Hausfrau Bewerbung für Wiedereinstieg nach langer Zeit

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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Tasbo0000
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Hausfrau Bewerbung für Wiedereinstieg nach langer Zeit

Beitrag von Tasbo0000 » 31.08.2012, 11:23

Hi!
Ich hab ne abgeschlossene Ausbildung, dann 2 Jahre gearbeitet. Dann immer nur zeitl. befristete Jobs gehabt (oder halt als Aushilfe i-wo auf 400€ Basis). Dann wollt ich was anderes machen, hab studiert. Das hat nicht geklappt, weil ich es nicht gepackt hab.

Daraufhin wollt ich erstmal den Kopf freikriegen und war 2 Jahre Hausfrau. Als ich dann wieder arbeiten wollte, hatte mein Mann nen Unfall und ich blieb weiterhin zu Hause. Jetzt sind das beinahe 5 Jahre und ich will wieder arbeiten.

Ich weiß aber nicht, wie man das im Bewerbungsschreiben als Hausfrau für den Wiedereinstieg formulieren kann/sollte...hab lange keine mehr geschrieben. Helft ihr mir??

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich nach dem Besuch Ihrer Stellenanzeigen auf Ihrer Website feststellen durfte, haben Sie einige interessante vakante Stellen zu besetzten. Ist die Stelle als xxx noch unbesetzt? Da ich mich sehr für die ausgeschriebene Stelle interessiere, bewerbe ich mich an dieser Stelle in Ihrem Unternehmen.

Ich bin xx Jahre alt und verheiratet. In den letzten Jahren war ich Hausfrau und habe meine Organisationsfähigkeit und Flexibilität unter Beweis gestellt. Jetzt möchte ich meine Fähigkeiten wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Im Anschluss an meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur xxx, habe ich rund zwei Jahre im/als xxx gearbeitet.

Nach meiner im Jahr xx absolvierten Weiterbildung im Bereich Wirtschaftsenglisch habe ich bis zum Beginn meiner studiumähnlichen Ausbildung zur xxx am xxx, mich in versch. Berufspraxen beweisen und mich vielfältigen Herausforderungen stellen können. Ich musste allerdings feststellen, dass meine Stärken und Interessen doch im kaufmännischen Bereich liegen und beendete zum Ende des zweiten Semesters die Ausbildung.

Ich habe mit Menschen unterschiedlichster Nationen, Charakter und Alter gearbeitet und würde gerne diese Erfahrung in Ihrem Unternehmen mit einbringen.

Des Weiteren biete ich Ihnen gute Englischkenntnisse, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit an. Meine weiteren Stärken und Schwächen würde ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch näherbringen, gerne auch bei einem Probearbeitstag.

Sind Sie an einer engagierten und einsatzbereiten Fachkraft interessiert? Dann stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung!
______________________________________

Romanum
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Beitrag von Romanum » 31.08.2012, 12:25

Um was für Jobs willst du dich jetzt bewerben?
Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich nach dem Besuch Ihrer Stellenanzeigen auf Ihrer Website feststellen durfte, haben Sie einige interessante vakante Stellen zu besetzten. Ist die Stelle als xxx noch unbesetzt? Da ich mich sehr für die ausgeschriebene Stelle interessiere, bewerbe ich mich an dieser Stelle in Ihrem Unternehmen. So überzeugend ist die Einleitung leider nicht. Wenn die Stelle nicht mehr frei wäre, dann würde sie nicht ausgeschrieben werden. Und wenn sie wirklich nicht mehr frei wäre, dann bekämst du das ja bei einer Rückantwort mit. Aber die Bewerbung hast du dann ja trotzdem verschickt. Falls du nicht umsonst deine Bewerbungsunterlagen verschicken möchtest, rufe dann besser vorher an.
Im Anschluss an meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur xxx, habe ich rund zwei Jahre im/als xxx gearbeitet. Dann solltest du im 2. Absatz erst mal hierauf ausführlicher eingehen. Dass du Hausfrau warst, könntest du so erst später angeben.
Nach meiner im Jahr xx absolvierten Weiterbildung im Bereich Wirtschaftsenglisch habe ich bis zum Beginn meiner studiumähnlichen Ausbildung zur xxx am xxx, mich in versch. Berufspraxen beweisen und mich vielfältigen Herausforderungen stellen können. Ich musste allerdings feststellen, dass meine Stärken und Interessen doch im kaufmännischen Bereich liegen und beendete zum Ende des zweiten Semesters die Ausbildung. Du brauchst nicht noch einmal deinen Lebenslauf verschriftlichen. Konzentriere dich auf das Wesentliche, was du kannst und für diesen Job einbringen möchtest.

