30 Jahre, verheiratet und gebärfähig - Absage?

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 10.02.2015, 12:11

Da fällt mir ein, "Familienplanung abgeschlossen", könnte ja auch heißen, dass bereits ein oder mehrere Kinder da sind und nur keine weiteren geplant sind...

Romanum
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Beitrag von Romanum » 10.02.2015, 21:09

Einfach mal testen... :wink:

Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 16.02.2015, 21:15

Wie sieht es eigentlich aus, wenn man im VG eine Frage hinsichtlich geplanter Heirat gestellt bekommt? Bei uns ist es ja nun im Oktober so weit. Klar könnte ich dann lügen und "Och ja - irgendwann vielleicht mal!" sagen, aber das würde sehr bald auffliegen. Frühstens beim Urlaubsantrag, spätestens beim neuen Namen und der neuen Steuerklasse...

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Tamesis
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Beitrag von Tamesis » 22.05.2015, 14:25

Ich bin ebenfalls 31 Jahre, verlobt und im bährfähigen Alter. Der Erfahrung in den letzten Wochen zu urteilen, gibt es gottseidank hier und da noch Einladungen zu Gesprächen und Fragen hinsichtlich Familienplanung habe ich bisher nicht gestellt bekommen. Ich nehme immer brav meinen Verlobungsring bei Bewerbungesprächen ab, ansonsten wären die DInge wohl offensichtlicher. :lol: Momentan habe ich auch keinen Kinderwunsch, aber die Idee, die Romanum vorgeschlagen hat, diesen auch so im Lebenslauf anzugeben, finde ich gut. Ich werde es mal ausprobieren, bei mir nicht favorisierten Stellen. Sehr interessant.

Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 22.05.2015, 15:14

Ich bin jetzt dazu übergegangen "ledig, keine Kinder" zu schreiben. Mal sehen, ob es was bringt. Meinen Ring nehme ich auch immer ab.

ichbindabei
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.....

Beitrag von ichbindabei » 23.05.2015, 17:27

Also ich habe das tatsächlich so im Lebenslauf unter Persönliches stehen: ledig, KEIN Kinderwunsch.

Was der Personaler darüber denkt - keine Ahnung. Thematisiert wurde das noch nie im Gespräch. Musste noch nie Fragen nach Schwangerschaft beantworten.

tanda
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Beitrag von tanda » 23.05.2015, 18:15

Komischerweise wurde ich in einem VG auf meine Absichten bezüglich Kindern nur ein einziges Mal angesprochen - und zwar, als ich die Formulierung "ledig, keine Kinder" im Lebenslauf verwendet habe. Seitdem ich nur "ledig" schreibe, wurde ich kein einziges Mal mehr auf meine Familienplanungsabsichten angesprochen. :o

OnlyMonte
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Beitrag von OnlyMonte » 24.05.2015, 09:55

Komisch, ich ,w, jetzt fast 32 habe mich vor gut zwei Jahren ( sprich mit 30 ) auch beworben und hatte keinerlei Probleme zu Vorstellungsgesprächen eingeladen zu werden. Ich hatte genau den selben Gedanken wir ihr, war der Ansicht, das mich bestimmt wegen meines Alters und der Gefahr des Kinder kriegen, keiner einlädt. Aber das war nicht der Fall. Ich hatte insgesamt 5 oder 6 VG. Wurde da auch nie nach Kinder gefragt. Ich habe mich damals im Großraum Hamburg beworben. Aber mit Stadt oder Land hat das weniger zu tun, wenn ich lese, das jemand in Berlin auch Schwierigkeiten hat...
Wobei man es ja nicht weiß, vielleicht war die Bewerbung auch nicht überzeugend genug ? Auch kommt es auf die Stelle an, wenn man natürlich viele Mitbewerber hat ist es noch mal schwieriger.
Nicht aufgeben und weiter machen. Ich würde aber nicht einsehen, in meiner Bewerbung irgendwo rein zu schreiben, das mein Kinderwunsch abgeschlossen ist oder nicht...das ist Privatsache.

