Mit Anfang oder Mitte 50 musst du dich wieder mit Bewerbungen auseinandersetzen. Nicht immer freiwilllig.
Kündigung wegen Industriesterben.
Eine lange Krankheit.
Der Wunsch nach beruflicher Neuorientierung.
Rückkehr in die alte Heimat.
Mobbing beim Arbeitgeber.
Neustart nach privaten Problemen.
Dann entsteht oft Unsicherheit. Gibt es noch realistische Chancen mit 50 Jahren?
Oder bin ich den Arbeitgebern zu alt?
Soll ich mein Alter in der Bewerbung verstecken? Aber wie?
Sortiert man mich wegen des Alters sofort aus?
Muss ich meinen gesamten Berufsweg angeben? Was mache ich bei vielen Wechseln mit 50 oder noch älter?
Warum bekomme ich so viele Absagen?
Bleibe ich noch länger arbeitslos?
Wo fange ich an?
Die Wirtschaft ändert sich rasant. Alte Industriebranchen brechen weg. Und damit auch die Jobs.
Neue Jobs entstehen nur zögerlich, aber vor allem für jüngere und mittlere Jahrgänge. Die künstliche Intelligenz übernimmt viele Routineaufgaben.
Aber auch die Wünsche und Bedürfnisse von den Mitarbeitern ändern sich. Gerade mit Anfang 50. Viele Menschen überdenken noch einmal die Ziele für ihr Arbeitsleben.
Häufig sind sie selbst nicht mehr zufrieden mit den Aufgaben, den Kolleginnen und den Vorgestezten. Der Sinn der Arbeit fehlt.
Und daher ist es heutzutage der Normalfall, dass Arbeitnehmer ab 50 Jahren noch einmal etwas ganz anderes machen wollen, müssen und vor allem können.
Wenn nur die Angst und die Unsicherheit nicht wären.
Der Arbeitsmarkt justiert sich gerade nicht nur ein bisschen. Es findet ein Epochenwechsel statt. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, KI, Work-Life-Balance, Diversität, Industriesterben.
Das sind Chancen für dich, auch mit 50 Jahren einen Job zu finden, der dich glücklich macht.
Seit zwei Jahrzehnten begleiten wir von bewerbung-forum.de Ü50-Bewerberinnen. Die Gründe für den freiwilligen und unfreiwilligen Jobwechsel sind unterschiedlich.
Aber die Lösungsstrategien haben sich nicht geändert.
In diesem Artikel stellen wir dir spezielle Bewerbungstipps für deine Ü50-Bewerbung vor.
Was ist wichtig?
Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung wissen wir, dass jede Über-50-Bewerberin individuell ist.
Jeder Bewerber über 50 hat seinen persönlichen Berufsweg, seine individuelle Bewerbungssituation und unterschiedliche berufliche Wünsche.
Es gibt daher nicht den ultimativen Tipp für 50plus-Bewerber. Wir können Ü50-Bewerber umso besser beraten, desto besser wir die Bewerbungssituation kennen.
➤ Inhaltsverzeichnis Bewerbung ab 50 plus
- #1 Berufserfahrungen mit Zukunftsorientierung thematisieren
- #2 Altersmarker in den Formulierungen eliminieren
- #3 Umgekehrt chronologische Reihenfolge im Lebenslauf ab 50
- #4 Übertragbare Fähigkeiten identifizieren und angeben
- #5 Bewerbungsfoto muss auch mit 50 modern sein
- #6 Motivation für Job und Arbeitgeber konkret darstellen
- #7 Lebenslauf mit über 50 nicht zu ausführlich angeben
- #8 Weiterbildungsnachweise nach Relevanz auswählen
- Zum guten Schluss: Bewerbung ab 50 Jahren
➤ #1 Aktuelle Berufserfahrungen mit Zukunftsorientierung thematisieren
Viele Ü50-Bewerber neigen dazu, ihren gesamten Berufsweg vollständig aufzuführen.
Das ist eine Konstante, die wir in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder gesehen haben.
Es entstehen sehr lange Lebensläufe.
