➤ Ausbildungsabbruch in Bewerbung formulieren ✔

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
kama1983
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➤ Ausbildungsabbruch in Bewerbung formulieren ✔

Beitrag von kama1983 » 26.02.2008, 11:43

hallo ihr lieben, ich habe folgendes problem. ich bin 24 jarhe alt und habe immer noch keine ausbildung, ich weiß selber, dass ich das ganz schön schleifen gelassen habe, aber leider kann ich die zeit nicht zurück drehen. ich habe vor zwei jahren meine ausbildung als versicherungskaufmann abgebrochen, die ich ein jahr lang gemacht habe. ich habe jetzt mal ein neues anschreiben formuliert, aber um überhaupt noch eine kleine chance zu bekommen, muss dieses anschreiben perfekt sein und den ausbilder umhauen.

wenn ihr tips für mcih habt, wie ich was ändern kann, wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr sie mir zukommen lasst.

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum...

Sehr geehrter ...,

auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, bin ich auf Ihren Internetauftritt aufmerksam geworden und möchte mich gerne bei Ihnen bewerben.

...

Knightley
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Re: ➤ Ausbildungsabbruch in Bewerbung formulieren ✔

Beitrag von Knightley » 26.02.2008, 16:52

auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz,Kein Komma bin ich

Im Juni 2004 habe ich mein ... vorne anfangen zu können.
Das steht doch alles auch im Lebenslauf.

Du musst schreiben, welche Fähigkeiten und Kenntnisse du hast und warum du für diesen Beruf (Welchen überhaupt?) geeignet bist!

Im zweiten Teil listest du dann einfach nur ein paar Eigenschaften auf. Aber Behauptungen aufstellen kann jeder.

Lies dir auch diese Artikel zu einer Bewerbung mit Ausbildungsabbruch und zur Darstellung einer abgebrochenen Ausbildung im Lebenslauf durch.

KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 26.02.2008, 16:52

das hier soll kein lebenslauf darstellen sondern deine eignung beweisen! warum nutzt du nicht deine einjährige erfahrung in der Ausbildung und erwähnst sie gleich zu anfang?! aber lieber langweilst du erstmal mit deinem werdegang und wie dinge so sind wie sie sind... das einzige was hier wohl interessiert ist, warum hast du die ausbildung abgebrochen!? warum willst du sie wieder anfangen? deine aussagen beweisen und begründen, nicht in den raum werfen! du sollst überzeugen!

kama1983
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Beitrag von kama1983 » 27.02.2008, 10:28

ich hab es noch mal überarbeitet, der beruf ist unwichtig, ich werde mich bei so gut wie allen kaufmännischen ausbildungsplätzen bewerben, muss ich ja :(
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich

Sehr geehrter ...,

...

KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 27.02.2008, 12:48

wenn man nicht mal auf einen festen beruf schreibt, dann wirkt man sichtlich verzweifelt und das ist nun wirklich der falsche erste Eindruck!
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich

Sehr geehrter ...,

(egal, wie du jetz auf das Angebot gekommen bist!)

Im Juni xxx habe ich mein Abitur erfolgreich abgeschlossen (Lebenslauf!). Im September xxx, habe ich eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann angefangen(Lebenslauf!), die ich jedoch ein Jahr später aus persönlichen Gründen vorzeitig beendet habe, nun hoffe ich bei Ihnen noch mal von vorne anfangen zu können. (Mitleid erregen, war noch nie ein gutes Argument! negatives entweder gar nicht oder zum schluss!)

Durch meine erste Ausbildung, bringe ich bereits sehr gute Kenntnisse in den Bereichen Kundenbetreuung und individuelle Beratung mit, außerdem besitze ich kaufmännische Grundkenntnisse (zb?).

Meine gute Auffassungsgabe erlaubt es mir, mich schell in unbekannte Aufgaben und Themengebiete einzuarbeiten. Sowohl in der selbstständigen als auch in der Arbeit im Team fühle ich mich gut aufgehoben. (0-8-15! kann ja jeder sagen! wo sind die beweise, der bezug?)

Die bis heute verlorenen Jahre machen mich aber mit meinen xxx Jahren zum perfekten Auszubildenden, weil ich weiß, worauf es bei einer Ausbildung ankommt, nämlich das nötige Engagement, den Ehrgeiz, und die Stärke zu haben, ein Ziel zu erreichen und es auch zu schätzen wissen. (schöne versprechen, aber ob man die auch ernst nehmen wird? außerdem setzt es den verdacht, dass du faul in deiner ersten Ausbildung warst.)

