≫ Sozialpädagogische Assistentin Bewerbung Sozialassistentin

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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Nina1986
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≫ Sozialpädagogische Assistentin Bewerbung Sozialassistentin

Beitrag von Nina1986 » 20.10.2011, 13:05

Hallo!

Ich habe hier schon ein bisschen gestöbert und mir den ein oder anderen Tipp versucht abzuschauen. Nun habe ich auch mal eine Bewerbung auf die Beine gestellt und bitte euch um rege Kritik! Vielen Dank im Voraus!

(Adressdaten usw. habe ich der Einfachheit halber hier weg gelassen)





Betreff: Bewerbung als Sozialpädagogin für XXX

Sehr geehrte Frau XXX,


vor kurzem habe ich mein Studium der Diplom Pädagogik beendet und bin nun auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Da mich die Arbeitsfelder der Therapie und der Beratung in besonderem Maße ansprechen, bewerbe ich mich hiermit auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle in der XXX.

Die ganzheitliche Betrachtung des gesamten Systems sowie ein lösungs- und ressourcenorientiertes Vorgehen zeichnen nicht nur die XXX aus, sondern entsprechen auch dem, was ich durch mein Studium und erste Berufserfahrungen verinnerlicht habe.

Einsätze in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit während des Studiums zeigten mir, dass mir der Umgang mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien liegt. Darüber hinaus eignete ich mir in dieser Zeit viel Fachwissen an über die Rolle einer Beraterin, das systemische Denken und verschiedene Störungsbilder sowie deren Diagnostik und Behandlung. Darüber hinaus hatte ich im Rahmen der Praktika die Möglichkeit mich auszuprobieren, Kenntnisse auszubauen und mich in meiner Rolle als Sozialpädagogin weiter zu entwickeln.

Bislang habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich zwar einerseits empathisch in Klienten einfühlen kann, es mir aber andererseits aufgrund meiner emotional und sozial stabilen Persönlichkeit gut gelingt mich abzugrenzen. Eine engagierte Arbeitsweise und Zuverlässigkeit ermöglichten es mir bisher, mich schnell in neue Tätigkeitsbereich einzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Kritische Rückmeldungen und den kollegialen Austausch im Team halte ich dabei für eine große Bereicherung.

In der Hoffnung, mit dieser Bewerbung Ihr Interesse an meiner Person geweckt zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

XXX

(der Text passt ziemlich genau auf eine Seite)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 20.10.2011, 15:03

Betreff: Das brauchst du nicht davor schreiben. Bewerbung als Sozialpädagogin für XXX

und bin nun auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Wenn du bisher noch nicht Vollzeit gearbeitet hast, dann ist die Formulierung nicht logisch, denn es handelt sich ja um deinen ersten Job.
Darüber hinaus eignete ich mir in dieser Zeit viel Fachwissen über die Rolle einer Beraterin, das systemische Denken und verschiedene Störungsbilder sowie deren Diagnostik und Behandlung an.
Darüber hinaus hatte ich im Rahmen der Praktika die Möglichkeit mich auszuprobieren, Kenntnisse auszubauen und mich in meiner Rolle als Sozialpädagogin weiter zu entwickeln. Damit unterscheidest du dich aber nicht von anderen Absolventen deiner Studienrichtung.

missWinterbuttom
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Sozialpädagogische Assistentin Bewerbung Sozialassistentin

Beitrag von missWinterbuttom » 15.02.2016, 18:44

Hallo alle zusammen,
ich sitze schon seit zwei Tagen an meiner Bewerbung fuer eine Stelle als Sozialassistentin. An manchen Stellen bin ich mir total unsicher ob ich das so schreiben kann, dann ist die Bewerbung zu lang und bei manchen Formulierungen weiss ich auch nicht, ob es sich so gut anhoert.
Aber erstmal zu meiner Person und dem Stellenangebot.
Ich bin 25 Jahre alt und habe vor einigen Jahren meine Ausbildung zur Sozialassistetin abgeschlossen. Danach habe ich im Bereich der Kinderbetreuung gearbeitet und eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin angefangen. Allerdings hat mich das Leid der Menschen, die Schmerzen ud die Schicksaele mehr mitgenommen, als ich vorher gedacht habe. Und die Arbeitszeiten waren auch anstrengender als vorgestellt.
Letztes Jahr im April habe ich meine Tochter bekommen und bin ein Jahr in ELternzeit. Das heisst, ich wuerde gerne wieder ab Mai arbeiten.

