Bewerbungsfoto 2022: wichtige Regeln + 20+ Tipps

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“. Mit einem gelungenen Bewerbungsfoto zeigst du deine Persönlichkeit, gewinnst die Sympathie der Bewerbungsleser und stichst aus der Masse heraus. Prinzipiell kannst du Bewerbungsfotos selber machen oder die Dienste eines professionellen Fotografen oder Fotodesigners in Anspruch nehmen. Beides hat Vorteile und Nachteile. Welche wichtigen Regeln du dabei beachten musst, erfährst du in diesem ausführlichen Fotoratgeber. Außerdem werden viele Bewerbungsbilder von Fotografen als Beispiele verlinkt.

17 wichtige Schlüsselfakten zum Bewerbungsfoto für dich
  • Es besteht keine Pflicht, ein Bewerbungsfoto deinen Bewerbungsunterlagen beizufügen. Die Entscheidung liegt immer bei dir; außer wenn im Stellenangebot eindeutig steht, dass du kein Bewerbungsfoto mitsenden sollst.
  • Wenn du unentschlossen bist, dann überlege, ob du im gewünschten Job viel mit Kunden oder Gästen zu tun hast und ob deine Außendarstellung im Beruf wichtig ist. Dann ist ein Bewerbungsfoto wichtiger.
  • Nutze nur aktuelle Bewerbungsfotos, die höchstens 12 Monate alt sind. Außerdem solltest du neue Bewerbungsfotos machen (lassen), wenn sich dein Aussehen stark geändert hat, zum Beispiel durch einen neuen Haarschnitt oder eine neue Haarfarbe.
  • Es gibt keine standardisierte Größe für Bewerbungsfotos. Welche Größe und welches Format du für dein Bewerbungsfoto verwendest, ist deinem ästhetischen Empfinden überlassen und hängt auch vom Angebot des jeweiligen Fotografen ab.
  • Ein Bewerbungsfoto in der normalen Passfoto-Größe von 3,5 x 4,5 cm ist in den meisten Fällen für eine Bewerbung zu klein. Es sind deutlich größere Größen möglich: zum Beispiel 4,5 x 6 cm oder 7 x 10 cm.
  • Neben der Größe gibt es viele weitere Gestaltungselemente, die es zu beachten gilt: Format, Bildausschnitt, Hintergrund, Körperhaltung, Mimik, Beleuchtung, Kleidung oder Farbe.
  • Im Normalfall wird das Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf (am besten oben rechts oder mittig) oder auf dem Deckblatt (in der oberen Hälfte) platziert.
  • Wenn du ein Bewerbungsfoto für das Deckblatt benutzen willst, dann muss es tendenziell größer sein als für den Lebenslauf.
  • Ein Bewerbungsfoto muss „atmen“, um auf die Betrachterin wirken zu können. Deshalb schaffe ausreichend Abstand zu den Textelementen.
  • Teste die Wirkungen verschiedener Fotogrößen, indem du einen farbigen Papierkarton in unterschiedlichen Abmessungen zuschneidest. Die farbigen Formen kannst du dann auf dem ausgedruckten Lebenslauf oder Deckblatt frei verschieben.
  • Bitte klebe das Bewerbungsbild auf (zum Beispiel mit beidseitigem Klebestreifen, Klebestift oder Fotoleim) und verwende keine Büroklammern zur Befestigung.
  • Ein Bewerbungsfoto sollte bei Papierbewerbungen nicht auf den Lebenslauf oder auf das Deckblatt gedruckt werden.
  • Sende das Bewerbungsfoto bei einer E-Mail-Bewerbung nicht als einzelne Bilddatei im Anhang mit, sondern auf dem Lebenslauf oder dem Deckblatt integriert.
  • Wenn du beim Fotografen nicht nur Passfotos machen lässt, dann erhältst du bei einem Bewerbungsfoto-Set in der Regel eine digitale Datei mit einer bestimmten Anzahl von bearbeiteten Bildern, die du dann je nach Bedarf selbst im Fotolabor entwickeln lassen kannst.
  • Du bist bei der Gestaltung des Bewerbungsfotos auch immer vom fotografischen Stil und vom Angebot des jeweiligen Fotografen abhängig. Daher informiere dich vor einem Fotoshooting genau und lasse dich gegebenenfalls beraten. Auch ein Blick auf Referenzfotos gehört zur Vorbereitung dazu.
  • Du solltest nicht kurzfristig Bewerbungsfotos machen (lassen), sondern dir ausreichend Zeit nehmen: vor allem hinsichtlich der Auswahl des Fotografens, des Bildstils und deiner Kleidung. Mit genügend Zeit erhältst du auch bessere Ergebnisse.
  • Im Notfall kannst du (für digitale Bewerbung) auch Bewerbungsfotos selber machen, obwohl das nicht sehr empfehlenswert ist.