Den Beginn eines Ausbildungsverhältnisses in Ihrem Betrieb betrachte ich als große Chance, mich beruflich und persönlich weiter zu entwickeln und endlich den Beruf zu erlernen, den ich möchte. (was für ein beruf denn nur?)

Sie würden einen lernbereiten Auszubildenden bekommen, der sehr pünktlich, zuverlässig, belastbar, flexibel und teamfähig ist. (beweise, bezug, begründung!?)Gleichzeitig bin ich offen für neue Aufgaben, um auch meine Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem Gespräch, damit ich noch einmal die Chance habe, bei Ihnen persönlich zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

tin
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Ausbildungsabbruch nach ein paar Tagen: wie Bewerbung schreiben?

Beitrag von tin » 08.08.2010, 19:28

Moin,moin.

Was haltet Ihr von diesem Anschreiben?
Zu schreiben, dass ich mich in Ausbildung befinde und ich diese gerne abbrechen würde, empfand ich als äußerst unangenehm und schwer zu beschreiben.

Ich bitte um Verbesserungsvorschläge.

Vielen Dank und liebe Grüße.
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großen Interesse beziehe ich mich auf das von Ihnen, am vergangenen Samstag, den 7. August ausgeschriebene Stellenanschreiben in der EFG Zeitung zum Verwaltungsfachangestellten der Fachrichtung Kommunalverwaltung.


Ich bin 20 Jahre und habe im Juni diesen Jahres die Allgemeine Hochschulreife an der Integrierten Gesamtschule XYZ absolviert. Seit Anfang August befinde ich mich in der Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel in einem mittelständischen Unternehmen, in der Stadt ABC, von der ich jedoch nicht behaupten kann, dass sie die Ansprüche eines motivierten Auszubildenden zufriedenstellen könnte. Aufgrund dessen und einiger weiteren, zu meinem Nachteil führenden Umständen, bewerbe ich mich noch dieses Jahr auf eine weitere Ausbildung.


Durch verschiedene Praktika und die begonnene Ausbildung zum Großhändler, in der ich bereits Telefonate führte und mich gleichzeitig eigenständig mit dem Warenwirtschaftssystem auseinandersetzte, kann ich empirisch mit großer Überzeugung behaupten, dass mir die sorgfaltbedürftigen verwaltungs- kaufmännische Tätigkeiten liegen und viel Freude bereiten. Weshalb ich auch in Zukunft ausgesprochen gerne in solch einem Berufsfeld beschäftigt sein möchte.

Ich bin davon überzeugt Ihren Anforderungen gerecht zu werden, bringe grundlegende Voraussetzung mit und lege die nötige Motivation an den Tag. Engagement, Zielstrebigkeit, sowie Freundlichkeit können Sie bei mir voraussetzen. Desweiteren bringe ich Kenntnisse mit den allgemeinen Office Programmen mit.

Gerne vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke in einem persönlich Gespräch.


Mit freundlichen Grüßen



XXX

Knightley
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Beitrag von Knightley » 09.08.2010, 00:34

Die Kenntnis der Gründe würde schon helfen. Du musst vor allem daran denken, dass so ein schneller Wechsel eher negativ ankommt, besonders wenn das Anschreiben mehr zum kaufmännischen als zum Verwaltungs-Sektor passt.

tin
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Beitrag von tin » 09.08.2010, 07:12

Ja, ich dachte mir auch schon, dass ein schneller Abbruch bzw. Wechsel eher negativ ankommt, doch wenn ich mich für das Jahr 2011 bewerbe wollte,dann müssten die Bewerbungen aber kommende Wochen raus,denn viele (vorallem begehrte) Unternehmen schreiben ihre Stellen jetzt schon aus.
Und Knightley, du meinst ich sollte noch mehr auf die Gründe eingehen, die mich zu einem Abbruch bewegen?
Lg

Schnee-Wittchen
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Beitrag von Schnee-Wittchen » 09.08.2010, 10:39

Und Knightley, du meinst ich sollte noch mehr auf die Gründe eingehen, die mich zu einem Abbruch bewegen?
Knightley hat bestimmt nicht gemeint, dass du im Anschreiben mehr auf den Abbruch eingehen sollst. Es wäre besser, die zu kennen, um dir zu helfen.