Das Stellenangebot auf das ich mich hier bewerbe ist an einer Schule. Es geht um Hausaufgaben und Essensbetreuung sowie das Einsetzen in Lern- und AG-Zeiten gemeinsam mit Lehrern.
Es ist ein Teilzeitstelle. Es werden Kenntnisse in der Elternarbeit, Erziehung und Freizeitgestaltung erwartet, sowie Einfuehlungsvermoegen, Teamfaehigkeit und Zuverlaessigkeit.

In der Bewerbung habe ich die Fragen und Bedenken, die ich habe KURSIV UND FETT dazwischen gestellt.
Ich hoffe, es ist verstaendlich :)
Danke fuer eure Hilfe!!



15. Februar 2016


Bewerbung zum Stellenangebot an der ******* als Sozialpädagogische Assistentin


Sehr geehrte Frau *****,
auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit habe ich gelesen, dass Sie eine Stelle als sozialpädagogische Assistentin zu vergeben haben, auf die ich mich hiermit bewerbe.

Zurzeit bin ich Elternzeit und betreue unsere Tochter. Ab April hat sie einen Vollzeitkrippenplatz in Heilbronn. Daher kann ich ab Mai bei Ihnen anfangen zu arbeiten.

2011 schloss ich die Ausbildung zur Sozialassistentin ab. Während der zweijährigen schulischen Ausbildung arbeitete ich im Kinderhort am *****. Dort hatte ich Kollegen, die mich sehr gefördert haben. So lernte ich viel, was über die Sozialassistenzausbildung hinausgeht. Zum Beispiel Elternarbeit, eigene Projekte durch zu führen und Dokumentationsarbeit zu leisten. Ich habe eigenverantwortlich arbeiten können. Zudem war ich in der Hausaufgabenbetreuung und habe Ferienprogramme mit planen und ausführen dürfen.

Im Jahre 2012 entschied ich mich dazu, einen neuen Weg einzuschlagen. Ich begann eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Doch ich merkte, dass das Leid der Menschen mich belastete ( WIRKT DAS SO, ALS WAERE ICH NICHT BELASTBAR?). Also entschied ich mich, die Ausbildung nach dem ersten Lehrjahr abzubrechen. Zudem vermisste ich die Arbeit mit Kindern.
So beschloss ich wieder im Bereich der Kinderbetreuung zu arbeiten. Ich fing bei einer Familie mit vier Kindern zwischen 7 und 14 Jahren als pädagogische Fachkraft und Haushaltshilfe an. Als der Vater aufhörte zu arbeiten, wurde meine Arbeitskraft nicht mehr benötigt.
Daraufhin fing ich bei der ******* an. Dort arbeitete ich im Krippen- und Kindergartenbereich. Ich sammelte viele neue Erfahrungen in der Frühpädagogik. Es machte mir viel Spaß, jedoch entschieden wir uns aus privaten Gründen zu einem Umzug nach Weinsberg.

Ich bin besonders gut für die Arbeit mit Kindern geeignet (ZU ARROGANT? HOERT SICH DAS MERKWUERDIG AN? SOLLTE ICH MIR EINE ANDERE FORMULIERUNG UEBERLEGEN?), da ich über ein hohes Maß an Feinfühligkeit, Empathie und Geduld verfüge. Mir macht es Spaß, Kindern bei Hausaufgaben zu helfen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie zu einem eigenständigen, selbstbewussten Menschen zu erziehen.

Mein Lebenslauf hat Ecken und Kanten ( IST DAS ZU NEGATIV? ICH WEISS, MEINEM LEBENSLAUF FELHT DER ROTE FADEN UND MAN KOENNTE MEINEN ICH SEI INKONSEQUENT, ABER ICH VERSUCHE EHRLICH ZU SEIN). Doch durch die verschiedenen Arbeitsplätze hatte ich die Chance reichlich Erfahrungen zu sammeln. Ich bin ein offener Mensch, der schnell dazu lernt. Ich arbeite gerne im Team und bin ein umgänglicher Mensch, zuverlässig und bin hoch (ZU VIEL DES GUTEN MIT DEM HOCH?) motiviert zu zeigen, was ich kann und mich stetig weiterzubilden.