Wichtige Gestaltungselemente eines Bewerbungsfotos

Ob du mit deinem Bewerbungsfoto sympathisch wirkst und einen überzeugenden persönlichen Eindruck hinterlässt, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählen beispielsweise deine Kleidung, Körperhaltung, Mimik, Frisur oder Körperstatur. Zusätzlich haben die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Bildgestaltung Einfluss auf den Ersteindruck.

Mit einem kreativen und professionellen Bewerbungsfoto zeigst du deine Persönlichkeit und weckst positive Assoziationen. Daher ist ein Bewerbungsfoto ein Werbemittel für dich, mit dem du deine positiven Eigenschaften zur Geltung bringst. Ein Personalverantwortlicher wird deine Bewerbungsunterlagen dann im Idealfall positiver, konzentrierter und länger durcharbeiten sowie dir die gewünschten Eigenschaften auch eher zuschreiben.

Welche Bilder solltest du nicht als Bewerbungsfotos nutzen?
  • Bewerbungsfotos, auf denen du mit dir unzufrieden bist.
  • Automatenbilder aus der Fotobox.
  • Alte Passfotos, die du noch in der Schublade gefunden hast.
  • Selfiefotos mit dem Handy.
  • Fotos, die nicht mehr dein aktuelles Aussehen widerspiegeln.
  • Alte Bewerbungsfotos, die älter als etwa 12 Monate sind.
  • Bewerbungsfotos, die nicht zur gewünschten Branche und Position passen.

Mit dem Bewerbungsfoto hast du es also in der Hand, einen bildlichen Eindruck von deiner Persönlichkeit und letztendlich auch von deinen Stärken zu vermitteln. Das Format und die Größe eines Bewerbungsfotos sind dabei nicht standardisiert; je nach Einsatzbereich und Anordnung können unterschiedliche Formate und Größen auch unterschiedlich wirken.

Das Bewerbungsfoto-Format und die Bewerbungsfoto-Größe sind allerdings nur zwei Aspekte bei der Gestaltung eines bildlichen Eindrucks deiner Persönlichkeit. Der Gestaltungsspielraum ist viel größer.

Die in den folgenden Kapiteln vorgestellten Gestaltungselemente sind für ein Bewerbungsfoto am wichtigsten; egal ob du Bewerbungsfotos selber machen oder einen professionellen Fotografen nutzen willst. Denke immer daran, dass es keine absoluten Regeln für die fotografische Gestaltung gibt, die in jeder Situation für jede Bewerberin gelten würden. Denn das Ergebnis wäre Eintönigkeit.

Artikelserie zum Bewerbungsfoto

Weitere Tipps zum Bewerbungsfoto

Wie Bewerbungsfoto richtig befestigen? ✅

Geeignetes Befestigungsmaterial für Papierbewerbungen sollte weder das Bewerbungsfoto und das Papier beschädigen noch deutlich sichtbar sein. So bieten sich doppelseitiges Klebeband, Kleberoller oder Klebestifte an.

Aber besonders Fotoleim ist eine gute Alternative für die Befestigung von Bewerbungsfotos. Dabei ist Fotoleim tropffrei und schnelltrocknend. Überflüssigen Leim kannst du ohne Flecken wegrubbeln. Wenn du die Bewerbungsunterlagen wieder zurückerhältst, dann kannst du deine Bewerbungsfotos einfach wieder ablösen und dann anderweitig verwenden.