Seit Anfang August befinde ich mich in der Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel in einem mittelständischen Unternehmen, in der Stadt ABC, von der ich jedoch nicht behaupten kann, dass sie die Ansprüche eines motivierten Auszubildenden zufriedenstellen könnte.
Kannst du das nach den paar Tagen wirklich einschätzen?
mit großen Interesse beziehe ich mich auf das von Ihnen, am vergangenen Samstag, den 7. August ausgeschriebene Stellenanschreiben in der EFG Zeitung zum Verwaltungsfachangestellten der Fachrichtung Kommunalverwaltung.
Diese Angaben gehören in die Betreffzeile.

Altersangabe gehört in den LL.

Ansonsten würde ich den Schwerpunkt des Anschreibens nicht auf den Abbruch legen, sondern mich vor allem auf die Eignung für den neuen Beruf, meine bisherigen Kenntnisse usw. konzentrieren.

Noch eine Anmerkung. Meinst du das die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten niveauvoller ist als die bisherige? Viele Verwaltungen bilden über Bedarf aus, müssen sparen ....

Mit Abitur kannst du dich auch für den gehobenen Dienst bewerben!

Lg

tin
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Beitrag von tin » 09.08.2010, 18:02

Naja, meine Ansprüche an eine gute Ausbildung erfüllt mein Arbeitgeber in sofern nicht, dass sie uns Azubis nicht innerhalb der Abteilungen zyrkulieren lassen. D.h ich bin 3 Jahre in der selben Abteilung (Vertrieb).
Wie soll ich denn je Buchhaltung und Einkauf etc. kennenlernen?
Meine Abeiltungsleitern spricht in Fäkalwötern zu mir und sagt Sachen, wie zum Beispiel:
"Ich fabriziere absolute Scheiße..."
"Wenn sie meine bearbeiteten Aufgaben sieht, dann könnte sie kotzen.."
Ich habe ihr schon gesagt,dass sie die optimale Lösung der Arbeiten nicht von mir verlangen könne, weil ich doch gerade erst seit einigen Tagen in der Ausbildung bin. Zudem wird mir bei Problemen nur selten gut geholfen. Aber das habe ich meine Abteilungsleiterin gegenüber auch schon erwähnt.
Außerdem kommen von ihr Sätze, wie:
"In einer Woche musst du alles drauf haben, dann dürfen dir keine Fehler mehr passieren."
Ich bin momentan sehr, sehr unglücklich...

Knightley
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Beitrag von Knightley » 09.08.2010, 21:51

Wenn es schon so anfängt, dann kann man verstehen, dass du keine richtige Lust mehr hast. Vielleicht ergibt ein Gespräch noch etwas bzgl. der Abteilungs-Zirkulation, nicht dass ein Abbruch/ Wechsel durch ein Mißverständnis oder eine Fehlinformation verursacht wird. :?

Zeitlich wird es natürlich eng, wenn du dich um Ausbildungsplätze mit Bewerbungsfristen bewerben willst. Aber vielleicht ergibt sich auch noch etwas in diesem Jahr, allerdings eher in weniger begehrten Unternehmen. Denn ein nicht unerheblicher Teil der Ausbildungsverhältnisse wird schon am Anfang aus den unterschiedlichsten Gründen wieder beendet, so dass die Chance besteht, woanders unterzukommen. Man muss sich dann halt den Laden noch genauer unter die Lupe nehmen.

Ricoh
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➤ Ausbildungsabbruch in Bewerbung formulieren ✔

Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 09:37

Hey,

ich schreibe gerade an einem Anschreiben für eine Ausbildung, die ich letztes Jahr schonmal begonnen hatte, nun allerdings für einen anderen Betrieb, ist ja klar ;)

Ich hab die Ausbildung letztes Jahr abgebrochen, weil ich von einer Mitazubine (kannte ich bereits aus der Schule bzw. nie miteinander gesprochen) vom ersten Tag an gemobbt wurde. Hat gleich die anderen Azubis, die mit uns anfingen, auf ihre Seite gezogen und mich komplett ausgegrenzt. Die Schule war der blanke Horror und im Betrieb hat sie versucht alle gegen mich aufzuhetzen und das Problem war, dass sie von allen gemocht wurde, weil sie allen in den Arsch gekrochen ist...und als ich mit der Frau sprach, die für die Azubis zuständig ist, schien diese mir auch sehr befangen, da sie mich mehr "auslachte" als mein Problem verstand.

