Vorlage Lebenslauf für Ausbildung nach Studienabbruch

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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The Jester
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Vorlage Lebenslauf für Ausbildung nach Studienabbruch

Beitrag von The Jester » 28.08.2015, 17:22

Hi,
ich hab direkt mehrere Fragen, daher weiß ich nicht genau, was ich für ein Überschrift nehmen soll :(

Ich habe vor mein Fahrzeugbau-Studium abzubrechen, und dann eine Aubildung als technischer Produktdesigner oder notfalls als Industriemechaniker anzufangen. Da ich mich aber erst für das Ausbildungsjahr 2016 bewerben kann, hab ich mich für dieses Wintersemester nochmal eingeschrieben, um noch möglichst viel aus dem Studium mitzunehmen, da ich mich nach der Ausbildung auf jedem Fall noch weiterbilden will (Meister/Techniker).

So, jetzt zu meinen Fragen:
1) Wie viel/welchen Schulen soll ich bei Ausbildung hinschreiben?
Gymnasium, Fachoberschule und Uni oder nur FOS und Uni?

2)Wie schreibe ich, dass ich das Studium abgebrochen habe?
Ich habe bei unter FOS jetzt Schwerpunkt: Maschinenbau und Abschluss: Fachhochschulreife stehen. Kann ich dann bei Uni einfach Schwerpunkt: Fahrzeugbau und Abschluss: kein Abschluss hinschreiben? Oder gibts da noch ne bessere Formulierung?

3)Hab mal versucht selbst ein bisschen "kreativ" zu sein und nicht einfach eine Internet-Vorlage zu nehmen.
Im Groben sieht es jetzt erstmal so aus, unten würde ich aber noch was ändern (vielleicht ein paar blaue Linen eingügen, die die Abschnitte trennen, die rechte Spalte noch weiter nach rechts rücken,...)
Kann man den Namen oben in der anderen schriftart lassen, oder sollte ich lieber nur eine Schriftart nutzen?

Bild

Danke schonaml im Vorraus :)

Edit: Fast vergessen:
Bei den wechseln FOS - Uni hab ich ein Lücke von 2 Monaten (FOS endet im Juli, Uni fängt im Oktober aber erst an). Lässt man da einfach eine Lücke oder "dehnt" man die schule bis zum oktober, damit man keine Lücke hat?

Und schreibe ich bei Uni "seit XXX" oder XXX - 04/2016?

Baldkölnerin
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Beitrag von Baldkölnerin » 30.08.2015, 21:33

Ich bin jetzt nicht vom Fach. Aber die Staatsangehörigkeit musst du m. E. nicht in den Lebenslauf schreiben. Sofern diese deutsch ist und du nicht einen sehr seltsam klingenden Namen hast.
Ich würde das Gymnasium schon mit hinschreiben. Bei der Uni würde ich nicht; Abschluss: kein Abschluss schreiben, sondern nur ohne Abschluss.
Die Lücke von den zwei Monaten kannst du, denke ich, lassen.
Ich würde seit xxx schreiben.
Was das Aussehen deiner Bewerbung angeht kann ich wirklich nichts sagen, ob das in der Branche üblich ist etwas kreativere Lebensläufe zu schicken.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 31.08.2015, 13:13

Wie lange hast du denn insgesamt Fahrzeugbau studiert?
Da ich mich aber erst für das Ausbildungsjahr 2016 bewerben kann

Es kann durchaus auch noch dieses Jahr mit einem Ausbildungsplatz klappen, wenn z.B. andere Azubis abspringen, weil sie lieber studieren wollen. Einfach mal mit den Kammern Kontakt aufnehmen und Augen und Ohren offen halten.
1) Wie viel/welchen Schulen soll ich bei Ausbildung hinschreiben?
Gymnasium, Fachoberschule und Uni oder nur FOS und Uni?

Das Gymnasium kannst du mitaufführen.
Kann man den Namen oben in der anderen schriftart lassen, oder sollte ich lieber nur eine Schriftart nutzen?

