30 Jahre, verheiratet und gebärfähig - Absage?

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
sebcoe
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Beitrag von sebcoe » 22.01.2011, 15:23

Like-a-Angel hat geschrieben:Es gibt 35 jährige die sich wie Anfang 20 benehmen .
ein schmeichelhafter Vergleich, Du kennst sicherlich das Kind im Manne und im Alter verkindlichen Männer auch stets früher als Frauen, die uns ja ohnehin in den meisten Belangen überlegen sind, was man natürlich niemals einräumen darf, stattdessen gilt es den Bizeps anzuspannen und zu sagen: Baby, da geht's lang...

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.01.2011, 16:44

... und dabei auf die Tür seines roten Ferrari zu deuten... ;-)

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Donnydonatha
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Beitrag von Donnydonatha » 22.01.2011, 16:57

... und dabei auf die Tür seines roten Ferrari zu deuten...
worauf sie fragend die Augenbraue hebt und wissen möchte, ob das Fahrzeug auch über eine Anhängerkupplung verfügt :wink:

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 22.01.2011, 18:16

was so ein outing alles auslöst :lol:

1sonne
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Beitrag von 1sonne » 22.01.2011, 18:25

Kenne das aus einem ehemaligem Beschäftigungsverhältnis, daß dort auch Frauen bis 30 nur befristete Arbeitsverträge bekamen, weil sie noch hätten Kinder bekommen können

sebcoe
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Beitrag von sebcoe » 22.01.2011, 19:37

da anscheinend niemand Anstalten macht einen Versuch zu unternehmen die Steilvorlagen zu verwandeln...mir wurde kürzlich von einem Personalverantwortlichem freimütig berichtet, dass in einem Produktionsbereich früher hauptsächlich Frnauen beschäftigt gewesen seien, da es jedoch unter diesen zu zahlreichen ASchwangerschaften kam sei man dazu übergegangen Frauenzimmer nur noch bei negativer gebährwahrscheinlichkeitsprognose zu beschäftigen.
Selber habe ich bereits einmal meinen Einfluß geltend mache können was dazu geführt hat, das eine Frau anstelle eines Dreibeiners eingestellt wurde.
Freilich nicht zuletzt aus egoistischen Motiven, ich empfinde es als trübsinnig bei der Arbeit lediglich bzw. hauptsächlich von Männern umgeben zu sein. Ausgesprochen angenehm hingegen ist es von holder, liebreizender Weiblichkeit umgeben zu sein. Dann macht es auch viel mehr Spaß auf sich selber zu achten, wenn man weiß, dass dass eine Frau wohlwollend zur Kenntnis nimmt, das die neue Krawatte geschmckvoll gewählt wurde, etc.pp.
Hat mitnichten etwas mit Frauen, die mit ihren Reizen nicht geizen, willig die Beine spreizen zu tun, no Techtelmächtel am Arbeitsplatz.
Ganz prima ist es wenn man täglich hübsche Frauen sieht, mit diesen aber keinen näheren beruflichen Kontakt hat, ein heimlicher Schwarm, dessen Anmut und Femininität die Sinne erfreut und die Hormone in Wallung bringt.
Es ergab sich einmal, dass ich bei einer Generalprobe einer HV zugegen war. Vorne auf dem Podium saßen die distinguierten Herren des Vorstandes, als eine ganze Ausbildungsklasse Fremdsprachensekretärinnen vorbeidefilierte, beugte sich einer doch glatt über das Podium um einen freien Blick auf die Kehrseiten zu haben. Wir hatten alle volles Verständnis und empfanden sein Verhalten nicht als unberblümt, wir haben schließlich ein Anrecht auf Ärsche.
Lnge Rede kurzer Sinn, ich würde Frauen eher einstellen als Männer, schon allein um den eigenen Voyeurismus zu befriedigen.
Nachvollziehbar ist aber auch, dass ein kleiner Unternehmer oftmals mit sehr spitzem Bleistift rechnen muß und das der Kostendruck im allgemeinen ja immer weiter zunimmt.

