Startseite
          Artikelübersicht
          Forum
          Anschreiben
          Lebenslauf
          Bewerbungsfoto
          Arbeitszeugnis
          Einstellungstest
          Vorstellungsgespräch
          Weiterbildung
          Musterbewerbungen
          Bewerbungslexikon
          Ausbildungsberufe
          Stellenangebote
          Links
          Impressum
 
 

Bewerbung nachfragen - wann bester Zeitpunkt?

Viele Bewerber sitzen wie auf heißen Kohlen und warten auf eine Rückmeldung des Arbeitgebers, nachdem sie eine Bewerbung verschickt oder sogar schon ein Vorstellungsgespräch absolviert haben. Nur: es vergehen Tage, aus Tagen werden Wochen, und immer noch keine Reaktion in Form einer Eingangsbestätigung, einer Einladung zum Vorstellungsgespräch, einer Bewerbungszusage oder einer Bewerbungsabsage. Wenn aus Wochen sogar Monate zu werden drohen, spätestens dann müssen Sie als Bewerber aktiv werden und den Kontakt zum Arbeitgeber herstellen.


Keine Antwort auf Bewerbung? Was tun?

Als Bewerber haben Sie den idealen Arbeitgeber für sich gefunden, sich besonders viel Mühe mit Ihren Bewerbungsunterlagen gegeben und Investitionen für den Versand auf sich genommen, aber eine Eingangsbestätigung von Seiten des Arbeitgebers lässt auf sich warten? Vor dieser Situation stehen sehr viele Bewerber. In den meisten Fällen ist eine wochenlange Nicht-Reaktion noch kein negatives Zeichen. Denn die Arbeitgeber bekommen auf eine Stellenanzeige häufig sehr viele Bewerbungen, so dass diese auch erst gesammelt und danach durchgearbeitet und bewertet werden. So ein Sichtungsprozess kann durchaus einige Wochen dauern; durch Krankheit oder Urlaub von Mitarbeitern des Arbeitgebers kann sich dieser Sichtungsprozess nach hinten verschieben.

Dennoch wäre es natürlich wünschenswert, wenn Sie als Bewerber wenigstens eine Eingangsbestätigung erhalten würden. Ein gut organisierter Arbeitgeber verschickt normalerweise Eingangsbestätigungen und Zwischenbescheide. Das Ausbleiben eines "Lebenszeichens" ist ein Anzeichen für die dortige Arbeitsweise und Organisation der Betriebsabläufe. Denn nur in ganz wenigen Fällen geht eine Bewerbung von Ihnen auf dem Weg zum Arbeitgeber verloren. Bei E-Mail-Bewerbungen kann es durchaus öfter vorkommen, dass eine E-Mail aufgrund individueller Einstellungen im Spam-Ordner landet und somit häufig übersehen wird. Da Sie als Bewerber diese Eventualitäten ausschließen wollen und Ihren Bewerbungsprozess planen müssen, ist es Ihr gutes Recht, beim Arbeitgeber nachzufragen.


Nach etwa drei Wochen nachfragen

Es ist wichtig, dass Sie nicht wie gebannt auf eine Reaktion des Arbeitgebers warten, sondern Ihre Aktivitäten im Rahmen des Bewerbungsprozesses fortführen. Wenn Sie allerdings nach etwa drei Wochen keine Rückmeldung in Form einer Eingangsbestätigung oder eines Zwischenbescheides bekommen haben, dann sollten Sie den Arbeitgeber nochmals kontaktieren; im günstigsten Fall telefonisch.

Sofern ein direkter Ansprechpartner schon in der Stellenanzeige veröffentlicht wurde oder Sie ihn recherchiert haben, rufen Sie diesen an. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann sollten Sie versuchen, ihn herauszufinden, indem Sie sich von der Telefonzentrale verbinden lassen. In dem Telefonat stellen Sie sich kurz vor und erläutern den Sachverhalt. Falls sich beim Arbeitgeber niemand wirklich zuständig fühlt, dann können Sie eine E-Mail an die allgemeine E-Mail-Adresse schreiben, in der Hoffnung, dass sie an die zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet wird.