Ich habe mich bemüht eine andere Ausbildungsstelle zu finden, die mir gefällt aber leider war das mein Traumberuf :( jetzt möchte ich es nochmal versuchen und ich weiß einfach nicht, was ich für Gründe angeben soll. Ich möchte gerne die Wahrheit sagen aber wie drücke ich das aus? Persönliche Gründe trifft es nicht aber Mobbing, damit mach ich mich ja selber auch nieder, oder? Ich möchte jedoch, dass der neue Betrieb weiß, was mir passiert ist..

Bitte, bitte helft mir! Ich muss die Bewerbung bald abschicken!

Donnydonatha
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Beitrag von Donnydonatha » 28.03.2011, 13:01

was können wir nun für dich tun? Zunächst würde ich davon abraten den neuen Arbeitgeber bereits im Anschreiben mit der Mobbing Geschichte zu konfrontieren. Ich persönlich würde überhaupt nichts von Mobbing erwähnen, damit niemand auch nur auf die Idee kommt, dass ich eine Schwachstelle habe, die Andere gnadenlos ausnutzen um sich auf meine Kosten stark zu fühlen. Versuche dich aus der Opferrolle zu befreien.
ich weiß das schreibt sich so leicht. Konzentrier dich auf die angestrebte Ausbildung, deine Stärken und Fähigkeiten und blick in die Zukunft.

Wie kurz war denn die Ausbildung? Möglicherweise brauchst du gar nicht erwähnen, dass du bereits begonnen hattest. Stell einfach mal ein Anschreiben hier ein und dann schauen wir was man optimieren kann

Ricoh
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Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 16:17

Nur ein paar Wochen..allerdings kann der neue Betrieb das doch mitbekommen, wenn man eingetragen wird..Handwerkskammer oder so..oder nicht? so kenn ich das zumindest..demnach kann ich das nicht einfach weglassen. ich werde es mit persönlichen gründen versuchen..

Romanum
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Beitrag von Romanum » 28.03.2011, 18:53

Schickst du ein Arbeitszeugnis dieser Ausbildung mit? Was steht dort ggf. als Trennungsgrund?

Ricoh
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Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 21:36

Es gibt kein Arbeitszeugnis, da ich nicht über die Probezeit hinaus kam und gibt es überhaupt ein Arbeitszeugnis "in der Ausbildung"?
Ich habe nun geschrieben, dass ich die Ausbildung aus persönlichen Gründen beenden musste.. im weiteren Verlauf des Bewerbungsschreiben habe ich erläutert, dass ich mir eine neue Chance nie wieder nehmen lassen würde..
sollte es zu einem Gespräch komme, dann werde ich ehrlich sein..ich habe mich mit allen anderen dort verstanden bis auf die 2, bzw 3 (totale Mitläuferin) und habe mir vorgenommen mich mit ihr zu arangieren, da ich von ihrem schlechten Ruf schon vorher wusste..aber der Schuss ging ja vom ersten Tag an nach hinten los..was bringt mir das lügen..ich würde das nächste Mal nicht einfach aufgeben aber es war hart nach all der Vorfreude so einen Dämpfer zu erhalten und total gemobbt zu werden, obwohl man sich nicht kennt..

Knightley
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Beitrag von Knightley » 28.03.2011, 23:35

Es steht dir auch in der Ausbildung ein Arbeitszeugnis zu. Aber ob dieses nach so einer kurzen Zeit so aussagekräftig sein kann, ist eine andere Frage.
habe ich erläutert, dass ich mir eine neue Chance nie wieder nehmen lassen würde..
Was machst du wenn es wieder einen Mobber gibt? Das weiß man leider vorher nicht. Deshalb ist es wichtig, sich zu gegebener Zeit Strategien gegen das Mobbing zu überlegen. Dass du mit der Ausbilderin gesprochen hast, war schon ein guter Anfang, aber auch so ein Gespräch muss gut vorbereitet werden.

Im Anschreiben hilft es unter Umständen, darauf hinzuweisen, dass du ein Betriebsklima bevorzugst, wo auch Auszubildende vom ersten Tag an integriert und akzeptiert werden. Das war eben in deinem ehemaligen Unternehmen nicht gegeben.