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 31.08.2012, 12:32

Hallo Tasbo0000,

in der tat ist hier noch einiger Optimierungsbedarf. Ideal ist es bei der Bewerbung, wenn der Leser erkenntn kann, dass die Bewerberin genau das kann, was man sucht. Ist das bei Dir der Fall? Passt das von Dir präsentierte Können zu der Stellenanzeige?

Viele Grüße aus Duisburg

Tasbo0000
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Beitrag von Tasbo0000 » 31.08.2012, 18:05

Oh ha...ich wusste ja, ich habs nicht mehr drauf. Gar nicht so einfach, so einen Text zu formulieren!

Den ersten Teil hab ich zumindest schon mal geändert.

Sehr geehrte Frau xx,

wie ich nach dem Besuch Ihrer Stellenanzeigen auf Ihrer Website feststellen durfte, haben Sie einige interessante vakante Stellen zu besetzten. Ich interessiere mich sehr für die Stelle als Kundenberaterin im Beschwerde-Center und bewerbe mich daher für diese Stelle zum 15.10.2012.

Im Anschluss an meiner im Jahr 2002 erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten mit einem Ergebnis von 85,57%, habe ich rund zwei Jahre im Versicherungsvertrieb gearbeitet.
_______
Ist das schon mal besser?

Es geht um eine Stelle bei einer Krankenkasse.
Ich habe Erfahrung halt auf Grund meiner Arbeit mit
- Recht
- 10 Fingerschreibsystem
- auf Grund der Arbeit im Vertrieb Erfahrung mit Menschen unterschiedlichsten Alters, Characktere demnach versch. Schwierigkeitsgrade und auch öfter mal Beschwerden (wenn die Gesellschaft z.B. nen Schaden nicht bezahlen wollte)
- Schreiben nach Phonodiktat
- Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität waren Grundvoraussetzungen für die Tätigkeit im Außendienst sowie logisches Denken und Einfühlungsvermögen
- man kan sich sicherlich Vorstellen, dass man bei einer großen Anwaltskanzlei auch sehr umsichtig bei den meissten Themen sein muss was Mandanten betrifft ...


Ein kurzfristiger Job war bei einer Samtgemeinde in der ich für die Verwaltung von 1,30 € Jobbern zuständig war. Etwa 60 Leute. Für Maßnahmen, die Ausliefen, musste ich "den" Einen neuen Auspicken (je nach Einsatzbereich und seinen Kenntnissen), musste auch Abmahnungen ausprechen oder bei guter Leistung reichlich Überzeugungsarbeit zeigen, dass die Maßnahme verlängert wird. Demnach musste ich auch Arbeitszeugnisse schreiben.
Das war ein richtig toller Job... Dem trauer ich echt hinterher. Aber keine Chance, da rein zu kommen...Gemeinden haben kein Geld und versetzen lieber ihre Leute...

- Englischweiterbildung (LCCI)


Aber zurück zur Stellenbeschreibung (ich hab die mal einfach von der Seite hierein kopiert)

*Sie haben idealerweise eine Berufsausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte/r oder eine abgeschlossene kaufmännische oder medizinische Berufsausbildung
*Sie haben Spaß am serviceorientierten Umgang mit Kunden und Kollegen
*Sie können verschiedene Kundentypen sehr schnell richtig einschätzen
*Sie formulieren sowohl mündlich als auch schriftlich sicher, präzise und kundenorientiert und treffen dabei immer den richtigen Ton
*Sie sehen Beschwerden und Reklamationen als Chance
*Sie können in Konfliktsituationen lösungsorientiert handeln
*Sie haben Spaß daran, stetig Neues zu lernen und erfolgreich umzusetzen

