Ausbildungsabbruch in Bewerbung formulieren

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
Ricoh
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Ausbildungsabbruch in Bewerbung formulieren

Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 09:37

Hey,

ich schreibe gerade an einem Anschreiben für eine Ausbildung, die ich letztes Jahr schonmal begonnen hatte, nun allerdings für einen anderen Betrieb, ist ja klar ;)
Ich hab die Ausbildung letztes Jahr abgebrochen, weil ich von einer Mitazubine (kannte ich bereits aus der Schule bzw. nie miteinander gesprochen) vom ersten Tag an gemobbt wurde. Hat gleich die anderen Azubis, die mit uns anfingen, auf ihre Seite gezogen und mich komplett ausgegrenzt. Die Schule war der blanke Horror und im Betrieb hat sie versucht alle gegen mich aufzuhetzen und das Problem war, dass sie von allen gemocht wurde, weil sie allen in den Arsch gekrochen ist...und als ich mit der Frau sprach, die für die Azubis zuständig ist, schien diese mir auch sehr befangen, da sie mich mehr "auslachte" als mein Problem verstand.
Ich habe mich bemüht eine andere Ausbildungsstelle zu finden, die mir gefällt aber leider war das mein Traumberuf :( jetzt möchte ich es nochmal versuchen und ich weiß einfach nicht, was ich für Gründe angeben soll. Ich möchte gerne die Wahrheit sagen aber wie drücke ich das aus? Persönliche Gründe trifft es nicht aber Mobbing, damit mach ich mich ja selber auch nieder, oder? Ich möchte jedoch, dass der neue Betrieb weiß, was mir passiert ist..

Bitte, bitte helft mir! Ich muss die Bewerbung bald abschicken!

LG Ricoh

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Donnydonatha
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Beitrag von Donnydonatha » 28.03.2011, 13:01

was können wir nun für dich tun? Zunächst würde ich davon abraten den neuen Arbeitgeber bereits im Anschreiben mit der Mobbing Geschichte zu konfrontieren. Ich persönlich würde überhaupt nichts von Mobbing erwähnen, damit niemand auch nur auf die Idee kommt, dass ich eine Schwachstelle habe, die Andere gnadenlos ausnutzen um sich auf meine Kosten stark zu fühlen. Versuche dich aus der Opferrolle zu befreien.
ich weiß das schreibt sich so leicht. Konzentrier dich auf die angestrebte Ausbildung, deine Stärken und Fähigkeiten und blick in die Zukunft. Immer wieder in die Vergangenheit zurück zu schauen lässt dich zur Salzsäule erstarren, wie LOTs Frau als sie Sodom fluchtartig verlassen musten. :wink:

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Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 13:06

Hey

Danke für die Antwort.
Mein Problem ist jetzt nur, dass ich nicht weißt, wie ich das in meinem Anschreiben verpacken soll.
Ich will mich für den gleichen Beruf nochmal bewerben und irgendwas muss ich doch als Kündigungsgrund angeben :(
Ich kann doch nicht nur schrieben: Anschließend habe ich eine Ausbildung zur xy bei der Firma xy begonne, die ich jedoch kurze Zeit später abbrach.
Ich muss das doch begründen..und wie soll ich das begründen, wenn es sich um den selben Beruf handelt..das ist mein Problem..wie umschreibe ist das, dass es nicht direkt an mir lag..

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Donnydonatha
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Beitrag von Donnydonatha » 28.03.2011, 13:18

Wie kurz war denn die Ausbildung? Möglicherweise brauchst du gar nicht erwähnen, dass du bereits begonnen hattest. Stell einfach mal ein Anschreiben hier ein und dann schauen wir was man optimieren kann
Diese Seiten helfen dir dabei
https://www.bewerbung-forum.de/forum/hae ... 20388.html
https://www.bewerbung-forum.de/anschreiben.html

Ricoh
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Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 16:17

Nur ein paar Wochen..allerdings kann der neue Betrieb das doch mitbekommen, wenn man eingetragen wird..Handwerkskammer oder so..oder nicht? so kenn ich das zumindest..demnach kann ich das nicht einfach weglassen. ich werde es mit persönlichen gründen versuchen..

Romanum
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Beitrag von Romanum » 28.03.2011, 18:53

Schickst du ein Arbeitszeugnis dieser Ausbildung mit? Was steht dort ggf. als Trennungsgrund?

