Typische Fragen in einem Vorstellungsgespräch

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
Claudine
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Typische Fragen in einem Vorstellungsgespräch

Beitrag von Claudine » 29.05.2004, 19:16

Hallo!
Mich interessiert, was eigentlich so typische Fragen in einem Vorstellungsgespräch sind.
Was für Fragen sind Stressfragen und welche Beispiele gibt es und natürlich, welche Antworten strategisch klug sind.
Gruss Claudine

Thea
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Beitrag von Thea » 02.06.2004, 17:10

Hallo Claudine,

Ich habe hier mal ne ganze Latte solch typischer Fragen. Also Achtung .... auf gehts:

Wir würden gerne etwas über Sie als Mensch und Person erfahren. Erzählen Sie etwas über sich. Bitte fassen Sie ihren Lebenslauf mit den wichtigsten Stationen zusammen!

Sehr schönes Ding... kam bei mir bis dato immer.

Zum Unternehmen:

Welche Informationen besitzen Sie über uns als Arbeitgeber?

Kennen Sie unsere Produkte?

Wissen Sie, welchen Beitrag Sie bei der Herstellung der Produkte und Dienstleistungen leisten müssen, wenn Sie bei uns arbeiten?

Was gefällt Ihnen besonders an unserem Unternehmen?

Zur Berufserfahrung:

Nennen Sie uns Ihre wichtigsten Erfolge!

Welches waren Ihre größten Mißerfolge? Wie sind Sie damit umgegangen?

Was war die schwierigste berufliche Entscheidung, die Sie je treffen mussten?

Warum möchten Sie diese Stelle haben? Warum interessieren Sie sich genau für diese Position?

Warum wollen Sie wechseln? Ist Ihr jetziger Arbeitgeber nicht mehr mit Ihnen zufrieden?

Warum waren Sie so lange arbeitslos? Was haben Sie unternommen, um diesen Zustand zu ändern?

Warum haben Sie bisher so häufig den Arbeitsplatz gewechselt? Wie lange wollen Sie bei uns bleiben?

Welche Tätigkeiten haben Sie bisher am meisten ausgefüllt? Welche am wenigsten? Warum?

Zur Person:

Warum sollen wir Sie für diese Stellung auswählen? Welche Qualifikationen besitzen Sie für diese Position?

Nennen Sie drei Gründe, die Sie besonders für die Stelle qualifizieren?

Welche drei Gründe sprechen gegen Sie?

Erläutern Sie Ihre Stärken und Schwächen?

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Was wollen Sie bis dahin erreicht haben?

Wie sind Ihre Vorstellungen von dieser Anstellung und unserem Unternehmen?

Was tun Sie zuerst, wenn Sie bei uns anfangen?

Was würden Sie in Ihrem Leben anders machen, wenn Sie es ändern könnten?

Was lesen Sie, um sich weiterzubilden?

In welchen Bereichen müssen Sie sich noch weiterbilden?

Welche Parameter entscheiden Ihrer Meinung nach über den beruflichen Erfolg?

Was muss Ihr Vorgesetzter tun, um Sie zu Höchstleistungen anzuspornen?


Ich hoffe Dir ist noch nicht schlecht geworden... Wenn nicht, ein paar solcher Fragen hätt ich noch.

Weitere Informationen findest du auch im Artikel Tipps zum Vorstellungsgespräch bzw. im Fragenkatalog zum Vorstellungsgespräch, wo weitere typische Fragen verzeichnet sind.

Liebe Grüße
Thea

Claudine
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Beitrag von Claudine » 02.06.2004, 18:01

Hallo Thea,
ja da sind schon einige "Hammer" dabei.
Nur zu, wenn Du noch schlimmere Fragen hast, freue mich auf jeden Tipp, damit ich mich optimal vorbereiten kann. :lol:
Gruss Claudine

Thea
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Beitrag von Thea » 02.06.2004, 18:11

Gut... Du hast es nicht anders gewollt: :lol: :D

Wären Sie bereit, den Standort zu wechseln oder sogar ins Ausland zu gehen?

Können Sie Anweisungen von Vorgesetzten und Kollegen umsetzen, ohne sich persönlich eingeengt zu fühlen?

Welche Ihrer Stärken sind gar keine richtigen Stärken, sondern nur erfundene und in Ratgebern gefundene?

