7 häufige Fehler im Lebenslauf, die du vermeiden musst

Du bist eine qualifizierte Bewerberin? Trotzdem können Fehler in deinem Lebenslauf darüber entscheiden, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht.

Diese 7 häufigen Fehler im Lebenslauf vermeiden
Diese 7 häufigen Fehler im Lebenslauf vermeiden

Dieser Artikel handelt von Fehlern im Sinne von No-gos und Fettnäpfchen, die du unbedingt vermeiden musst.

Aber wenn du nach dem Abschicken deines Lebenslaufs noch Fehler entdeckt hast, dann beachte zuerst den folgenden Ratschlag:

Fehler im Lebenslauf entdeckt: Was tun?

Fehler passieren. Bitte brich nicht gleich in Panik aus, wenn du (vermeintliche) Fehler entdeckst und deinen Lebenslauf schon verschickt hast. Deine Reaktion hängt immer von der Art und Anzahl der Fehler ab.

Ein Tippfehler oder Formatierungsfehler sind verschmerzbar. Darauf musst du den Arbeitgeber nicht extra hinweisen. Das nächste Mal machst du es besser.

Manchmal hast du aber vielleicht Jahreszahlen vertauscht oder deinen IT-Kenntnisstand unabsichtlich falsch angegeben. Dann wirst du dich fragen: Was tun?

Es ist einfach: Verbessere deinen Lebenslauf und schicke dem Arbeitgeber unverzüglich deinen aktualisierten Lebenslauf.

Du musst dabei nicht angeben, was für Fehler du gemacht hast oder wie es zu den Fehlern gekommen hast. Das ist genauso überflüssig wie langatmige Entschuldigungen.

Stattdessen weißt du einfach darauf hin, dass du deinen Lebenslauf noch mal aktualisiert hast und der Arbeitgeber diesen Lebenslauf als Grundlage seiner Bewertung nutzen sollte.

Falls du schon einen Vorstellungstermin hast, dann sprichst du deine größeren Fehler im Vorstellungsgespräch an. Das kannst du auch proaktiv machen, nach dem Smalltalk und deiner Selbstdarstellung.

#1 Fehler im Lebenslauf: Rechtschreibfehler und Inkonsistenzen

Du wirst jetzt sicherlich deine Augen verdrehen. Denn die Vermeidung von Rechtschreibfehlern ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Über zwei oder drei Rechtschreibfehler sieht der eine oder andere Personaler vielleicht noch hinweg. Aber mit noch mehr Rechtschreibfehlern wird es kritisch.

Darüber hinaus achte auf eine einheitliche Formatierung. Manchmal stimmt das Zeitformat nicht überein, dann unterscheiden sich vielleicht Einrückungen voneinander oder es fehlt eine Fettschrift. Solche kleinen Details können sich zu einem unprofessionellen Eindruck summieren.

Aber du musst auch die richtigen Maßnahmen ergreifen, um Rechtschreibfehler und Inkonsistenzen einzudämmen.

  • Lies deinen Lebenslauf mehrmals durch. Am besten laut, damit du deinen Lebenslauf gedanklich nicht nur überfliegst.
  • Lies deinen Lebenslauf nicht nur am Computerbildschirm durch, sondern lies auch deinen ausgedruckten Lebenslauf konzentriert durch.
  • Du kannst deinen Lebenslauf auch von hinten nach vorne prüfen, weil du dich dann mehr auf einzelne Wörter konzentrierst.
  • Vier Augen sehen mehr als zwei: Lasse deinen Lebenslauf von mindestens einer weiteren Person kontrollieren.
  • Nutze zur Rechtschreibkontrolle zudem Online-Tools wie die Duden-Rechtschreibprüfung.

#2 No-gos im Lebenslauf: Unprofessionelle E-Mail-Adresse

Du möchtest sicherlich nicht, dass die Personalerin deinen hervorragenden Werdegang überliest, weil sie an einer E-Mail-Adresse wie love99@abc.de oder bestprincessintown@abc.de hängenbleibt?

Deine professionelle E-Mail-Adresse sollte aus deinem Vor- und Nachnamen bzw. Bestandteilen von diesen bestehen.

Das ist eigentlich klar. Aber gerade jüngere Bewerber bewerben sich doch häufig mit sehr seltsamen Fantasienamen in ihrer E-Mail-Adresse.

Damit schränkst du aber deine Chancen auf Einladungen zum Vorstellungsgespräch unnötig ein.

#3 Fehler im Lebenslauf: Fehlender Nachweis deiner Qualifikationen und Berufserfahrungen

Ein Lebenslaufleser möchte darüber informiert werden, welche Qualifikationen und Berufserfahrungen du besitzt. Denn daraus kann er schließen, ob du die potenzielle Stelle ausfüllen kannst.

Daher:

Als jüngerer Bewerber musst du zusätzliche Informationen zu deinen Bildungsgängen angeben.

Und als erfahrene Bewerberin weist du auf zusätzliche Informationen zu Aufgaben, Erfolgen und Verantwortlichkeiten hin.

Nur so können deine Leistungen ganzheitlich bewertet werden.

Wenn die Lebenslaufleser erst raten müssen, was du vorzuweisen hast, dann wird dein Lebenslauf schnell beiseite gelegt.