Um Sie von meinen Kompetenzen und meiner Person überzeugen zu können, würde ich mich sehr über ein Vorstellungsgespräch freuen.

Ich danke Ihnen schon einmal für Ihre Zeit,

Mit freundlichen Grüßen,


***** *****





Anlage

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 15.02.2016, 20:09

Hallo Miss W.!

Deinen Einleitungsatz kannst Du komplett weg lassen. Alles, was Du hier schreibst, gehört nur in die Betreffzeile. Dort müsstest Du noch den Fundort der Ausschreibung ergänzen. Dann wird Dein Text auch direkt kürzer. ;)

Im Ganzen klebst Du zu sehr an Deinem Lebenslauf. Den brauchst Du im Anschreiben nicht nach zu erzählen. Hier solltest Du schreiben, was Dich für diesen Job qualifiziert, warum man Dich einstellen sollte...

Warum Du Dich irgendwann für irgendwas entschieden hast, und ob und wieso Dein Lebensweg so ist, wie er ist, das musst Du im Abschreibern nicht rechtfertigen -
Be-WERBUNG... Werbung für Dich.

Ich glaube, eigentlich bist Du gut geeignet für die Stelle, und genug Lebenserfahrung hat Du auch.
An Deiner Stelle würde ich ein ganz neues Anschreiben verfassen, mehr eingehen auf das, was Du weißt, kannst und magst - gerne mit Beispielen aus Deinem Leben (aber nur kurz). Und dann nochmal deutlich machen, was der AG davon hat, Dich
einzustellen.
Das kommt dann auch viel positiver und selbstbewusster rüber...
Zuletzt geändert von katerfreitag am 15.02.2016, 20:26, insgesamt 1-mal geändert.

missWinterbuttom
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Beitrag von missWinterbuttom » 15.02.2016, 20:17

Dankeschön, das sind schon mal super Tipps.

Ich hatte halt ein bisschen Angst, dass der Personaler den Lebenslauf sieht und sich denkt, dass ich von einem zum anderen springe und wollte das gleich erklären.
Aber das, was du geschrieben hast klingt einleuchtender ;)

Dann werde ich mich nochmal an die Arbeit machen und Versuch Nummer zwei präsentieren, sobald ich fertig bin :)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 15.02.2016, 23:14

Ich unterstütze Katerfreitag und möchte noch weitergehen. Du bewirbst dich einfach ab Mai. Wie deine Tochter dann versorgt wird, ist dem Arbeitgeber erst mal egal, solange er deswegen nicht zurückstehen muss. Für ihn zählt zunächst einmal, warum du dort arbeiten möchtest und was du dafür mitbringst. Dass deine Tochter versorgt ist, kannst du dann gegen Ende bringen.

missWinterbuttom
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Versuch Nummer 2 ;)

Beitrag von missWinterbuttom » 16.02.2016, 16:54

Hallo nochmal,
also ich habe mich gestern Abend und hete nochmal hingesetzt und versucht eure Ratschläge zu befolgen und mich zu beWERBEN ;)
ich habe wieder die Stellen, an denen ich mir mit der Formulierung unsicher bin oder eine Frage habe, FETT UND KURSIV geschrieben.
Vielen Dank schon mal für eure Mühen und das ihr euch die zeit nehmt, meine Bewerbung durchzulesen!!

Bewerbung zum Stellenangebot von der Bundesagentur für Arbeit an der ******** als Sozialpädagogische Assistentin

Sehr geehrte Frau ******,

Sie suchen eine motivierte und erfahrene Person, die mit frischem Elan an der Wartbergschule beginnt? (Ich muss ehrlich sagen, mir gefällt die Einleitung nicht wirklich. ich finde Sie etwas forsch und nicht einfach nicht passend zu mir und meiner Person. Aber mir fällt echt nichts ein, wie ich sonst den ersten Satz formulieren soll. Und den Satz einfach Wegzulassen finde ich auch irgendwie blöd, weil es dann keine wirkliche Einleitung gibt...)