Ricoh
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Beitrag von Ricoh » 28.03.2011, 21:36

Es gibt kein Arbeitszeugnis, da ich nicht über die Probezeit hinaus kam und gibt es überhaupt ein Arbeitszeugnis "in der Ausbildung"?
Ich habe nun geschrieben, dass ich die Ausbildung aus persönlichen Gründen beenden musste.. im weiteren Verlauf des Bewerbungsschreiben habe ich erläutert, dass ich mir eine neue Chance nie wieder nehmen lassen würde..
sollte es zu einem Gespräch komme, dann werde ich ehrlich sein..ich habe mich mit allen anderen dort verstanden bis auf die 2, bzw 3 (totale Mitläuferin) und habe mir vorgenommen mich mit ihr zu arangieren, da ich von ihrem schlechten Ruf schon vorher wusste..aber der Schuss ging ja vom ersten Tag an nach hinten los..was bringt mir das lügen..ich würde das nächste Mal nicht einfach aufgeben aber es war hart nach all der Vorfreude so einen Dämpfer zu erhalten und total gemobbt zu werden, obwohl man sich nicht kennt..

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 28.03.2011, 23:35

Es steht dir auch in der Ausbildung ein Arbeitszeugnis zu. Aber ob dieses nach so einer kurzen Zeit so aussagekräftig sein kann, ist eine andere Frage.
habe ich erläutert, dass ich mir eine neue Chance nie wieder nehmen lassen würde..
Was machst du wenn es wieder einen Mobber gibt? Das weiß man leider vorher nicht. Deshalb ist es wichtig, sich zu gegebener Zeit Strategien gegen das Mobbing zu überlegen. Dass du mit der Ausbilderin gesprochen hast, war schon ein guter Anfang, aber auch so ein Gespräch muss gut vorbereitet werden.

Im Anschreiben hilft es unter Umständen, darauf hinzuweisen, dass du ein Betriebsklima bevorzugst, wo auch Auszubildende vom ersten Tag an integriert und akzeptiert werden. Das war eben in deinem ehemaligen Unternehmen nicht gegeben.

Daher ist es später auch wichtig, in einem Vorstellungsgespräch mit den passenden Fragen herauszufinden, wie das Betriebsklima dort so ist. Wenn Azubis durch berufliche Projekte, gemeinsame Aktivitäten oder direkte und aufmerksame Ansprechpartner integriert werden, dann ist die Gefahr für Mobbing weitaus geringer, weil der Mobber in seinem Reich nicht schalten und walten kann wie er will und es diese starren Abgrenzungen (Mobber + Mitläufer und die Gegenseite) nicht gibt.

Ishizu
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Beitrag von Ishizu » 28.03.2011, 23:38

also wenn du im VG bist würde ich nicht direkt sagen, dass du gemobbt wurdest, damit schießt du dich gleich wieder selbst ins aus.

sag einfach, dass es dicke luft gab, die trotz mehrere versuchen zu lichten nicht gelang und du deshalb gegangen bist, weil du es für besser hielst für dich selbst und das du in einem neuen betrieb neu durchstarten möchtest

Aktenordner
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Beitrag von Aktenordner » 04.04.2011, 10:26

Der Ausbildungsbetrieb meldet dich zwar an und die Kammer vergibt eine Nummer; allerdings nur wegen den Prüfungen. Dass deinem neuen Ausbildungsbetrieb wer etwas nennt ist sehr unwahrscheinlich bis unsachlich (immerhin endete dein Ausbildungsvertrag..) und von daher würde ich den Zeitraum mit einer Orientierungsphase beschreiben, die dir nun zu fast 100% Sicherheit bietet den richtigen Ausbildungsberuf gewählt zu haben.

->Versuche unbefangen und vollkommen neutral einen neuen Start zu machen, denn weder du kennst den Betrieb, noch er dich.

Viel Erfolg

*newby*
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Ausbildungsabbruch formulieren

Beitrag von *newby* » 17.02.2012, 00:48

Hallo zusammen,

ich benötige dringend Eure Hilfe und hoffe, dass ich bei Euch hier richtig bin!

Ich zerbreche mir schon seit Tagen den Kopf, da ich nach einer Formulierung der Beweggründe für einen Ausbildungsabbruch suche.
Durch Google bin ich auf Euer Forum gestoßen.