Stadtäffchen
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Beitrag von Stadtäffchen » 27.01.2011, 13:33

Ich merke wie schwer ist es als 30 j. Frau überhaupt mal ein Vorstellungsgespräch zu haben. Bisher haben all meine Mappen wieder zurück.
Ich habe 2 Ausbildungen, gute Noten. Daran kann es einfach nicht liegen.

Langsam habe ich keine Lust mehr mich zu bewerben und unnötig Geld auszugeben für´s Porto etc.

Entweder die Firmen wollen das man sie anruft und sich einschleimt oder sie wollen eine männliche Frau im Alter von 50 aber sie soll 20 sein.
Ich versteh die Welt nicht mehr.

Ich hoffe das ich den Kampf gegen meinen Arbeitgeber gewinne, gegen diese Machenschaften ankomme und mir keine Gedanken mehr machen muss "wie schleim ich mich bei den Firman perfekt ein und wie erkläre ich denen das ich keine Kinder will"

BlueBird2
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Beitrag von BlueBird2 » 29.01.2011, 14:51

Schreib halt du halt im Lebenslauf du hast schon 2 Kinder, jeweils 14 Jahre alt. Dann kommen die auch nicht auf die Idee, dass du noch mehr willst :D

Stadtäffchen
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Beitrag von Stadtäffchen » 29.01.2011, 16:24

BlueBird2 hat geschrieben:Schreib halt du halt im Lebenslauf du hast schon 2 Kinder, jeweils 14 Jahre alt. Dann kommen die auch nicht auf die Idee, dass du noch mehr willst :D
Oder, ohne diskriminierend zu sein, schreib ich rein ich bin lesbisch :wink:

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 29.01.2011, 19:33

schattenmann hat geschrieben:
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich noch weibliche Nutzer zu Wort melden würden. Das mag vielleicht gemein klingen, aber ich diskutiere auch nicht mit Blinden über Farben.
auch wenn ich den wink verstehe, denoch: männer haben das selbe problem, bettyb. siehe mein absatz über die dienstleistungspflicht. betrifft auch unterhaltspflichten, oder plötzliche vaterschaft (auch als junger mann ist man plötzlich "commited", wenn frau/freundin ein kind bekommt; plötzlich gehen bestimmte einsätze nicht mehr, es gibt lohnnebenkosten etc)... du landest auch als mann in der gleichen schublade wie die gebährfähigen frauen... **

es betrifft nunmal alle. wir sitzen im gleichen boot. wir sind stellensuchend.

tja. dann in diesem sinne - der schattenmann verabschiedet sich aus diesem thread!

EDIT:

** wobei natürlich: die frau landet in der schublade weil sie ein kind kriegen kann. der mann, weil er dafür unterhalt zu zahlen hat... nicht ganz das selbe, aber das resultat bleibt das gleiche... willkommen im krieg, bettyb
Männer haben es in dem Bereich lange nicht so schwer wie Frauen. Mein Mann ist nie danach gefragt worden, wer sich um die Kinder kümmer, vor allem wenn sie krank sind.
Plötzliche Vaterschaft? Davor schreckt kein Unternehmen zurück, da vor allem die Anzahl der Väter, die diese Vätermonate nehmen, verschwinden gering sind. Daher ist dies noch lang kein Problem.

Das einzige, zu dem mein Mann gefragt wurde, als er sich beruflich verändern wollte: "Ist ihre Frau bereit umzuziehen?". Er bewarb sich Deutschlandweit und zum Teil riefen die Unternehmen hier an und wollten mit mir sprechen, ob auch ich wirklich bereit bin umzuziehen. Da viele Frauen hier zur Stolperfalle werden, ihre Stellen früher oder später wieder Kündigen, da die Partnerin unglücklich ist am neuen Wohnort oder eine Wochenendbeziehung geführt wird. Hier haben die Unternehmen natürlich kein Interesse, immer wieder neu auf Suche zu gehen und die neuen Leute einzuarbeiten.

Ich bin inzwischen über 40 und kämpfe oft mit meinem Alter, weil ich Kinder haben (das jüngste 9) und warum ich unbedingt so lange aus dem Beruf draußen sein musste. Auf die Frage, ob sie mich denn mit jüngeren Kinder einstellen würde, meist betretenes Schweigen.