Da ich eine abgeschlossene Ausbildung als Sozialassistentin absolviert habe und schon mehrere Jahre im Bereich der Betreuung von Grundschulkindern gearbeitet habe, bin ich genau die richtige für Ihr Stellenangebot und Anforderungen.

Ich sehe darin eine tolle Chance mich in einem spannenden Arbeitsfeld zu beweisen. Die Kooperation zwischen Lehrern und Betreuung in Lern- und AG-Zeiten entspricht genau dem, was ich mir unter meiner neuen Arbeitsstelle vorstelle.

Ich habe bereits einige Arbeitserfahrung in der Arbeit mit Grundschulkindern. Besonders gerne mache ich Hausaufgabenbetreuung. Zudem habe ich mehrere Projekte, wie eine Mädchengruppe und die Hortzeitung eigenständig geplant, ausgeführt und hinterher evaluiert.
Auch zeichnet mich ein hohes Maß an Empathie und Feinfühligkeit, nicht nur gegenüber den Kindern, sondern auch den Eltern gegenüber aus.

Im Team zu arbeiten bereitet mir große Freude. Ich bin aufgeschlossen gegenüber anderen.
Da ich frisch aus der Elternzeit komme, bin ich voller Elan. Eine junge Mutter, die zeigen möchte, was sie kann, lernbereit und motiviert ist, sich einer neuen Herausforderung zu stellen und die eigenen Erfahrungen mit ins Team einzubringen.

Ab April ist unsere Tochter in Vollzeit in einer Krippe, sodass ich Ihnen ab Mai zur Verfügung stehe.

Um Sie von meinen Kompetenzen und meiner Person überzeugen zu können, würde ich mich sehr über ein Vorstellungsgespräch freuen.

Vielen Dank für Ihre Zeit.
Mit freundlichen Grüßen,
Mareike


So, das war das Anschreiben.
Insgesamt bin ich mir unsicher, ob es zu überheblich klingt. Aber immerhin ist es jetzt so kurz, dass eine Seite langt :wink:

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TheGuide
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Re: Versuch Nummer 2 ;)

Beitrag von TheGuide » 16.02.2016, 23:11

missWinterbuttom hat geschrieben:Sie suchen eine motivierte und erfahrene Person, die mit frischem Elan an der Wartbergschule beginnt? (Ich muss ehrlich sagen, mir gefällt die Einleitung nicht wirklich. ich finde Sie etwas forsch und nicht einfach nicht passend zu mir und meiner Person.

Das eigentliche Problem an der Einleitung ist, dass du eine Reaktivbewerbung schreibst. Eine rhetorische Frage als Einleitung geht aber allenfalls bei Initiativbewerbungen. Bei Reaktivbewerbungen kennst du ja die Stellenausschreibung!

den Satz einfach Wegzulassen finde ich auch irgendwie blöd, weil es dann keine wirkliche Einleitung gibt.

Manchmal bedarf es gar keiner Einleitung.

Da ich eine abgeschlossene Ausbildung als Sozialassistentin absolviert habe und schon mehrere Jahre im Bereich der Betreuung von Grundschulkindern gearbeitet habe, bin ich genau die richtige für Ihr Stellenangebot und IHRE Anforderungen.

Ich sehe darin eine tolle ChanceKOMMA mich _in einem spannenden Arbeitsfeld zu beweisen. Die Kooperation zwischen Lehrern und Betreuung in Lern- und AG-Zeiten entspricht genau dem, was ich mir unter meiner neuen Arbeitsstelle vorstelle.

Das klingt für meinen Geschmack zu sehr nach Gefälligkeitsbehauptung.

Ich habe bereits einige Arbeitserfahrung in der Arbeit mit Grundschulkindern. Besonders gerne mache ich Hausaufgabenbetreuung.

Verzichte auf Allerweltsverben. Besonders gerne betreue ich Kinder bei ihren Hausaufgaben.

Zudem habe ich mehrere Projekte, wie eine Mädchengruppe und die Hortzeitung eigenständig geplant, ausgeführt und hinterher evaluiert.

Der Satz funktioniert so nicht. Hast du eine Mädchengruppe ausgeführt (wohin? Ach nee, dieses ausführen meinst du ja gar nicht) und evaluiert? Wie sah die Evaluation der Hortzeitung aus?

