Fachinformatikerin Bewerbung nach Studienabbruch

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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wurstiger
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Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (Studienabbruch)

Beitrag von wurstiger » 03.02.2016, 02:57

Hallo!
Habe mich schon durch diverse Seiten geschlagen und versucht so viele Tipps wie möglich zu integrieren. Wäre cool wenn mir jemand Feedback geben könnte!

Es geht um eine Email-Bewerbung als Praktikant im Bereich (Fachinf. Anwendungsentw.) Webentwicklung mit möglicher Übernahme als Azubi. Die Stelle ist auf der Arbeitsagentur als Ausbildungsplatz mit optionalem Praktikum ausgeschrieben, auf der Seite des Unternehmens ist jedoch von einem gewünschten Praktikanten mit möglicher Übernahme die rede. Habe noch keinen Kontakt herstellen können (kein Antwort auf Mail oder Anruf).

Zur Firma: Internetagentur, kleiner Betrieb (~10 Leute, Chef ist direkter Adressat)

Konkrete Anforderungen:
• Ein guter Realschulabschluss oder die (Fach-) Hochschulreife
•Sehr gute PC- und Internetkenntnisse
•Grundkenntnisse in Linux, PHP, HTML, CSS, Javascript und erste Programmiererfahrung von Vorteil
•Eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft
•Verständnis der englischen Fachsprache
•Eine eigenverantwortliche und sorgfältige Arbeitsweise

Zu mir: 2010 Abi gemacht. 2 Semester Informatik studiert (mit Ziel Richtung Game Design). 2 Semester auf Englisch Game Design im Ausland studiert. Abgebrochen, 1 Jahr auf Basketball konzentriert. Englisch+Politik Studium angefangen, nach einem Semester von Politik auf Philosophie gewechselt. Seit Mitte 2015 effektiv nur noch eingeschrieben. Abbruch aus finanziellen Gründen: kein Kindergeld, (Bafög nie bekommen), Vater in Rente, Großmutter Pflegefall.

Wenn ich "könnte" (oder wollte) würde ich weiterstudieren (bin aber noch weit von einem Abschluss entfernt). Will aber meinen Eltern aushelfen. Vielleicht später nochmal das Studium aufnehmen, jetzt aber erstmal Arbeiten und auch etwas haben auf das ich zurückfallen kann.

Meine Stärken im Hinblick auf diese Ausbildung sind definitiv, dass, weil ich über die Jahre viel Umgang mit verschiedenster Software hatte, ich vermeindlich neue Zusammenhänge schnell verstehe und Wissen gut transferieren kann. Ich komme in dem Gebiet also schnell klar (und habe schon Grundkenntnisse erworben). Wobei ich anmerken möchte, dass ich durch mein Informatikstudium wenig nützliches lernte was mir bei der Webentwicklung hilfreich sein kann.
Ebenfalls habe ich durch meine (Game) Design-Kenntnisse das Potenzial auch im Bereich WebDESIGN auszuhelfen.

Ich bin mir nicht ganz sicher wie ich die Punkte "Eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft" und "Eine eigenverantwortliche und sorgfältige Arbeitsweise" rüberbringen soll, ohne explizit zu sagen: "Ich habe eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft sowie eine eigenverantwortliche und sorgfältige Arbeitsweise."

Auch bin ich mir bei der Kommasetzung nicht sicher...


---
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung ab September 2016 – Ihre Stellenausschreibung auf Arbeitsagentur.de

Guten Tag, sehr geehrter Herr Mustermann,

digitales und kreatives Handwerk sind für mich eine Leidenschaft. Insbesondere Abläufe zu optimieren, im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und -erfahrung. Auch die Zusammenarbeit mit Kunden und deren Probleme macht mir viel Spaß. [irrelevant dass es mir spaß macht?] Nicht nur zu verstehen was ein Kunde sagt, sondern meint. Und diese Dinge dann im Team zu erarbeiten um die perfekte Lösung zu finden und dann umzusetzen sind für mich der schönste Teil dieser Arbeit. Dem Kunden genau das zu geben was er sucht, besonders dann wenn er selber nicht genau weiß was er will. [zu viel geschwafel?]Und nachdem ich auf Ihrer Homepage erfahren habe, dass Sie und Ihr Team eine ähnliche Philosophie pflegen, möchte ich diese Leidenschaft bei Ihnen zum Beruf machen. (...um Ihr Team zu verstärken.) [blau weglassen?]

Meine ersten Erfahrungen mit HTML und CSS sammelte ich bereits in der Schule, worauf ich später mit Hilfe von Codecademy aufbaute und mir Grundkenntnisse in PHP, jQuery sowie Python, aneignete. Grundlagen im Programmieren erwarb ich in der Schule. In meinem Informatikstudium lernte ich dann erweitere Techniken wie OOP mit C++. Weitere Programmierkenntnisse eignete ich mir in meiner Freizeit an, in der ich Spiele kreierte. So brachte ich mir JavaScript selbständig bei, indem ich Quellcodes aus Spielen in Unity3D nachbaute. Durch meine Erfahrungen im Programmieren ist logisches und strukturiertes Arbeiten für mich eine Selbstverständlichkeit. [zu detailiert? sollte ich vlt einfach nur erwähnen "X,Y,Z kann ich"?]