Daher ist es später auch wichtig, in einem Vorstellungsgespräch mit den passenden Fragen herauszufinden, wie das Betriebsklima dort so ist. Wenn Azubis durch berufliche Projekte, gemeinsame Aktivitäten oder direkte und aufmerksame Ansprechpartner integriert werden, dann ist die Gefahr für Mobbing weitaus geringer, weil der Mobber in seinem Reich nicht schalten und walten kann wie er will und es diese starren Abgrenzungen (Mobber + Mitläufer und die Gegenseite) nicht gibt.

Ishizu
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Beitrag von Ishizu » 28.03.2011, 23:38

also wenn du im VG bist würde ich nicht direkt sagen, dass du gemobbt wurdest, damit schießt du dich gleich wieder selbst ins aus.

sag einfach, dass es dicke luft gab, die trotz mehrere versuchen zu lichten nicht gelang und du deshalb gegangen bist, weil du es für besser hielst für dich selbst und das du in einem neuen betrieb neu durchstarten möchtest

Aktenordner
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Beitrag von Aktenordner » 04.04.2011, 10:26

Der Ausbildungsbetrieb meldet dich zwar an und die Kammer vergibt eine Nummer; allerdings nur wegen den Prüfungen. Dass deinem neuen Ausbildungsbetrieb wer etwas nennt ist sehr unwahrscheinlich bis unsachlich (immerhin endete dein Ausbildungsvertrag..) und von daher würde ich den Zeitraum mit einer Orientierungsphase beschreiben, die dir nun zu fast 100% Sicherheit bietet den richtigen Ausbildungsberuf gewählt zu haben.

->Versuche unbefangen und vollkommen neutral einen neuen Start zu machen, denn weder du kennst den Betrieb, noch er dich.

Viel Erfolg

*newby*
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Wie Ausbildungsabbruch in Bewerbung begründen?

Beitrag von *newby* » 17.02.2012, 00:48

Hallo zusammen,

ich benötige dringend Eure Hilfe und hoffe, dass ich bei Euch hier richtig bin!

Ich zerbreche mir schon seit Tagen den Kopf, da ich nach einer Formulierung der Beweggründe für einen Ausbildungsabbruch suche.
Durch Google bin ich auf Euer Forum gestoßen.

Lange Rede, kurzer Sinn!
Ich möchte meine Ausbildung abbrechen, um wieder in die Arbeitswelt zu wechseln.
Mein Grund dafür ist kein Geheimnis und auch nachvollziehbar:
Zum einen hab ich ein Alter erreicht , in dem man sein Leben eigenständig führen möchte (jenseits ü25) zum anderen, was der Hauptgrund ist , dass ich in meiner Ausbildung nicht gefordert werde und zu wenig lerne.
Ich bin eine Person, die unter Strom stehn muss-sprich ich habe Ehrgeiz den ich auch verwirklichen möchte, aber inzwischen leider die Motivation verloren, da ich nur gebremst werde.
Auch habe ich bereits das Gespräch in der Firma gesucht-ohne Erfolg!

Ich habe mir lange Gedanken um einen Abbruch gemacht...
und bin zu dem Entschluss gekommen endgültig abzubrechen!
Ohne Motivation hat das keinen Sinn, da es sich auf Dauer auch auf die schulischen Leistungen auswirkt.
Und lieber jetzt, bevor ich zu viel wertvolle Zeit verschwende.

Jetzt suche ich nach einer passenden Formulierung um dies in einer Bewerbung rechtzufertigen, so dass die Personalchefs meine Lage akzeptieren und meine Entscheidung nachvollziehen können.

Ein paar Hintergrundinfos:
Ich habe meine Schule abgeschlossen, bereits eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen,konnte diesen Beruf aufgrund körperlicher Beeinträchtigung nicht fortführen, habe ein soziales Jahr hinter mir, nochmals die Schulbank gedrückt und meinen Schulabschluss verbessert , bereits in ein paar Firmen gearbeitet - meist Schichtarbeit - und nun vor paar Monaten erneut den Versuch einer 2. Ausbildung gewagt.


Ich hoffe ihr könnt mir den ein oder anderen Tipp geben, wie ich dies in einer Bewerbung vernünftig formulieren kann.