Zur Befestigung solltest du auf keinen Fall Büroklammern oder dergleichen benutzen. Schreibe zudem immer deinen Namen auf die Rückseits des Bewerbungsfotos, damit es beim unbeabsichtigten Ablösen leicht deinen Bewerbungsunterlagen zugeordnet werden kann.  

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Wo Bewerbungsfoto platzieren? ✅

Das Bewerbungsfoto kannst du entweder im oberen Teil des Lebenslaufes (in der Regel rechts oder mittig) oder alternativ auf einem Deckblatt (in der oberen Hälfte) platzieren. Die Entscheidung für oder gegen ein Deckblatt hängt auch immer davon ab, welche Bewerbungsfotogröße du wählst und wie du dich am besten präsentieren willst.

Die Verwendung eines möglichst großen Bewerbungsfotos auf dem Deckblatt bedeutet vielleicht einen höheren Wiedererkennungseffekt, aber ist nicht mit einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit gleichzusetzen. Denke auch immer daran, dass bei vielen Papierbewerbungen die Kosten für die Bewerbungsfotos ansteigen.

Zur Befestigung des Bewerbungsfotos eignen sich Klebestifte, doppelseitiges Klebeband oder Fotoleim besonders gut. So kann das Bewerbungsfoto nicht verrutschen und das Papier wellt sich nicht durch die Verwendung von Papierkleber.

Auf der Rückseite des Bewerbungsfotos vermerkst du zusätzlich deinen Namen und deine Anschrift, sodass dein Bewerbungsfoto beim unwahrscheinlichen Ablösen leichter zu deinen Bewerbungsunterlagen zugeordnet werden kann.

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Wann neues Bewerbungsfoto erstellen? ✅

Ein Bewerbungsfoto in einem beruflich-professionellen Kontext sollte ein aktuelles Abbild deiner Persönlichkeit sein. Daher sollte ein Bewerbungsfoto höchstens 12 Monate alt sein. Falls sich deine Frisur, deine Haarfarbe oder deine Gesichtsform in den letzten 12 Monaten stark geändert haben, dann solltest du generell ein neues Bewerbungsfoto erstellen (lassen).

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Wohin mit dem Bewerbungsfoto? ✅

Als Bewerberin hast du immer zwei Optionen für die Platzierung deines Bewerbungsfotos. Entweder auf dem Lebenslauf oben rechts bzw. mittig oder auf dem Deckblatt in den oberen zwei Dritteln. Außerdem kannst du auf dem Lebenslauf und dem Deckblatt jeweils ein separates Bewerbungsfoto platzieren. Ein Bewerbungsfoto für das Deckblatt ist in der Regel größer als für den Lebenslauf.

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Wie Bewerbungsfoto aufkleben? ✅

Das Bewerbungsfoto wird mit doppelseitigem Klebestreifen, Klebestiften, Kleberollern oder Fotoleim auf dem Lebenslauf und/ oder Deckblatt befestigt und gegebenenfalls auf der Rückseite mit deinem Namen versehen.

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Kommt Bewerbungsfoto auf Anschreiben? ✅

Dein Bewerbungsfoto kommt niemals auf das Anschreiben, sondern immer auf den Lebenslauf und/ oder das Deckblatt.

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Muss das Bewerbungsfoto auf den Lebenslauf? ✅

Dein Bewerbungsfoto muss nicht unbedingt auf dem Lebenslauf befestigt werden. Als Alternative bietet sich ein Deckblatt an, vor allem wenn du ein größeres Bewerbungsfoto zur Präsentation deiner Persönlichkeit nutzen willst.

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Wo Bewerbungsfoto auf Deckblatt befestigen? ✅

Das Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt wird in der Regel in der oberen Hälfte platziert. Bei der genauen Positionierung hast du großen Gestaltungsspielraum. Auf einem Deckblatt solltest du tendenziell größere Bewerbungsfotos verwenden, weil auf einem Deckblatt weniger Textelemente vorkommen und somit mehr Platz für ein bildliches Element ist. Ein -Bewerbungsfoto sollte sich harmonisch in die Gestaltung des Deckblatts einfügen.

