Wie viele Seiten muss ein Lebenslauf haben?

Dein Lebenslauf sollte aus maximal drei Seiten bestehen. Ein Lebenslauf ist immer so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig. Deine wichtigsten Argumente stehen dabei auf der ersten Lebenslaufseite. Fokussiere dich bei der Lebenslauf-Gestaltung nicht zu sehr auf die Frage „Wie lang sollte ein Lebenslauf sein?“, sondern darauf, welche Lebenslaufdaten relevant sind, welche prägnanten Informationen du angibst und wie du die Reihenfolge bestimmst. Dann ergibt sich die Seitenanzahl ganz automatisch: ein Lebenslauf kann mit einer Seite, aber auch mit zwei oder Seiten perfekt sein.

Wichtigste Fakten rund um die Lebenslaufseiten

  • Lebenslauf Seitenanzahl: Die reine Seitenanzahl sagt noch nichts über die Qualität aus. Versuche deinen Lebenslauf weder krampfhaft aufzublähen noch zu kürzen, nur um eine bestimmte Seitenanzahl zu erreichen.
  • Einseitiger Lebenslauf: Ein Lebenslauf mit einer Seite ist OK, wenn du alle wichtigen Infos auflistest und die Infos nicht mit „Gewalt“ auf eine Lebenslaufseite gequetscht hast. Ein einseitiger Lebenslauf ist besonders für Schüler völlig normal.
  • Zweiseitiger Lebenslauf: Als Berufsanfänger und Bewerberin mit etwas Berufserfahrung ist es ganz normal, wenn dein Lebenslauf länger als eine Seite ist. Die meisten Lebensläufe sind zweiseitig.
  • Dreiseitiger Lebenslauf: Ein Lebenslauf mit drei Seiten kommt vor allem für Berufstätige mit langjähriger Berufserfahrung in Frage. Beachte dabei, dass du deine wichtigsten Argumente auf der ersten Lebenslaufseite angibst.
  • Lebenslauf mit mehr als 3 Seiten: Ein Lebenslauf mit mehr als drei Seiten ergibt nur in den seltensten Fällen Sinn. Falls du einen Lebenslauf mit vier, fünf oder sechs Seiten hast, dann hast du in der Regel deine Lebenslaufdaten noch nicht optimal gewichtet und präsentiert.
  • Lebenslaufseiten unterschreiben: Du musst deinen Lebenslauf höchstens auf der letzten Seite unterschreiben. Eine Unterschrift ist aufgrund der Digitalisierung aber mittlerweile fakultativ. So werden viele Lebensläufe ohne Unterschrift online versendet, aber müssen trotzdem der Wahrheit entsprechen.
  • Lebenslauf beidseitig drucken: Du kannst deinen Lebenslauf beidseitig drucken, aber eine Pflicht ist es nicht. Wenn du Vorder- und Rückseite bedruckst und den Lebenslauf in eine Bewerbungsmappe einordnest, dann muss die Rückseite einfach zugänglich sein und es muss leicht erkennbar sein, dass die Rückseite ebenfalls bedruckt ist.
  • Lebenslaufseiten nummerieren: Du kannst einen mehrseitigen Lebenslauf nummerieren. Eine Seitennummerierung ist aber nur dann sinnvoll, wenn du auch die Gesamtseitenzahl angibst. In der Regel erkennt ein Lebenslaufleser aber am Aufbau, dass ein Lebenslauf aus mehreren Seiten besteht.
  • Lebenslaufseiten zusammenheften: Du brauchst einzelne Lebenslaufseiten nicht mit einem Heftgerät zusammenheften. Damit würdest du die Bearbeitung durch Lebenslaufleser erschweren.
  • Lebenslauf kürzen: Du kannst deinen Lebenslauf kürzen, wenn du zu viele unnötige Informationen auflistest und dein Lebenslauf nicht prägnant genug ist. Du solltest deinen Lebenslauf aber nicht mit „Gewalt“ kürzen, nur um einen einseitigen oder zweiseitigen Lebenslauf zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis und Fragen rum um die Lebenslaufseiten

Wie viele Seiten sollte ein Lebenslauf haben?