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 29.01.2011, 19:39

Coralina hat geschrieben: Ich bin mir nämlich mit meinen 25 Jahren sehr sicher, dass ich nie Kinder haben werde.
Ganz ehrlich, das glaub ich Dir nicht. In meinen Schwangerschaftskursen waren viele Altgebährende, die sich all die Jahre sicher waren nie niemals nie Kinder zu bekommen. Kurz vor 40 wurden sie alle Mutter.

Meine Schwester ist mit eines der Besten Beispiele dafür. Sie wollte nie Kinder, ihr Partner schon. Dann stand die Trennung im Raum, mit Ende 30 hat sie im vergangenen Jahr ihre erste Tochter zur Welt gebracht.

Wirkliche Sicherheit, ob eine Frau schwanger wird oder nicht gibt es nicht, es sei denn sie ist unfruchtbar oder keine Gebärmutter mehr oder gar aus sonstigen medizinischen Gründen nicht schwanger werden. Aber sonst?

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 29.01.2011, 19:44

Stadtäffchen hat geschrieben:
BlueBird2 hat geschrieben:Schreib halt du halt im Lebenslauf du hast schon 2 Kinder, jeweils 14 Jahre alt. Dann kommen die auch nicht auf die Idee, dass du noch mehr willst :D
Oder, ohne diskriminierend zu sein, schreib ich rein ich bin lesbisch :wink:
Auch schlecht, vielleicht hat derjenige etwas gegen Lesben. Ach, egal wie man's macht, ist immer falsch.

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 31.01.2011, 13:35

SandraZ hat geschrieben:Männer haben es in dem Bereich lange nicht so schwer wie Frauen.
ach ja? als 30jähriger im VG wirste auch gefragt "haben sie familiäre verpflichtungen?" weil das für den AG gleich bedeutet "mehr lohnbeiträge"... wenn's eh schon knapp war, biste gleich weg deswegen...

ich war mal so tollkühn und hab mit ja geantwortet (vater pflegefall, beide söhne unterstützen mutter) - wurde mir dann negativ angerechnet und ich bekam den job nicht... oder militärdienstpflichtig? pech - kriegste den job nicht, wer will schon einen einstellen der im jahr 3 wochen fehlt... oder ne freundin die etwas weiter weg lebt? ungewisse zukunftsaussichten, kein job (stichwort: wenn die frau im leben des mannes wichtiger wird als der job), oder eben wenn frau nicht zum job des mannes ziehen will und so weiter... oder ganz profan: zwei kandidaten in der endrunde, ein mann, eine frau. beide lernten sich im AC kennen... na was glaubst du wer bekommt die absage? sie beginnt mit "sehr geehrter herr" - die frau könnte jederzeit vor gericht gehen vonwegen sie bekam den job nicht weil sie eine frau ist...

aber ja, ich verstehe was du meinst... hast du schonmal eine absage erhalten "sorry SandraZ, sie sind kein mann"? ne? weiste wie oft mann heutzutage dank quotenregelung und angst vor gleichstellugnsklagen zu hören bekommt "sorry herr xy, sie sind keine frau"?? (geh mal mit so einem geschlechtsspezifischer schlechterstellung als mann auf's gleichstellungsbüro; du hast GLÜCK wenn du NUR ausgelacht wirst)

sieh's wies ist: mann oder frau, beide bekommen geschlechtsspezifische nachteile aufgebrummt... es ist leider so. JA, bei frauen stellt man die frage nach kinderwunsch... UND?
a) dürft ihr bei solchen fragen lügen
b) ein "nein" tut niemandem weh, selbst nietzsche erkannte "der denkende mensch ändert seine meinung"

und ich hoffe bettyb verzeiht mir, das ich, ein mann, hier gepostet habe..

Durchstarten
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Hm, vielleicht kannst Du das anders unterbringen?

Beitrag von Durchstarten » 04.02.2011, 13:40

Ich persönlich fände die konkrete Angabe eines nicht bestehenden Kinderwunsches unpassend. Aber vielleicht kannst Du das anders formulieren?

Eher so: möchte ich mich voll und ganz meinem Beruf/meiner Karriere widmen.