Ab April ist unsere Tochter in Vollzeit in einer Krippe, sodass ich Ihnen ab Mai zur Verfügung stehe.

Warum stehst du erst ab Mai zur Verfügung, wenn deine Tochter ab April in der Krippe ist? Muss der Arbeitgeber wissen, dass deine Tochter bereits im April in der Krippe ist?

Überheblich ist deine Bewerbung nicht. Zum Teil etwas unbeholfen. Du darfst gerne selbstbewusst auftreten! Deine Argumente solltest du noch schärfen.

missWinterbuttom
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Nochmal überarbeitet

Beitrag von missWinterbuttom » 25.02.2016, 21:11

Hallo alle zusammen,
ich habe mich jetzt nochmal hingesetzt und versucht, eure Tipps und Ratschläge in die Tat umsetzen.
Herausgekommen sind zwei Anschreiben, bei denen ich nicht weiß, welches mir besser gelungen ist :D
Ich wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr euch nochmal die Zeit nehmen würdet und ein Blick auf meine Anschreiben werft.


Version 1:

Sehr geehrte Frau ****,

da ich eine abgeschlossene Ausbildung als Sozialassistentin absolviert habe und schon einige Erfahrungen im Bereich der Betreuung von Grundschulkindern sammeln konnte, entspreche ich Ihren Anforderungen im Stellenprofil der Bundesagentur für Arbeit genau.

Ich sehe in Ihrer Stellenbeschreibung ( Zweimal Stellenprofil/Stellenbeschreibung direkt hintereinander) eine tolle Chance mich in einem spannenden Arbeitsfeld zu beweisen. Die Kooperation mit Lehrern, sowie die Betreuung in Lern- und AG-Zeiten entsprechen dem, was mir aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen entgegen kommt und Freude macht. Die Betreuung der Hausaufgaben gehört ebenfalls zu den für mich interessanten Tätigkeitsfeldern. Außerdem habe ich bereits mehrere Projekte, wie eine Mädchengruppe und die Hortzeitung eigenständig geplant, mit den Kindern bearbeitet/durchgeführt und hinterher in der Gruppe und für mich evaluiert.

Mich zeichnet ein hohes Maß an Empathie und Feinfühligkeit aus, nicht nur gegenüber den Kindern, sondern auch gegenüber Eltern aus.

Ich freue mich darauf, neue Herausforderungen anzunehmen. Gerne möchte zeigen, was ich kann, eigene Erfahrungen ins Team einzubringen und mich persönlich und beruflich weiter zu entwickeln.

Gerne stehe ich Ihnen und Ihrem Team ab Mai zur Verfügung.
Um Sie von meinen Kompetenzen und meiner Person zu überzeugen, würde ich mich sehr über ein Vorstellungsgespräch freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Version 2:

Sehr geehrte Frau *****,
im Jahre 2011 habe ich meine Ausbildung als Sozialassistentin erfolgreich abgeschlossen. Anschließend arbeitete ich mehrere Jahre im Bereich der Grundschulkinderbetreuung. Während dieser Zeit konnte ich bereits einige Berufserfahrung sammeln. Daher traue ich mir zu, Ihre Anforderungen der Stellenausschreibung auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit, gerecht zu werden.
Während meiner praktischen Erfahrung habe ich festgestellt, dass mir besonders die Hausaufgabenbetreuung am Herzen lag. (Der Satz gefällt mir nicht. Aber mir fällt keine alternative ein, die besser klingen würde) Ich fand es toll, die Fortschritte und Lernerfolge der Kinder beobachten zu können. Zudem habe ich bereits mehrere Projekte initiiert, beispielsweise eine Mädchengruppe und die Gestaltung einer Hortzeitung, die ich eigenständig geplant, mit den Kindern durchgeführt und anschließend in der Gruppe und für mich evaluiert habe.
In der von Ihnen beschriebenen Position, sehe ich eine tolle Chance, mich in einem spannenden Arbeitsfeld zu beweisen und Sie und Ihr Team dabei aktiv bei der Kooperation zwischen Lehrern und Betreuung in Lern- und AG-Zeiten tatkräftig zu unterstützen. (Ich weiß, da hattet ihr geschrieben, dass es anbiedernd klingen würde, es entspricht aber der Wahrheit, daher möchte ich es gerne lassen ;))

Mich zeichnet ein hohes Maß an Empathie und Feinfühligkeit gegenüber Kindern und Eltern aus, desweiteren bin ich äußerst aufgeschlossen gegenüber anderen Menschen.