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Bewerbungsfoto auf Deckblatt und Lebenslauf? ✅

Ja, du hast selbstverständlich die Möglichkeit, sowohl auf dem Deckblatt als auch auf dem Lebenslauf jeweils ein Bewerbungsfoto zu platzieren. Wir empfehlen dir dabei, Bewerbungsfotos mit unterschiedlichen Bildausschnitten zu verwenden.

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E-Mail-Bewerbung mit oder ohne Foto versenden? ✅

Für eine E-Mail-Bewerbung gelten dieselben Fotoregeln wie für eine Papierbewerbung. Denn oftmals wird die E-Mail-Bewerbung eines interessanten Bewerbers auch wieder ausgedruckt, sodass eine E-Mail-Bewerbung mit Foto mehr Persönlichkeit hat. Auch bei einer E-Mail-Bewerbung kannst du daher das Bewerbungsbild auf dem Lebenslauf und/ oder auf dem Deckblatt platzieren.

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Bewerbungsfoto mit oder ohne Bart? ✅

Wenn du Bartträger bist, dann brauchst du deinen Bart für ein Bewerbungsfoto weder abrasieren noch verstecken. Aber dein Bart muss natürlich gepflegt und getrimmt sein. Ansonsten ist eine frische Rasur zu empfehlen. Ein nicht konturierter 3-Tage-Bart sieht häufig nicht ganz so gepflegt aus und diesen solltest du für ein Bewerbungsfoto besser abrasieren, denn er wächst schließlich in drei Tagen wieder nach.

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Bewerbungsfoto mit oder ohne Brille? ✅

Wenn du im Vorstellungsgespräch und im normalen Arbeitsalltag eine Brille tragen würdest, dann solltest du auch auf dem Bewerbungsfoto eine Brille tragen. Denn die Brille gehört zu deiner Persönlichkeit. Falls du dich allerdings mit einer Brille absolut nicht wohlfühlst und sie nur gelegentlich trägst, dann mache ein Bewerbungsfoto ohne Brille.

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Schlussbemerkungen zum Bewerbungsfoto

Eine Bewerbung kannst du mit oder Foto versenden. Ein Bewerbungsfoto ist also nicht zwingend vorgeschrieben. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen verzichten viele Arbeitgeber auch auf die explizite Anforderung eines Bewerbungsfotos in der Stellenausschreibung. Manchmal weisen Arbeitgeber auch ausdrücklich darauf hin, die Bewerbung ohne Foto zu verschicken. In diesem Fall solltest du dann auch wirklich kein Bewerbungsfoto mitschicken.

Wenn du allerdings selbst entscheiden kannst, ob du deine Bewerbung mit oder ohne Foto verschickst, dann ist ein Bewerbungsfoto in der Regel sinnvoll. Denn sicherlich kennst du den Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dies solltest du bei deiner Entscheidung, eine Bewerbung mit oder ohne Foto zu versenden, immer im Hinterkopf behalten.

Auch beim Bewerbungsfoto zählt der erste Eindruck. Wenn dein Bewerbungsfoto von minderer Qualität ist und Mängel aufweist, so wird auf eine Bewerberin geschlossen, die über Konventionen uninformiert ist, wenig Wert auf Details legt und sich nicht beruflich-professionell präsentiert. 

Überlege daher vor einem Fotoshooting schon immer, wie du auf den Bewerbungsfotos wirken willst: zupackend, seriös, ideenreich, freundlich usw.? Danach wählst du dein Outfit und deine äußere Präsentation aus. Auch mit dem Fotografen kannst du über die gewünschte Bildwirkung diskutieren, damit dieser dir die entsprechenden Vorschläge zur fotografischen Gestaltung machen kann. Letztendlich ist es immer gut, wenn dir der jeweilige Fotograf Auswahlmöglichkeiten lässt. Denn zuallererst musst du zufrieden mit deinen Bewerbungsbildern sein.

Falls du noch weitere Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe einen Beitrag im Bewerbungsforum.

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Noch Fragen?

Wenn du noch Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Als Alternative kannst du auch im Bewerbungsforum einen Beitrag verfassen. Viel Erfolg beim Bewerben!

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