Berufseinsteiger Lebenslauf nach Studium Muster korrigieren

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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Pinwheel
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Berufseinsteiger Lebenslauf nach Studium Muster korrigieren

Beitrag von Pinwheel » 24.03.2013, 14:54

Hallo zusammen,

ich werde mein Studium im Laufe der nächsten Wochen erfolgreich zu Ende bringen und bin daher gerade dabei, meine Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Bewerben möchte ich mich als Mathematiker bei einem großen Versicherungsunternehmen.

Da ich keinen Lebenslauf "von der Stange" haben möchte, habe ich mich hingesetzt und mir selbst überlegt, wie so etwas wohl aussehen und wie ich bei Personalern punkten könnte. Dabei ist mir völlig klar, dass man eine Menge falsch machen kann, wenn man versucht, "das Rad neu zu erfinden", weswegen ich hier nach Rat und Verbesserungsvorschlägen suche. Unten habe ich als jpg meinen ersten (leicht anonymisierten) Versuch angehängt. Neben allgemeiner Kritik, erhoffe ich mir auch Hinweise in Bezug auf folgende Fragen:

1. Widerspricht die äußere Form irgendwelchen formalen Randbedingungen? Seitens des Unternehmens, bei dem ich mich bewerben werde, sind mir zwar keine bekannt, jedoch gibt es doch sicher einige Dinge, die dennoch verpflichtend sind.

2. Für das Bewerbungsfoto habe ich ein Format von 65mm x 45mm vorgesehen. So groß ist auch die Dummyfläche im Bild. Soweit ich das in Erfahrung bringen konnte, ist das wohl eine Standardgröße - wirkt hier aber schon fast aufdringlich groß. Ist das in Ordnung?

3. Ist es üblich, den Titel der Abschlussarbeiten zu nennen, bzw. etwas über deren Inhalt zu sagen? Ich habe dies hier nicht gemacht, weil ich mich von der Uni entferne und bislang der Meinung war, dass die Themen der Abschlussarbeit (zumindest in der Mathematik) außerhalb der Uni eine eher untergeordnete Rolle spielen.

4. Während der Promotion war ich Angestellter der öffentlichen Dienstes (das ist zumindest in der Mathematik so üblich). Ich habe dies hier bewusst nicht explizit erwähnt, weil sich das im Grunde schon aus der Promotion ergibt. Während ich diese Zeilen schreibe, kommen mir allerdings selbst Zweifel. Vermutlich müsste man dies deutlich machen (separate Rubrik?).

5. Bzgl. der Rubrik "Praktische Erfahrungen": Hier bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob dies grundsätzlich sinnvoll ist. Zwar glaube ich, dass diese Informationen für meinen zukünftigen Arbeitgeber von Interesse sein könnten, allerdings weiß ich nicht, wie detailliert die Informationen diesbzgl. sein sollten. Liste ich zB. die einzelnen Konferenzen auf?

Besten Dank schonmal im Voraus!

Pinwheel

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TT-Schreibservice
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Beitrag von TT-Schreibservice » 24.03.2013, 15:59

Hallo Herr Marius,

der Lebenslauf sieht grundsätzlich schon sehr gut aus!

Ich würde jedoch das Bild ein wenig verkleinern, sodass es von der Höhe her mit "Persönliche Information" oben abschließt.

Man könnte auch statt "Persönliche Information" "Zur Person" wählen.

Die Reihenfolge würde ich jedoch etwas ändern:

1. Zur Person
2. Berufserfahrung (etwas besser als "Praktische Erfahrung")
3. Ausbildung
4. Fachkenntnisse
5. Private Interessen

Der Absatz "Sprachkenntnisse" könnte ebenfalls noch geringfügig anpasst werden:

Sprachkenntnisse

Deutsch (Muttersprache)
Englisch (Fließend)
Französisch (Grundkenntnisse)

Die "Computerkenntnisse" würde ich analog dazu adaptieren.

In der Versicherungsbranche geht es wahrscheinlich hauptsächlich um Statistik und Stochastik. Daher würde ich bei der Berufserfahrung diese Kurse nach vorne stellen, da sie für den zukünftigen Arbeitgeber am relevantesten sind.

Hoffentlich konnte ich Dir ein wenig weiterhelfen...

