Anrede in Bewerbung: Sehr geehrte Damen und Herren?

Eine Anrede gehört zu den Formalien und ist Bestandteil jedes Anschreibens. Als Bewerber haben Sie bei der Bewerbungsanrede nicht viele Variationsmöglichkeiten: entweder verwenden Sie die üblichen Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“, „Sehr geehrte Damen“ bzw. „Sehr geehrte Herren“ oder Sie sprechen in der Anrede konkrete Ansprechpartner an, die unter Umständen in der Stellenanzeige genannt werden oder die sich leicht recherchieren lassen. Die Anrede endet mit einem Komma. Nach der Anrede fügen Sie eine Leerzeile ein, bevor der eigentliche Anschreibentext beginnt. Vor der Anrede machen Sie zwei Leerzeilen, wenn der Betreff einzeilig ist, oder eine Leerzeile, wenn der Betreff zweizeilig ist.

Tipps zur Anrede in Bewerbung

Anrede bei mehreren Personen

Wenn Ihnen mehrere konkrete Ansprechpartner bekannt sind, dann können Sie in der Anrede auch bis zu drei Personen direkt ansprechen.

Die Rangfolge ergibt sich nach der „Wichtigkeit“ der Personen: ein Geschäftsführer wird vor der Personalleiterin angesprochen, eine Amtsleiterin vor ihrem Stellvertreter.

Wenn Ihnen die „Wichtigkeit“ nicht bekannt ist, dann ordnen Sie die Ansprechpartner in der Anrede alphabetisch nach ihren Nachnamen.

Anrede von Ärzten einer Gemeinschaftspraxis

Wenn Sie sich beispielsweise in einer Arztpraxis bewerben wollen, dann können Sie bei bis zu drei Ärzten vorgehen wie oben.

Sie können die Anrede etwas abkürzen, wenn mindestens zwei Ärzte einen Doktortitel haben. Dann schreiben Sie beispielsweise als Anrede: „Sehr geehrte Dres. Maier, Müller und Schulze“. Dabei ist Dres. die Abkürzung für Dottores (Plural von Doktor).

Bei dieser Variante sollte ein Arzt ohne Doktortitel aber nicht unbedingt zuerst genannt werden.

Allerdings können Sie auch die allgemeine Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren Doktoren“ verwenden.

Anrede einer Professorin oder eines Professors

Der Professorentitel wird in der Anrede im Gegensatz zum Anschriftfeld immer ausgeschrieben, so dass Sie „Sehr geehrter Herr Professor“ oder „Sehr geehrte Frau Professorin“ verwenden können. Die Anrede können Sie zudem durch den jeweiligen Nachnamen ergänzen.

Duzen in der Anrede

Manche Arbeitgeber geben sich ein betont jugendliches und lässiges Image, wozu auch das Duzen in der internen sowie externen Kommunikation gehört. Dementsprechend werden Kandidaten in Stellenanzeigen dann konsequent mit „Du“ angesprochen.

In diesen Fällen ist es erlaubt, diesen Kommunikationsstil in der Anrede einer Bewerbung aufzugreifen, so dass Sie einen Ansprechpartner mit dem Vornamen ansprechen können: „Guten Tag, Max“.

Als allgemeine Anrede bietet sich folgende Formulierung an: „Liebes XYZ-Team“.

Telefonisch beim Arbeitgeber nachfragen, um Ansprechpartner herauszufinden?

In der Bewerbungsliteratur wird oftmals der Vorschlag gemacht, sich telefonisch nach einem konkreten Ansprechpartner zu erkundigen, damit ein Bewerber durch das Telefonat und mit der Angabe des Ansprechpartners im Anschreiben gleich Sympathiepunkte sammeln kann.

In vielen Stellenanzeigen werden häufig schon konkrete Ansprechpartner genannt, an die die Bewerbung gerichtet werden soll. Wenn in einer Stellenanzeige allerdings keine konkreten Ansprechpartner genannt werden, dann hat dies in den meisten Fällen einen simplen Grund: die Bewerbungen gehen durch mehrere Hände beim Arbeitgeber.

Da es für den Arbeitgeber schließlich ein Leichtes wäre, in der Stellenanzeige auch einen konkreten Ansprechpartner anzugeben, dürfte die gehäufte telefonische Nachfrage danach für den Arbeitgeber eher nervig sein und keine Sympathiepunkte bringen.

Wenn Sie sich initiativ bewerben wollen, dann dann ist Ihnen meistens auch kein konkreter Ansprechpartner bekannt. Bei Initiativbewerbungen als Bewerbungsstrategie ist es allerdings sowieso ratsam, den potentiellen Arbeitgeber vorher zu kontaktieren, aber niemals nur deswegen, um einen konkreten Ansprechpartner für die Anrede genannt zu bekommen. 

In einem Telefonat können Sie nämlich weitere wichtige Informationen erhalten, zum Beispiel zum grundsätzlichen Personalbedarf oder zu bevorzugten Bewerberprofilen. Wenn Sie in einem Telefonat ausschließlich nach dem konkreten Ansprechpartner fragen und keine weiteren stellenbezogenen Fragen haben, dann ist ein Telefonat eher zeitraubend und nutzlos.

Sie sollten ein Telefonat beim Arbeitgeber also ein wenig vorbereiten: informieren Sie sich genauer über den Arbeitgeber und über das Aufgabenfeld. Wenn dabei relevante Fragen auftreten, dann können Sie diese in einem Telefonat stellen.

Beim Telefonat stellen Sie sich anfangs kurz fachlich vor und verdeutlichen Ihr Anliegen. Durch so ein Telefonat können sich neben den Namen eines konkreten Ansprechpartners auch weitere Informationen ergeben, auf die Sie dann im Anschreiben eingehen können.

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