Deshalb: Gib immer die notwendigen Informationen zu deinen Qualifikationen und Berufserfahrungen in den entsprechenden Lebenslaufrubriken an.

#4 Fettnäpfchen im Lebenslauf: Zu kompliziertes Lebenslaufdesign

Ja, es gibt heute viele “schöne” Lebenslaufdesigns, die du kostenlos downloaden oder käuflich erwerben kannst. Aber niemand wird dich einstellen, weil du in eine “schöne” Lebenslaufvorlage deine Daten kopiert hast. Die Personaler wissen nämlich auch, dass du sie nicht selbst erstellt hast.

Beim Lebenslaufdesign ist weniger normalerweise mehr.

Halte dich an ein gut strukturiertes Lebenslaufdesign, welches Leerraum und Einfachheit bevorzugt und es dem Leser erleichtert, die notwendigen Informationen schnell zu erfassen und deinen Werdegang zu verstehen.

Je komplizierter oder kreativer dein Lebenslaufdesign ist, desto wahrscheinlicher werden Personaler gezwungen sein, nach den relevanten Informationen zu suchen. Aber dann besteht auch die Gefahr, dass die relevanten Informationen nicht erkannt werden.

Und dann wird dein Lebenslauf beiseite gelegt. Also übertreibe es nicht mit dem Lebenslaufdesign.

#5 Fehler im Lebenslauf: Veralteter und nicht-individueller Lebenslauf

Einige Bewerber versenden einen vor ein paar Jahren erstellten Lebenslauf immer noch für jede aktuelle Bewerbung. Aber ein veralteter Lebenslauf lässt auch dich alt aussehen.

Aktualisiere daher deinen Lebenslauf zielgerichtet für jede Position. Gehe immer sicher, dass deine Berufserfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen so aktuell wie möglich sind.

Dein Lebenslauf sollte darüber hinaus dieselben wichtigen Schlüsselwörter enthalten, die in der Stellenanzeige als Anforderungen enthalten sind.

Denn wenn dein Lebenslauf nicht die passenden Schlüsselwörter enthält, stellen die Personaler die Relevanz deines Lebenslaufs und deine Eignung für den Job in Frage.

#6 No-gos im Lebenslauf: Falsche oder ungenaue Zeitangaben

Wenn du keine Monatsangaben bei relativ aktuellen Lebenslaufsachverhalten machst, dann vermuten Personaler gleich, dass irgendetwas nicht stimmt.

Beim Verdacht einer kaschierten Lebenslauflücke nehmen Personaler das Schlimmste an und legen den Lebenslauf dann eher weg. Denn wenn genügend andere Bewerbungen vorliegen, haben sie keine Zeit und keinen Grund, Nachforschungen zu betreiben, wie die zeitlichen Zusammenhänge sind.

Außerdem können bei den Zeitangaben Zahlendreher vorkommen oder die Zeitangaben auf dem Lebenslauf stimmen nicht mit den Zeitangaben der mitgeschickten Zeugnisse und Zertifikate überein.

Vermeide solche Flüchtigkeitsfehler, um nicht unnötige Fragen aufzuwerfen bzw. dich ungewollt ins Aus zu schießen.

Wenn sich zudem Beschäftigungen oder Sachverhalte (zum mehrere Nebenjobs gleichzeitig oder Job + Pflege Angehöriger) zeitlich überschneiden, dann stelle die Überschneidung deutlich dar.

#7 Fehler im Lebenslauf: Lügen

Wenn du ungewollt Fehler in deinem Lebenslauf machst, dann kannst du beim Arbeitgeber als unfähig erscheinen. Bei Lügen im Lebenslauf sind die Folgen noch viel dramatischer für dich.

Der Einbau einer Lüge in deinen Lebenslauf kann dir noch ziemlich locker von der Hand gehen. Aber wenn du im Vorstellungsgespräch detailliert über die gelogenen Sachverhalte sprechen sollst, dann kommen solche Lügen schnell ans Licht. Gewonnen hast du damit nichts.

Lügen haben kurze Beine. Du willst deine Beziehung zum Arbeitgeber sicherlich nicht auf unsicheren Pfählen gründen. Die meisten Bewerber denken, dass es eh nicht rauskommt.

Aber die Wahrheit ist: sobald die Personaler Ungereimtheiten entdecken, nehmen sie den Sachverhalt erst recht kritisch unter die Lupe oder legen die Bewerbungsunterlagen einfach beiseite.

Falls du trotz Lebenslauflügen einen Job ergatterst, lebst du fortan mit der Angst der Entdeckung. Und wenn du dann doch deiner Lüge überführt wirst, kostet dich das nicht nur den Job, sondern kann weitere arbeitsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen haben.

Zum guten Schluss

Vermeide bitte die genannten Fehler in deinem Lebenslauf, damit deine Bewerbung nicht unnötigerweise aussortiert wird.

Mit zu vielen Fehlern hinterlässt du 1. keinen guten Eindruck und verhinderst du 2. ein konzentriertes Durcharbeiten deines Lebenslaufs durch die Personaler. Denn viele Fehler lenken von den wesentlichen Sachverhalten ab.

Wenn du noch mehr zur Lebenslaufgestaltung wissen willst, dann lies dir den Lebenslauf-Artikel und zu den unnötigen Angaben im Lebenslauf durch.

Bei Fragen bitte kommentieren!

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