Viele Grüße
Till

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 28.03.2013, 13:58

Hallo Pinwheel,

der Lebenslauf wird einem Akademiker nicht annähernd gerecht.

Die Überschrift "Lebenslauf" ist veraltet.

Da das Foto, oft auch teuer, im Lebenslauf keine Wirkung entfaltet, wird seit längerem ein Deckblatt verwendet, das, etwa wie ein Buchumschlag, als Appetitanregher verfügt.

Name und Kontaktdaten in einer Kopfzeile verwendet, vermittelt einen ungleich professionelleren Eindruck, vergleichbar den Briefköpfen der Unternehmen. Zugleich schafft man mit einer identischen Kopfzeile auf dem Deckblatt und dem Anschreiben einen roten Faden.

Da ein Studium nun einmal eine deutlich höhere Qualifikation ist, denn eine Ausbildung, was sich ja auch im Gehalt äussert, bekommt das Studium einen eigenen Unterpunkt.
Sämtliche Punkte rund um das Studium sollten möglichst auf der ersten Seite präsentiert werden. Und dazu gehören auch das Promotionsthema, die Schwerpunkte, studienbegleitende Praktika, Seminare; halt alles, was als Kaufargument für einen Personalverantwortlichen dienen kann.
Bei den Schwerpunkten, auch im praktischen bereich, empfiehlt es sich, zunächst einen allgemeinen Lebenslauf zu entwerfen, in dem alle Tätigkeiten aufgelistet werden. dieser Lebenslauf ist dann für jede Bewerbung anzupassen und zwar so, dass die Tätigkeiten, die für die Position eine besondere Bedeutung haben, ganz oben stehen und vollkommen unibteressante Tätigkeiten herausgenommen werden.

In der Regel schaut sich ein Personalverantwortlicher das Anschreiben, den Lebenslauf und die Dritte Seite an und entscheidet dann, ob der Bewerber interessant ist und es sich lohnt, sich auch den Rest anzuschauen.

Das Gymnasium ist übrigens kein Bestandteil der Ausbildung, die ausschließlich die berufliche Ausbildung umfasst. Das gymnasium gehört zur Schulbildung.

Die Bundeswehr wiederum gehört auch nicht zur Ausbildung, es sei denn, man hat dort eine Berufsausbildung absolviert.

Was noch fehlt ist der Führerschein, was heute keine Selbstverständlichkeit ist und als beleg für Mobilität und Flexibilität gilt.

Kein Muss, aber gleichwohl nützlich ist die Angabe von Interessen, insbesondere, wenn sie einen berufsbezug haben. Zudem verschaffen sie einem Personalverantwortlichen ein vollständigeres Bild von dem Bewerber.

Viele Grüße aus Duisburg

Klassekassel1
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Beitrag von Klassekassel1 » 16.04.2013, 00:39

Hallo,

Dein Lebenslauf wie er bisher geworden ist finde ich sehr schön. Er gefällt mir richtig gut. Ich hätte nur noch ein paar Anregungen für weitere Kategorien.

Auslandsaufenhalte: Praktika im Ausland, Sprachkurse im Ausland, Austauschjahr etc. (Hast du da etwas?)

Praktika: Praktika während dem Studium, zur Bewerbung passende Praktika während der Schulzeit etc. (Hast du da etwas?)

Ehrenamtliches Engagement: Mitarbeit in schulischen Gremien wie SV, Schülerzeitrung etc.; kirchliches Engagement wie Lektor, Betreuer in der Jugendarbeit etc.; sportliches Engagement wie Trainer, Ausbilder etc.; Umweltengagement wie im Nabu, BUND etc.; Engagement als Sanitäter beim DRK, Malteser etc.; politisches Engagement in Parteien, Jugendparlament etc. (Hast du da was?)

Preise und Auszeichnungen: Jugend traniert für Olympia, Jugend Musiziert, Jugend forscht etc. (Hast du da etwas?)