Zerschmetterling
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Beitrag von Zerschmetterling » 24.05.2015, 18:21

@OnlyMonte

Ich denke, es ist von verschiedenen Dingen abhängig. Größere Firmen haben damit (angeblich) weniger ein Problem als Mittelständler. Ich streue allerdings recht breit bei den Bewerbungen und konnte da bisher keinen Unterschied feststellen. Bestimmt gibt es Firmen, wo die Bewerbung wegen Alter und Geschlecht gleich in der Tonne landet. Bei anderen könnte ich mir vorstellen, dass es zwar nicht DAS Out-Kriterium ist, aber man im Vergleich zu anderen eben einen Nachteil hat, wenn die Qualifikation ansonsten gleichwertig ist.

Kommt ja auch immer drauf an, wer sich sonst noch so bewirbt. Das können ja bei ausgeschriebenen Stellen durchaus mehrere hundert Leute sein. Und wenn man als Arbeitgeber die Wahl hat... Super ist natürlich, wenn man in einem Beruf arbeitet, wo Bewerbermangel herrscht oder man bestimmte Qualifikationen besitzt, die nur wenige Bewerber mitbringen. Da sind dann Alter bzw. Geschlecht relativ egal.

Bei mir ist glaub ich ein Kern-Problem, dass die Stellen, auf die ich mich bewerbe, meist kein bestimmtes Studienfach voraussetzen bzw. es heißt: "Abschluss in Kommunikations-/Geisteswissenschaften, Marketing, PR, Wirtschaftswissenschaften und einschlägige Berufserfahrung von X Jahren" oder so ähnlich. Damit ist das Feld an potentiellen Bewerbern natürlich unendlich größer als wenn es z. B. heißt "Sie sind Zahnarzt und haben X Jahre Berufserfahrung" :)

Natürlich hast Du recht und man sollte es nicht unbedingt (nur) darauf schließen, wenn die erwünschte Resonanz ausbleibt. Aber es ist auf jeden Fall ein Faktor, der mit reinspielt.

Bewerber_Horst
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Beitrag von Bewerber_Horst » 18.06.2015, 17:33

Es mag schon vorkommen, dass kinderlose Frauen im "gebährfähigen" Alter regelrecht "diskriminiert" werden - letztendlich sollte man sich jedoch nicht auf dieses Problem fixieren.

Man darf eines nicht vergessen: heutzutage ist es für ALLE schwierig , einen guten Job zu finden: Kinderlose Frauen, Mütter, Männer, Junge, Alte...


Jobsuche ist für FAST alle langwierig und frustrierend! Also nicht nur auf eine Faktor fixieren...

user9187
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Beitrag von user9187 » 20.06.2015, 21:10

Ich wurde letzte Woche zum ersten Mal in meinem Leben im VG nach meinem Familienstand gefragt.

Ich hatte bisher kein Wort dazu im Lebenslauf (bin ledig, ohne Kinder). Soll ich das erwähnen? Wie üblich ist das?

Bewerber_Horst
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Beitrag von Bewerber_Horst » 31.03.2016, 18:13

Ich denke auch, dass die explizite Aussage, keinen KINDERWUNSCH zu versprüen ohnehin nicht wirklich aussgekräftig sein kann...
Frauen werden auch schwanger, ohne sich diesen Wunsch einzugestehen oder ihn zu haben...
Prinzipiell würde ich also eine solche Aussage, ganz egal, aus welcher Motivation sie auch immer erfolgen mag, generell nicht in die Waagschale legen...

LisaMaa
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Beitrag von LisaMaa » 08.04.2016, 14:01

Ich habe ein Bewerbungsgespräch nach der Frage, ob noch mehr Kinder geplant sind, abgebrochen! Ich antwortete: "Geplant nicht, aber hätten Sie ein Problem damit?" Als Antwort bekam ich eine "nächste Frage" gestellt.

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zicke24
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Beitrag von zicke24 » 11.04.2016, 14:51

Also offiziell darf dazu natürlich nix kommen und es dürfen da auch keine Fragen gestellt werden. Aber man kann selbst jeden Arbeitgeber verstehen der letzten Endes so entscheidet (ist jetzt nicht fies gemeint).
Hast du schonmal probiert Single in die Mappe zu schreiben oder eben ehrlicherweise "In absehbarer Zeit keine Familie in Planung". Bei "Familienplanung abgeschlossen" würde man dich in einem Gespräch fragen wieviele Kinder du hast. Hier könntest du ja quasi lügen und meinen aus medizinischen Gründen ist es nicht möglich...und dnn klappt es eben irgendwann ungeplant oder so...

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