Welche beruflichen Tätigkeiten mögen Sie nicht?

Was ist für Sie Stress? Wie gehen Sie mit Stress um?

Wie definieren Sie Teamarbeit?

Sehr beliebte Frage, habe ich festgestellt.

Wie lösen Sie Konflikte im Kollegenkreis?

Brauchen Sie einen geregelten Zeitablauf?

Arbeiten Sie lieber im Team oder eigenständig?

Woher wollen Sie wissen, dass Sie sowohl im Team als auch selbstständig arbeiten können?

Können Sie unter Termindruck arbeiten? - Ja? Warum lügen Sie?

Welche beruflichen Ziele möchten Sie in 3 Jahren erreicht haben?

Wollen Sie auf der Karriereleiter nach oben oder wären Sie mit Zubringer-Arbeiten zufrieden?

Warum haben Sie sich bisher noch nicht selbstständig gemacht?

Welche Hobbys haben Sie?

Was würden Sie gern verdienen? - Warum verlangen Sie so viel?


Und hier noch ein paar ganz böse Fragen:

Glauben Sie nicht, Sie wären in einem Unternehmen anderer Größenordnung oder Branche besser aufgehoben?

Wer hat diese Kleidung für Sie ausgesucht?

Glauben Sie, dass Sie mit diesem Schmuck Eindruck schinden können?

Warum sind sie so nervös?

Glauben Sie, dass Sie mit diesen Bewerbungsuterlagen eine Stellung finden?

Haben Sie Geld angespart? Haben Sie Schulden?

Welche Art von Vorgesetzten oder Kollegen bringt Sie auf die Palme?

Nehmen Sie die Pille?


Ich gebe zu, solche Fragen sind äußerst selten, sind aber schon vorgekommen. Ich finde sowieso, dass die meisten Fragen reine Fangfragen sind. Wenn man die vorher nicht kennt bzw. sich nicht darauf vorbereitet hat, kann man schnell in ein Fettnäpfchen treten. Oder es wird was in deine Antwort reininterpretiert, was du gar nicht so gemeint hast.

Liebe Grüße
Thea

Beate
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Beitrag von Beate » 08.07.2004, 10:04

Hallo Thea,

und was soll man auf so fiese Fragen antworten??? Bei den letzten blieb mir die Spucke weg. Die sind schon ganz schön dreist. Da sollte man sich überlegen, ob es die richtige Firma ist, bei der man sich beworben hat und überhaupt dort noch anfangen will. Das hört sich doch im voraus schon nach Problemen an, oder?!

Ich habe schon einige Vorstellungsgespräche hinter mir und zum Glück waren die meisten harmlos. Nur bei meiner letzten Stelle war das Gespräch schon etwas komisch. Da wurde ich auch nach meinem Kinderwunsch gefragt und ob ich in nächster Zeit schwanger werden möchte. Das ist ein ganz mieser Verein und letztendlich wurde mir ja auch zum 30.6. gekündigt.

Viele Grüße
Beate

Thea
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Beitrag von Thea » 08.07.2004, 17:32

Hallo Beate,

ja das ist richtig, manche Fragen sind echt böse. Sie sind dann aber auch wirklich die Ausnahme. Man muss sich halt vorher schon genauestens überlegen, was man antwortet. Spontan würde mir dazu sicher auch nichts passendes einfallen.

Auf welche Fragen wüsstest du denn keine Antwort?



Liebe Grüße
Thea

Claudia
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Beitrag von Claudia » 08.07.2004, 17:40

Hallo Thea,

deine Fragen sind aber echt der Hammer! Da hatte ich ja noch Glück bisher... Die schlimmste Frage bei mir war

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Was wollen Sie bis dahin erreicht haben?

...und schon da war ich mir nicht sicher bei der Antwort!

Die Frage mit dem Kinderwunsch würde ich genau so beantworten, wie es der Chef hören will - vorerst keine Kinder! Denn solche Fragen sind nicht zulässig und deshalb darf man bei der Beantwortung lügen.

Bei deinen Beispielen sind einige Fragen dabei, auf die ich keine Antwort wüsste... zB die mit den Stärken und Schwächen, "Warum soll ich Sie NICHT einstellen", "Was tun Sie zuerst, wenn Sie hier anfangen"...
Oje, ich hab Montag ein Vorstellungsgespräch - da weiß ich ja, was ich am Wochenende mache... :?