Weiterbildungen, Kurse, Qualifikationen und Zertifikate: Nicht jeden Tanz- oder Schwimmkurs angeben aber Rhetorikurse, Sprachkurse im Innland, Sprachzertifikate, Computerschulungen, Erwerb der Jugendleitercard etc. (Hast du da etwas?)

ratsuchende81
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Verkorkster Berufseinstieg nach Studienabschluss wie angeben

Beitrag von ratsuchende81 » 12.06.2013, 10:00

Hallo Zusammen,

ich habe ein Problem mit meinem Lebenslauf. Ich habe Ende letzten Jahres mein Studium abgeschlossen . Zum Februar diesen Jahres hatte ich meinen ersten Job welcher sich als Reinfall erwies. Ich wurde nach 6 Wochen in der Probezeit gekündigt. Warum und wieso habe ich in einem anderen Strang hier erläutert.

Nach dem ersten Schock habe ich ziemlich schnell eine andere Tätigkeit gefunden. Leider erwies sich auch dieser Job als Fehlgriff, Probleme im Team und der Einsatz in zwei Projekten gleichzeitig welche sehr schlecht zu vereinbaren sind . Ich war 3 Monate da.

Da dieser Job sowieso nur 4 Monate gegangen wäre habe ich selbst unter Absprache mit dem Arbeitsamt gekündigt.

Nun habe ich Angst, das ich gerade vom letzten AG ein schlechtes Arbeitszeugnis bekomme. Ich habe während meines Studiums immer viel nebenher gearbeitet und habe immer gute Zeugnise gehabt.

Wie würdet Ihr das ganze im LL angeben?

Variante 1.

01.12.2012-06.06.2013 Orientierungsphase nach dem Studium

Variante 2:

01.12.2012-19.03.2013 Orientierungsphase nach Studium

20.03. 2013- 20.06.2013Firma xy ( Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach der Probeziet auf eigenen Wunsch)

Freunde von mir sagen ich soll beide Jobs nicht angeben und die Orientierungsphase nach dem Studium angeben, da es sein könnte das das Arbeitszeugnis schlechter als gewohnt ausfällt.

Danke für Eure Vorschläge


:)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 12.06.2013, 11:24

Den genauen Tag bei den Zeitangaben brauchst du nicht anzugeben.

Den 2. Job könntest du doch als Projektarbeit oder ähnliches angeben, so dass deutlich wird, dass dieser Job sowieso zeitlich beschränkt war.

Du könntest die 2 Jobs auch so zusammenfassen, dass erst mal gar nicht ersichtlich ist, dass es 2 Jobs waren. Also bspw. wieder Projektarbeit für den gesamten Zeitraum und dann deine Aufgaben/Projekte hinschreiben.

Nur das Angeben einer Orientierungsphase wird nicht ausreichen.

ratsuchende81
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Beitrag von ratsuchende81 » 12.06.2013, 13:14

Romanum ich habe wirklich nur Angst vor diesem schlechten Arbeitszeugnis oder das sich ein möglicher kommender AG bei diesem letzten AG nach mir erkundigt. Denn wenn ich es als Projektarbeit angebe muss ich es ja auch mit einem Arbeitszeugnis nachweisen können;


Daher dachte ich lieber eine Lücke angeben als möglicherweise schlechte Referenzen

Romanum
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Beitrag von Romanum » 12.06.2013, 16:57

Noch hast du dieses Arbeitszeugnis ja nicht. Außerdem muss ein Arbeitszeugnis wohlwollend sein. Dass du dort aufhören musstest, kann ja nicht nur an dir gelegen haben. Deshalb solltest das Arbeitszeugnis dann genau studieren.

Was heißt denn Orientierungsphase im Einzelfall? Personaler wissen auch, dass damit oftmals etwas verschleiert werden soll und fragen dementsprechend hart nach.

emploris
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Beitrag von emploris » 12.06.2013, 16:58

Den ersten Job würde ich einfach weglassen. Beim zweiten verstehe ich Deinen Text nicht: "Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach der Probezeit auf eigenen Wunsch". Der Vertrag war doch sowieso befristet. Wieso Probezeit? Wieso nur 3 Monate?

Ansonsten z.B.: Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf eigenen Wunsch aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen der Tätigkeit

ratsuchende81
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Beitrag von ratsuchende81 » 12.06.2013, 21:57

Danke für Eure Antworten. Also ich hatte einen 4 Monatsvertrag mit einer 3 monatigen Probezeitvereinbarung.