Lange Rede, kurzer Sinn!
Ich möchte meine Ausbildung abbrechen, um wieder in die Arbeitswelt zu wechseln.
Mein Grund dafür ist kein Geheimnis und auch nachvollziehbar:
Zum einen hab ich ein Alter erreicht , in dem man sein Leben eigenständig führen möchte (jenseits ü25) zum anderen, was der Hauptgrund ist , dass ich in meiner Ausbildung nicht gefordert werde und zu wenig lerne.
Ich bin eine Person, die unter Strom stehn muss-sprich ich habe Ehrgeiz den ich auch verwirklichen möchte, aber inzwischen leider die Motivation verloren, da ich nur gebremst werde.
Auch habe ich bereits das Gespräch in der Firma gesucht-ohne Erfolg!

Ich habe mir lange Gedanken um einen Abbruch gemacht...
und bin zu dem Entschluss gekommen endgültig abzubrechen!
Ohne Motivation hat das keinen Sinn, da es sich auf Dauer auch auf die schulischen Leistungen auswirkt.
Und lieber jetzt, bevor ich zu viel wertvolle Zeit verschwende.

Jetzt suche ich nach einer passenden Formulierung um dies in einer Bewerbung rechtzufertigen, so dass die Personalchefs meine Lage akzeptieren und meine Entscheidung nachvollziehen können.

Ein paar Hintergrundinfos:
Ich habe meine Schule abgeschlossen, bereits eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen,konnte diesen Beruf aufgrund körperlicher Beeinträchtigung nicht fortführen, habe ein soziales Jahr hinter mir, nochmals die Schulbank gedrückt und meinen Schulabschluss verbessert , bereits in ein paar Firmen gearbeitet - meist Schichtarbeit - und nun vor paar Monaten erneut den Versuch einer 2. Ausbildung gewagt.


Ich hoffe ihr könnt mir den ein oder anderen Tipp geben, wie ich dies in einer Bewerbung vernünftig formulieren kann.

Ich danke Euch schon mal im voraus

Liebe Grüße
Tina

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 17.02.2012, 12:18

Hallo newby,

bei der Bewerbung handelt es sich um Werbung in eigener Sache; es geht also darum, dem potentiellen Arbeitgeber sein berufliches Können und seine Kompetenzen zu präsentieren. Das ist es, was einen Personalverantwortlichen interessiert.

Alles andere, insbesondere, was der Bewerber in der Vergangenheit gemacht hat, warum es etwas nicht mehr machen möchte, alles das ist für ihn zunächst sekundär. es reicht dem Personaler, wenn er dem lebenslauf entsprechende Informationen entnehmen kann und er Antworten auf mögliche Nachfragen im Vorstellungsgespräch erhält.

Deshalb musst Du im Anschreiben Deinen Ausbildungsabbruch nicht begründen, sondern Dich ganz auf dein Können und Deine Kompetenzen beschränken.

Viele Grüße aus Duisburg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 17.02.2012, 16:34

*newby* hat geschrieben:Mein Grund dafür ist kein Geheimnis und auch nachvollziehbar:
Zum einen hab ich ein Alter erreicht , in dem man sein Leben eigenständig führen möchte (jenseits ü25) zum anderen, was der Hauptgrund ist , dass ich in meiner Ausbildung nicht gefordert werde und zu wenig lerne.
Ich bin eine Person, die unter Strom stehn muss-sprich ich habe Ehrgeiz den ich auch verwirklichen möchte, aber inzwischen leider die Motivation verloren, da ich nur gebremst werde. Aber das war doch auch schon vor der Ausbildung klar. Warum hast du diese Ausbildung begonnen - und diese Gründe sind jetzt alle verflogen? Und wie sieht deine Arbeitswelt in 10 oder 20 Jahren aus? Denn wie man herausliest, kannst du in der anderen Ausbildung nicht mehr arbeiten. Unter Strom stehen ist ja schön und gut, aber wenn es jetzt schon gesundheitliche Probleme gibt, dann können in 10 oder 20 Jahren auch gesundheitliche Probleme auftreten, und was hast du dann? Dann ist eine Ausbildung schon ein besseres Fundament, auf welches du besser noch andere Stockwerke aufsetzen kannst.

*newby*
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Re:Ausbildungsabbruch

Beitrag von *newby* » 17.02.2012, 21:53

Hallo Leute,..

vielen Dank für eure Antworten.

@Rhodos:
Ja, aber man erwähnt doch im Anschreiben immer was man derzeit macht...
Zumindest hab ich das bisher bei meinen Bewerbungen so gemacht!
Wie formuliere ich dann den Übergang...