Ich freue mich darauf, eine neue Herausforderung annehmen zu können. Gerne möchte ich zeigen, was ich kann, eigene Erfahrungen ins Team einbringen und mich persönlich und beruflich weiter entwickeln.

Ab Mai kann ich Sie und Ihr Team tatkräftig unterstützen. Ich hoffe auf
Ihr Interesse an meiner Person und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Soo, viiielen, vielen Dank schon mal für eure Kritik!

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 26.02.2016, 11:19

Erwähne im Text NICHT den Fundort der Ausschreibung. Der steht im Betreff. Und nut da. Arbeite lieber im Text die Anforderungen peu à peu ab. So kommst Du auch um die Dopplung herum. ;)

Ich finde auch die Formulierung mit dem „die xy Arbeit kommt mir entgegen...“ eher unglücklich. Das ist ja nun kein Argument Dich einzustellen. Streich einfach diesen Halbsatz.

Mit Kindern würde ich eher etwas „durchführen“ als „bearbeiten“ - ich glaube, es ist quasi ein Fachausdruck aber mit Kindern arbeiten und Kinderarbeit liegen schon dicht beieinander...

Du schreibst von neuen Herausforderungen - welche sind das genau? Geh doch mal genauer auf den Betrieb ein. Damit der Leser sieht, dass Du Dich damit beschäftigt hast. Was hat dez Betrieb davon, Dich einzustellen?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 26.02.2016, 22:26

Und streich können!


Ane
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Re: Versuch Nummer 2 ;)

Beitrag von Ane » 26.02.2019, 14:12

Also ich finde die neue Version schonmal viel persönlicher, als die Erste.

Jetzt stehn auch nicht mehr so viele Details drin, die ja auch schon im Lebenslauf stehen. Was mir aber doch noch auffällt, ist dass es ein wenig nach Bittsteller klingt.
Und manchmal finde ich die Sprache ein wenig zu gestelzt. Ich glaube jeder liest gerne einfach Texte in der Sprache, die man dann vom Gegenüber auch erwartet. Ich erzähl mir manchmal einfach was ich schreiben möchte auf Band. Dann höre ich, wie ich spreche. Ein bisschen "förmlicher" kann es dann schon sein, aber eben nur ein bisschen. Ich möchte halt gerne, dass mein Gegenüber mich gleich im Text wiederfindet. Das macht es mir dann auch im Gespräch leichter.
Dann klingt es sozusagen authentisch.

Viel Erfolg jedenfalls!

Michelle1912
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Sozialpädagogische Assistentin Bewerbung

Beitrag von Michelle1912 » 15.09.2020, 12:24

Hallo ihr Lieben,

ich habe relativ spontan meine Ausbildung zur Erzieherin aus persönlichen Gründen abgebrochen und würde gerne erstmal als Sozialpädagogische Assistentin arbeiten.
Jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop und bin ein wenig überfordert. Ich habe noch nie so wirklich ein Bewerbungsschreiben geschrieben und hoffe das ihr mir irgendwie helfen könnt.
Was wollen die Arbeitgeber hören? Was muss unbedingt rein? Was sollte man lieber vermeiden? Klingen Stärken wie hohes Einfühlungsvermögen schon zu überheblich?

Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich...

Liebe Grüße
Michelle

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TheGuide
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Re: Sozialpädagogische Assistentin Bewerbung

Beitrag von TheGuide » 15.09.2020, 12:58

Erkläre erst einmal, warum du SPA werden willst. Wie würdest du das deiner Oma erklären oder deiner besten Freundin?

Dann erläutere, welche Fertigkeiten du mitbringst. Wann/wo/wie erworben?

Schließlich, welche Stärken. Wann/wo/wie belegt?

Hohes Einfühlungsvermögen klingt nicht überheblich - warum auch? - wichtig ist vor allem, dass du das nicht nur behauptest, sondern schilderst (eben, wann/wo/wie belegt).

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