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Ausbildung Hotelfachfrau & Hotelfachmann

Mit dem Begriff "Hotel" assoziieren die meisten Menschen wohl zuerst Glanz, Luxus und ein internationales Flair. Oder man denkt an die großen 5-Sterne-Hotels, von denen so oft berichtet wird, wenn Prominente dort ihren Aufenthalt verbringen. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Die Arbeit in einem Hotel ist zuallererst ein Dienstleistungsberuf: man sorgt für die Zufriedenheit der Gäste, ist für diese jederzeit ansprechbar und übt außerdem noch einen vielfältigen Job hinter den Kulissen aus. Die Hotelgäste erwarten dabei, dass ihre Wünsche - so ungewöhnlich sie vielleicht auch sein mögen - von den Hotelfachleuten erfüllt werden. Und zwar mit einem ehrlichen Lächeln im Gesicht.

Die Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann dauert drei Jahre und schließt mit den jeweiligen Prüfungen ab. Die typischen Ausbildungsorte sind Hotels, Pensionen, Ferienparks, Restaurants und Gasthöfe. Als Eingangsvoraussetzungen für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann gelten Hauptschulabschluss, besser Mittlere Reife oder Abitur. Nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann sind Hotelfachleute wahre Allround-Genies mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten.

Vielfältige Aufgaben als Hotelfachfrau bzw. Hotelfachmann

Sowohl vor, während und nach der Anwesenheit der Gäste sind Hotelfachleute für deren Wohl zuständig. Hotelfachleute sind sozusagen die Visitenkarte des Hauses, denn sie sind das erste Gesicht, welches vom Gast beim Eintreffen in ein Hotel wahrgenommen wird und sie sind auch diejenigen, die den Gast verabschieden und ihm eine gute Heimreise wünschen. Ein höfliches, selbstbewusstes Auftreten ist beim Einsatz an dieser zentralen Stelle im Hotel unverzichtbar. Hotelfachmann Frank Sawatzki beschreibt seinen Arbeitsalltag mit den Gästen so: "Ich nehme Reservierungen von Zimmern vor, begrüße beim Check-in die Gäste, gebe Auskünfte zu Sehenswürdigkeiten am Ort und bin auch später stets noch für Reklamationen ansprechbar. Für all dies benötige ich ein sicheres Auftreten, herausragende Artikulationsfähigkeiten und eben eine fundierte Ausbildung."

Hotelfachleute sind nicht nur versiert in Deutsch, sondern sprechen auch andere Sprachen - vor allem Englisch. Wenn ein ausländischer Gast das Hotel betritt, begrüßen sie diesen und kümmern sich so um ihn, dass er sich ebenso geborgen fühlt wie ein Gast aus Deutschland.

In den Gästezimmern übernehmen Hotelfachleute die Aufsicht des Reinigungsservices und legen manchmal auch selbst Hand an. Ist ein Zimmer nicht akkurat gesäubert, erkennen sie dies und weisen die Behebung der Mängel an oder beheben sie sogar selbst. Fehlt ein Handtuch oder funktioniert eine Lampe nicht? Hotelfachleute prüfen und korrigieren dies.
Auch für den Zimmerservice sind sie zuständig: Wünscht ein Gast auch zu außergewöhnlichen Zeiten ein kaltes Getränk auf sein Zimmer, so organisieren sie dies.

Als ausgebildete Hotelfachfrau oder als ausgebildeter Hotelfachmann ist man also immer auch für die kleinen Wünsche der Gäste zuständig; keine Aufgabe sollte als lästig empfunden werden, denn die Kunst besteht im Prinzip darin, den Gästen die Wünsche von den Lippen abzulesen, damit sie sich wohlfühlen und immer wieder gerne in die Beherbergungsstätte zurückkehren.