Und das erwartet mich:
*Sie bearbeiten alle Arten von Beschwerden und Reklamationen mit dem Ziel, aus einem unzufriedenen Kunden einen zufriedenen Kunden zu machen und finden dafür fast immer eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung
*Sie nehmen telefonisch oder schriftlich Kontakt zu unseren Kunden auf
*Sie erwartet eine abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit
*Sie arbeiten in einem kleinen Team mit angenehmer Atmosphäre

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 01.09.2012, 15:00

Hallo Tasbo0000,

der erste Teil ist nicht wirklich besser. Der erste Absatz ist nichtssagend. Denn dass dich die Stelle interessiert und Du dich bewirbst, ergibt sich ja aus der Bewerbung selber.

Aussagekräftig ist es da schon, wenn man mitteilt, dass man die beschriebenen Aufgaben mit großer Freude übernehmen und mit seinem Können und den Kompetenzen erfolgreich erledigen wird. So kann man gleich die otschaft vermitteln "Ich habe Lust auf diese Position!".

Ist das Ergebnis der Ausbildung so überragend, dass es für einen Personalverantwortlichen als "Verkaufsargument" herhalten kann? Zumal die Ausbildung mittlerweile 10 Jahre zurückliegt.

Viele Grüße aus Duisburg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 24.10.2016, 08:19

wie ich nach dem Besuch Ihrer Stellenanzeigen auf Ihrer Website feststellen durfte, haben Sie einige interessante vakante Stellen zu besetzten. Ich interessiere mich sehr für die Stelle als Kundenberaterin im Beschwerde-Center und bewerbe mich daher für diese Stelle zum 15.10.2012.

Man erzählt in einem Bewerbungsschreiben nicht nach, wie man Stellen gesucht hat, diesen Job gefunden hat, dass man sich interessiert, dass man sich bewirbt... Das sind alles nichtssagende Informationen, die aus den Bewerbungsunterlagen an sich hervorgehen. Der Stellenfundort kommt in den Betreff, denn das ist seine Funktionen: https://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... rbung.html Die Einleitung muss man als Bewerber möglichst individuell gestalten: https://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... -mich.html
Im Anschluss an meiner im Jahr 2002 erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten mit einem Ergebnis von 85,57%, habe ich rund zwei Jahre im Versicherungsvertrieb gearbeitet.

Die Angabe des Jahres ist unnötig. Außerdem wird im Anschreiben auch nicht der Lebenslauf nacherzählt.

Du hättest dich mehr hieran halten sollen: https://www.bewerbung-forum.de/anschreiben.html

Ich habe Erfahrung halt auf Grund meiner Arbeit mit

Dann hättest du auf diese Erfahrungen in deinem Bewerbungsanschreiben eingehen sollen.

Es ist auch immer gut, sich andere Bewerbungen von Bewerbern in einer vergleichbaren Situation anzuschauen, also z.B. Bewerbungen für einen Wiedereinstieg. Dann kann man aus den Fehlern von den anderen Bewerbern lernen:

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... 63171.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/rez ... 33433.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/ini ... 47609.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... 54201.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/bew ... 62554.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/ein ... 17044.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/wie ... 57560.html

https://www.bewerbung-forum.de/forum/nac ... 17589.html
Aussagekräftig ist es da schon, wenn man mitteilt, dass man die beschriebenen Aufgaben mit großer Freude übernehmen und mit seinem Können und den Kompetenzen erfolgreich erledigen wird. So kann man gleich die otschaft vermitteln "Ich habe Lust auf diese Position!".

Diese Meinungsäußerung ist natürlich wenig durchdacht, denn die Formulierung ist gerade nicht aussagekräftig, sondern langweilig und allgemein. Wenn jeder Bewerber nur schreibt, dass er Lust hätte, dann gibt es Null Unterscheidungskraft. Also immer viel Substanz ins Anschreiben bringen und Aussagen vor allem auch begründen.

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