Lange Lebensläufe sind unübersichtlich und verwässern dein Profil. Personalverantwortliche verzweifeln bei langen Lebensläufen und überfliegen sie nur.
Viele Bewerber machen dann Folgendes: Sie streichen alle Angaben zu Aufgaben und Tätigkeiten. Am Ende bleiben nur Zeiträume und Arbeitgebernamen.
Das ist das Falscheste, was du machen kannst!
Auch in den Anschreiben von Ü50-Bewerbern lesen wir oft von Zeiträumen und Namen von Arbeitgebern. Das ist nicht optimal.
Wie gehst du stattdessen vor?
Du thematisierst in deinem Anschreiben ab 50 vor allem deine aktuellsten Berufserfahrungen und Erfolge.
Welche sind das bei dir? Erstelle jetzt spontan mal eine Liste.
Jobs, die bereits 25, 30 oder 35 Jahre zurückliegen, sind für eine neue Stelle nicht relevant. Es gibt aber natürlich Ausnahmen von dieser Regel.
Zum Beispiel wenn du eine Rückkehr in deinen alten Beruf oder eine Rückkehr zu deinem alten Arbeitgeber anstrebst.
Bei einer Bewerbung mit 50 Jahren und älter ist wichtig: Beschreibe nicht nur die berufliche Vergangenheit, sondern formuliere zukunftsorientierte Lösungsangebote.
Welchen Nutzen hat der Arbeitgeber ganz konkret?
Von deinem Fachwissen?
Von deinen Stärken
Von deiner Berufserfahrung?
Achte daher bei deinen Formulierungen im 50plus-Anschreiben auf eine positive und zukunftsgerichtete Wortwahl. Vor allem bei den Verben. Dazu gleich mehr.
Und deinen Lebenslauf musst du ebenso radikal kürzen. Was zur Jahrtausendwende mal wichtig war, ist heute selten relavant.
Lebenslauf radikal kürzen! Das ist leichter als du denkst. Mehr dazu liest du in Tipp 7.

➤ #2 Altersmarker in den Formulierungen eliminieren
Was wir immer wieder in Ü50-Bewerbungen sehen:
Einerseits haben Bewerber mit Anfang oder Mitte 50 Jahren Angst, dass sie wegen ihres Alters abgelehnt werden.
Andererseits rücken sie ihr Alter in den Vordergrund und entschuldigen sich im Anschreiben quasi für ihr Alter.
Gehörst du auch zu denjenigen? Nimm mal dein Anschreiben zur Hand und überprüfe, ob du Altersmarker verwendest.
Wenn ja, unser Tipp: Raus mit den Altersmarkern! Du bist mehr als dein Alter.
Eine Lebenszahl ist noch längst kein Argument.
Du willst schließlich nicht wegen deines Alters eingestellt werden. Aber auch nicht wegen deines Alters diskriminiert werden.
Daherstreiche Altersmarker„Trotz meines Alters“ oder „Auch mit 50+“.
Vermeide Nostalgieverweisewie „früher haben wir“.
Veraltete Fachbegriffe oder ein übermäßiger Fokus auf Vergangenheit signalisieren unbewusst „veraltetes Denken“.
Daher eliminiere implizite Altersklischees.
Du willst in deiner Bewerbung ab 50 Jahren schließlich mit deiner aktuellen Kompetenz überzeugen.
Deswegen benutze am besten einen anpackendenStil mit Verben wie „gestalten“, „beschleunigen“ oder „transformieren“.
➤ #3 Umgekehrt chronologische Reihenfolge im Lebenslauf ab 50
Je nach Beruf hast du mit 50, 55 oder 60 Jahren schon sehr viele Jobs vorzuweisen.
Oder auch Weiterbildungen, Seminare und Kurse.
Viele Ü50-Bewerber beginnen ihren Lebenslauf mit der Schulzeit oder der Bildungszeit. Und listen dann jeden Job chronologisch auf.
Trotz Brüchen.
Trotz Jobwechseln.
Trotz Pausen.
Trotz Lücken.
Aber diese Bewerber ab 50 verzetteln sich so bei ihren dutzenden Einträgen. Der Durchblick geht verloren.