Besonders negativ wäre das nicht.
Lässt man da einfach eine Lücke

Ja

The Jester
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Beitrag von The Jester » 31.08.2015, 20:48

Danke schonmal für die Antworten :)
Hab aber noch eine Frage:
Schreibt man das Praktikum, das man benötigt um den FOS-Abschluss zu bekommen, extra als Punkt, oder ist der schon in dem Punkt mit der FOS dabei? Ohne ein Praktikum, bekommt man die Fachhochschulreife ja nicht, daher sollten der eine Punkt doch eigentlich reichen.
Ansonsten habe ich leider auch keine Praktika zu bieten, außer einem 2-wöchigem Schülerpraktikum, was man aber denke ich im Lebenslauf auch nicht angibt, oder?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.09.2015, 13:32

Doch, du kannst die Praktika unter einer extra Rubrik angeben. Denn so viel "vorzuweisen" hast du ja noch nicht.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.09.2015, 16:07

Kannst du denn aus dem Studium irgendetwas für die Ausbildung gebrauchen?

Das sollte dann auch im Lebenslauf ersichtlich werden.

The Jester
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Beitrag von The Jester » 02.09.2015, 17:15

Ja, eben weil ich nicht so viel vorzuweisen hab, weiß ich eben nicht, ob ich es angeben soll.
Wie könnte man die beiden Pratika denn angeben?
05/20xx
Schülerpraktikum
XX-Abteilung bei Firma XX

XX - XX
Jahrespraktikum der Fachoberschule
Firma XX
Abteilungen?

Da ich beim Jahrespraktikum in mehreren Abteilungen war, weiß ich nicht ob ich da jede einzeln angeben soll. Im Prinzip hab ich dort das selbe gemacht, wie ein Metall-Mechaniker (Zerspaner, Werkzeugmacher, etc) im ersten Lehrjahr (Feilen, Bohren, Drehen, Fräsen, Schweißen,...).


Aus dem Studium kann ich auf jedem Fall die ganzen CAD-Kenntnisse mit in die Ausbildung nehmen. Die beiden gänigsten CAD-Programme beherrsche ich mittlerweile recht gut, weshalb ich sie auch unter Besondere Kenntnisse angegeben habe.
Zu den Bes. Kenntnisse hab ich dann auch noch ne Frage:
Gibt man dort an, wie gut man in den verschiedenen Bereichen ist/die Sprache beherrscht?
Bei den Sprachen gibt man ja die Kenntnisse in Stufen an, nur weiß ich nicht wie ich mich da einordnen soll. im Abschlusszeugnis hatte ich eine 2, ebenso an der Uni (Technisches Englisch I & II - 2,0 und 1,7). Wäre das dann B2?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 03.09.2015, 10:50

Da ich beim Jahrespraktikum in mehreren Abteilungen war, weiß ich nicht ob ich da jede einzeln angeben soll.

Man gibt eher nicht die Abteilungen an, sondern die hauptsächlichen Aufgaben, die man durchgeführt hat. Du wärst jedenfalls blöd, wenn du das nicht machen würdest, denn daran kann man doch dein handwerkliches Geschick oder wenigstens deine diesbzgl. Erfahrung erkennen.
Die beiden gänigsten CAD-Programme beherrsche ich mittlerweile recht gut, weshalb ich sie auch unter Besondere Kenntnisse angegeben habe.

Und wie gibst du sie an? Auch mit einer Einschätzung des Kenntnisniveaus?
Bei den Sprachen gibt man ja die Kenntnisse in Stufen an, nur weiß ich nicht wie ich mich da einordnen soll. im Abschlusszeugnis hatte ich eine 2, ebenso an der Uni (Technisches Englisch I & II - 2,0 und 1,7). Wäre das dann B2?

Meiner Meinung nach ist das besser als B2, gucke auch hier: http://www.goethe.de/z/50/commeuro/303.htm

Du könntest relevante Englisch-Tests absolvieren, falls Englisch für den AG wichtig ist.

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Kerstin Schmidt-Warz
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Beitrag von Kerstin Schmidt-Warz » 08.09.2015, 13:42

Bei den Sprachen hat sich auch bewährt, einfach auf Fakten zu verweisen:
Muttersprache
verhandlungssicher (in Wort und Schrift)
fließend
konversationssicher
erweiterte Grundkenntnisse
Grundkenntnisse

Die Angabe von des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens/GER ist nicht jedermann vertraut, deshalb sollte möglichst darauf verzichtet werden.

Den Abschluss bei Uni definitiv weglassen, da keiner vorhanden ist. Auch das "ohne Abschluss" muss nicht explizit drinstehen, wenn man die Jahreszahlen so schreibt: 08-2012 - heute
Damit ist jedem klar, dass zurzeit kein Abschluss vorhanden ist.