Meine Englischkenntnisse brachte ich während meines Auslands- und Anglistikstudiums auf ein sehr hohes Niveau. [bessere formulierung?] Aber auch aus Eigeninteresse beschäftige ich mich täglich mit der Sprache. [keine Ahnung wie ich den Absatz "schön" in den Text eingewoben bekomme, deswegen der zweit Satz damit der Absatz nicht so traurig aussieht]

Als langjähriger Basketballspieler weiß ich über die nötigen Fähigkeiten erfolgreich im Team zu arbeiten. So schaffte ich es mein Heimatverein 201X erfolgreich in die XY-Liga zu führen, indem ich durch deutliche Kommunikation wichtige Probleme aufzeigte und Konflikte löste, wodurch sich zum Beispiel die Trainingsbeteiligung steigerte. [auch hier wieder zu viel detail? soll ich "Teamarbeit" überhaupt belegen? bzw haben?] Weiterhin habe ich mich stets als aufmerksam und aufgeweckt erwiesen, indem ich Anweisungen schnell umsetzte und immer zur Stelle wenn es Schwierigkeiten gab. [gleiches hier: Soft Skills belegen? oder überhaupt erwähnen?] Deshalb will ich mich gerne bei Ihnen ab dem ersten März als neues Teammitglied unter Beweisstellen.

Wenn Sie Fragen zu meiner Person oder meinem Lebenslauf haben würde ich diese gerne in einem persönlichen Gespräch beantworten. [floskel?]


Mit freundlichen Grüßen

Hans Peter Wurstiger

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 03.02.2016, 09:20

Ich finde Deinen Text zu lang. Gerade Deine Einleitung hat wenig Information in viiiieeeel Text. Kannst Du da kürzen?
Andererseits benutzt Du auch häufig Halbätze, das liest sich einfach holperig. Versuch mal, leserfreundlicher zu schreiben, etwas zusammenhängender.

Wenn Du Deine Englischkenntnisse betonen willst, dann ziehe doch das Auslands- und das Anglistikstudium auseinander. Das Eigeninteresse liest sich so pur ein wenig seltsam.

Der Absatz mit dem Basketball ist von der Idee her gut, aber auch hier holperst Du durch die Sätze und breitest dass Thema für meinen Geschmack auch zu sehr aus.

Deinen Schluss könnte man so lesen, dass Du selbst glaubst, Fragen offen gelassen zu haben. Im VG stellst nicht nur Du Dich vor, auch der Betrieb muss sich präsentieren...

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 03.02.2016, 09:47

Lies Deinen Text mal laut. Am Besten jemandem vor, aber für Dich selbst wäre auch schon gut. Das hilft, sich über die Verständlichkeit des Textes klar zu werden.

wurstiger
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Beitrag von wurstiger » 03.02.2016, 18:30

Vielen Dank für dein Feedback, katerfreitag!

Habe den Text stark gekürzt. Meine Englischkenntnisse habe ich ganz gestrichen. Reicht es wenn ich die in den Lebenslauf packe? Gleiches habe ich bei meinen Webentwicklung-Kenntnissen gemacht.

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Guten Tag, sehr geehrter Herr Mustermann,

von Natur aus bin ich ein Problemlöser und liebe es Abläufe zu optimieren um die Benutzerfreundlichkeit und -erfahrung zu perfektionieren. Und nachdem ich auf Ihrer Homepage erfahren habe, dass Sie und Ihr Team eine ähnliche Philosophie pflegen, möchte ich diese Leidenschaft bei Ihnen zum Beruf machen und Ihr Team dauerhaft verstärken.

Meine Neugier nutzte ich dazu mir ein vielfältig einsetzbares Wissen[zu vage?] anzueignen, so brachte ich mir JavaScript und OOP selbständig bei, indem ich Spiele programmierte, wodurch ich wiederum Grundlegende Designprinzipien erlernte und ordentliche Arbeit schätzen lernte. [sollte ich hier vlt noch schreiben wie das dem unternehmen von nutzen sein wird?]

Als langjähriger Basketballspieler weiß ich über die nötigen Fähigkeiten erfolgreich im Team zu arbeiten und habe ich mich stets als aufmerksam und aufgeweckt erwiesen, indem ich Anweisungen schnell umsetzte und immer zur Stelle war wenn es Schwierigkeiten gab. Deshalb will ich mich gerne bei Ihnen ab dem ersten März als neues Mannschaftsmitglied unter Beweisstellen.

Wenn Sie Interesse an einem engagierten und lernfreudigen Teamspieler haben, freue ich mich darauf Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen.


Mit freundlichen Grüßen

Hans Peter Wurstiger

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 04.02.2016, 23:06

Katerfreitag schrieb davon, ein wenig zu kürzen, dann kommt aber ein ganz neues und beinahe entseeltes Anschreiben. Das ist nicht die Lösung. der Erstversuch war doch gar nicht soooo schlecht.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 05.02.2016, 10:58

Du solltest schon versuchen, mit Deinen Erfahrungen und Kenntnissen zu punkten.
Also nicht ALLES wegstreichen, sondern kürzen.