Thea
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Beitrag von Thea » 08.07.2004, 18:44

Gut, dann erzähl ich dir mal, was ich auf diese Fragen so antworten würde. Änderungsvorschläge sind trotzdem HERZLICH WOLLKOMMEN!!!


Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Was wollen Sie bis dahin erreicht haben?

Ich möchte mich in erster Linie weiterentwickeln. Soll heißen, ich möchte meinen Erfahrungsschatz und mein bisheriges Wissen solide ausbauen. Und dazu möchte ich z.B. auch Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen.
Ich kann mir dann auch vorstellen, im Laufe der Zeit umfassendere Kompetenzen und erweiterte Verantwortungsbereiche zu übernehmen.

Stärken:
- Teamfähigkeit
- Organisationsgeschick
- Kommunikationsstärke
- zielorientiertes Arbeiten
- Gesprächsbereitschaft
- Kritikfähigkeit
- Durchsetzungsvermögen
Wichtig ist hier nur, dass man (falls es zur Gegenfrage kommt) das auch anhand von Beispielen beweisen kann, z.B. aus bereits absolvierten praktischen Erfahrungen.

Schwächen:
- Überpünktlichkeit
- Akribische Arbeitsweise
Hier ist es wichtig, dass man "Schwächen" aufzählt, die in Wahrheit gar keine sind. Man muss sie aber so darstellen und im gleichem Atemzug wieder etwas positives reinformulieren. Nimm hier nie eine Eigenschaft, aus der man dir einen Strick drehen könnte. Auch diese Eigenschaften sollte man beweisen können.


Sagen Sie mir 3 Gründe, warum ich Sie nicht nehmen soll.

Ich kann Ihnen da nur einen nennen: Sie sollten mich nicht einstellen, wenn Ihnen meine Stärken und die sonstigen Voraussetzungen, die ich mitbringe, NICHT ZUSAGEN und Sie meine Fähigkeiten absolut nicht gebrauchen können.


Was tun Sie zuerst, wenn Sie bei uns anfangen?

Ich versuche natürlich zuerst, mir ein Bild von dem gesamten Arbeitsplatz zu verschaffen, über die mir zuerst übertragenen Aufgaben und auch die Kollegen. Dazu gehört auch sicherlich, dass ich meine Kompetenzen abstecke und herauszufinde, wie ich mich mit meinen persönlichen Stärken am besten mit einbringe.



Ist dir ein wenig geholfen?



Liebe Grüße
Thea

Claudine
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Beitrag von Claudine » 09.07.2004, 12:40

Hallo Ihr beiden!
Jetzt habe ich mir tatsächlich die Fragen gut angeschaut und mal überlegt, was ich darauf antworten könnte, denn ich bin nicht so spontan und mir fehlen dann wirklich die Worte und dann kann ich garnichts mehr sagen.
Und was passiert mir? Sagt mir doch jemand nach dem Vorstellungsgespräch: "Sie waren nicht begeistert genug und Ihre Antworten waren nicht spontan genug."
Soll ich jetzt denn gar nichts mehr üben? Präsentationen geht man doch auch vorher durch und ich weiss aus Erfahrung, dass ich ohne wenigstens das Ganze einmal durchgespielt zu haben, es nicht hinkriege, da ich zu nervös bin und mir echt nix einfällt.

Claudine

Claudia
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Beitrag von Claudia » 09.07.2004, 19:51

Hallo Claudine,

tut mir Leid, dass das Gespräch in die Hose gegangen ist...
Aber Kopf hoch! Ich finde, zu einem geglückten Bewerbung schreiben - zum Gespräch eingeladen werden - im Gespräch überzeugen gehört auch eine SEHR große Portion Glück. Die hat eben dieses Mal gefehlt... Aber das nächste Mal klappt es bestimmt! Vielleicht waren die Antworten deinem Chef einfach zu perfekt, dass er den Verdacht hatte, du hättest sie auswendig gelernt. :?