Du bist die Gestalterin bzw. der Gestalter deines Lebenslaufs. Dein Lebenslauf ist die individuelle, übersichtliche und faktenreiche Bilanz deines Könnens, deiner Lernerfolge und deiner Leistungen. Als Schülerin ist ein einseitiger Lebenslauf völlig in Ordnung. Berufseinsteiger und junge Berufstätige kommen mit einem zweiseitigen Lebenslauf gut klar. Ältere Berufstätige fahren mit einem Lebenslauf mit 2 oder 3 Seiten am besten.

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Darf ein Lebenslauf 2 Seiten lang sein?

Natürlich darf dein Lebenslauf 2 Seiten lang sein, wenn eben deine Qualifikationen, Berufserfahrungen, Leistungen, Erfolge und Referenzen so umfangreich sind, dass sie nicht auf eine Seite passen.

Wenn du also die zwei Seiten benötigst, um ein möglichst vollständiges Bild deines Leistungsprofils zu präsentieren, und die zweite Lebenslaufseite mindestens zu einem Viertel bzw. einem Drittel mit Inhalt gefüllt ist, dann ist ein zweiseitiger Lebenslauf nicht schlimm.

Du darfst deinen Lebenslauf nur nicht durch unnötige Informationen (zum Beispiel detaillierte Angaben zu Arbeitgebern oder Auflistung von 1-Tages-Seminaren von vor über zehn Jahren) in die Länge ziehen. Außerdem sollte dein Lebenslaufdesign nicht unnötig viel Platz verbrauchen und deine Lebenslaufdaten nicht unnötig auf mehrere Lebenslaufseiten verteilen.

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Ist ein Lebenslauf mit 3 Seiten zu lang?

Je nach Bewerbersituation kann ein Lebenslauf mit 3 Seiten perfekt für dich sein. Ein Lebenslauf mit drei Seiten ist für Berufserfahrene mit langjähriger Berufserfahrung eher die Regel als die Ausnahme, denn die prägnante und informative Darstellung von beruflichen Stationen und Weiterbildungen nimmt viel Raum ein.

Achte aber immer darauf, dass dein dreiseitiger Lebenslauf auch auf der letzten Seite mit ausreichend Informationen gefüllt ist. Denn eine nur mit zwei oder drei Zeilen beschriftete dritte Lebenslaufseite ergibt wenig Sinn.

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Darf ein Lebenslauf über 3 Seiten lang sein?

Dein Lebenslauf sollte nicht über drei Seiten lang sein. Du musst auch immer daran denken, dass dein Lebenslauf von Menschen bearbeitet wird. Je mehr Informationen du gibst, desto schwieriger und zeitintensiver wird eine Bearbeitung.

Ein Lebenslauf sollte zwar möglichst vollständig sein, aber die Vollständigkeit entlastet dich nicht davon, Relevantes von Irrelevantem zu trennen und die wichtigsten Lebenslaufdaten in den Vordergrund zu rücken.

Ein Lebenslauf mit 4, 5 oder gar 6 Seiten Länge ist prinzipiell zu lang. Lebensläufe mit über drei Seiten Länge kommen allerdings gelegentlich bei Berufserfahrenen mit vielen beruflichen Stationen und auch Wissenschaftlern, die wissenschaftlich veröffentlichen, vor. Dabei verlängert vor allem eine integrierte Veröffentlichungsliste den Lebenslauf.

Dann stellt sich die Frage, ob die Veröffentlichungen überhaupt Teil des Lebenslaufs sein sollten oder nicht besser in ein extra Bewerbungsdokument „Veröffentlichungsliste“ gehören.

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Wie viel einer Lebenslaufseite sollte beschrieben sein?

Wenn eine Lebenslaufseite zu wenig Inhalt enthält, dann sieht das meistens nicht besonders schön aus. Eine Lebenslaufseite sollte am besten immer mindestens zu einem Viertel, im Idealfall zu einem Drittel, mit Inhalt gefüllt sein.

Wenn du nur zwei oder drei Zeilen auf der 2. oder 3. Lebenslaufseite stehen hast, dann kannst du durch Änderung der Formatierung oder durch Weglassen von Informationen Zeilen einsparen.

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Müssen im Lebenslauf alle Seiten unterschrieben werden?

Du brauchst nur die letzte Seite und nicht alle Seiten deines Lebenslaufs unterschreiben. Wenn du schon mal ein mehrseitiges Schriftstück erhalten oder einen mehrseitigen Vertrag unterschrieben hast, dann befand sich die Unterschrift sicherlich auch nur auf der letzten Seite, oder?