Versetz Doch mal an die Stelle des Personalers, der hundert Bewerbungen lesen muss. Der liest Romane allerhöchstens gern in seiner Freizeit.
Für den haben relevante Informationen den größten Wert.

Dein erstes Anschreiben war nicht schlecht, nur etwas zu fluffig ;)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 05.02.2016, 12:32

Was ich an der ersten Version besonders interessant fand, waren die eigenen Überlegungen zum Arbeiten nach Kundenwünschen und -bedürfnissen.

Wirklich irritieren tut mich in beiden Varianten die Tatsache, dass das extreme Nebenthema "Basketball" derart viel (anteilsmässiges und emotionales) Gewicht hat. Da fragt sich der Leser auch angesichts des Lebenslaufs gleich, ob Du ihm nicht doch wieder von der Fahne gehst, wenn sich die Gelegenheit ergibt... ;-)
Wobei ich anmerken möchte, dass ich durch mein Informatikstudium wenig nützliches lernte was mir bei der Webentwicklung hilfreich sein kann.
Das ist in der Tat eine wichtige Information - nicht nur für uns hier, sondern auch für den Arbeitgeber. Bei ehemaligen Studenten steht ja immer das Thema "Überqualifizierung" im Raum... was einen nicht ganz einfachen Argumentations-Spagat erzwingt: Deutlich zu machen, dass man trotz weit überdurchschnittlicher Vorkenntnisse nicht als gelangweilter "Alleswisser" dort auftauchen wird...

Romanum
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Beitrag von Romanum » 06.02.2016, 20:45

Ich will noch anmerken, dass es auch duale Studiengänge im Bereich Informatik gibt; wahrscheinlich nicht direkt im Game Design, aber im Bereich Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik usw. Die Bewerbungsfristen sind zwar oft schon abgelaufen, aber auch nicht überall, z.B. http://www.stadt-koeln.de/politik-und-v ... or-science

Lies dich auch mal durch andere Fachinformatiker-Bewerbungen und die gegebenen Tipps sowie Verbesserungen durch. Dabei kann man viel lernen, zum Beispiel:

https://www.bewerbung-forum.de/forum/fac ... 61141.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... 28133.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... html#27770

https://www.bewerbung-forum.de/forum/pra ... 52181.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/fac ... 62261.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/fac ... 50232.html

https://www.bewerbung-forum.de/fachinfor ... klung.html

Celeste22
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Fachinformatikerin Bewerbung nach Studienabbruch

Beitrag von Celeste22 » 21.02.2016, 22:00

Hallo

ich habe bis jetzt Lehramt studiert unter anderem das Fach Mathematik, würde das Studium jetzt aber gern abbrechen und eine Ausbildung zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung beginnen.

Für eure Meinung und konstruktive Kritik zu meinem Anschreiben nach meinem Studienabbruch, wäre ich euch sehr dankbar.


Sehr geehrter Herr ____,

ich würde gerne eine Ausbildung als Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung in Ihrem Unternehmen beginnen, da ich während meines Studiums gemerkt habe, dass ich nicht nur Wissen weitergeben will, sondern auch die Analyse von Problemstellungen und das Lösen eben dieser ein wesentlicher Aspekt ist, der in meinem beruflichen Alltag vorkommen soll.

In den Mathematikvorlesungen meines Studiums fiel es mir immer leicht Problemstellungen zu lösen und Aussagen zu beweisen. Aufgrund meiner guten mathematischen Leistungen im Studium wurde mir von meinem Dozenten sogar eine Stelle als Hilfskraft angeboten. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich mehrere Semester lang ein Tutorium begleitend zu Vorlesung geleitet. Von meinem Vorgesetzten an der Uni wurde ich dabei als zuverlässige, engagierte, pflichtbewusste, freundliche und teamorientierte Mitarbeiterin beschrieben.

Während Mathematik schon immer zu meinen Lieblingsfächern in der Schule gehörte, wurde mein Interesse an der Informatik erst an der Uni durch eine Vorlesung geweckt. In meiner Freizeit habe ich mir dann mit Hilfe von Büchern das Programmieren mit Java beigebracht.

Meine Englischkenntnisse konnte ich in den letzten Jahren sowohl durch Sprachkurse an der Uni als auch die Lektüre englischsprachiger Bücher und Zeitungsartikel in meiner Freizeit weiter verbessern, sodass ich sie inzwischen als sehr gut bezeichnen würde. Außerdem verfüge ich über den Führerschein der Klasse B.

Ich würde mich freuen, wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat und Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.


Mit freundlichen Grüßen,

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 21.02.2016, 22:17

Grundsätzlich finde ich „würde“ , also Konjunktiv, nicht gut in einer Bewerbung. Das wirkt zögerlich. Und so sehr ich die Vorsicht nachempfinden kann, ist sie hier unangebracht. Du solltest in Deinem Anschreiben dadurch überzeugen, dass Du überzeugt bist.

Dafür, dass Du Dein Studium abbrechen willst, betonst Du es viel zu stark. Deine Motivation für die Ausbildung kommt nicht deutlich genug raus. Was machst Du denn im Moment, im Hinblick auf IT? Woher kommt Dein Interesse? Warum dieser Job? Warum gerade dieser Betrieb? Was haben die davon, Dich einzustellen?