Oder ähnlich.

Mein Sohn ist 5 und ich will jetzt wiedereinsteigen, schreibe gerade Initiativbewerbungen. Teilzeitstellen sind äußerst rar gesäht, es sei denn, man arbeitet auf 400-Euro-Basis an der Kasse, als Reinigungskraft etcpp.. MICH werden sie auch nicht gerne wollen. Eben wegen des Kindes.

Oder Mohammad, weil er die falsche Nationalität hat. Oder Frau Müller, weil sie die 50 überschritten hat. Oder oder oder... .

Finde es auch immer wieder schade, nach welchen Kriterien zu schnell aussortiert werden KANN. Aber der Arbeitsmarkt lässt das zu. Auch Stundenlohne von 6,- Euro für Fachkräfte.

Bin mal gespannt, wie frustriert ich bald sein werde :( .

Trotzdem viel Erfolg, ich glaube, dass die Sache mit entsprechender Formulierung schon gut angedeutet werden könnte :wink: .

Sweetie_EF
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Beitrag von Sweetie_EF » 10.02.2011, 10:09

Ich bin dreißig und gebährfähig. :roll: Einen Job habe ich deswegen aber auch nicht. In den letzten 5 Jahren war ich immer befristet eingestellt, zuletzt drei Jahre als Elternzeitvertretung für zwei junge Mütter mit unbefristem Arbeitsvertrag.

Egal... Mein Vertrag lief aus, seither bin ich auf Suche. Aber eher aus dem Grund, weil mich mein letzter AG nicht einstellen wollte bzgl. der Begründung "Wir werden sie mit unbefristetem Vertrag eh nicht wieder los." Dazu muss man sagen, ich bin anerkannte Schwerbehinderte, voll einsetzbar und belastbar und war in den letzten 3 Jahren nie krank.

NIE wurde ich in den Vorstellungsgesprächen nach meiner Gebärmutter gefragt. Bisher hatte ich 6 Gespräche, in keinem ging es um meine Gebärmutter. Eher ging es um meine Schwerbehinderung und auch meine Beteuerung, dass diese mich beruflich in keinster Weise einschränkt, wirkte abschreckend auf pot. Arbeitgeber. Einer war sogar so dämlich und meinte ziemlich offensichtlich: "Na dann brauchen wir ja nicht weitersprechen..."

Meine Erfahrung aus meinen bisherigen Bewerbungskampf ist, dass es unerheblich ist, inwieweit man qualifiziert ist oder nicht. Es spielen immer irgendwelche persönlichen Gründe oder Vorurteile mit in den Bewerberauswahlprozess ein. Cest la vie! Ich kann es nicht ändern und so lange ich mir noch einreden kann, dass es ja nichts mit mir persönlich zu tun hat, sondern lediglich mit der Borniertheit gewisser Personaler, dann will ich auch nicht in dem Unternehmen beschäftigt sein.

Fhialla
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Beitrag von Fhialla » 16.03.2011, 18:45

@bettyb: Also mich wundert ja das du, als ehemals selbst Verantwortliche im Personalbereich, dich über die Einstellung anderer Personaler wunderst oder ärgerst. Das war doch schon immer so! Ich selbst bin fast 50 J. und habe vor 30 Jahren genau die gleichen Erfahrungen gemacht wie du heute. Bis ich ca 35 J. war, dann wurden die dummen Kommentare und Fragen weniger. Ich kenne etliche Frauen denen es ähnlich ging/geht. Natürlich habe ich aufgrund der Kinder, war damals allein erziehend, auch eine gebrochene Erwerbsbiografie. TZ, auch mal arbeitslos. Das macht sich natürlich auch jetzt, im hohen Alter :wink:, wieder negativ im Lebenslauf bemerkbar. So oder so, als Frau hast du ziemlich lange die A...karte im Job. Entweder du kriegst Kinder, dafür aber lange Zeit keinen oder nur TZ oder Minijobs. Sind die Kinder erwachsen und aus dem Haus hast du Lücken im Lebenslauf. Sich vermeintlich oder wirklich gegen Kinder zu entscheiden bringt auch nichts, weil man(n) nicht weiß ob man dir glauben kann. Nach dem Motto: Erst mal den Job haben... Potentielle Mütter können sich eben kostenintensiv für den Betrieb auswirken.