Ich habe das Arbeistverhältnis beendet, und da die jetzt ein wenig in der Luft hängen könnten die sauer sein.

Ich mag diese Floskel Orientierungsphase auch nicht;

Romanum
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Beitrag von Romanum » 13.06.2013, 11:07

ratsuchende81 hat geschrieben:Ich habe das Arbeistverhältnis beendet, und da die jetzt ein wenig in der Luft hängen könnten die sauer sein.

Das ist irrelevant. Ihr mögliches "sauer sein" hat im Arbeitszeugnis nichts zu suchen!

ratsuchende81
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Beitrag von ratsuchende81 » 14.06.2013, 11:27

Romanum danke für deine Beiträge;

Ganz allgemein gefragt meinst du ein Betrieb würde wirklich zugeben ein Scheitern in der Probezeit liegt auch an gegeben Strukturen und nicht nur am Arbeitnehmer. Ich denke nicht das ein Unternehmen soviel Objektivität besitzt;

Ich hoffe das ganze geht für mich gut aus :?

MarkusK
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Nach dem Studium kurze Berufserfahrung

Beitrag von MarkusK » 01.10.2013, 05:48

Nach dem Ende meines Studiums im Oktober 2012 habe ich nicht gleich eine Arbeit gefunden und somit im Februar 2013 erstmal am Fließband gearbeitet. Ab Juli habe ich dann in meinen Bereich etwas gefunden jedoch gefällt es mir dort gar nicht --> Jobwechsel!

Wie soll ich nun diese "Berufserfahrung" im Lebenslauf angeben? Ein Arbeitszeugnis für die laufende Arbeit habe ich nicht und für die Fließbandarbeit habe ich mir keines ausstellen lassen (soll ich das noch machen?).

Tabellarisch:

ab 7.2013 Hier aktuelle Arbeit kurz beschreiben
2.2013 - 6.2013 Arbeit Fließband
10.2012 Abschluß Stidum

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Beitrag von TheGuide » 03.10.2013, 13:01

Da davon auszugehen ist, dass du deine Bewerbung auf einen deinem Studienabschluss entsprechenden Job schreibst, ist ein Zeugnis über deine Fließbandarbeit wohl eher uninteressant. Dass du im laufenden Job kein Zeugnis vorweisen kannst, ist soweit logisch, hier kann man sicher auch andeuten, dass der derzeitige Arbeitgeber noch nichts von den Wechselwünschen weiß und daher kein Zeugnis vorgelegt werden kann.

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Beitrag von MarkusK » 07.10.2013, 07:16

D.h man schreibt zwar die andere Tätigkeit in den Lebenslauf rein aber lässt das Zeugnis weg? Wie kann dann der Arbeitgeber sicher sein dass ich da nicht irgendwas hineinschreibe?

Die neue Arbeit habe ich ja erst seit kurzem aufgenommen aber die Umstände in der Firma haben sich so geändert dass ein Wechsel dringend nötig ist.

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Beitrag von TheGuide » 07.10.2013, 09:43

Du musst das Pferd von der anderen Seite aufzäumen: Was interessiert deinen Arbeitgeber, wenn du einen akademischen Job erledigen willst, deine Fließbandarbeit? Hast du bei der Kompetenzen erworben, die du bei ihm einsetzen kannst? Oder wäre das nur überflüssiges Papier?

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Beitrag von MarkusK » 09.10.2013, 07:34

Da hast du natürlich recht. Ich dachte bisher immer man sollte für jede Tätigkeit ein Zeugnis belegen um einmal zu beweisen das man die Tätigkeit ausgeübt hat und weil in der Offtopik Bewertung des Zeugnis ja auch noch steht wie man gearbeitet hat etc.