Celeste22
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Beitrag von Celeste22 » 21.02.2016, 22:53

Danke erst einmal für dein Feedback, leider haben die Nebenjobs die ich zur Zeit ausübe nicht viel mit dem Thema IT zu tun. Außer, dass ich in meiner Freizeit Programme schreibe, gibt es also nicht viel was ich dazu in meiner Bewerbung schreiben könnte. Was mich an dem Job interessiert ist eben vor allem, dass man eine Problemstellung analysiert und eine allgemeine systematische Lösung dafür findet und entsprechend das passende Programm dazu schreibt (auch im engen Kontakt mit dem Kunden und natürlich nach dessen Wünschen). Darum dachte ich, dass ich vielleicht eher mein analytisches, logisches Denkvermögen in den Fokus stelle, das ich zumindest auch mit den Leistungen im Studium belegen kann.

maxfax
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Re: Fachinformatikerin Bewerbung nach Studienabbruch

Beitrag von maxfax » 21.02.2016, 23:21

Celeste22 hat geschrieben: Sehr geehrter Herr ____,

ich ←nicht mit ich anfangen würde gerne eine Ausbildung als Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung in Ihrem Unternehmen beginnen, da ich während meines Studiums gemerkt habe, dass ich nicht nur Wissen weitergeben will, sondern auch die Analyse von Problemstellungen und das Lösen eben dieser ein wesentlicher Aspekt ist, der in meinem beruflichen Alltag vorkommen soll. ←Das spricht aber nicht explizit für diese Ausbildung, sondern könnte genauso (und m.E. auch viel mehr) für ein Studium - in deinem Fall bspw. der Mathematik oder Informatik - gelten, oder? Erst recht begründet es nicht, warum du deine Ausbildung gerade in diesem Unternehmen absolvieren willst.

In den Mathematikvorlesungen meines Studiums fiel es mir immer leicht Problemstellungen zu lösen und Aussagen zu beweisen. Aufgrund meiner guten mathematischen Leistungen im Studium wurde mir von meinem Dozenten sogar eine Stelle als Hilfskraft angeboten. ← Wenn du so gut bist, warum wechselst du dann nicht auf 1-Fach-Bachelor?Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich mehrere Semester lang ein Tutorium begleitend zu Vorlesung geleitet. Von meinem Vorgesetzten an der Uni wurde ich dabei als zuverlässige, engagierte, pflichtbewusste, freundliche und teamorientierte Mitarbeiterin beschrieben.Gibt es dafür Referenzen? Sonst sind das ja eigentlich nur reine Behauptungen.

Während Mathematik schon immer zu meinen Lieblingsfächern in der Schule gehörte, wurde mein Interesse an der Informatik erst an der Uni durch eine Vorlesung geweckt. In meiner Freizeit habe ich mir dann mit Hilfe von Büchern das Programmieren mit Java beigebracht. ←Vielleicht könntest du hier noch schreiben wie diese Kenntnisse/Interessen zu deiner Ausbildung passen?

Meine Englischkenntnisse konnte ich in den letzten Jahren sowohl durch Sprachkurse an der Uni als auch die Lektüre englischsprachiger Bücher und Zeitungsartikel in meiner Freizeit weiter verbessern, sodass ich sie inzwischen als sehr gut bezeichnen würde. Ist das relevant für die Ausbildung? Wenn ja, dann würde ich auch schreiben, wie du deine Englischkenntnisse einsetzen kannst. Außerdem verfüge ich über den Führerschein der Klasse B. Ist das relevant für die Ausbildung? Wenn ja, dann in den Lebenslauf.

Ich würde mich freuen, wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat und Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.


Mit freundlichen Grüßen,
Das nur als Anregung. Viel Erfolg!

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TheGuide
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Re: Fachinformatikerin Bewerbung nach Studienabbruch

Beitrag von TheGuide » 22.02.2016, 22:23

Die beiden Vorschreiber haben schon gute Arbeit geleistet, aber ich würde an einigen Punkten noch weiter gehen.
Celeste22 hat geschrieben:dass ich nicht nur Wissen weitergeben will,
Das bedeutet aber eigentlich, dass du deinen Wunsch, Lehrerin zu werden, nicht aufgibst, sondern erweiterst. Neben den von den Vorrednern angesprochenen Problem, dass du viel zu sehr auf deinem Studium(sabbruch) herumreitest, führt das zu weiteren Irritationen.
In den Mathematikvorlesungen meines Studiums fiel es mir immer leicht Problemstellungen zu lösen und Aussagen zu beweisen. Aufgrund meiner guten mathematischen Leistungen im Studium wurde mir von meinem Dozenten sogar eine Stelle als Hilfskraft angeboten. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich mehrere Semester lang ein Tutorium begleitend zu Vorlesung geleitet. Von meinem Vorgesetzten an der Uni wurde ich dabei als zuverlässige, engagierte, pflichtbewusste, freundliche und teamorientierte Mitarbeiterin beschrieben.
Wie Katerfreitag schon sagte, viel zu viel Herumreiten auf dem Studium. Zudem versteht niemand, warum jemand ein erfolgreiches Studium abbricht. Lügst du? Oder befindest du dich in einer Lebenskrise und bedauerst nach einem Jahr, dass du das eigentlich erfolgreiche Studium abgebrochen hast? Das sind so Fragen, die sich hier aufdrängen.
Während Mathematik schon immer zu meinen Lieblingsfächern in der Schule gehörte, wurde mein Interesse an der Informatik erst an der Uni durch eine Vorlesung geweckt.
Schon immer ist zu unpräzise, das Interesse an Informatik mit "erst" zu negativ beschrieben.
Meine Englischkenntnisse konnte ich in den letzten Jahren sowohl durch Sprachkurse an der Uni als auch die Lektüre englischsprachiger Bücher und Zeitungsartikel in meiner Freizeit weiter verbessern, sodass ich sie inzwischen als sehr gut bezeichnen würde.

