichen Stärken auch in einer Initiativbewerbung nicht einfach nur aufzählen.

Bei einer reinen Aufzählung von vielen persönlichen Stärken kann der Empfänger deiner Initiativbewerbung nämlich gar nicht alle aufgezählten Stärken behalten und dir so schließlich auch nicht zuordnen. Außerdem ist es bei einer Aneinanderreihung deiner Stärken für den Personalverantwortlichen schwierig, die Plausibilität und die Richtigkeit der genannten Stärken nachzuvollziehen, weil sie erst mal nur reine Behauptungen sind.

Vor allem schickst du schließlich bei einer Initiativbewerbung auch keine Arbeitszeugnisse mit, die der Überprüfung deiner Angaben dienen könnten. Deshalb verzichte ruhigen Gewissens auf so eine einfallslose und austauschbare Aufzählung von Stärken!

Damit du wirklich mit der Angabe von individuellen Stärken überzeugst, denke während der  Vorbereitung deiner Initiativbewerbung intensiv darüber nach:

  • Welches sind deine tatsächlichen Stärken?
  • Wie haben sich deine Stärken in der beruflichen Vergangenheit beispielhaft gezeigt?
  • Wie kannst du deine Stärken bei der Bewältigung der Aufgaben der potentiellen Stelle einsetzen?

Dabei solltest du dich auf deine besten Stärken konzentrieren und im Anschreiben höchstens eine Stärke oder zwei Stärken angeben, die auch bei der potentiellen Stelle sehr gefragt sind. Für einen Personalverantwortlichen wirkt eine Darstellung von Stärken an Beispielen immer viel glaubhafter als eine bloße Aufzählung.

Nachfolgend findest du einige beispielhafte Stärken-Formulierungen, mit denen du eine Aufzählung von Stärken vermeidest:

„Als Sportler bin ich besonders vital und kräftig, was ich für den Job im Lager als sehr wichtig erachte. Den körperlichen Anforderungen bei Ihnen bin ich daher mehr als gewachsen; sie bereitet mir sogar große Freude – ich setze sie gerne zum Wohle Ihres Unternehmens ein.“
„Dank meines Fachwissens und meiner Flexibilität gehört es zu meinen großen Stärken, mich schnell auf neue Arbeitssituationen einzustellen und mich problemlos in ein bestehendes Team zu integrieren.“
„Meine besondere Stärke ist es, auch bei einem hohen Arbeitspensum und bei Zeitdruck einen kühlen Kopf zu bewahren, sodass ich Ihnen wichtige Präsentationen und Dokumente jederzeit fehlerfrei erstelle.“
„Meine größten Stärken sind meine Leidenschaft und meine Begeisterungsfähigkeit. Mein Interesse für ästhetische und technische Details sowie meine Identifikation mit den Produkten vermittle ich authentisch den Kunden, sodass in ihnen auch diese Begeisterungsfähigkeit für die Produkte Ihrer Marke geweckt wird.“

Mit einer aussagekräftigen Stärken-Formulierung erzeugst du Aufmerksamkeit, sodass der Empfänger deiner Initiativbewerbung diese Stärken auch beachtet und dich besser einschätzen kann. Dein Anschreiben gewinnt somit sehr an Überzeugungskraft.

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#7 Im Schlusssatz der Initiativbewerbung zu Aktivität auffordern

„Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.“
„Wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt haben sollte, würde ich mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen.“
„Ich würde mich darüber freuen, wenn Sie mich bei der Besetzung einer Ausbildungsstelle berücksichtigen würden und ich mich bei Ihnen vorstellen dürfte.“
„Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Möglichkeit zu einem Vorstellungsgespräch geben könnten und ich für Ihr Unternehmen tätig werden könnte.“

So oder so ähnlich lauten viele Schlusssätze von Initiativbewerbungen, die keinerlei Unterscheidungskraft und Aussagekraft bieten. Du als Bewerber willst aber in Erinnerung bleiben; im besten Falle soll der Arbeitgeber sofort mit dir Kontakt aufnehmen. Um einen floskelhaften Schlussabsatz deiner Initiativbewerbung zu vermeiden, verzichte am Schluss der Initiativbewerbung vor allem auf den Konjunktiv und integriere direkt eine Aufforderung an den Arbeitgeber zu einer Aktivität.