Claudine
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Beitrag von Claudine » 10.07.2004, 16:20

Hallo Claudia!
Danke für Deine Antwort. Es geht mir auch schon viel besser. :wink: Vielleicht ist auch einfach der "Funke" nicht übergesprungen und ich hätte mich auf den Kopf stellen können und die hätten mich dennoch nicht genommen.
Wenn die Chemie nicht stimmt, kann man nix machen :cry:

Die Antworten an sich waren meiner Meinung nach gar nicht so perfekt. Sie waren nur ehrlich!

Tja, auf ein Neues :wink:
Gruss Claudine

Thea
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Beitrag von Thea » 10.07.2004, 18:17

Fühl dich von mir auch herzlichst getröstet.
Es stimmt schon irgendwie, das Glück eine riesige Rolle spielt. Traurig, aber wahr.

Weißt du wie ich das immer mache? Ich lerne vorher auch richtig, was ich antworten sollte bei der oder der Frage. Einfach, um nicht überrascht zu werden oder in ein Fettnäpfchen zu treten.
Wenn ich dann aber im Vorstellungsgespräch sitze und diese Fragen kommen, tue ich erstmal für 3 Sekunden so, als müsste ich überlegen. Zugegeben, ein bisschen schauspielern muss man da.
Wie hast du das denn gemacht? Kam die Antwort denn bei dir wie aus der Pistole geschossen? Hättest du die Möglichkeit, das vorher mit jemandem zu üben? Er stellt dir die Fragen und du antwortest .. Und dann sagt er dir obs glaubwürdig und spontan klang oder nicht.

Aber mach dir nix aus diesem Vorstellungsgespräch ... das nächste Mal hast du bestimmt mehr Glück. Lass man, bei mir gings diese Woche auch in die Hose ... also: DU BIST NICHT ALLEIN!!! :lol:


Liebe Grüße
Thea

Claudia
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Beitrag von Claudia » 11.07.2004, 16:58

Mir sind diese krassen Fragen von Thea einfach nicht aus dem Kopf gegangen und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die einfach nur testen wollen, wie man reagiert. Bei so großen Unternehmen kann ich mir das gut vorstellen - wer weiß, wie viele Vorstellungsgespräche der Personalchef schon mitgemacht hat, da wird es denen vielleicht auch langweilig und sie wollen testen, wie der Bewerber in so einer "Schock"-Situation reagiert.
Meine Schwester zum Beispiel wurde bei einem Vorstellungsgespräch mal gefragt, warum Milch überkocht. Das kann ja kaum fachlich relevant für die Stelle sein!

LG
Claudi

Claudine
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Beitrag von Claudine » 12.07.2004, 12:52

Hallo Thea!
Nein, nein, ich habe nicht sofort geantwortet, sondern auch erstmal so getan als würde ich überlegen und habe dann meine Antwort gegeben. Hatte sogar mal einen Aussetzter und gesagt, mir fiele gerade das richtige Wort nicht ein, aber ich meine damit dieses und jenes.... Also nach meinem Gefühl ein eher normales Gespräch und nix eingeübtes.

Wie gesagt, ich denke es lag an der Chemie.
Gruss Claudine

Claudia
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Beitrag von Claudia » 12.07.2004, 23:23

So, ich hatte heut mein erstes Vorstellungsgespräch aus dieser Position heraus und will euch nicht vorenthalten, mit welchen Fragen ich bombardiert wurde:

Warum haben Sie diese Ausbildung gemacht? War das gewünscht oder eher aus der Not heraus? (Nagut, noch relativ einfach.)

Welche Praxiserfahrungen haben Sie bisher sammeln können? (Mag harmlos klingen, kann aber durchaus zur Stolperfalle werden, wenn man wie ich erst vor knapp 1 Jahr ins Berufsleben eingestiegen ist.)

Beschreiben Sie Ihren täglichen Tagesablauf auf Arbeit.

War alles in allem recht locker und harmlos. Fiese Fragen kamen zum Glück nicht!

Gute Nacht :D
Claudi

nbr79
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Beitrag von nbr79 » 10.08.2004, 15:02

Hallo erst einmal,
ich will mich Euch erst einmal kurz vorstellen: Ich bin 24 Jahre alt, Kommunikationswirtin und studiere Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Marketing. Im nächsten Semester will ich mich dann um einen Praktikumsplatz bemühen.

Und genau da fiel mir beim durchstöbern diesese tollen Forums diese miesen Fangfragen auf.