In Sprachkursen ... und durch die Lektüre ... verbesserte ich ... meine Sprachkenntnisse, sodass diese mittlerweile als sehr gut zu bezeichnen sind.

In den übrigen Punkten stimme ich mit den Vorrednern überein,

dvapron
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Fachinformatiker nach Studienabbruch - Bewerbung Muster

Beitrag von dvapron » 17.05.2016, 16:42

Erst einmal Hallo und sorry falls ich hier falsch bin oder etwas falsch mache, bin neu hier. Hoffentlich wird mein Text hier nicht zu lang.

Ich habe zuvor noch nie eine Bewerbung für eine Ausbildung geschrieben, daher bin ich etwas unsicher. Hier geht es mir nicht darum, dass ihr mir hilft mein Anschreiben zu perfektionieren, sondern mir vielleicht helfen könntet, wie ich meine Situation am besten präsentieren könnte. Ich bin mir nämlich nicht sicher ob ich nicht lieber lügen sollte und dieses 08/15 "ich will mehr praxis und nicht so viel theorie" schreiben sollte. Um Rechtsschreibfehler, Formatierung etc. geht es hier also in erster Linie nicht.

Zu mir:
Ich bin 20 und habe drei Semester Informatik (das vierte Semester läuft jetzt gerade) an einer Universität studiert, habe aber gemerkt, dass es zeitintensiver ist als ich dachte. Das Studium an sich gefällt mir gut, ich finde die Themen auch sehr interessant, aber aus einer Mischung aus familiären, finanziellen und persönlichen Gründen würde ich doch lieber eine Ausbildung anfangen.
Zum einen gibt es meinen autistischen kleinen Bruder um den ich mich kümmern muss (meine Mutter arbeitet den ganzen(!) Tag 24/7, mein Vater etwas weniger aber ihm sind der Haushalt und seine Söhne egal), zum anderen die Nebenjobs als Kellner (übers ganze Wochenende und auch in der Woche), dadurch bleibt mir leider nicht so viel Zeit für die Uni.
Ich würde auch gerne in naher Zukunft ausziehen, sobald mein Bruder besser für sich selbst sorgen kann.
Ich weiß, dass es viele Leute gibt die, genau wie ich, das ganze Wochenende irgendwo arbeiten, studieren und es trotzdem schaffen, aber bei mir klappt das halt anscheinend nicht, bin wohl nicht schlau/stark genug.

Die Frage ist jetzt wie präsentiere ich das in dem Anschreiben, und was sollte ich überhaupt in mein Anschreiben packen und was weglassen.

Ich dachte mir so anzufangen:

"Sehr geehrter Herr ____ ,

durch _____, einen Mitarbeiter ihres Hauses, bin ich auf ihre Stelle aufmerksam geworden."

und dann dachte ich an

"Nachdem ich die Fachhochschulreife an der ___-Schule in __ erfolgreich erworben(erlangt?) habe, begann ich __ an der Universität ___ zu studieren. Nach dem dritten Semester, welches im März 2016 endete, habe ich aus familiären Gründen beschlossen, "

oder vielleicht doch bloß sowas wie

"Das dritte Semester Informatik an der Universität __ habe ich im März abgeschlossen. Aus familiären Gründen habe ich beschlossen, "

Nun, wie schreibe ich jetzt "Abbruch" ohne dass es so aussieht als hätte ich komplett versagt, Prüfungen habe ich größtenteils bestanden.
Ich könnte mir ja sogar vorstellen, irgendwann mal das Studium zu ende zu bringen, die ersten drei Semester habe ich ja schon in der Tasche.

könnte ich sowas schreiben wie

", nicht weiter zu studieren, sondern eine Ausbildung anzustreben."
oder lieber
", das Studium abzubrechen und eine Ausbildung anzufangen"
oder...

Ich bin mir nicht sicher, ob ich ausführen sollte, was das für Gründe sind oder ob es reicht einfach "familiäre Gründe" zu schreiben.

Ich vermute mal als nächstes könnte ich sowas schreiben wie

"Seit meiner Kindheit bin ich an Rechnern und dem technologischen Fortschritt fasziniert. Ich hatte die Chance im Studium, im Praktikum als auch privat an kleineren Software Projekten teilzunehmen, welche mich noch mehr motiviert haben, den Beruf des Informatikers anzustreben."

danach

"In den drei Semestern meines Studiums konnte ich bereits Kenntnisse in viele Bereiche der Informatik gewinnen. Eine Ausbildung wird mir nun die Möglichkeit bieten, das schon vorhandene Wissen einzubringen und praktisch einzusetzen."

"Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor und freue mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen

_________ "


Also als Beispiel insgesamt:

"Sehr geehrter Herr ____ ,

durch _____, einen Mitarbeiter ihres Hauses, bin ich auf ihre Stelle aufmerksam geworden.

Nachdem ich die Fachhochschulreife an der ___-Schule in __ erfolgreich erworben habe, begann ich __ an der Universität ___ zu studieren. Nach dem dritten Semester, welches im März 2016 endete, habe ich aus familiären Gründen beschlossen, nicht weiter zu studieren, sondern eine Ausbildung anzustreben.

Seit meiner Kindheit bin ich an Rechnern und dem technologischen Fortschritt fasziniert. Ich hatte die Chance im Studium, im Praktikum als auch privat an kleineren Software Projekten teilzunehmen, welche mich noch mehr motiviert haben, den Beruf des Informatikers anzustreben.

In den drei Semestern meines Studiums konnte ich bereits Kenntnisse in viele Bereiche der Informatik gewinnen. Eine Ausbildung wird mir nun die Möglichkeit bieten, das schon vorhandene Wissen einzubringen und praktisch einzusetzen.

Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor und freue mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen

_____ "

Ist das zu kurz?
Reicht das? Fehlen dort Informationen? Sollte ich irgendwas ausführlicher erklären? Habe ich irgendwas unpassend formuliert?

Vielen Dank.

katerfreitag
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Re: Fachinformatiker nach Studienabbruch - Bewerbung Muster

Beitrag von katerfreitag » 17.05.2016, 18:00

dvapron hat geschrieben:
"Sehr geehrter Herr ____ ,

durch _____, einen Mitarbeiter ihres Hauses

WENN DIESER MITARBEITER NUN EIN WENIGER GUTES ANSEHEN BEIM PERSONALER HAT, DANN BIST DU JETZT SCHON DIREKT AUF DEM ABSAGEN-STAPEL GELANDET.

, bin ich auf ihre Stelle aufmerksam geworden. FUNDORT DER AUSSCHREIBUNG IN DIE BETREFFZEILE. ETWA:
'Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Anwendungsentwickler -
Ihre Ausschreibung auf Ihrer Homepage'

Nachdem ich die Fachhochschulreife an der ___-Schule in __ erfolgreich erworben habe, begann ich __ an der Universität ___ zu studieren.

ZUVIEL LEBENSLAUF.

Nach dem dritten Semester, welches im März 2016 endete, habe ich aus familiären Gründen beschlossen, nicht weiter zu studieren, sondern eine Ausbildung anzustreben.

NEGATIVE MOTIVATION.

Seit meiner Kindheit

ZU UNGENAU -
KANNST DU EINEN KONKRETEN AUSLÖSER BESCHREIBEN?

bin ich an Rechnern und dem technologischen Fortschritt fasziniert.

Ich hatte die Chance im Studium, im Praktikum als auch privat an kleineren Software Projekten teilzunehmen, welche mich noch mehr motiviert haben, den Beruf des Informatikers anzustreben.

ALTERNATIV:' Sowohl in meiner Freizeit als auch während meines Praktikums im Studium habe ich an Software-Projekten mitgearbeitet. Diese Erfahrungen motivieren mich noch mehr für die Ausbildung zum Informatiker.'

In den drei Semestern meines Studiums konnte ich bereits Kenntnisse in viele Bereiche der Informatik gewinnen.

KONNTEST DU ODER HAST DU? DAS MACHT EINEN GWALTIGEN UNTERSCHIED.

Eine Ausbildung wird mir nun die Möglichkeit bieten, das schon vorhandene Wissen einzubringen und praktisch einzusetzen.

WAS HAT DER BETRIEB DAVON DICH EINZUSTELLEN?

Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor und freue mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen

_____ "

ICH FINDE ES ZU KURZ, DU KÖNNTEST MEHR AUF DEINE FLEXIBILITÄT UND BELASTBARKEIT EINGEHEN, DIE DU DURCH DIE GASTRONOMIE HABEN MÜSSTEST ;)

AUSSERDEM FEHLT MIR DEIN BEZUG ZUM UNTERNEHMEN - WARUM GERADE DIESER JOB BEI GENAU DIESEM BETRIEB?

dvapron
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Registriert: 17.05.2016, 10:05

