ᐅ psychologisches Praktikum Bewerbung Prakikum als Psychologin

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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aticka
Beiträge: 1
Registriert: 12.05.2009, 00:02

ᐅ psychologisches Praktikum Bewerbung Prakikum als Psychologin

Beitrag von aticka »

Es handelt sich um eine Bewerbung für ein Praxissemester in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ich habe bereits einige praktische Erfahrung gesammelt, möchte aber nach diesen sehr spezifischen Praktika maleines machen, wo ich die gesamte Bandbreite an psychischen Störungen mitbekomme. Ich hab versucht das auszudrücken, bin mir aber nicht sicher ob das rüberkommt. Ach, und darf ich einer Bewerbung eigentlich auch schreiben, was ich erwarte? ich meine Anleitung und Lernprozesse vs. Kaffekochen und Büroarbeit... Also wenn ich darf, freue ich mich auch über einen Formulierungsvorschlag. Und natürlich über ein Feedback ob ihr mich mit dem Anschreiben haben wollen würdet, oder wenn nicht was noch zu verbessern wäre...? DANKE!

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Bewerbung um ein psychologisches Praktikum

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit möchte ich mich um eine Stelle als Praktikantin im Bereich Psychologie in Ihrem Krankenhaus für den Zeitraum vom 1.10.2009 bis 1.04.2010 bewerben.

Derzeit studiere ich Psychologie an der XXX. Im Sommer werde ich dieses Studium mit dem Bachelor of Science abschließen. Ich plane anschließend meinen Master an der Universität in XXX zu beginnen. Teil des Masterstudiums ist ein halbjähriges Praxissemester unter Anleitung eines Psychologen bzw. psychologischen Psychotherapeuten. Da ich im Masterstudium den Schwerpunkt in der klinischen Psychologie setzen möchte, interessiere ich mich besonders für ein Praktikum in einem Krankenhaus wie Ihrem. Im speziellen stelle ich mir die therapeutische Arbeit in der Tagesklinik als herausfordernd vor.

Im Zuge des Bachelorstudiums habe ich praktische Erfahrung in sozialen Projekten in Namibia und in einer Organisation mit Schwerpunkt auf Betreuung, Beratung und Therapie von traumatisierten Flüchtlingen in Süddeutschland sammeln können. Bereits vor meinem Studium habe ich in einem Freiwilligendienst in einem Team von SozialrbeiterInnen und PsychologInnen in einem Kinderkrebskrankenhaus bei Minsk gearbeitet. Diese Tätigkeiten haben mir sehr gut gefallen und ich freue mich, wenn ich diese Erfahrungen um die vielfältigen Aspekte psychischer Krankheiten und deren Behandlungen in Ihrem Krankenhaus erweitern kann. Ein psychiatrisches Krankenhaus wie das Ihre bietet für mich die Möglichkeit mein Vorwissen aus Studium und praktischer Tätigkeiten auf einen breiten Bereich der Arbeit mit Menschen mit psychischen Störungen umzusetzen und auszubauen.

Meine engagierte Arbeitsweise ermöglichte es mir bisher immer, mich in kürzester Zeit in neue Aufgabenbereiche schnell und sicher einzuarbeiten. Während meines Studiums habe ich in mehreren Forschungsprojekten als studentische Hilfskraft Teamfähigkeit und eigenständiges Arbeiten unter Beweis stellen können. Durch Auslandsaufenthalte verfüge ich über sehr gute Englisch- und Russischkenntnisse.

Ich freue mich, wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat und stehe Ihnen für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung.
Knightley
Bewerbungshelfer
Beiträge: 13502
Registriert: 16.03.2004, 18:52

Beitrag von Knightley »

Ich finde das Anschreiben schon gut, außer die Einleitung ist etwas fade. Gucke bitte mal hier: https://www.bewerbung-forum.de/einleitungssaetze.html
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich mich um eine Stelle als Praktikantin im Bereich Psychologie in Ihrem Krankenhaus für den Zeitraum vom 1.10.2009 bis 1.04.2010 bewerben.
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FRAGEN
Bewerbungshelfer
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Beitrag von FRAGEN »

Den Hauptteil finde ich ebenfalls gelungen. Aber davor liegt (von Knightleys Kritikpunkt mal abgesehen) noch einiges anderes im Argen:

"Den Master beginnen" klingt schonmal alles andere als akademisch... und wo wir gerade beim Master sind: Falls der eine bestimmte Richtung hat ("Klinische Psychologie" in Deinem Fall?), würde ich die dann auch sofort erwähnen. Klingt korrekter - und Du bist schneller beim Thema... ;-)

Bei dem Praktikum, das "Teil des Studiums" ist, handelt es sich nicht um das, um das Du Dich jetzt bewirbst, oder?

Die beiden folgenden Sätze scheinen aufgrund der Formulierungen jeweils eine Art von Argument zu beinhalten... das aber in beiden Fällen NICHT kommt: Wenn Du im Masterstudium den Schwerpunkt bei der KS setzen willst... warum dann das Praktikum in einem Krankenhaus WIE IHREM? Was macht diese Klinik geeigneter als andere zu diesem Zweck? Und was genau macht "speziell" die Tagesklinik "herausfordernder" als andere Kliniken?