Warum haben Sie diese Ausbildung gemacht? War das gewünscht oder eher aus der Not heraus? (Nagut, noch relativ einfach.)

Ich habe meine Ausbildung zur Kommuniktionswirtin tatsächlich nur "aus der Not heraus" gemacht, habe aber einen super Abschluss hingelegt und bin mir nun auch ganz sicher, dass ich in diesem Bereich später einmal arbeiten möchte.

Da die Chancen einer Einstellung aber gleich null sind, habe ich das Studium nachgeschoben.

Wäre eine solche Antwort in Ordnung oder sollte ich meinem Gesprächspartner erzählen, dass ich nie etwas anderes machen wollte???
Ich meine, mein Studium ist die Hölle für mich, ich mache das nur um den Abschluss zu bekommen. Für meinen gewünschten Studiengang hat mein NC leider nicht gereicht. Aber sollte ich das meinem Chef gleich auf die Nase binden???

Ist es schwach oder zeugt es von Stärke??? Ich bin echt überfragt.

Liebe Grüße
Nadine

nbr79
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Beitrag von nbr79 » 10.08.2004, 15:08

Hallo erst einmal,
ich will mich Euch erst einmal kurz vorstellen: Ich bin 24 Jahre alt, Kommunikationswirtin und studiere Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Marketing. Im nächsten Semester will ich mich dann um einen Praktikumsplatz bemühen.

Und genau da fiel mir beim durchstöbern diesese tollen Forums diese miesen Fangfragen auf.

Warum haben Sie diese Ausbildung gemacht? War das gewünscht oder eher aus der Not heraus? (Nagut, noch relativ einfach.)

Ich habe meine Ausbildung zur Kommuniktionswirtin tatsächlich nur "aus der Not heraus" gemacht, habe aber einen super Abschluss hingelegt und bin mir nun auch ganz sicher, dass ich in diesem Bereich später einmal arbeiten möchte.

Da die Chancen einer Einstellung aber gleich null sind, habe ich das Studium nachgeschoben.

Wäre eine solche Antwort in Ordnung oder sollte ich meinem Gesprächspartner erzählen, dass ich nie etwas anderes machen wollte???
Ich meine, mein Studium ist die Hölle für mich, ich mache das nur um den Abschluss zu bekommen. Für meinen gewünschten Studiengang hat mein NC leider nicht gereicht. Aber sollte ich das meinem Chef gleich auf die Nase binden???

Ist es schwach oder zeugt es von Stärke??? Ich bin echt überfragt.

Liebe Grüße
Nadine

Claudia
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Beitrag von Claudia » 10.08.2004, 20:54

Hallo Nadine,

so direkt würde ich das deinem Chef nicht auf die Nase binden. Dass du die Ausbildung nur aus der Not gemacht hast, aber später festgestellt hast, dass es eigentlich genau dein Ding ist - wie auch deine Noten zeigen -, kannst du ruhig sagen, denke ich. Mit dem Studium - das würde ich schon so begründen, dass du es nachgeschoben hast, weil du dir davon bessere Aufstiegschancen versprichst. Du musst ja nicht sagen, dass es die Hölle für dich ist; umschreib es halt, dass es sehr anspruchsvoll ist, aber du trotzdem sicher bist, es zu schaffen oder so ähnlich. Weißt du was ich meine? Alles in ein positives Licht rücken, aber ruhig auch anklingen lassen, dass es nicht grade ein Pappenstiel ist. Nicht dass der denkt, ihr würdet dort nur Rambazamba machen.

Viel Glück!
Claudi

nbr79
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Beitrag von nbr79 » 11.08.2004, 19:46

An dieser Stelle erst einmal vielen Dank, ich werde mich sicher noch öfter melden, wenn ich mich erst einmal eingehend mit meinen Bewerbungen beschäftigt habe.