Personaler haben allerdings nicht die Zeit, zeitintensiv deinen Lebenslauf zu analysieren.
Sie überfliegen ihn nur. Wenn dein Lebenslauf zu unübersichtlich ist, dann wenden sie sich schnell dem nächsten Bewerber zu.
Es sollte nicht so sein. Aber in der Praxis ist es so. Denn Personaler und Arbeitgeber haben viele Aufgaben am Tag zu erledigen. Du kennst es doch aus deinem Job, wie es ist.
Daher raten wir von bewerbung-forum.de immer zu folgendem Vorgehen:
Deine Einträge im Lebenslauf stellst du in den Kategorien „Berufliche Praxis“ und „Weiterbildungen“ umgekehrt chronologisch dar.
Denn so beginnst du die Kategorien mit den aktuellsten Jobs und Weiterbildungen.
Die Lebenslauf-Kategorie „Berufliche Praxis“ ordnest du dabei vor der Lebenslauf-Kategorie „Weiterbildungen“ und weiteren Kategorien ein.
Eine Alternative ist der thematische Lebenslauf.
Diese Lebenslaufart ist bei einer beruflichen Neuorientierung, für einen Branchenwechsel oder nach einer beruflichen Auszeit eine sinnvolle Alternative.
Laut einer Studie ist Altersdiskriminierung bei Recruitern durchaus weit verbreitet.
So finden mehr als die Hälfte der Personaler (58 %) finden Bewerber ab einem bestimmten Alter zu alt, wobei 28 % dies bei 60 Jahren und 20 % bei 55 Jahren ansetzen. 45 % der über 45-Jährigen fühlen sich zumindest manchmal aufgrund ihres Alters diskriminiert.
Denke daran:
Du schreibst deine Bewerbung über 50 Jahre nicht für solche rückständigen Personaler, sondern für moderne Arbeitgeber mit einer altersdiversen Belegschaft.
Denn die rückständigen Arbeitgeber kannst du nicht mit den besten Argumenten überzeugen. Sei froh! Bei solchen Arbeitgebern läuft noch viel mehr schief.
➤ #4 Übertragbare Fähigkeiten identifizieren und angeben
Viele ältere Bewerber wollen nicht nur ihren Job wechseln. Sie wollen mehr. Sie wollen einen beruflichen Neustart.
Sie wechseln ihren Beruf.
Sie wechseln ihre Branche.
Sie wechseln ihre beruflichen Leidenschaften.
Sie wechseln ihr gewohntes Umfeld.
Sie beginnen noch mal komplett neu.
Deswegen können diese Bewerberinnen ab 50 Jahren nicht mit Fachwissen oder beruflicher Erfahrung punkten.
Vielen Bewerbern fällt es dann schwer, sich selbst anzupreisen. Mit einem kleinen Gedankenanstoß bringen wir Ü50-Bewerber auf den richtigen Kurs.
Ein wichtiger Schlüssel in deiner Argumentation als Ü50-Bewerberin sind nämlich deine übertragbaren Fähigkeiten.
Das sind Kompetenzen, die du in einem bestimmten Job erworben hast. Sie lassen sich flexibel auf andere Branchen, Positionen oder Herausforderungen übertragen.
Sie umfassen sowohl Soft Skills als auch fachliche Kompetenzen.
Welche deiner Fähigkeiten könnten den Ausschlag für deinen gewünschten Job geben?
Denke darüber doch mal spontan nach. Mache jetzt ein Brainstorming über zwei bis drei Minuten!
➤ #5 Bewerbungsfoto muss auch mit 50 modern sein
Immer wieder werden wir gefragt, ob fünfzigjährige Bewerber ein Foto mitsenden sollen.
Immer wieder sind wir verwundert.
1. Das diese Frage überhaupt gestellt wird.
2. Das Ü50-Bewerber dann noch den Wunsch haben, sich auf Fotos deutlich jünger darstellen zu lassen.
Aber:
Heutzutage musst du kein Bewerbungsfoto mehr in einer Bewerbung mitschicken.