"Mit großem Interesse habe ihre Stellenanzeige vom .. in der ... gelesen.
Die Informationen zu ihrem Stellenangebot, welche ich auf Ihrer Homepage finden konnte , haben mich besonders beeindruckt und auch ein Blick in die Firmenbroschüre hat mein Interesse geweckt weshalb ich mich auch bei Ihnen für die angebotene Stelle bewerbe.
Derzeit absolviere ich eine Ausbildung als....
(welche ich voraussichtlich 2014 beende.)

Das Anschreiben ist jetzt nur so frei formuliert..
nur um betonen was die Schwierigkeit dabei ist!
man soll ja seinen derzeitigen Beschaftigungsstand erwähnen!

Hättest Du da auch nen Tipp für mich!?

@Romanum

selbst wenn ich diese Beeinträchtigung nicht hätte, welch Beschreibung schlimmer klingt als es ist...
wär ich ca. 7 Jahre aus dem Geschäft heraus...
es wäre nicht so einfach nochmals einzusteigen,..da ich die Entwicklungen der letzten Jahre nicht mitbekommen habe..und Schulungen wären kostenintesiver, so dass man andere nehmen würde:

Nein,..mir war dieser Punkt im letzten Jahr noch nicht bewusst...
auch versuche ich diese Ausbildung schon seit 2 Jahren zu bekommen,
aber der Ausbildungsinhalt ist nicht der wie er normalerweise für diesen Beruf vorgesehen ist.
Und wenn man nur in die Arbeit geht um die Zeit rumzubringen ist das meiner Meinung nach der falsche Ansatz.
Wie gesagt, auch mehrere Gespräche brachten nichts!

Für jüngere, die gerdae die Schule beendet haben und nun ne Lehre beginnen, ist diese Ausbildung ein Geschenk, da man sich wirklich "kein Bein ausreisst" und es "gechillt" betrachten kan, wie es die derzeitige Jugend formuliert!

Aber ich habe nicht all die Mühe (und auch jede Menge Kosten!) auf mich genommen um dann nichts zu lernen..ich will ja auch die Prüfung schaffen-und nicht nur knapp sondern schon mit einem für mich positivem Ergebnis!

Ich hab diesen Ausbildungswillen gehabt um nicht mein Leben lang Schichtarbeit machen zu müssen in irgendeiner Produktionsfirma, wo man der erste ist der fliegt, wenn es um Einsparungen geht.
Aber,ich habe auch nicht vor 3 weitere Jahre zu verschwenden, zuzusehen wie täglich meine Motivation schwindet, so sehr dass man den Eifer in der BS verliert,ausgerechnet da, wo man was lernen würde.
Ich bin zu "alt" dafür um dies als eine Probe oder Lebenserfahrung zu verbuchen.
Ich habe mir diese Ausbildung ausgesucht um danach auch in diesem Beruf zu arbeiten und mich dabei zu entwickeln.

Bitte fasst dies nicht als Ausreden auf etc. - es ist mir sehr ernst und ich schildfere nur meine Gründe für diesen Entschluss, den ich mir nicht leicht gemacht habe, da ich immer ein schlechtes Gewissen , Gefühl habe- es später nicht zu bereuen.
Jedoch wie gesagt,..die Zeit ist zu wertvoll, da kann ich mich in einer Firma auch hocharbeiten.

Schönen abend noch

und ich bin Euch weiterhin über Tipps und Ratschläge sehr dankbar!

Lg Tina

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FRAGEN
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Re:Ausbildungsabbruch

Beitrag von FRAGEN » 18.02.2012, 12:13

*newby* hat geschrieben:Aber ich habe nicht all die Mühe (und auch jede Menge Kosten!) auf mich genommen um dann nichts zu lernen..ich will ja auch die Prüfung schaffen-und nicht nur knapp sondern schon mit einem für mich positivem Ergebnis!

Ich hab diesen Ausbildungswillen gehabt um nicht mein Leben lang Schichtarbeit machen zu müssen in irgendeiner Produktionsfirma, wo man der erste ist der fliegt, wenn es um Einsparungen geht.
Aber,ich habe auch nicht vor 3 weitere Jahre zu verschwenden, zuzusehen wie täglich meine Motivation schwindet, so sehr dass man den Eifer in der BS verliert,ausgerechnet da, wo man was lernen würde.
Ich bin zu "alt" dafür um dies als eine Probe oder Lebenserfahrung zu verbuchen.
Ich habe mir diese Ausbildung ausgesucht um danach auch in diesem Beruf zu arbeiten und mich dabei zu entwickeln.