Bevor du eine Aufforderung schreibst, die der Leser deiner Initiativbewerbung nur mit „ja“ beantworten kann, fasse noch einmal kurz zusammen, was du fachlich an besonderen Fähigkeiten, Stärken oder Kenntnissen vorzuweisen hast und was du Besonderes für den Arbeitgeber leisten willst – immer in Bezug zum vermuteten Bedarf des Arbeitgebers.

Dies kannst du auch in Form einer Frage in den Schlussabsatz deiner Initiativbewerbung integrieren. Nachfolgend schreibe dann die Aufforderung, mit dir in Kontakt zu treten bzw. gleich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen.

Folgende Formulierungen sind Beispiele für aussagekräftige und individuelle Schlussabsätze:

„Falls Sie Ihr dynamisches Verkaufsteam um einen durchsetzungsstarken und begeisternden Fachverkäufer erweitern wollen, der gerne mit Menschen zusammenarbeitet und Kunden freundlich und fachlich versiert berät, dann nehmen Sie jetzt unter meiner angegebenen Telefonnummer Kontakt mit mir auf.“
„Aufgrund meiner Fremdsprachenkenntnisse und meiner Auslandstätigkeiten werde ich schnell ein kompetenter Ansprechpartner für Ihre internationalen Kunden sein. Laden Sie mich jetzt zu einem Vorstellungsgespräch ein, und ich überzeuge Sie – gerne auch auf Englisch, Spanisch oder Französisch – von meinen fachlichen Kompetenzen und meiner Arbeitsweise.“
„Wenn Ihre Betriebsabläufe auch bei Ihrem Unternehmenswachstum weiterhin reibungslos funktionieren und optimiert werden sollen, dann bin ich mit meinem Organisationstalent und meiner jahrzehntelange Berufserfahrung die richtige Mitarbeiterin für Sie. Vereinbaren Sie unter meiner Telefonnummer 0123/4567 gleich einen Gesprächstermin mit mir – und ich überzeuge Sie gerne in einem Vorstellungsgespräch.“

Der Leser deiner Initiativbewerbung soll aktiv werden und eine Entscheidung treffen: entweder Ablehnung, Rückmeldung oder Aufnahme in den Bewerberpool. Wenn deine Initiativbewerbung erst mal irgendwo ohne Entscheidung abgelegt wird, dann wird sie meistens auch  vergessen. Das vermeidest du mit einem Schlusssatz, der zur Aktivität auffordert.

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Nachfragen nach dem Bearbeitungsstand: so bleibst du mit dem Arbeitgeber in Kontakt

Bei Initiativbewerbungen gibt es im Durchschnitt weniger Rückmeldungen als bei Reaktivbewerbungen. Darüber musst du dir bewusst sein, damit du nicht gefrustet bist, wenn du weder eine Eingangsbestätigung noch ein anderes Lebenszeichen des Arbeitgebers erhältst.

Warte nicht gebannt auf eine Antwort, sondern treibe deine Bewerbungsbemühungen stetig voran. Falls du keine Antwort bekommst, dann wurde deine Initiativbewerbung nicht beachtet bzw. es gibt bei diesem Arbeitgeber in absehbarer Zeit keine Vakanzen. Der Eingang einer Initiativbewerbung wird nur in den seltensten Fällen bestätigt. Allerdings pflege immer den einmal hergestellten Kontakt zum Arbeitgeber und werde noch einmal selbst aktiv. 

Denn wenn du noch keine endgültige Absage bekommen hast und nähere Informationen bekommen willst, dann frage nach einem bestimmten Zeitraum noch einmal beim Arbeitgeber nach. Die Frage ist bei den meisten Initiativbewerbungen allerdings, wann und wo du nachhaken kannst.

Wenn du deine Initiativbewerbung an keinen konkreten Ansprechpartner und/ oder an einen großen Arbeitgeber versendet hast, dann ist eine Nachfrage fast aussichtslos, denn du müsstest dich erst beim Arbeitgeber durchfragen. Andernfalls rufst du nach etwa drei Wochen bei dem dir bekannten Ansprechpartner an, um dich zu erkundigen, ob deine Initiativbewerbung eingegangen ist und ob seitens des Arbeitgebers Interesse an deiner Mitarbeit besteht.