Außerdem liegt das Aufgabengebiet während und nach der Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann im Restaurant. So zapfen sie am Tresen Getränke und mixen Drinks. Ferner nehmen sie Bestellungen auf, vermitteln diese an die Küche, servieren das fertige Essen und kassieren am Ende ab. Falls die Gäste unzufrieden sind, kümmern sie sich um Reklamationen und bemühen sich in freundlicher und verbindlicher Weise um eine Lösung. In der Küche packen sie auch selbst mit an: so gestalten sie kalte Platten gestalten mit und sorgen manchmal auch für die Zubereitung einiger Speisen. Stehen größere Festlichkeiten bevor, tragen Hotelfachleute für die Organisation und den reibungslosen Ablauf Sorge.

Auch in der Verwaltung des Hauses kennen Hotelfachleute sich aus. Sie bringen grundlegende kaufmännische Kenntnisse mit und bewältigen die Buchhaltung. Hierzu können sie mit komplizierten fachspezifischen Computerprogrammen umgehen. Sie kümmern sich um die gesamte Verwaltung des Hotels und achten auch darauf, dass sämtliche Waren für den Hotelbetrieb auf Lager sind, bestellen diese im Bedarfsfall nach und kontrollieren deren Anlieferung.

Abwechslungsreiche Tätigkeit - Freundlichkeit, Fleiß und Ausdauer sind gefragt

Während der Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann sollten Sie Ihre Kontaktfreudigkeit, guten Umgangsformen und sprachliche Gewandtheit - auch im Fremdsprachenbereich - unter Beweis stellen, denn Sie repräsentieren die Beherbergungsstätte und sind das unmittelbare Aushängeschild. Außerdem sollte die Freude am Organisieren und an kaufmännischen Sachverhalten vorhanden sein.

Entscheidet man sich für diesen Beruf, sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, ob man die Grundvoraussetzungen erfüllt. Wochenend- und Schichtdienste sind an der Tagesordnung und wer Wert auf geregelte Arbeitszeiten legt, der sollte seine Berufswahl genau überdenken. Und sonst gilt: Der Beruf ist ein Dienstleistungsberuf und das heißt, dass man sich nicht zu fein sein darf, andere Leute zu bedienen.

Frank Sawatzki gibt interessierten Schülern als ausgebildeter Hotelfachmann folgenden Ratschlag: "Hotelfachleute müssen in der Lage sein, an den verschiedensten Stellen im Hotelbetrieb mit anzupacken und sie müssen auch schlecht gelaunte und gereizte Gäste höflich und zuvorkommend behandeln. Wer dazu nicht in der Lage ist, der wird in diesem äußerst spannenden und vielseitigen Beruf höchstwahrscheinlich nicht besonders glücklich werden."

Karriere im Tourismus - Zielstrebigkeit zahlt sich aus

Obwohl die Tätigkeit an der Rezeption oder auf der Etage sehr erfüllend sind kann, sollte man sich frühzeitig nach Entwicklungsmöglichkeiten umschauen, um sich auf geeignete Aufgabenbereiche durch Weiterbildungen vorbereiten zu können. Denn ein Hotel und die Tourismusbranche bieten viele Wege für eine berufliche Karriere. So bestehen Weiterentwicklungsmöglichkeiten in vielen Bereichen der jeweiligen Beherbergungsstätte: Etage, Rezeption, Reservierung, Verkauf, Restaurant, Bankett oder Verwaltung. Über mehrere Stufen können Sie sich zum Verkaufsleiter, zum Reservierungsleiter, zum Empfangschef, zur Hausdame, zum Direktionsassistent oder sogar zum Hoteldirektor weiterentwickeln.

Fortbildungsmöglichkeiten bestehen ferner durch die Absolvierung eines Meisterkurses zum Hotelmeister oder durch eine Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe (IHK). Außerdem können Sie sich als ausgelernte Hotelfachfrau bzw. als ausgelernter Hotelfachmann Ihr Einsatzgebiet durch weitere Fremdsprachenkenntnisse vergrößern und bei notwendiger Reife wertvolle Auslandserfahrung sammeln.

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