Wobei die Unterschrift auf dem Lebenslauf aufgrund von digitalen Bewerbungen aus der Mode kommt und rechtlich keine Bedeutung hat, denn die Lebenslaufangaben müssen so oder so der Wahrheit entsprechen.

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Sollte ein Lebenslauf einseitig oder beidseitig gedruckt werden?

In der Regel solltest du auch deinen Lebenslauf mit zwei oder drei Seiten einseitig drucken. Besonders wenn du deinen Lebenslauf in eine Bewerbungsmappe einordnest, bei der die Rückseite deines Lebenslaufs nicht ohne weiteres erkennbar ist.

Denn Bewerbungsmappen sind im Allgemeinen so konstruiert, dass die Rückseiten der eingeordneten Bewerbungsdokumente nicht besonders leicht zu lesen sind. Das einfache Vor- und Zurückblättern wird dadurch erschwert.

Es gibt aber auch Bewerbungsmappen, bei denen ein beidseitig bedruckter Lebenslauf leicht und schnell vom Bewerbungsleser erfassbar ist. Eine wirklich entscheidende Rolle spielt die Frage aber nicht. Lasse dich von der folgenden Prämisse leiten: ein Bewerbungsleser muss leicht erkennen können, dass auch die Rückseite eines Lebenslaufdokuments bedruckt ist.

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Sollte ein mehrseitiger Lebenslauf nummeriert werden?

Wenn dein Lebenslauf zwei oder mehr Seiten umfasst, dann kannst du die Seiten in der Fußzeile nummerieren. So ist dann ersichtlich, dass es sich bei deinem Lebenslauf um ein mehrseitiges Bewerbungsdokument handelt.

Da die Rubrik „Persönliche Daten“ immer auf der ersten Lebenslaufseite steht und die letzte Lebenslaufseite in der Regel nicht vollständig beschrieben ist, ist für den geschulten Lebenslaufleser auch ohne Seitennummerierung leicht erkennbar, wo bei einem zweiseitigen Lebenslauf Anfang und Ende ist.

Achte aber auch darauf, dass du bei der Seitennummerierung die Gesamtzahl der Lebenslaufseiten angibst. Denn wenn die Lebenslaufleser nicht wissen, wie viele Seiten dein Lebenslauf insgesamt hat, dann können sie die Vollständigkeit auch nicht nachprüfen.

Deswegen gibst du in der Fußzeile die Seitenzahl beispielsweise mit „1/3“, „Seite 1/2“ oder „Seite 1 von 3“ an. So nummerierst du deinen Lebenslauf mit mehreren Seiten eindeutig.

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Was kommt auf die erste Lebenslaufseite?

Auf die erste Lebenslaufseite kommen immer deine wichtigsten Daten. Dazu zählen die Angaben zur Person, die auch zur Kontaktaufnahme wichtig sind. Wenn du Schüler, Azubi oder Student bist bzw. deinen jeweiligen Bildungsgang gerade abgeschlossen hast, dann machst du nach der Rubrik „Persönliches“ Angaben zu deiner schulischen, betrieblichen oder akademischen Ausbildung.

Wenn du dagegen Berufserfahrener bist, dann ist deine aktuelle Stelle am wichtigsten, die du an prominenter Stelle auf der 1. Lebenslaufseite aufbereitest. Die weiteren beruflichen Stationen listest du umgekehrt chronologisch auf. Deine Bildungsabschlüsse nennst du als Berufserfahrene erst nach deiner Berufserfahrung.

Wenn du dagegen ein Bewerber mit einem „problematischen“ Lebenslauf bist, dann folgt auf der ersten Lebenslaufseite nach der Rubrik „Persönliche Daten“ am besten die Rubrik „Besondere Kenntnisse“, in der du nicht zeitlich, sondern thematisch deine Kenntnisse, deine Fähigkeiten, dein Fachwissen und deine Erfolge angibst.

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Wie Lebenslauf auf eine oder zwei Seiten kürzen?

Du musst deinen Lebenslauf nicht nur wegen des Kürzens willen kürzen. Wenn dein Lebenslauf anderthalb Seiten hat und alle wichtigen Informationen enthält, ohne sie aufzublähen, dann musst du deinen Lebenslauf nun nicht mit aller Gewalt auf eine Seite kürzen.