Wenn du eine positive Antwort erhältst, dann besprich das weitere Vorgehen, zum Beispiel welche weiteren Bewerbungsunterlagen du zusenden sollst und wann dir die nächsten Entscheidungen mitgeteilt werden.

Bei einer negativen Antwort kannst du darüber hinaus dem Arbeitgeber erlauben, deine Initiativbewerbung zu behalten und in den internen Bewerberpool aufzunehmen, um vielleicht später darauf zurückzukommen. Falls du dann in den folgenden Monaten noch eine Beschäftigung suchst, kannst du durchaus nach drei bis sechs Monaten noch einmal Kontakt mit dem Arbeitgeber aufnehmen, um mitzuteilen, dass du weiterhin an einer Mitarbeit interessiert bist. Weise dabei dann noch einmal auf deine frühere Initiativbewerbung hin und stelle kurz deine wichtigsten fachlichen Argumente dar.

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In Kürze: Fragen und Antworten zur Initiativbewerbung

Bei der Erstellung einer Initiativbewerbung treten immer wieder dieselben Fragen auf, die teilweise nur Details betreffen. Selbstverständlich ergeben die Details letztendlich auch ein Bild, aber die Details können ihre Wirkung erst entfalten, wenn deine Bewerbungsstrategie und der inhaltliche Rahmen deiner Initiativbewerbung auf deine individuelle Bewerbungssituation optimiert sind. Im Folgenden präsentieren wir die Antworten auf typische Fragen zur Initiativbewerbung.

Was ist eine Initiativbewerbung?

Bei einer Initiativbewerbung gibt es keine Stellenausschreibung, auf deren Anforderungsprofil du dich in deinem Initiativschreiben beziehen könntest. Du bewirbst dich quasi initiativ „auf Verdacht“ um Stellen im „verdeckten Arbeitsmarkt“ oder um die Aufnahme in den Bewerberpool von Arbeitgebern. Je nach deiner Bewerbungssituation können Initiativbewerbungen dein wichtigstes Instrument sein oder deine Bewerbungsstrategie ergänzen.

Wann ist es eine Initiativbewerbung?

Wenn es keine konkrete ausgeschriebene Stelle gibt, auf die du dich bewerben willst, dann handelt es sich um eine Initiativbewerbung. Das Gegenteil der Initiativbewerbung ist die Reaktivbewerbung. An die Gestaltung einer Initiativbewerbung musst du genauso hohe Ansprüche wie bei anderen Bewerbungsarten auch stellen. Eine Initiativbewerbung besteht in der Regel aus einem Bewerbungsanschreiben und einem Lebenslauf.

Welche Vorteile hat eine Initiativbewerbung?

Zu den Vorteilen einer Initiativbewerbung gehört, dass du in der Regel weniger Konkurrenz hast und du dich auch bei Wunscharbeitgebern bewerben kannst, die aktuell keine passende Stelle ausgeschrieben haben. Außerdem brauchst du keine Zeugnisse und Nachweise mitsenden und musst auch keine Bewerbungsfristen beachten. Letztendlich kannst du dein Anschreiben freier gestalten und stärker an deinem individuellen Leistungsprofil ausrichten.

Welche Nachteile hat eine Initiativbewerbung?

Ein großer Nachteil von Initiativbewerbungen ist, dass du weniger Rückmeldungen als bei Reaktivbewerbungen erhältst. Denn die Initiativbewerbung verschickst du in der Regel unaufgefordert. Außerdem hast du bei einer hohen Anzahl an Initiativbewerbungen unter Umständen hohe Druck- und Portokosten und deine Bewerbungsunterlagen werden seltener von Arbeitgebern zurückgesendet. Deshalb sollte eine Initiativbewerbung auch nur aus Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf bestehen.

Um die Vorteile der Initiativbewerbung zu nutzen, musst du im Idealfall vor und/ oder nach der Initiativbewerbung telefonisch Kontakt zum Arbeitgeber aufnehmen, was nicht jedermanns Sache ist.

Was bei Initiativbewerbung beachten?