Du kannst bei deiner Bewerbung aber freiwillig ein Foto mitschicken. Dann sollte es aktuell sein.
Beachte unbedingt:
Du musst dich für dein Bewerbungsbild nicht „verjüngen“. Denn „Jungsein“ ist kein Wert an sich. Bleibe stattdessen authentisch!
Und:
Überlege vorher und zusammen mit einer Bewerbungsfotografin, wie du als 50plus-Bewerberin positive Eigenschaften von dir bildlich vermitteln kannst.
Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes stieg die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg von 62 % im Jahr 2012 auf 72 % im Jahr 2021, was über dem EU-Durchschnitt von 60 % liegt. Für 65- bis 69-Jährige stieg die Erwerbstätigenquote von 11 % auf 17 %.
Das heißt: Auch ältere Menschen finden leichter einen Job als früher. Investiere so viel Zeit und Mühe wie möglich, damit du eine Stelle findest, die am besten zu deinen Wünschen passt.
➤ #6 Motivation für Job und Arbeitgeber konkret darstellen
Dass du deinen Job verloren hast, umziehen willst, neue Herausfoderungen suchst usw. ist kein Grund für eine Bewerbung.
Viele 50plus-Bewerber schreiben einen allgemeinen Grund als Aufhänger. Damit punktest du aber nicht.
Personaler wollen durchaus wissen, wieso, weshalb, warum. Bei deiner Antwort musst du allerdings individuell und konkret sein.
Was du vor allem nicht machen darfst:
Du musst dich im Anschreiben nicht für dein Alter rechtfertigen.
Viele Bewerber ab 50 Jahren machen aber genau das, wie wir aus zwei Jahrzehnten bewerbung-forum.de wissen.
Denke mehr in eine andere Richtung, die einen positiven Hintergrund hat: deine Motivation.
Daher lasse deine Motivation in deiner Bewerbung mit 50 Jahren leuchten. Denn Arbeitgeber möchten schließlich wissen, warum du dich gerade jetzt um diese Stelle bewirbst.
Vielleicht reizt dich etwas Spezielles an der Aufgabe.
Oder der Arbeitgeber passt perfekt zu deinen Werten.
Oder dein beruflicher Neustart passt fachlich zum Jobangebot.
Die nachvollziehbare Darstellung deiner Motivation macht dich glaubwürdig und zeigt, dass du nicht einfach nur irgendeinen Job suchst.
Aber Vorsicht:
Es besteht keine Pflicht, dass du darauf deiner Bewerbung mit über 50 Jahren eingehst. Es ist ein freiwilliges Element zur Gestaltung und Argumentation im Anschreiben.
➤ #7 Lebenslauf mit über 50 nicht zu ausführlich angeben
Mit jedem Berufsjahr wird der Lebenslauf vieler älterer Bewerber länger. 4, 5, 6 Seiten. Nach oben gibt es fast keine Grenzen.
Ü50-Bewerber stellen sich immer die Frage, ob sie dieses sechsmonatige Praktikum oder diesen Job zur Jahrtausendwende noch aufnehmen soll. Und entscheiden sich für JA.
Aber das ist unnötig.
Lange Lebensläufe verwirren Arbeitgeber nur unnötig. Das wissen wir aus vielen Gesprächen mit Personalern, Berufsberatern und Arbeitgebern.
Es gibt ein paar Personalverantwortliche, die auf Vollständigkeit bestehen. Aber die arbeiten nicht in modernen Firmen.
Was vor 30 Jahren gewesen ist, hat beruflich aktuell keine Relevanz mehr.
Das gilt natürlich vor allem dann, wenn du dich sowieso beruflich neuorientieren willst.
Wir raten Ü50-Bewerbern beim Lebenslauf immer zu Prägnanz.
Daher bedenke:
Dein Lebenslauf muss als Bewerber mit 50, 55 oder 60 Jahren nicht komplett ausführlich und vollständig sein. Dazu gibt es keine Pflicht!
Was du 1990, 1995 oder 2005 gearbeitet oder gemacht hast, hat wenig Relevanz für einen zukünftigen Job. Daher kannst du länger zurückliegende Jobs im Lebenslauf zusammenfassen.