Das Praktikum sollte auf jeden Fall mit aufgenommen werden:
Praktikum im Bereich XXX
Tätigkeiten: bla bla bla
und hier die wichtigen Tätigkeiten aufführen, die auch für den potentiellen Arbeitgeber interessant sein könnten.
Genau an dieser Stelle unterscheidet sich dann auch der Lebenslauf für Unternehmen A von dem an Unternehmen B.
Hobbys sollten nur angegeben werden, wenn sie irgendwie zum Beruf beitragen oder eine besondere Fähigkeit - Durchhaltevermögen etc. zeigen.
Bitte auf Extremsportarten - auch wenn sie gemacht werden - verzichten.

Familienstand ist nicht erforderlich, genauso wie die Staatsangehörigkeit. Diese ist nur dann erforderlich, wenn anhand von Geburtstort und Nachname keine Einschätzung vorgenommen werden kann, welcher Staatsangehörigkeit man zugehörig ist.

The Jester
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Beitrag von The Jester » 09.09.2015, 13:06

Ich habs mal überarbeitet:

Bild

Wäre das so im Großen und Ganzen in Ordnung?

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Kerstin Schmidt-Warz
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Beitrag von Kerstin Schmidt-Warz » 10.09.2015, 10:13

Das sieht besser aus. Jetzt noch die Praktika vor die Besonderen Kenntnisse packen und links ausrichten.

Etienne_Phoenix
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Lebenslauf, Krankheit und Ausbildung mit 30

Beitrag von Etienne_Phoenix » 18.02.2018, 15:58

Hallo Liebes Forum,

ich bin nun 30 Jahre alt und habe mich entschieden, nach einem gescheiterten Studium, eine Ausbildung in meinem Leben zu absolvieren.

Ich stehe nun vor Herausforderungen in meinem Lebenslauf. Zum einen ein Leerlauf nach meinem Studium (Bandscheibenvorfall, Ausbildungs-/Arbeitssuchend) sowie eine 5 in Deutsch und Physik auf meinem Abiturzeugnis.

•Seit 08.05.2017 - Servicecenter-Mitarbeiter im In- und Outbound

•04/2016 bis 04/2017 - Leerphase, Krankheit, Ausbildungssuchend

•10/2014 bis 03/2016 - Studium – Biowissenschaften

•10/2013 bis 09/2014 - Studium - Bioingenieurwesen

•08/2010 bis 10/2013 - Mitarbeiter im Bereich Werbetechnik und Kundensupport

•03/2010 bis 03/2011 - Aushilfe im Bereich Werbetechnik

•09/2010 bis 07/2011 - Abschluss Allgemeine Hochschulreife

•01/2010 bis 08/2010 - Leerphase, Krankheit

•08/2008 bis 02/2010 - Allgemeine Hochschulreife (2.9)

•08/2005 bis 06/2008 - Staatl. gepr. Informationstechnischer Assistent mit Zusatzqualifikation Fachhochschulreife (2.6)

•08/1998 bis 06/2005 - Fachoberschulreife (3.0)


Kurz zur meinem Lebenslauf:
Am Anfang des Abiturs, bekam ich meinen ersten Bandscheibenvorfall, bin trotz diesem, ein Jahr zum Kolleg gegangen. auf Krücken und Schmerzspritzen die ich morgens bekam.
Nach einem Jahr dann musste ich eine Pause einlegen, konnte mein Abitur anstatt in 2 in 3 Jahren absolvieren. Doch als ich nach einem 3/4 Jahr wieder anfangen musste, war ich noch nicht vollständig ausgeheilt. Bin immer noch morgens zum Arzt, habe Spritzen bekommen und von den Grundkursen Deutsch und Physik entschuldigt gefehlt. Ich hatte mich so entschieden, da ich Englisch und Biologie als Leistungskurs gewählt hatte.
2 Wochen vor den Prüfungen, wurde mir dann in den Fächern meine Noten, aufgrund der Fehlzeiten, mitgeteilt. Diese konnte ich in der geringen Zeit nicht mehr ausgleichen. Am ende kam ein Durchschnitt von 2.9 zustande.
Anschließend arbeitete ich, bis ich mein Studium beginnen konnte.
Während des Studiums bekam ich meinen 2. Bandscheibenvorfall und einen Burnout. Habe ein Wartesemester eingelegt und danach das Studium gewechselt. Schließlich bekam ich meinen letzten Bandscheibenvorfall, habe kein Bafög mehr bekommen und mich dazu entschieden, endlich aus zu heilen und eine Ausbildung zu suchen.
In diesem einen Jahr, von meinem abgebrochenen Studium bis zu meinem heutigen Job, habe ich viel erreich und mir geht es heute gesundheitlich super! Ich habe 20 Kilo abgenommen, mache Sport und habe einen Arzt gefunden, der erkannt hat wo die Ursache liegt und mich gut beraten und behandelt hat.
Mit der Ausbildung hat es leider nicht geklappt. So arbeite ich seit Mai 2017, bis heute als Servicecenter Mitarbieter im In- und Outbound (Callcenter).