Auch wenn es keine konkrete Stellenausschreibung gibt, darfst du deine Initiativbewerbung nie zu allgemein formulieren. Kreiere dir am besten eine Wunschstelle mit den üblichen Anforderungen und richte dein Initiativanschreiben darauf aus. Außerdem ist der (telefonische) Kontakt vor und/ oder nach dem Bewerbungsversand besonders wichtig, wenn du dich initiativ bewirbst. Einerseits erkundigst du dich vorher nach Ansprechpartnern und speziellen Informationen, auf die du in der Einleitung eingehen kannst. Anderseits bleibst du nach dem Versand am Ball und rufst dich bis zu einer endgültigen Entscheidung in Erinnerung.

Woraus besteht eine Initiativbewerbung?

Im Allgemeinen besteht eine Initiativbewerbung aus einem Bewerbungsanschreiben und einem Lebenslauf. Dabei kannst du deinen Lebenslauf mit oder ohne Bewerbungsfoto verschicken. Auf den Versand von Zeugnissen und Nachweisen kannst du bei einer Initiativbewerbung verzichten. Eine Bewerbungsmappe ist auch nur fakultativ. Du musst zudem bedenken, dass bei einer Initiativbewerbung der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet ist, dir die Bewerbungsmappe zurückzusenden.

Was muss in eine Initiativbewerbung rein?

Dein Bewerbungsanschreiben und dein Lebenslauf sind Teile einer Initiativbewerbung. Beide Bewerbungsdokumente müssen möglichst ausführlich sein. Denn Initiativbewerbung bedeutet nicht Schmalspurbewerbung. Mit dem Bewerbungsanschreiben willst du schließlich das Interesse an deiner Person und deinen Qualifikationen sowie Kompetenzen wecken. Beim Lebenslauf musst du beachten, dass dieser unter Umständen automatisch ausgelesen und bewertet wird. Deswegen muss dein Lebenslauf berufsrelevante Schlagworte enthalten, vor allem im Bereich deiner Aufgabenbeschreibungen.

Wie erfolgreich ist eine Initiativbewerbung?

Wie erfolgreich eine Initiativbewerbung ist, hängt von deiner Bewerbungssituation, deinen Qualifikationen und Berufserfahrungen, der Stellenart, der Verfügbarbarkeit von Stellen und letztendlich auch von der Professionalität deiner Bewerbungsunterlagen ab. Gerade bei Bewerbern mit Lebenslauflücken oder „problematischen“ Werdegängen sind Initiativbewerbungen ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Bewerbungsstrategie. Aber auch andere Bewerber können mit Initiativbewerbungen auf den „verdeckten Arbeitsmarkt“ oder die Aufnahme in den Bewerberpool von Arbeitgeber zielen.

Wie eine Initiativbewerbung beginnen?

Wichtig ist, dass du auf langweilige Einleitungen wie „Hiermit bewerbe ich mich um eine Stelle im Bereich XYZ“ verzichtest. Am besten beginnst du deine Initiativbewerbung sofort mit deinen besten Argumenten, die den unvorbereiteten Empfänger zum Weiterlesen animieren. Alternativ kannst du im Einleitungssatz auch einen Bezug zu Gesprächsinhalten eines vorherigen Telefonats herstellen. Oder du thematisierst in der Einleitung einen besonderen Fakt über den Arbeitgeber, den du recherchiert hast und der dich zu deiner Initiativbewerbung motiviert hat.

Welcher Betreff bei einer Initiativbewerbung?

Der Betreff einer Initiativbewerbung muss die Aufmerksamkeit der Leserin gewinnen. Deshalb ist die Formulierung einer kreativen und dennoch sachlichen Schlagzeile eine besonders erfolgsversprechende Alternative zu „Bewerbung als XYZ“ oder „Bewerbung im Bereich ABC“. Dein Betreff sollte deutlich machen, dass du eine Bewerberin mit Pfiff bist und dich nicht wahllos auf alles bewirbst. Weitere Infos zum Betreff liest du weiter oben im Artikel.

Welche Unterlagen, Anlagen und Zeugnisse bei Initiativbewerbung mitschicken?