Und das tollste: durch die vielen TZ und sonstwie kleineren Beschäftigungen kriegen Mütter nachher dann auch noch eine Rente auf Grundsicherungsnivau. Vieleicht wäre das ein Argument bei derart dummen Nachfragen? Nein, danke ich möchte auch als Rentnerin nicht kurz vor dem verhungern stehen? Ich habe mich deshalb lieber für die Berufstätigkeit entschieden. Naja, Ironie beiseite. So traurig das auch klingt, ich denke in den nächsten paar Jahren wirst du mit diesem Problem noch konfrontiert sein. Bis du eben nicht mehr gebärfähig bist.ist hart, erleben aber seit Jahrzehnten Millionen von Frauen in diesem Land.

Trotz alledem wünsche ich dir viel Glück bei deiner Jobsuche,

Fhialla

bettyb
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Beitrag von bettyb » 14.04.2011, 13:16

Wundern nein, ärgern ja!

So meine Lieben, habe gerade erfahren, dass ein ehemaliger männlicher Kommilitone mit dem ich zusammen studiert habe hier bei uns im Ort einen Job gefunden hat, den ich auch gern hätte. Das schöne ist, dass die gerade erst ein Kind bekommen haben und er war vorher KFZ Mechaniker, hat also weniger Berufserfahrung als ich nämlich gar keine in dem Bereich.

Na dann ist doch alles klar ... 400 km weg von der Heimat. Bewirbt sich und wird sofort angenommen. Und ich Trottel bin kinderlos und unwillig welche zu bekommen, habe Spitzenzeugnisse und bekomme eine beschi**** Absage nach der anderen.

Coralina
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Beitrag von Coralina » 24.04.2011, 20:54

Ist es sinnvoll, im Lebenslauf unter dem Punkt "Familienstand" nicht nur "ledig, keine Kinder", sondern auch "kein Kinderwunsch" zu schreiben?

bettyb
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Beitrag von bettyb » 24.04.2011, 21:19

Hab ich auch schon gemacht, hat nichts gebracht, weil es wahrscheinlich unter geht, wenn man es nur so am Rande hinschreibt.

Ich habe mittlerweile bei mir den Einleitungssatz umgebaut und es dort reingepackt. Ich bilde mir ein, dass es was bringt.

silver
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Beitrag von silver » 24.04.2011, 23:32

bettyb hat geschrieben: So meine Lieben, habe gerade erfahren, dass ein ehemaliger männlicher Kommilitone mit dem ich zusammen studiert habe hier bei uns im Ort einen Job gefunden hat, den ich auch gern hätte.
Ähnliches erlebe ich auch gerade. Mein Freund und ich haben mehr oder weniger nach dem Abi einen identischen Lebenslauf: gleiches Studium an der selben Uni, gleicher Notenschnitt in Studium und Promotion, sogar gleicher Promotionsarbeitskreis, gleicher Nebenjob. (Nein, wir sind keine siamesischen Zwillinge und können durchaus auch ohne einander ;) ).
Ich habe minimal länger gebraucht (wenige Monate) dafür habe ich den - berufsnahen - Nebenjob länger gemacht und mich dort auch weiter hochgearbeitet.

Dennoch, mein Freund hat mit der Hälfte der Bewerbungen viermal so viele Einladungen zum Bewerbungsgespräch gehabt. Und er hat inzwischen einen Job, ich in den kommenden Tagen mein allererstes Bewerbungsgespräch...

Ich habe mich ja lange dagegen verwehrt "Diskriminierung" zu schreien. Aber irgendwie frage ich mich schon langsam, woran es liegt. Denn der einzige gravierende Unterschied zwischen uns beiden ist nunmal die auffallende Tatsache, dass ich eine Frau bin und er ein Mann.

Ein Schelm wer Arges dabei denkt? Glück gehabt bzw. Pech gehabt? Ich bin mir nicht mehr so sicher.