Bitte fasst dies nicht als Ausreden auf
Nichts daran klingt wie eine Ausrede - im Gegenteil! Alles glasklar und alles vernünftig. Ich verstehe nur nicht die Konsequenz, die Du daraus ziehst. Wenn Du in eine Firma geraten bist, wo man Dir zu wenig beibringt, wäre es m. E. der richtigere Weg, Dir einen anspruchsvolleren Ausbildungsbetrieb zum WECHSEL zu suchen... anstatt einfach in die Schichtarbeit zurückzukehren. Da wärst Du dann ja doch wieder "die erste, die fliegt, wenn es um Einsparungen geht". Sehr schön gesagt, übrigens, Tina.... ;-)

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.02.2012, 12:37

Hallo newby,

ist die Information, was man zu letzt gemacht hat, für den Personalverantwortlichen wirklich so wichtig, dass er es bereits im Anschreiben lesen muss, wo er es doch auch dem Lebenslauf entnehmen kann? Weclen werbetechnischen Vorteil verschafft dem Bewerber diese Information?

Einen Personalverantwortlichen interessiert doch in erster Linie, was der Bewerber kann. Welchen Nutzen er von dem Bewerber hat. Darum geht es letztlich in dem Anschreiben.

Jede Information im Anschreiben, die werbetechnisch keine Bedeutung hat, lenkt letztlich von den wichtigen Argumenten des Bewerbers ab.

Aber letztlich ist es Deine Entscheidung, wie Du dich präsentierst und was Du dem Personalverantwortlichen mitteilen möchtest.

Allerdings solltest Du die Formulierung "weshalb/deshalb ich mich bewerbe" vermeiden. Für viele Personalverantwortliche gilt das als Standardfloskel, die die mangelnde Motivation des Bewerbers belegt.

Viele Grüße aus Duisburg

*newby*
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Re:Ausbildungsabbruch

Beitrag von *newby* » 19.02.2012, 20:09

Hallo Andreas,..

sehr gerne werde ich Deinen Ratschlag beherzigen und es nicht im Anschreiben erwähnen!
Danke Dir!

@FRAGEN:

Ja, diese Möglichkeit würde ich mir schon offen halten - aber ich muss mit der Realität leben...
und da existiert diese Möglichkeit nicht...
und wenn ich warte, weiter abstumpfe...
und zum Schluss sich diese Möglichkeit nicht ergibt, dann hab ich viel Zeit unnötig verschwendet!

Die Konsequenz wird auch vom finanziellen Aspekt aus betrachtet in Erwägung gezogen,..
zum einen der Unterhalt des Fahrzeugs , welches unverzichtbar ist,
dann bin ich gezwungen mir nen eigenen Haushalt anzuschaffen...
und zu guter Letzt, die persönliche Vorsorgung für später...
wenn einem jetzt ohne eigenen Haushalt bei äußerst sparsamer Lebensweise, nur knapp 100 euro übrig bleiben..
wie dann erst mit eigenem Haushalt!
Selbst mit staatlicher Unterstützung, würde es nicht reichen-
und auch kann man in meinem Alter nicht mehr ankommen um bei Mama und Papa Geld zu pumpen-
ich befinde mich in einem Alter, in dem man sein eigenes Leben bestreiten solle und wolle...
Der aspekt mit der eigenen Unterkunft, war zu Beginn der Ausbildung noch kein Thema-
es ergab sich einfach so!!!

Ich bewerbe mich auch defintiv nicht bei einer Produktionsfirma mit Schichtarbeit!
Es ist eine normale Stelle in einem sehr interessanten Bereich, und die Firma hat mich aufgrund seiner Referenzen mehr als überzeugt!

Zudem, bewerben heisst nicht, dass man gleich genommen wird!