Eine Initiativbewerbung besteht in der Regel aus deinem Anschreiben und deinem Lebenslauf. Zeugnisse, Nachweise und sonstige Unterlagen musst du nicht mitschicken. Denn du sendest deine Initiativbewerbung in der Regel unaufgefordert zu. Und dann ist es auch ein Akt der Höflichkeit, den Arbeitgeber nicht mit datenschutzrelevanten Anlagen einzudecken. Außerdem werden Initiativbewerbungen in den meisten Fällen von den Arbeitgebern nicht zurückgeschickt, weil dazu keine Pflicht besteht. Wenn ein Arbeitgeber Interesse an deinem Bewerberprofil hat, dann fordert dieser bei Bedarf weitere Unterlagen, Anlagen und Zeugnisse an.

Wohin Initiativbewerbung schicken?

Bei Initiativbewerbungen musst du ein wenig nach anderen Stellenangeboten des Arbeitgebers recherchieren. In diesen Stellenangeboten sind dann häufig auch die Abteilungen und Ansprechpartner genannt, an die du deine Initiativbewerbung schicken kannst. Generell ist die Personalabteilung immer der 1. Ansprechpartner für eine Initiativbewerbung. Falls du einen Kontakt in eine Fachabteilung hast, kannst du auch dorthin deine Initiativbewerbung schicken, die dann aber meistens an die Personalabteilung weitergeleitet wird. Bei kleineren Arbeitgebern oder wenn du keinen speziellen Ansprechpartner ausfindig gemacht hast, schickst du deine Initiativbewerbung an den Inhaber, an den Geschäftsführer oder an die allgemeine Arbeitgeberadresse.

Wann Nachfragen bei Initiativbewerbung?

Das Nachfragen bei einer Initiativbewerbung ist essentieller Bestandteil einer erfolgreichen Bewerbungsstrategie. Du kannst etwa drei Wochen nach dem Versand deiner Initiativbewerbung zum ersten Mal nachfragen, falls du bis dahin keine Rückmeldung erhalten hast. Bereite deine Nachfrage gut vor, denn du solltest nicht einfach nur fragen, ob deine Initiativbewerbung angekommen ist. Die Nachfrage kann telefonisch erfolgen, aber du kannst unter Umständen auch eine E-Mail schreiben, wenn du die „richtige“ E-Mail-Adresse eines Ansprechpartners des Arbeitgebers hast.

Initiativbewerbung mit oder ohne Foto verschicken?

Eine Initiativbewerbung kannst du mit oder ohne Foto verschicken. Das ist deine eigene Entscheidung. Beide Varianten haben Vorteile und Nachteile, die aber letztendlich nicht so entscheidend sind. Wenn du einen Job mit viel Kundenkontakt suchst, dann kannst du mit einem sympathischen Bewerbungsfoto unter Umständen Pluspunkte sammeln. Wenn du allerdings viele Initiativbewerbungen per Post verschicken willst, dann können sich die Kosten für die Bewerbungsfotos schnell auf dreistellige Eurobeträge summieren.

Initiativbewerbung mit oder ohne Lebenslauf verschicken?

Zu einer Initiativbewerbung gehört neben einem Anschreiben definitiv ein Lebenslauf. Wenn du einen problematischen Werdegang mit vielen Lücken, Abbrüchen oder Wechseln hast, dann gestalte deinen Lebenslauf nicht chronologisch-tabellarisch, sondern mehr funktional-thematisch. Zeitangaben spielen dann nicht die große Rolle. Gerade bei einer Initiativbewerbung ohne Lebenslauf machst du dich andernfalls beim Arbeitgeber gleich verdächtig, dass du etwas verschweigen möchtest.

Initiativbewerbung mit oder ohne Zeugnisse verschicken?

Normalerweise werden Initiativbewerbungen ohne Zeugnisse verschickt, denn eine Initiativbewerbung soll ja gerade möglichst kompakt sein. Alle wichtigen Fakten deiner Bildungsabschlüsse, Qualifikationen und Berufserfahrungen stellst du übersichtlich und ausführlich im Lebenslauf dar. Sobald ein Arbeitgeber freie Vakanzen und Interesse an deiner Mitarbeit hat, wird dieser weitere Zeugnisse, Nachweise und Unterlagen anfordern oder dich direkt zu einem Vorstellungsgespräch einladen.

Initiativbewerbung mit oder ohne Gehaltsvorstellung verschicken?