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Beitrag von TheGuide » 09.10.2013, 08:50

MarkusK hat geschrieben:Ich dachte bisher immer, man sollte für jede Tätigkeit ein Zeugnis beilegen, um einmal zu beweisen, dass man die Tätigkeit ausgeübt hat und weil in der Offtopik Bewertung des Zeugnis ja auch noch steht, wie man gearbeitet hat etc.
Als Akademiker sollte man möglichst die Zeugnisse auswählen, die für den anvisierten Job sinnvoll sind: Abiturzeugnis, Staatsexamen, Magister, Diplom, Bachelor oder Master, Praktikums- und Arbeitszeugnisse mit Bezug zum Job.
Als nichtakademischer Arbeitnehmer sollte man, neben dem höchsten Schulabgangszeugnis max. die letzten drei Zeugnisse vorlegen. Letzte drei Zeugnisse hast du noch nicht.
Was du machen könntest, wäre, den Arbeitgeber deiner Wahl anzurufen und ihm zu schildern, dass du die Monate zwischen deinem Studienabschluss und deiner ersten Stelle in dem Bereich, für den du studiert hast, mit Fließbandarbeit verbracht hast, du hättest dafür aber kein Zeugnis erhalten, ob er Wert darauf lege, dass du dir noch eins dafür geben lässt.
Wenn es darum geht, zu beweisen, dass dein Lebenslauf auch stimmt (wer will das schon bewiesen haben?), dann dürfte die Vorlage einer Gehaltsabrechnung auch ausreichen.

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Duales Studium - wo im Lebenslauf verorten

Beitrag von Sonnenschein1990 » 09.05.2016, 18:14

Hallo,

bin gerade dabei mein Lebenslauf zu überarbeiten.

Also kurz zu meinem Lebenslauf allgemein. Ich habe 1 Jahr gearbeitet und anschließend ein soziales Praktikum absolviert. Nach dem Jahr habe ich angefangen zu studieren und bin nun bald am Ende.

Jetzt frage ich mich, in welcher Kategorie bringe ich das Studium unter? Bei Ausbildungen oder bei beruflicher Werdegang

Mein beruflicher Werdegang ist ja bisher sehr kurz. Soll ich ihn dennoch an erster Stelle setzen (d. h. erst Berufl. Werdegang, dann Ausbildung)

Darüber habe ich noch andere Fragen:

- sollte ich ein zweiwöchiges Praktikum vor 10 Jahren erwähnen (war ebenfalls im soz. Bereich, allerdings anderes Klientel)
- ich habe zuerst die Realschule besucht und später meine Fachhochschulreife erlangt. Erwähne ich die Realschule dennoch?

- Soll ich Interessen erwähnen (das Einzige, was man mit dem Beruf Sozialarbeiter verbinden kann, ist meine Vereinstätigkeit, ansonsten habe ich "nur" die üblichen Hobbys wie Sport treiben, Freunde treffen.

- Soll ich Weiterbildungen im Bereich Interkulturelle Kompetenz und Gewalt aufführen (sind nur Zertifikate)?

Danke für Eure Hilfe :-)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 10.05.2016, 14:40

etzt frage ich mich, in welcher Kategorie bringe ich das Studium unter? Bei Ausbildungen oder bei beruflicher Werdegang

Mein beruflicher Werdegang ist ja bisher sehr kurz. Soll ich ihn dennoch an erster Stelle setzen (d. h. erst Berufl. Werdegang, dann Ausbildung)

Das Studium kommt wohl eher in die Rubrik "Bildung" oder ähnliches.

Man verliert wohl kaum den Überblick. Schreibe zuerst die Rubrik "Bildung" mit deinem Studium und deinem höchsten Schulabschluss. Dann schließt sich die Rubrik "Praktische Erfahrungen" an.


- sollte ich ein zweiwöchiges Praktikum vor 10 Jahren erwähnen (war ebenfalls im soz. Bereich, allerdings anderes Klientel)

Und jetzt willst du auch im sozialen Bereich arbeiten? Ein Vorteil ist es nicht, aber schaden kann es auch nicht.


- ich habe zuerst die Realschule besucht und später meine Fachhochschulreife erlangt. Erwähne ich die Realschule dennoch?

Schreibe am besten den höchsten Schulabschluss rein. Mehr will der AG nicht wissen.


- Soll ich Interessen erwähnen (das Einzige, was man mit dem Beruf Sozialarbeiter verbinden kann, ist meine Vereinstätigkeit, ansonsten habe ich "nur" die üblichen Hobbys wie Sport treiben, Freunde treffen.

- Soll ich Weiterbildungen im Bereich Interkulturelle Kompetenz und Gewalt aufführen (sind nur Zertifikate)?

Ja, kannst du machen.

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