Folgendermaßen könnten Sie Ihre Nachfrage formulieren:

"Sehr geehrte Frau Müller,

da mich Ihr Stellenangebot als ... in der FAZ vom 15.04 sehr angesprochen hat, habe ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen am 18.04 per Post zugeschickt. Leider habe ich von Ihnen noch keine Rückmeldung erhalten, ob meine Bewerbungsunterlagen bei Ihnen eingegangen sind. Ich bitte Sie darum, mir den Eingang der Bewerbungsunterlagen kurz zu bestätigen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen"

Nachfragen nach Vorstellungsgespräch

Auch nach einem Vorstellungsgespräch lassen sich viele Arbeitgeber aus Sicht der Bewerber viel Zeit mit ihrer Entscheidung. Am Ende des Vorstellungsgespräches werden von Seiten des Arbeitgebers oftmals vage Aussagen getätigt: "Nächste Woche fällt eine Entscheidung." oder "In spätestens zwei Wochen bekommen Sie eine Zusage oder Absage." Aber leider verstreichen die Termine und Sie als Bewerber wissen nicht warum. In vielen Fällen haben Sie noch andere heiße Eisen im Feuer, wollen sich aber zeitnah für eine Arbeitsstelle entscheiden.

Wenn die vage Zeitangabe verstrichen ist und es keine Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch gibt, dann ist es Ihr gutes Recht, beim Arbeitgeber noch einmal nach dem Bearbeitungsstand nachzufragen. Diese Nachfrage nach dem Vorstellungsgespräch sollte am besten auch telefonisch bei Ihren Gesprächspartnern aus dem Vorstellungsgespräch erfolgen. Normalerweise bekommen Sie spätestens im Vorstellungsgespräch die Kontaktdaten, so dass eine direkte Durchwahl unproblematisch ist. Stellen Sie sich und Ihr Anliegen noch einmal kurz vor, so dass man sich schnell an Sie erinnern kann. An der Reaktion auf Ihre Nachfrage erkennen Sie, ob sich die endgültige Entscheidung noch länger hinauszögert. Wenn dies absehbar ist, sollten Sie konkrete Fragen zum weiteren Entscheidungsprozess stellen:

  • Haben alle geeigneten Kandidaten ihre Vorstellungsgespräche absolviert?
  • Wie viele Kandidaten waren dies?
  • Wird es ein zweites Vorstellungsgespräch geben?
  • Wie viele Bewerber werden zu so einem zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen?
  • Wann erfolgt die Einladung zu einem eventuellen zweiten Vorstellungsgespräch?
  • Wer entscheidet alles darüber, welchen Bewerbern ein Arbeitsangebot unterbreitet wird?
  • Wie weit ist der Entscheidungsprozess schon vorangeschritten?
  • Wann ist genau mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen?
  • Soll ich Sie noch einmal in zwei Wochen kontaktieren?

Außerdem können Sie in einem Telefonat noch einmal deutlich machen, dass Sie sich selbstverständlich auch bei anderen interessanten Arbeitgebern beworben haben, bei denen auch die Entscheidungen anstehen. Manchmal ist es sogar hilfreich, wenn Sie von Ihnen schon vorliegenden Arbeitsangeboten berichten. Unter Umständen können Sie damit den Entscheidungsprozess beim Arbeitgeber etwas beschleunigen: wenn Sie zu den Top-Kandidaten gehören, wird man Ihnen schneller ein Arbeitsangebot unterbreiten; wenn Sie nicht zu den Top-Kandidaten gehören, dann hat das Kokettieren mit anderen Arbeitsangeboten keine negativen Auswirkungen für Sie.

Weitere Informationen zum Bewerbung schreiben


 
Viele Hunderte Beispiele für Anschreiben und Lebenslauf im großen Bewerbungsforum – so schreiben Sie eine individuelle und überzeugende Bewerbung.