Re: Fachinformatiker nach Studienabbruch - Bewerbung Muster

Beitrag von dvapron » 17.05.2016, 18:50

Erst einmal danke für deine Antwort.
katerfreitag hat geschrieben: WENN DIESER MITARBEITER NUN EIN WENIGER GUTES ANSEHEN BEIM PERSONALER HAT, DANN BIST DU JETZT SCHON DIREKT AUF DEM ABSAGEN-STAPEL GELANDET.
Naja, das ist jetzt kein riesen großer Betrieb. Ich kenne den Herrn nur vom Restaurant in dem ich nebenbei arbeite, er geht dort oft essen und wir sind ins Gespräch gekommen. Er meinte dann, dass dieser Betrieb dafür bekannt ist, Studienabbrecher anzunehmen und er selbst einer war.
Er hat mir seinen vollen Namen und seine E-Mail Adresse aufgeschrieben und meinte ich könnte ihn in meiner Bewerbung erwähnen. Er meinte auch sie wüssten sofort von wem ich spreche, da er der einzige Grieche dort ist, ich bin auch Grieche, was man dann schon am Namen sehen wird.
katerfreitag hat geschrieben: ZUVIEL LEBENSLAUF.
Dachte ich mir schon fast, bin mir noch nicht sicher was ich sonst schreiben soll.
katerfreitag hat geschrieben: NEGATIVE MOTIVATION.
Nicht sicher wie ich das umformulieren soll.

"Während des dritten Semester habe ich gemerkt, dass mir der Praxisbezug fehlt. Durch familiäre Gründe habe ich nach dem Semester endgültig beschlossen, eine Ausbildung anzustreben."
oder
"Das Studium gefällt mir an sich gut, doch fehlt mir der Praxisbezug, ich möchte die Sachen die ich lerne auch umsetzen. Durch familiäre Gründe habe ich dann endgültig beschlossen, eine Ausbildung anzustreben."

oder sollte ich "familiäre Gründe" vollkommen weglassen?
katerfreitag hat geschrieben: ZU UNGENAU -
KANNST DU EINEN KONKRETEN AUSLÖSER BESCHREIBEN?
Mein Onkel, er ist der einzige in der Familie der sich etwas auskannte und hat mir dann alles beigebracht, er hat mir gezeigt wie man einen PC bedient, mir seinen Rechner mit Windows 98 drauf geschenkt und von da auf habe ich mir dann "alles selbst" angeeignet.
katerfreitag hat geschrieben: ALTERNATIV:' Sowohl in meiner Freizeit als auch während meines Praktikums im Studium habe ich an Software-Projekten mitgearbeitet. Diese Erfahrungen motivieren mich noch mehr für die Ausbildung zum Informatiker.'
Danke, hört sich besser an.
katerfreitag hat geschrieben: KONNTEST DU ODER HAST DU? DAS MACHT EINEN GWALTIGEN UNTERSCHIED.
Habe ich!
katerfreitag hat geschrieben: WAS HAT DER BETRIEB DAVON DICH EINZUSTELLEN?
Was hat der Betrieb davon irgendjemanden einzustellen?
Ich will arbeiten, ich will Geld verdienen. Das funktioniert in Deutschland so, dass man entweder Studiert oder eine Ausbildung macht (oder beides) soweit ich das verstanden habe. Ich hab gemerkt, dass mir das ganze IT Zeug liegt und bin bereit dafür zu lernen, mich ausbilden zu lassen. Damit kann ich hoffentlich irgendwann mal für mich selbst sorgen und auch nützlich für andere sein.
katerfreitag hat geschrieben: ICH FINDE ES ZU KURZ, DU KÖNNTEST MEHR AUF DEINE FLEXIBILITÄT UND BELASTBARKEIT EINGEHEN, DIE DU DURCH DIE GASTRONOMIE HABEN MÜSSTEST ;)
Bin mir nicht sicher wie ich das da einbringen soll.
Ich weiß ja nicht ob ich direkt sowas schreiben kann wie "
katerfreitag hat geschrieben: AUSSERDEM FEHLT MIR DEIN BEZUG ZUM UNTERNEHMEN - WARUM GERADE DIESER JOB BEI GENAU DIESEM BETRIEB?
Um ehrlich zu sein ist das neben 2 anderen Betrieben der einzige Betrieb in der Nähe der eine Ausbildung zum Fachinformatiker anbietet, daher bleibt mir auch keine große Wahl. Der Betrieb wurde mir aber von Bekannten aber auch vom netten Herren, der dort arbeitet, der mich auf den Betrieb aufmerksam gemacht hat sehr empfohlen.



Alles klar, ich danke dir für deine Ratschläge, ich werde das Anschreiben überarbeiten und meine Ergebnisse dann hier posten.

Celeste22
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Registriert: 21.02.2016, 21:50

Beitrag von Celeste22 » 29.05.2016, 12:26

Noch einmal vielen Dank für das Feedback.
Naja zum Studium, ich hab in den Fächern (vor allem Mathe) wirklich gute Noten, allerdings macht das nun mal noch keinen guten Lehrer. Ich arbeite seit einiger Zeit als Nachhilfelehrerin, und hab im Rahmen meines Studiums auch einige Schulpraktika gemacht. Das Problem bei mir ist einfach, dass ich mich im Unterricht vor der Klasse nicht durchsetzen kann. Darum gebe ich inzwischen auch nur noch Einzelnachhilfe und keine Gruppennachhilfe mehr. Ich könnte das Studium natürlich abschließen und dann im Ref scheitern oder das sogar schaffen und dann jahrelang im Job unglücklich sein, darum habe ich mich entschlossen nun jetzt die Notbremse zu ziehen. Allerdings kann ich den Grund so auch schlecht in dem Anschreiben angeben.