LG
Nadíne

DarknessMaus
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Beitrag von DarknessMaus » 15.08.2004, 21:31

Sind ja teilweise echt heftige Fragen.. Wüsste bei manchen echt nicht was ich antworten soll..
Wenn die Frage kommt, was man in 5 Jahren machen möchte (beim Ausbildungsgespräch)ich möchter aber in meinem Ausbildungsberuf nicht weiter arbeiten, sondern eine 2.Ausbildung machen, ist es dann taktisch klüger die Wahrheit zu sagen oder was sollt man da antworten. Wär lieb wenn mir das jemand beantworten könnte!!

nbr79
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Beitrag von nbr79 » 17.08.2004, 09:52

Hi,

also wenn ich mich in die Situation des Personalleiters versetze und möchte eine motivierte Azubine haben und frage die, was sie gerne in 5 Jahren machen möchte und sie antwortet, dass sie eigentlich was anderes machen möchte, dann würde ich sicherlich lieber jemanden einstellen, der auch Freude an dem Job hat und sich hocharbeiten möchte.

Ich würde also lieber nicht sagen, dass Du später etwas ganz anderes machen möchtest, außer die Ausbildungen bauen aufeinander auf oder ergänzen sich. Die Bereitschaft sich weiterzubilden kommt eigentlich immer gut an.

Lieben Gruß
Nadine

DarknessMaus
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Beitrag von DarknessMaus » 19.09.2004, 20:54

Erstmal danke für die Antwort...

Bei mir ist das so, das ich ne Ausbildung als Krankenschwester machen möchte und danach eine als Ergotherapeutin, um später beide berufe verbinden zu können.
Also, ich habe bestimmt Freude an meinem Job, aber etwas andere Vorstellungen als andere Krankenschwestern.

Kann ich denn sagen, dass ich mich dann gerne weiterbilden möchte und offen für neues bin?

LG

fluppy
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Beitrag von fluppy » 27.02.2007, 16:35

Hallo Leute,

habe diesen Thread gefunden und da ich am Donnerstag ein Gespräch in einer Gruppe habe (Ausbildungsplatz Bankkaufmann), interessieren mich mal ein paar Fragen.

Welche Praxiserfahrungen haben Sie bisher sammeln können? Oder Praktikum?

Habe leider noch nie ein Praktikum bei einer Bank gemacht.
Ich arbeite zur Zeit lediglich in einem Call Center (Wirtschaftsumfragen).
Hatte 2000 nur ein Praktikum in einem Computerladen (Kundenbetreung).
Ich interessiere mich schon seit paar Jahren für die Börse (Anlagemöglichkeiten usw.) und es würde mir z.B. Spass machen Kunden gezielt zu beraten. Aber auch interessieren mich natürlich die anderen Abteilungen/Bereiche einer Bank. Vor allem die Zusammenarbeit mit Kunden. In meinem Freundeskreis bin ich egal ob in Computerfragen oder Börsenfragen so gut wie der erste Ansprechpartner. Und es macht mir immer wieder Spass zu helfen.


Wie könnte ich da also am geschicktesten Antworten?


Dann zu den Fragen:

1. Welche Stärken oder Schwächen besitzen Sie? Nennen Sie mir 3 Ihrer Stärken und 3 Ihrer Schwächen.

2. Warum soll ich Sie einstellen?


Wenn die erste Frage kommt, weiß ich was ich antworten werde.
Aber wenn einfach die 2. kommt, dann kann ich ja einfach mehrere Stärken nennen oder?

Und wenn beide kommen, kann ich bei der 2. Antworten:
Sie sollten mich nehmen, wenn Ihnen meine Stärken und die sonstigen Voraussetzungen zusagen


Bitte um Tipps!

Heiko
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Beitrag von Heiko » 07.01.2008, 18:56

Hallo,

ich knacke zur Zeit an dieser Frage:

Welche Stärken oder Schwächen besitzen Sie? Nennen Sie mir 3 Ihrer Stärken und 3 Ihrer Schwächen.

Was für Antworten kann man geben und welche sollte man am besten machen?

Vielen Dank im Voraus. :)

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sprachlos
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Beitrag von sprachlos » 07.01.2008, 19:14

Heiko hat geschrieben:Hallo,

ich knacke zur Zeit an dieser Frage:

Welche Stärken oder Schwächen besitzen Sie? Nennen Sie mir 3 Ihrer Stärken und 3 Ihrer Schwächen.

Was für Antworten kann man geben und welche sollte man am besten machen?

Vielen Dank im Voraus. :)
hast du dir noch nie in deinem ganzen leben einen kopf gemacht, was du magst/was dir spaß macht und was du absolut nicht magst/kannst?!

wenn nicht dann solltest du das gleich mal machen...

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