Arbeite deinen Lebenslauf noch einmal durch und überprüfe, ob du an einzelnen Stellen zu viele unnötige Informationen gibst. Dazu gehören beispielsweise ausführliche Arbeitgeberdaten, Angaben zu Eltern oder Konfession oder taggenaue Zeitangaben und Erklärungen von Lebenslaufproblemen.

Außerdem spielen auch das Design und die Formatierung des Lebenslaufs eine entscheidende Rolle bei der Länge des Lebenslaufs. Manchmal bringen schon eine kompaktere Anordnung, die Verringerung der Seitenabstände, eine andere Schriftart und Schriftgröße oder der Verzicht auf unnötige Designelemente wie Balken und Bullet-Liste den entscheidenden Platz beim Kürzen eines Lebenslaufs.

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Muss ein Lebenslauf auf eine Seite passen oder darf der Lebenslauf länger als eine Seite sein?

Wenn du Berufsanfänger oder seit ein paar Jahren berufstätig bist, dann brauchst du deinen Lebenslauf nicht auf eine Seite quetschen, nur damit du keinen zweiseitigen Lebenslauf verschickst. Denn wenn du schon mehrere Praktika absolviert, in mehreren Jobs gearbeitet und auch mehrere Qualifikationen vorzuweisen hast, dann ist ein Lebenslauf mit zwei Seiten der Normalfall. Es sollte immer das Gesamtbild deines Leistungsprofils stimmen.

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Sollten mehrere Seiten eines Lebenslaufs zusammengeheftet werden?

Es ist unüblich, mehrere Lebenslaufseiten mit einem Heftgerät zusammenzuheften. Die Lebenslaufleser werden mehrere Seiten eines Lebenslaufs unproblematisch zuordnen können, gerade wenn du die Seiten nummeriert hast. Also hefte die Lebenslaufseiten nicht zusammen.

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3 Schlüsselgedanken zur Seitenanzahl deines Lebenslaufs

1. Individuelle Bewerbersituation entscheidend

Die optimale Anzahl der Lebenslaufseiten hängt immer vom Einzelfall ab. Deine Bewerbersituation ist entscheidend, welche Seitenzahl optimal für dich ist. Im Allgemeinen haben jüngere Bewerber einen kürzeren Lebenslauf als ältere Bewerber.

2. Inhalt wichtiger als reine Seitenanzahl

Löse dich davon, eine bestimmte Seitenanzahl erreichen zu müssen. Stattdessen wählst du deine relevanten Lebenslaufdaten aus, gewichtest sie und präsentierst sie in einer sinnvollen Reihenfolge und Formatierung. Nur wenn dein Lebenslauf mehr als 3 Seiten hat oder die letzte Lebenslaufseite nur mit wenigen Zeilen beschrieben ist, musst du weitere Optimierungen der Lebenslauflänge vornehmen.

3. Übersichtlichkeit und Vollständigkeit

Dein Lebenslauf muss immer so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig sein. Quetsche deine Lebenslaufdaten nicht mit „Gewalt“ zusammen, denn die Lebenslaufleser müssen deinen Lebenslauf schnell erfassen können. Auch das Weglassen von wichtigen Informationen, um deinen Lebenslauf zu kürzen, ist nicht ratsam. Denn dein Lebenslauf sollte möglichst vollständig sein und keine relevanten Lücken aufweisen.

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Zum guten Schluss

In deinen Lebenslauf solltest du solche Lebenslaufdaten aufnehmen, die dich auszeichnen und von anderen Bewerbern abheben. Die Behauptung, dass ein Lebenslauf generell nicht länger als eine Seite sein darf, weil die Lebenslaufleser ihn sonst weglegen würden, ist falsch.

Das im Lebenslauf vorgestellte Leistungsprofil ist wichtiger, als dass der Lebenslauf nur eine Seite umfasst. Es ist im Laufe des Berufslebens schließlich auch völlig normal, dass ein Lebenslauf länger wird. Denn du absolvierst wichtige berufliche Stationen und bildest du hoffentlich regelmäßig weiter. Und wenn du für die Darstellung im Lebenslauf mehr Platz benötigst, dann ist das eben so.

Wenn du noch weitere Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe einen Beitrag im Bewerbungsforum.

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