,Tina

Romanum
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Beitrag von Romanum » 20.02.2012, 17:03

Bitte fasst dies nicht als Ausreden auf etc. - es ist mir sehr ernst und ich schildfere nur meine Gründe für diesen Entschluss, den ich mir nicht leicht gemacht habe, da ich immer ein schlechtes Gewissen , Gefühl habe- es später nicht zu bereuen.
Jedoch wie gesagt,..die Zeit ist zu wertvoll, da kann ich mich in einer Firma auch hocharbeiten. Wie eine Ausrede liest es sich nicht, sondern sehr durchdacht. Schade, dass sich deine Vorstellungen von der Ausbildung nicht erfüllt haben. So ähnlich könntest du es auch im Anschreiben formulieren, wenn du es reinnehmen möchtest:

"Da meine Vorstellungen einer praxisnahen Ausbildung derzeit leider nicht erfüllt werden, möchte ich in ein Arbeitsumfeld wechseln, in dem meine starke Motivation und Leistungsfähigkeit benötigt und geschätzt werden."


Fin
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zweite Ausbildung abgebrochen: Was nun?

Beitrag von Fin » 07.03.2012, 12:11

Hallo!

Ich habe mich erst gerade hier in diesem Forum angemeldet, weil ich nicht weiter weiß und in der Hoffnung, dass ich hier die nötige Hilfe für meine derzeitige Lage bekomme.

Zu meiner Situation:
Ich habe bis vor wenigen Wochen eine Ausbildung zum Krankenpfleger in einem Krankenhaus gemacht, diese hab ich jedoch abgebrochen, da ich feststellen musste, dass mir u.a. der Beruf an sich nicht wie erwartet liegt, dass ich zunehmend Probleme mit dem Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst hatte (man kann einfach über Kurz oder Lang nichts mehr planen), sowie dass mich das Leid der Patienten (aus psychischer Sicht) immer mehr belastet hat.

Nun bin ich seither auf der Suche nach einem Job (am besten im Lagerwesen, wo ich bereits eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachlageristen abgeschlossen hab), um die Zeit bis zu einer weiteren Ausbildung zu überbrücken.

Mir wurde von einem Bekannten angeboten, eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker zu beginnen (allerdings nicht in meiner Großstadtheimat, sondern fernab im schönen Sauerland). Das Angebot ging natürlich runter wie Butter, doch befürchte ich, dass die Beziehung zu meiner besseren Hälfte darunter leiden wird, wenn ich quasi wegziehen muss und wir uns nur noch jedes Wochenende sehen. Deshalb suche ich nun eine Stelle als solches in meiner derzeitigen Heimat.
Das Problem ist nur, ich habe absolt keinerlei berufliche Erfahrung im Metallwesen, umso mehr bin ich ratlos darüber, wie ich allein das Bewerbungsschreiben inhaltlich erstellen soll, ohne überhaupt ein Praktikum oder dergleichen in dem Beruf gemacht zu haben, wie ich meine missliche Lage mit der abgebrochenen Ausbildung zum Krankenpfleger beschreiben soll (ob und wie ich das überhaupt im Anschreiben erwähnen soll). Und es kommt sicherlich alles andere als gut, wenn man in meinem Lebenslauf dieses Hin und Her bei der Berufswahl sieht und liest...

Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie mit Rat helfen! :(

Romanum
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Beitrag von Romanum » 07.03.2012, 13:49

Wie lange hast du diese Ausbildung gemacht und warum hast du sie gewählt? Denn dass es Schichtdienste und viel Leid geben wird, muss dir ja vorher bekannt gewesen sein.

Zu deiner anderen Ausbildung: andere Bewerber haben ja auch selten spezielle Vorkenntnisse im Metallwesen. Du müsstest genau überlegen, warum Zerspanungsmechaniker für dich geeignet ist und was du dafür mitbringen wirst. Nur weil du jetzt dieses Angebot als Zerspanungsmechaniker hast, heißt das ja nicht, dass das der am besten geeignte Job für dich wäre.

Fin
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Beitrag von Fin » 08.03.2012, 10:01