Solange der Arbeitgeber nicht zu Initiativbewerbungen mit Gehaltsvorstellung auffordert, brauchst du auch keine Gehaltsvorstellung im Anschreiben nennen. Schließlich kennst du bei einer Initiativbewerbung beim Arbeitgeber weder einen konkreten Aufgabenbereich noch die internen Arbeitsbedingungen, sodass die Nennung einer Gehaltsvorstellung bei einer Initiativbewerbung immer nur eine Zahl ins Blaue hinein wäre.

Wie Initiativbewerbung auf keine konkrete Stelle schreiben?

Das Wesen einer Initiativbewerbung ist gerade, dass es im Gegensatz zu einer Reaktivbewerbung keine konkrete Stelle gibst. Du kannst dir aber eine Wunschstelle oder einen Wunschbereich mit einem fachlichen Anforderungsprofil anhand anderer Stellenausschreibungen vergleichbarer Arbeitgeber kreieren. In diesem Artikel findest du viele Tipps, wie du Schritt für Schritt ein überzeugendes Anschreiben einer Initiativbewerbung formulierst.

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Die 5 wichtigsten Schlüsselerkenntnisse zur Initiativbewerbung für dich

#1 Initiativbewerbung nicht blind verschicken

Um deine Erfolgschancen zu erhöhen, reicht es nicht aus, unzählige Adressen von Arbeitgebern zu recherchieren, um dann allgemeine Bewerbungen blind zu verschicken. Stattdessen musst du dich mit der Situation des Arbeitgebers auseinandersetzen, den möglichen Personalbedarf abschätzen und dein Anschreiben daran individuell anpassen. Reine Blindbewerbungen kosten für dich nur Aufwand und Geld; bringen dir allerdings nicht die erhoffte Wunschstelle.

#2 „Virtuelle“ Wunschstelle mit Anforderungsprofil erstellen

Nur weil du kein konkretes Stellenangebot hast, auf das du dich beziehst, ändert sich selbstredend am Inhalt nichts: auch in einer Initiativbewerbung musst du mit deinen Qualifikationen, Berufserfahrungen, Kenntnissen, Stärken und Fähigkeiten überzeugen. Der Unterschied besteht nur, dass du dich in deinem aussagekräftigen Initiativanschreiben nicht auf die Anforderungen eines konkreten Stellenangebotes eines Arbeitgebers, sondern auf die Anforderungen einer „virtuellen“ Wunschstelle beziehst.

#3 Vorheriger telefonischer Kontakt mit dem Arbeitgeber sinnvoll

Nachdem du geeignete Arbeitgeber recherchiert hast, solltest du mit der Fach- oder Personalabteilung telefonischen Kontakt aufnehmen, dich dabei kurz mit deinem Leistungsprofil vorstellen und nach Vakanzen fragen. Mit einem Telefonat gelangst du zudem unter Umständen leichter an spezielle Informationen, die du dann auch für deine Initiativbewerbung nutzen kannst.

#4 Keine Wiederholung des Lebenslaufs im Initiativanschreiben

Viele Bewerber machen den Fehler, in das Initiativanschreiben so viele Informationen wie möglich zu schreiben; mit dem Gedanken, dass sich die Arbeitgeber dann schon heraussuchen werden, wie und wo der Bewerber passen könnte. Dabei werden im Initiativanschreiben oft dieselben Informationen wie aus dem Lebenslauf verwendet. Das bringt für den Empfänger allerdings keinen Mehrwert.

Stattdessen wählst du deine wichtigsten Qualifikationen, Berufserfahrungen, Kenntnisse und Stärken mit Bedacht aus stellst jeweils einen Nutzen deiner Mitarbeit für den Arbeitgeber dar. Aus deinem Anschreiben muss hervorgehen, warum du du Aufgaben und Probleme beim potentiellen Arbeitgeber lösen kannst. Nur mit einer möglichst individuellen Argumentation überzeugst du auch. Und dann liest der Personalverantwortliche dein Anschreiben auch mit höchster Aufmerksamkeit und viel Wohlwollen. 