Konzentriere dich auf die letzten zehn bis 15 Jahre, die du ausführlicher im Lebenslauf darstellst. Dazu gibst du vor allem Tätigkeitsschwerpunkte und bei Bedarf Erfolge deiner Tätigkeiten an.
Mehr spezielle Tipps erhältst du im Artikel zum Lebenslauf ab 50 Jahren.
Laut einer Auswertung der Bertelsmann-Stifung könnte das Potenzial der 55- bis 70-Jährigen bis 2035 das Äquivalent von 1,36 Millionen Vollzeitbeschäftigten liefern, wenn Maßnahmen wie der Übergang von Teilzeit zu Vollzeit, Verzögerung der Rente und Wiedereinstieg vor der Rente umgesetzt werden.
Dies könnte den demografischen Rückgang in dieser Altersgruppe fast ausgleichen. Das bedeutet, dass die Jobchancen für erfahrene Menschen steigen.
➤ #8 Weiterbildungsnachweise nach Relevanz auswählen
Wir sehen oft, dass Über-50-Bewerber so viele Nachweise und Zeugnisse wie möglich mitsenden.
Sie wollen den Arbeitgeber überzeugen. Mit ihrer geballten Kompetenz und Erfahrung.
Die Arbeitgeber werden sich schon raussuchen, was sie brauchen.
Und sie müssen meine Fachkompetenz, meine Stärken, meine Kenntnisse und meine Erfahrungen erkennen.
Aber so einfach ist das nicht. Personaler haben selten die Zeit, nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen.
Du musst sie dahin führen, wo du sie haben willst. Und dafür musst du selbst wissen, WOHIN du willst.
Überprüfe deine Weiterbildungs- und Bildungszertifikate.
Denn hier besteht unserer Erfahrung nach die größte Chance für Akzentuierung und Individualisierung.
Bildungs- und Weiterbildungsnachweise, die älter als fünf Jahre sind, sind nicht pauschal wegen des Zeitraums veraltet. Das ist falsch.
Denn von einem Bildungsabschluss oder einem Weiterbildungszertifikat kannst du noch sehr lange profitieren.
Denn es dokumentiert, dass du dir bestimmtes Fachwissen und spezielle Arbeitsmethoden angeeignet hast. Diese Vorteile verschwinden nicht pauschal nach x Jahren.
Natürlich gibt es Weiterbildungen über Software oder rechtliche Sachverhalte, die mit den Jahren veralten. Aber das gilt nicht pauschal.
Daher schickst du auch in einer Bewerbung mit 50 Jahren Nachweise über Weiterbildungen desto eher mit, je länger sie dauerten und je aktueller das vermittelte Fachwissen noch ist.
Das heißt:
Ein Tageskurs zur Software Y von vor drei Jahren ist weniger wert als eine einjährige Weiterbildung von vor fünf Jahren, von der du fachlich noch heute profitierst.
Du verstehst das Prinzip!? Relevanz und Dauer sind entscheidend beim Sortieren.
Weitere Tipps zu Zeugnisse erhältst du im Artikel „Welche Zeugnisse bei Bewerbung ab 50?“
➤ Zum guten Schluss: Bewerbung ab 50 Jahren
Arbeitgeber suchen keine Lebensläufe, sondern Problemlöser. Deine Aufgabe als Ü50-Bewerberin ist es nicht, dich zu verjüngen.
Stattdessen zeigst du, dass Erfahrung kein Synonym für Starrheit ist, sondern für angewandte Flexibilität.
Jede Krise, jede Veränderung, die du gemeistert hast, ist ein Beleg dafür, dass du auch die nächste Wende gestalten kannst – egal, in welchem Job.
Bei deiner Bewerbung mit über 50 Jahren sollte dein Alter keine Rolle spielen, sondern deine fachlichen Argumente. Wenn du das beherzigst, dann wirkst du im Bewerbungsschreiben überzeugend.
Zusätzlich berücksichtige die speziellen Bewerbungstipps für 50plus-Bewerber.