Ich möchte nun aber noch etwas aus meinem Leben machen. Eine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration finden.
Dieses Feld ist eins meiner Hobbys und ich habe bereits Berufsschulische Vorkenntnisse in dem Bereich.
Vorher habe ich die Lücken nicht angegeben bzw. bin nicht darauf eingegangen. Mein Abitur habe ich mit 3 Statt 2 Jahren angegeben (jedoch kann ich die 5 in Deutsch natürlich so nicht erklären). Das eine Jahr, nach dem Studium, wurde nur als Arbeits-/Ausbildungssuchend angegeben.
Wie soll ich meine Lücken am besten angeben? Soll ich die erste nicht nennen? Soll ich auf meine Krankheit eingehen? Wenn ja wie und wo? Im Anschreiben, ist dafür meiner Meinung nach der falsche Platz.

Vielen Dank fürs lesen und eure Zeit.



Liebe Grüße
Etienne

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TheGuide
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Beiträge: 11860
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 18.02.2018, 22:14

Ohne dich entmutigen zu wollen (und das tue ich de facto, sonst müsste ich so nicht einleiten): Krankheit ist natürlich immer uns e x y und zwar sowohl der Burnout als auch die wiederholten Bandscheibenvorfälle. Das erleichtert deine Aufgabe nicht. Umso überzeugender muss also dein Anschreiben sein.

Warum willst du FISI werden?
Was bringst du dafür an Vorkenntnissen mit?
Welches sind deine Stärken?

Eine Wiederaufnahme des Studiums liegt nicht im Bereich des Möglichen/von dir Erwünschten?

Romanum
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Beiträge: 8943
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum » 20.02.2018, 18:12

•09/2010 bis 07/2011 - Abschluss Allgemeine Hochschulreife

•01/2010 bis 08/2010 - Leerphase, Krankheit

•08/2008 bis 02/2010 - Allgemeine Hochschulreife (2.9)

•08/2005 bis 06/2008 - Staatl. gepr. Informationstechnischer Assistent mit Zusatzqualifikation Fachhochschulreife (2.6)

•08/1998 bis 06/2005 - Fachoberschulreife (3.0)

Erst mal solltest du deinen Lebenslauf in Rubriken unterteilen. Dann fallen Lücken weniger auf. Genauso wenn du bei deinen Abschlüssen nur den Zeitpunkt und nicht den Zeitraum des Bildungsbesuchs angibst. Also:



07/2011 - Abschluss Allgemeine Hochschulreife (2.9)

06/2008 - Staatl. gepr. Informationstechnischer Assistent mit Zusatzqualifikation Fachhochschulreife (2.6)

06/2005 - Fachoberschulreife (3.0)



Ob du während des Abis mal länger krank gewesen bist, ist unwichtig und gehört daher nicht in den Lebenslauf. Das Ergebnis zählt! Eventuell kannst du auch noch auf LK-Fächer oder besondere Schwerpunkte (Programmierung?) bei den zwei höchsten Abschlüssen verweisen.

Dann gibst du in der Bildungsrubrik noch dein Studium an. Sofern es möglich ist, solltest du auch bestandene Prüfungen oder Module angeben.

Dann machst du eine Rubrik mit deinen beruflichen Erfahrungen und gibst vor allem auch deine wichtigsten Tätigkeiten dabei an.

Eventuell kann man beim Studium-Abschnitt dann schreiben: "Abbruch wegen längerer/schwerer Krankheit", aber bitte keinen extra Abschnitt mit Zeitraum angeben.




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