#5 Mit dem Arbeitgeber in Kontakt bleiben und nachfragen

Nach dem Versand deiner Initiativbewerbung solltest du nicht ewig bis zu einer Rückmeldung abwarten. Wenn du nach drei Wochen noch keine Antwort erhalten hast, dann kontaktiere den Arbeitgeber – am besten telefonisch, sofern dir geeignete Kontaktdaten vorliegen. Nur wenn du nachfragst, holst du das Beste aus deinen Initiativbewerbungen raus. Denn dein Ziel ist schließlich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch oder die Aufnahme in den Bewerberpool des Arbeitgebers.

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Muster für Initiativbewerbungen

Es gibt viele Bewerber, die sich initiativ bewerben wollen. Daher gibt es im Bewerbungsforum viele Beiträge zu Initiativbewerbungen, die du dir als Vorbild für eigene Verbesserungen nehmen kannst. Die Initiativbewerbungen beziehen sich auf die verschiedensten Bewerbungssituationen und Stellen.

Weitere Muster für Initiativbewerbungen

Anschreiben einer Initiativbewerbung.
Das Anschreiben ist das wichtigste Dokument Ihrer Initiativbewerbung. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie das Anschreiben individuell gestalten: Stellen Sie Ihre besten Argumente an den Anfang, nennen Sie die Vorteile Ihrer zukünftigen Mitarbeit für den Arbeitgeber und fordern sie zu Aktivität auf. Zudem erhalten Sie vor einer Initiativbewerbung mit einem telefonischen Kontakt immer zusätzliche Informationen, die Sie im Anschreiben verwenden können.
Muster für eine Initiativbewerbung.
Dieses Muster für eine Initiativbewerbung verzichtet auf allgemeine Aussagen zu Kenntnissen und Stärken, sondern beginnt gleich mit den wichtigsten Argumenten. Wenn Sie auf langweilige Einleitungen wie „Hiermit bewerbe ich mich.“ verzichten, fällt es Ihnen leichter, den Leser in den Bann zu ziehen.
Anschreiben einer Initiativbewerbung.
Auch wenn es sich „nur“ um eine Initiativbewerbung handelt, sollten Sie diese nicht wahllos verschicken. Machen Sie sich mit Ihrer Wunschstelle vertraut, recherchieren Sie die üblichen fachlichen und persönlichen Anforderungen dafür. Dann können Sie Ihr Anschreiben viel individueller und aussagekräftiger gestalten.
Muster für eine Initiativbewerbung.
Viele Fehler in Initiativbewerbungen lassen sich leicht vermeiden. Auch in einem Anschreiben für eine Aushilfstätigkeit können Sie auf Floskeln und Allgemeinheiten verzichten. Stellen Sie stattdessen Ihre wichtigsten Stärken, Kenntnisse und Erfahrungen in den Vordergrund – und formulieren Sie die daraus resultierenden Vorteile für den Arbeitgeber.
Beispiel für eine Initiativbewerbung .
Wenn Sie die Sympathie für einen Arbeitgeber bekunden wollen, dann reicht es nicht aus, dass Sie schreiben: „Ihr Unternehmen gefällt mir sehr.“ Stattdessen müssen Sie konkreter werden, woran Sie Gefallen gefunden haben. In diesem Beispiel wird zum Beispiel kurz auf die persönlichen Erfahrungen mit dem Arbeitgeber eingegangen.
Vorlage für eine Initiativbewerbung.
Am Schluss Ihrer Initiativbewerbung sollten Sie es vermeiden, einfach nur „Ich würde mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen.“ schreiben. Das können Sie viel besser formulieren: wie in dieser Vorlage für eine IT-Initiativbewerbung.

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Zum guten Schluss

Eine überzeugende Initiativbewerbung erstellst du nicht in 10 Minuten. Das sollte dir nach dem Lesen dieses ausführlichen Ratgebers klar sein. Nutze die Möglichkeit von Initiativbewerbungen immer als sinnvolle Ergänzung deiner Bewerbungsstrategie. Denn mit Initiativbewerbungen nimmst du die Stellen des „verdeckten“ Arbeitsmarktes ins Visier. Wenn du noch weitere Fragen zum Initiativbewerbung schreiben hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar oder einen Beitrag im Bewerbungsforum.

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Noch Fragen?

Wenn du noch Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Als Alternative kannst du auch im Bewerbungsforum einen Beitrag verfassen. Viel Erfolg beim Bewerben!

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