Da lässt sich nocht EINIGES verbessern, aticka... und die Rechtschreibung solltest Du ebenfalls im Auge behalten...
laurakari
Beiträge: 1
Registriert: 27.10.2020, 13:58

Bewerbungsanschreiben Praktikum in der Psychologischen Tagesklink

Beitrag von laurakari »

Hallo liebes Forum,

leider bin ich noch sehr unerfahren beim Schreiben von Bewerbungen und würde mich deshalb über Feedback und Verbesserungsvorschläge freuen.
Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße



Bewerbung für ein Praktikum in der Psychologischen Tagesklinik X

Sehr geehrte Frau X,

Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz, bei dem ich das im Studium erlernte Fachwissen einbringen kann, bin ich auf das Universitätsklinikum Jena aufmerksam geworden. Ich würde gerne mein Praktikum in der Tagesklinik X im Zeitraum vom ................ absolvieren.

Derzeit befinde ich mich im dritten Semester meines Bachelorstudiums Psychologie und bin nun auf der Suche nach einer Möglichkeit, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Zu meinen persönlichen Stärken zählen hohes Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsstärke. Mir übertragene Aufgaben erledige ich stets gewissenhaft und arbeite dabei ebenso gerne selbstständig wie innerhalb eines Teams.

Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
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TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12401
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Bewerbungsanschreiben Praktikum in der Psychologischen Tagesklink

Beitrag von TheGuide »

laurakari hat geschrieben: 27.10.2020, 14:13 Sehr geehrte Frau X,

Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz,
Du beendest die Anrede richtigerweise mit einem Komma. Folgerichtig geht es klein weiter.
auf der Suche nach einem Praktikumsplatz, bei dem ich das im Studium erlernte Fachwissen einbringen kann, bin ich auf das Universitätsklinikum Jena aufmerksam geworden. Ich würde gerne mein Praktikum in der Tagesklinik X im Zeitraum vom ................ absolvieren.
Dass du aufmerskam wurdest, ergibt sich aus der Tatsache, dass du Frau X einen Brief schreibst. Das ist eine überflüssige Information.
Wiederholungen vermeide bitte.

So... du willst ein Praktikum machen. Warum?

Nein, du willst das Praktikum nicht machen, weil es ein Pflichtpraktikum ist. Das mag zwar so sein, aber du studierst das Fach ja nicht, weil dich dazu jemand verpflichtet. Also: Warum willst du das Praktikum machen? Was willst du in dem Praktikum lernen? Formuliere das so konkret wie möglich und so offen wie nötig. (Heißt: Es mag ja sein, dass du auf eine bestimmte Station willst, aber du solltest das nicht so formulieren, dass du dich abschießt, wenn in dieser Station keine Praktikanten einsetzbar sind). Mach es deiner Adressatin einfach, indem du ihr Auswahlprozesse ("in welche Station steck ich die denn jetzt?") verkürzt.
Derzeit befinde ich mich im dritten Semester meines Bachelorstudiums Psychologie
Das ist reine Lebenslaufwiedergabe. Ein Trick, wie du das unterbringen kannst, ohne, dass es wie Lebenslaufwiedergabe klingt, sondern stattdessen wie eine wertvolle Information, wäre im ersten Satz:

Sehr geehrte Frau X,

jetzt, im dritten Semester Psychologie
(ja, lass das BA-Studium weg) möchte ich meine bereits erlernten theoretischen Kenntnisse auch, am liebsten in der Arbeit mit [dein Wunschfachgebiet] in der Praxis erproben.
und bin nun auf der Suche nach einer Möglichkeit, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.
Wiederholung und unkonkret
Zu meinen persönlichen Stärken zählen hohes Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsstärke.
Ich kürze den Satz mal eben ein: Zu meinen Stärken zäht x-stärke.
Merkste, ne?

Etwas dünn dein Anschreiben.
Deine Adressatin weiß nicht, was du willst, also sie weiß, dass du ein Praktikum machen willst. Aber was genau du in diesem Praktikum erproben möchtest, weiß sie nicht.
Deine Adressatin weiß nicht, was sie dir zumuten kann, denn du hast überhaupt nichts über deine Kenntnisse geschrieben. Alles, was sie über deine Kenntnisse weiß, ist dass du im dritten Semester Psychologie steckst.
Deine Stärken sind sehr allgemein und überhaupt nicht belegt. Wann/wo/wie hast du dich verantwortungsbewusst gezeigt? Woher weißt du über deine Kommunikationsstärke? Welche Erfahrungen hast du in der Gruppenarbeit?
Du studierst doch Psychologie. Dann weißt du auch, dass die Anekdote wirkmächtiger ist, als die Statistik. Das kannst du auf Bewerbungen übertragen. Schreib eine Bewerbung, wie du sie gerne lesen würdest.

Leitfragen:
1) Warum bewerbe ich mich? Also wirklich, in echt, nicht schleimen.
2.) Was bringe ich an Vorkenntnissen/Erfahrungen mit? Wann/wo/wie erworben?
3.) Was bringe ich an Stärken mit? Wann/wo/wie belegt?
Gibt es eine Ausschreibung? Deckt sich das, was darin verlangt wird mit dem, was ich bieten kann??
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