Ich danke Euch schon mal im voraus

Liebe Grüße
Tina

Romanum
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Beiträge: 8978
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum » 17.02.2012, 16:34

*newby* hat geschrieben:Mein Grund dafür ist kein Geheimnis und auch nachvollziehbar:
Zum einen hab ich ein Alter erreicht , in dem man sein Leben eigenständig führen möchte (jenseits ü25) zum anderen, was der Hauptgrund ist , dass ich in meiner Ausbildung nicht gefordert werde und zu wenig lerne.
Ich bin eine Person, die unter Strom stehn muss-sprich ich habe Ehrgeiz den ich auch verwirklichen möchte, aber inzwischen leider die Motivation verloren, da ich nur gebremst werde. Aber das war doch auch schon vor der Ausbildung klar. Warum hast du diese Ausbildung begonnen - und diese Gründe sind jetzt alle verflogen? Und wie sieht deine Arbeitswelt in 10 oder 20 Jahren aus? Denn wie man herausliest, kannst du in der anderen Ausbildung nicht mehr arbeiten. Unter Strom stehen ist ja schön und gut, aber wenn es jetzt schon gesundheitliche Probleme gibt, dann können in 10 oder 20 Jahren auch gesundheitliche Probleme auftreten, und was hast du dann? Dann ist eine Ausbildung schon ein besseres Fundament, auf welches du besser noch andere Stockwerke aufsetzen kannst.

*newby*
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Registriert: 17.02.2012, 00:46

Re: Wie Ausbildungsabbruch in Bewerbung begründen?

Beitrag von *newby* » 17.02.2012, 21:53

@Romanum

selbst wenn ich diese Beeinträchtigung nicht hätte, welch Beschreibung schlimmer klingt als es ist...
wär ich ca. 7 Jahre aus dem Geschäft heraus...
es wäre nicht so einfach nochmals einzusteigen,..da ich die Entwicklungen der letzten Jahre nicht mitbekommen habe..und Schulungen wären kostenintesiver, so dass man andere nehmen würde:

Nein,..mir war dieser Punkt im letzten Jahr noch nicht bewusst...
auch versuche ich diese Ausbildung schon seit 2 Jahren zu bekommen,
aber der Ausbildungsinhalt ist nicht der wie er normalerweise für diesen Beruf vorgesehen ist.
Und wenn man nur in die Arbeit geht um die Zeit rumzubringen ist das meiner Meinung nach der falsche Ansatz.
Wie gesagt, auch mehrere Gespräche brachten nichts!

Für jüngere, die gerdae die Schule beendet haben und nun ne Lehre beginnen, ist diese Ausbildung ein Geschenk, da man sich wirklich "kein Bein ausreisst" und es "gechillt" betrachten kan, wie es die derzeitige Jugend formuliert!

Aber ich habe nicht all die Mühe (und auch jede Menge Kosten!) auf mich genommen um dann nichts zu lernen..ich will ja auch die Prüfung schaffen-und nicht nur knapp sondern schon mit einem für mich positivem Ergebnis!

Ich hab diesen Ausbildungswillen gehabt um nicht mein Leben lang Schichtarbeit machen zu müssen in irgendeiner Produktionsfirma, wo man der erste ist der fliegt, wenn es um Einsparungen geht.
Aber,ich habe auch nicht vor 3 weitere Jahre zu verschwenden, zuzusehen wie täglich meine Motivation schwindet, so sehr dass man den Eifer in der BS verliert,ausgerechnet da, wo man was lernen würde.
Ich bin zu "alt" dafür um dies als eine Probe oder Lebenserfahrung zu verbuchen.
Ich habe mir diese Ausbildung ausgesucht um danach auch in diesem Beruf zu arbeiten und mich dabei zu entwickeln.

Bitte fasst dies nicht als Ausreden auf etc. - es ist mir sehr ernst und ich schildfere nur meine Gründe für diesen Entschluss, den ich mir nicht leicht gemacht habe, da ich immer ein schlechtes Gewissen , Gefühl habe- es später nicht zu bereuen.
Jedoch wie gesagt,..die Zeit ist zu wertvoll, da kann ich mich in einer Firma auch hocharbeiten.

Schönen abend noch

und ich bin Euch weiterhin über Tipps und Ratschläge sehr dankbar!

Lg Tina

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FRAGEN
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Re:Ausbildungsabbruch

Beitrag von FRAGEN » 18.02.2012, 12:13

*newby* hat geschrieben:Aber ich habe nicht all die Mühe (und auch jede Menge Kosten!) auf mich genommen um dann nichts zu lernen..ich will ja auch die Prüfung schaffen-und nicht nur knapp sondern schon mit einem für mich positivem Ergebnis!