Das Unternehmen, bei dem ich jetzt eingeladen bin, hat übrigens eine weibliche Geschäftsführerin und auch das erste Gespräch werde ich mit zwei Frauen führen. Wobei es hieß, die Teilnahme der einen Frau am VG sei noch nicht so ganz sicher, sie habe kleine Kinder und da sei sie schonmal etwas eingebunden :D

Nun frage ich mich, ob ich bei der zu erwartenden Frage, warum ich mich für dieses Unternehmen entschieden habe (auch!) darauf eingehen soll, dass ich es toll finde, dass es scheinbar ermöglicht wird Kinder und Beruf zu vereinen. Quasi um mal einen Wink in die Richtung zu geben, dass ich zwar (vermutlich) eines Tages Kinder haben möchte, aber mit Sicherheit nicht 10 Jahre in meine Ausbildung gesteckt habe, um mich dann mit einem Kind für Jahre aus dem Beruf zu verabschieden.

bettyb
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Beitrag von bettyb » 24.04.2011, 23:56

Bei der Frage, warum man sich für dieses Unternehmen entschieden hat, würde ich eher Bezug auf wirtschaftlich herausragende Leistungen nehmen (riesen Auftrag ergattert, Innovatives Produkt usw.).

Du weißt nie, ob du deinen Gegenüber nicht falsch einschätzt.

Ich denke, man hat als AN immer die besten Karten, wenn man beim Bewerbungsgespräch suggeriert, bereit zu sein das komplette Privatleben für das Unternehmen zurück zu stellen. Das wollen die Unternehmen doch, extrem fleissig, willenlos und bescheiden bei den Lohnforderungen.

Vielleicht hat jemand anderer eine andere Meinung. Ich hab mittlerweile einen so starken Hass gegen die Unternehmen, dass man meine Antwort vielleicht nicht ernst nehmen kann ...

Ich habe übrigens auch demnächst mal wieder einen Termin. Wie immer für eine befristete Stelle in der ich es zeitlich "nicht schaffen würde" schwanger zu werden.

bettyb
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Beitrag von bettyb » 13.07.2011, 15:51

So, nach langer Suche hat es endlich geklappt und ich habe meinen Traumjob bekommen. Das mag wohl aber auch daran liegen, dass das Team aus jungen Frauen in meinem Alter besteht ...

meine Statistik:
11 Monate arbeitssuchend
250 Bewerbungen
8 Bewerbungsgespräche trotz Zeugnisse+Diplom Note 1/2


Allen anderen drücke ich die Daumen und gebt nicht auf.
Irgendwann klappt es schon!

utaly
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r4 3ds

Beitrag von utaly » 20.07.2011, 04:43

hallo ,zusammen , ich habe gleiche fragen von diesse , aber ich bin nicht so gut , wie kann ich zu tun . wie kann ich besser ?


r4.r4i

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Beitrag von glueckskeks » 25.02.2012, 10:11

Auch wenn das Thema schon ein paar Tage alt ist, möchte ich mich dazu melden.

Ich hatte vor ca. 2 Wochen ein Vorstellungsgespräch:

Er: "Haben Sie Kinder?"

Ich: "Nein."

Er: "Wollen Sie denn welche? Ha ha *lach* ich weiß, das soll man ja nicht fragen ..."

Ich: bestimmt "Wir haben keine Kinder"

Ich seh es einfach nicht ein, auf diese dämliche Frage zu antworten.

Mädels, wie handhabt ihr das?

Sagt ihr dann "ich glaube das gehört nicht in ein Vorstellungsgespräch" oder beantwortet ihr die Frage und lügt gegebenenfalls?

Bin auf eure Meinungen gespannt!

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Gruetti
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Beitrag von Gruetti » 02.03.2012, 13:09

Genauso wie du geschrieben hast geht es mir auch:
ich habe gute Zeugnisse, saubere Bewerbungen und : leider bin ich 32 ledig OHNE KINDER!° Und ich will auch keine Kinder!

Aber ich kanns auch schlecht ins Anschreiben schreiben...
ABer fände es interessant,was Personalchefs zu diesem Thema zu sagen hätten, ob es wirklich DARAN liegt dass man keine Arbeit findet!

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