Mein Grundgedanke bei der ganzen Sache war halt, zu zeigen, dass ich zum Beispiel Fähigkeiten wie logisches Denkvermögen und die Fähigkeit Probleme zu lösen mitbringe und die Belege die ich dafür habe sind halt nun mal die Noten aus meinem Studium. Aber ihr habt schon Recht, ich hab dann auch versucht den Studienabbruch nicht so in den Fordergrund zu stellen.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 29.05.2016, 16:21

Celeste22 hat geschrieben: Naja zum Studium, ich hab in den Fächern (vor allem Mathe) wirklich gute Noten, allerdings macht das nun mal noch keinen guten Lehrer.
Das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass deine Argumentation fehlging.
Ich arbeite seit einiger Zeit als Nachhilfelehrerin, und hab im Rahmen meines Studiums auch einige Schulpraktika gemacht. Das Problem bei mir ist einfach, dass ich mich im Unterricht vor der Klasse nicht durchsetzen kann. Darum gebe ich inzwischen auch nur noch Einzelnachhilfe und keine Gruppennachhilfe mehr.

Das ist völlig okay. Was unverständlich ist, ist, warum du darauf herumreitest und warum du mit der Ausbildung ein ganzes Nievau tiefer gehen möchtest. Wird dich das zufriedenstellen können?
In die Bewerbung gehören Argumente für deine Einstellung. Die Verarbeitung der Umplanung deines Lebenswegs oder gar -traums hat im Motivationsschreiben nichts verloren. Das ist deine Privatsache.
Ich könnte das Studium natürlich abschließen und dann im Ref scheitern oder das sogar schaffen und dann jahrelang im Job unglücklich sein, darum habe ich mich entschlossen nun jetzt die Notbremse zu ziehen.
Was spricht denn gegen die Variante das Studium abzuschließen und danach etwas anderes als Lehramt zu machen?!
Allerdings kann ich den Grund so auch schlecht in dem Anschreiben angeben.

Musst du ja auch gar nicht! Denk dein Anschreiben nicht von der Vergangenheit her oder von der Zukunft, die nun nicht mehr stattfinden wird sondern denk es von der jetzt angestrebten Zukunft her.
Mein Grundgedanke bei der ganzen Sache war halt, zu zeigen, dass ich zum Beispiel Fähigkeiten wie logisches Denkvermögen und die Fähigkeit Probleme zu lösen mitbringe und die Belege die ich dafür habe sind halt nun mal die Noten aus meinem Studium.
Das ist vom Gedanken her auch völlig in Ordnung. Nur kommt es eben im obigen Anschreiben völlig anders rüber.

Celeste22
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Beitrag von Celeste22 » 29.05.2016, 21:01

Ich sehe die Ausbildung nicht als ein ganzes Niveau tiefer, mein Bruder hat zum Beispiel eine Ausbildung als Informatikkaufmann gemacht und seine Tätigkeit ist auch nicht weniger interessant oder anspruchsvoll, als es mein Beruf nach dem Abschluss wäre. Ich studiere Lehramt auf Haupt/Realschule, dies ist in fachlicher Hinsicht nun auch nicht so anspruchsvoll und das Studium ist auch in keinster Weise mit einem universitären Mathe- oder Informatikstudium zu vergleichen, sondern eher ein PH Studiengang.

Darum glaube ich auch nicht, dass ich nach dem Abschluss damit einen Job in dem Bereich finden würde, sondern höchstens als pädagogische Mitarbeiterin, also genau das, was ich eigentlich nicht möchte. Der Master wäre zudem auch rein erziehungswissenschaftlich ausgerichtet.

Wie sollte ich denn deiner Meinung nach mit dem Studiumsabbruch umgehen? Erwähnen muss ich ihn ja schon und einen Grund sollte ich vermutlich auch angeben.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 29.05.2016, 21:29

Celeste22 hat geschrieben: Erwähnen muss ich ihn ja schon
Wer sagt das? Wieso musst du das? Wer zwingt dich dazu?
Das ist genau der Kardinalfehler fast aller Studienabbrecher! Ihr begebt euch damit nur in eine schwer zu durchbrechende Rechtfertigungsspirale! Stattdessen - ich wiederhole mich - von der Zukunft her denken. Den Personalverantwortlichen interessiert in erster Linie deine Eignung! Die gilt es ihm auseinanderzusetzen!
Versetz dich in einen Werbefachmann der die Aufgabe hat, eine Süßigkeit oder eine Limonade zu vermarkten. Was hebt er hervor? Was lässt er unter den Tisch fallen?
Du würdest dich doch nicht als chemische Zuckerbombe, die zu Diabetis etc. führt, verkaufen, oder? Genau dafür argumentierst du aber gerade.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.05.2016, 16:58

Hast du denn schon eine Resonanz auf deine bisherigen Bewerbungen bekommen?

Lies dich auch mal durch andere Fachinformatiker-Bewerbungen und die gegebenen Tipps sowie Verbesserungen durch. Dabei kann man viel lernen, zum Beispiel:

https://www.bewerbung-forum.de/forum/fac ... 61141.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... 28133.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/aus ... 41706.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/aus ... 30699.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... html#27770

https://www.bewerbung-forum.de/forum/pra ... 52181.html

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