Ich hab diesen Ausbildungswillen gehabt um nicht mein Leben lang Schichtarbeit machen zu müssen in irgendeiner Produktionsfirma, wo man der erste ist der fliegt, wenn es um Einsparungen geht.
Aber,ich habe auch nicht vor 3 weitere Jahre zu verschwenden, zuzusehen wie täglich meine Motivation schwindet, so sehr dass man den Eifer in der BS verliert,ausgerechnet da, wo man was lernen würde.
Ich bin zu "alt" dafür um dies als eine Probe oder Lebenserfahrung zu verbuchen.
Ich habe mir diese Ausbildung ausgesucht um danach auch in diesem Beruf zu arbeiten und mich dabei zu entwickeln.

Bitte fasst dies nicht als Ausreden auf
Nichts daran klingt wie eine Ausrede - im Gegenteil! Alles glasklar und alles vernünftig. Ich verstehe nur nicht die Konsequenz, die Du daraus ziehst. Wenn Du in eine Firma geraten bist, wo man Dir zu wenig beibringt, wäre es m. E. der richtigere Weg, Dir einen anspruchsvolleren Ausbildungsbetrieb zum WECHSEL zu suchen... anstatt einfach in die Schichtarbeit zurückzukehren. Da wärst Du dann ja doch wieder "die erste, die fliegt, wenn es um Einsparungen geht". Sehr schön gesagt, übrigens, Tina.... ;-)

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.02.2012, 12:37

Hallo newby,

ist die Information, was man zu letzt gemacht hat, für den Personalverantwortlichen wirklich so wichtig, dass er es bereits im Anschreiben lesen muss, wo er es doch auch dem Lebenslauf entnehmen kann? Weclen werbetechnischen Vorteil verschafft dem Bewerber diese Information?

Einen Personalverantwortlichen interessiert doch in erster Linie, was der Bewerber kann. Welchen Nutzen er von dem Bewerber hat. Darum geht es letztlich in dem Anschreiben.

Jede Information im Anschreiben, die werbetechnisch keine Bedeutung hat, lenkt letztlich von den wichtigen Argumenten des Bewerbers ab.

Aber letztlich ist es Deine Entscheidung, wie Du dich präsentierst und was Du dem Personalverantwortlichen mitteilen möchtest.

Allerdings solltest Du die Formulierung "weshalb/deshalb ich mich bewerbe" vermeiden. Für viele Personalverantwortliche gilt das als Standardfloskel, die die mangelnde Motivation des Bewerbers belegt.

Viele Grüße aus Duisburg

*newby*
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Re:Ausbildungsabbruch

Beitrag von *newby* » 19.02.2012, 20:09

Hallo Andreas,..

sehr gerne werde ich Deinen Ratschlag beherzigen und es nicht im Anschreiben erwähnen!
Danke Dir!

@FRAGEN:

Ja, diese Möglichkeit würde ich mir schon offen halten - aber ich muss mit der Realität leben...
und da existiert diese Möglichkeit nicht...
und wenn ich warte, weiter abstumpfe...
und zum Schluss sich diese Möglichkeit nicht ergibt, dann hab ich viel Zeit unnötig verschwendet!

Die Konsequenz wird auch vom finanziellen Aspekt aus betrachtet in Erwägung gezogen,..
zum einen der Unterhalt des Fahrzeugs , welches unverzichtbar ist,
dann bin ich gezwungen mir nen eigenen Haushalt anzuschaffen...
und zu guter Letzt, die persönliche Vorsorgung für später...
wenn einem jetzt ohne eigenen Haushalt bei äußerst sparsamer Lebensweise, nur knapp 100 euro übrig bleiben..
wie dann erst mit eigenem Haushalt!
Selbst mit staatlicher Unterstützung, würde es nicht reichen-
und auch kann man in meinem Alter nicht mehr ankommen um bei Mama und Papa Geld zu pumpen-
ich befinde mich in einem Alter, in dem man sein eigenes Leben bestreiten solle und wolle...
Der aspekt mit der eigenen Unterkunft, war zu Beginn der Ausbildung noch kein Thema-
es ergab sich einfach so!!!

Ich bewerbe mich auch defintiv nicht bei einer Produktionsfirma mit Schichtarbeit!
Es ist eine normale Stelle in einem sehr interessanten Bereich, und die Firma hat mich aufgrund seiner Referenzen mehr als überzeugt!

Zudem, bewerben heisst nicht, dass man gleich genommen wird!

,Tina

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