Romanum hat geschrieben:Wie lange hast du diese Ausbildung gemacht und warum hast du sie gewählt? Denn dass es Schichtdienste und viel Leid geben wird, muss dir ja vorher bekannt gewesen sein.
Natürlich war ich mir ein Stück weit darüber im Klaren, was auf mich zukommt, zumal ich im Vorfeld meinen Zivildienst im selben Krankenhaus absolviert habe. Aber ich habe nicht jeden Bereich der Pflege durchgemacht, durfte nicht alles machen, darum hab ich leider erst über Kurz oder Lang gemerkt, dass ich mit der Ausbildungswahl eine Fehlentscheidung gezogen habe.
Ich habe mich auch im gewissen Maße an die Ausbildung heranwagen wollen, weil ich mir dachte, ich tu den Menschen etwas gutes (das ist ja auch zweifelsfrei unbestreitbar), ich wolle helfen. Ich wollte mir auch in der Familie etwas Respekt erarbeiten kann und hoffte, dass diese stolz auf mich ist, wenn ich diesen Beruf ausübe. Ich hab die Ausbildung zum Krankenpfleger nun nach fast eineinhalb Jahren abgebrochen.
Romanum hat geschrieben:Zu deiner anderen Ausbildung: andere Bewerber haben ja auch selten spezielle Vorkenntnisse im Metallwesen. Du müsstest genau überlegen, warum Zerspanungsmechaniker für dich geeignet ist und was du dafür mitbringen wirst. Nur weil du jetzt dieses Angebot als Zerspanungsmechaniker hast, heißt das ja nicht, dass das der am besten geeignte Job für dich wäre.
Stimmt schon irgendwo. Ich würde ja auch gerne mal in den Beruf reinschnuppern, aber ich hab gewisse Fixkosten im Monat (Miete, Telefonrechnunt etc.), ein unbezahltes Praktikum würde mir also das Genick brechen. :-/

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 10.03.2012, 20:40

Von der Großstadt in die Provinz zu ziehen, ist dann auch noch einmal eine Umstellung, die du ja schon bedacht hast. Es wird in der Großstadt bestimmt auch Zerspanungsmechaniker-Ausbildungen und ähnliche Ausbildungen geben. Um einen ersten Einblick zu gewinnen, musst du nicht gleich ein längeres Praktikum absolvieren, sondern es reicht auch ein Probetag oder der Tag der Offenen Tür. Warum meinst du denn, dass du für diesen Beruf die passende EIgnung mitbringst, außer dem Interesse?

malox
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Re: zweite Ausbildung abgebrochen: Was nun?

Beitrag von malox » 10.03.2012, 21:27

Fin hat geschrieben:
Mir wurde von einem Bekannten angeboten, eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker zu beginnen (allerdings nicht in meiner Großstadtheimat, sondern fernab im schönen Sauerland). Das Angebot ging natürlich runter wie Butter, [...]
Das klingt für mich so, als würdest du das Angebot nur annehmen, weil der Bekannte dich darauf aufmerksam gemacht hat.

Du hast sonst keinerlei Erfahrungen in einem eher technisch orientierten Beruf?

Ich finde das Angebot nett gemeint, kann mir auch vorstellen, dass das das Ego streichelt.
Dennoch sehe ich die große Gefahr, dass du dich da in etwas stürzt, was mit sehr viel Unbekanntem einhergeht.

Mit dem Fachlageristen, dem angefangen Krankenpfleger hast du bereits zwei Ausbildungen in sehr gegensätzlichen Bereichen.
Jetzt käme die Technik dazu:
- Kannst du dir das vorstellen oder ist es, wenn du ehrlich bist, abwegig und würdest es nur wegen des Bekannten machen?
http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sen ... hs100.html
(Würdest du dich auch bei dir in der Umgebung nach Ausbildungsplätzen für den Beruf umschauen?)

Wenn du jetzt völlig orientierungslos bist, lohnt sich vielleicht ein Blick hier hinein.
Dort werden in ca. 15minüten Portraits viele Ausbildungsberufe sehr gut und realistisch vorgestellt:
(bißchen runterscrollen - links kommt dann "Berufe von A-Z")
http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sen ... index.html

Paschulke
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Schulische Ausbildung abgebrochen - was schreiben?

Beitrag von Paschulke » 07.11.2013, 13:24

Guten Tag,

Ich habe heute meine Schulische Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten abgebrochen und will mich nun auf eine Ausbildung bewerben.

Das Problem ist, dass ich schon 4 Jahre auf dieser Schule war(1 Jahr sitzen geblieben) und erst jetzt im dritten Jahr so wirklich realisiert hab, dass es nichts für mich ist.

Nun stellt sich nur die Frage, was ich in die Bewerbung schreibe, also bezüglich meiner Schullaufbahn.... :s

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Beitrag von FRAGEN » 09.11.2013, 09:48

So etwas lässt sich eigentlich überhaupt nicht erklären. Kannst Du das nicht noch rückgängig machen?

Aber unabhängig davon: Wie sähen denn die neuen Pläne aus?

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