Keine Antwort auf Bewerbung: So fragst du richtig nach!

Du hast eine Menge Zeit in deine Bewerbungserstellung investiert. Aber alles was du als Reaktion erhältst, ist eine Eingangsbestätigung – wenn überhaupt. Oftmals bekommst du selbst nach Wochen keine Antwort auf deine Bewerbung vom Arbeitgeber. Es ist zu Haare ausreißen, oder? Leider gehört das Warten auf Rückmeldungen zum Bewerberleben dazu. Wenn du deine Bewerbung nachverfolgen möchtest, ohne unhöflich, nervig oder verzweifelt zu wirken, dann sind die folgenden Tipps genau richtig für dich. Hier geht es direkt zu den Mustern für Nachfassbriefe.

Wichtigste Fakten zur fehlenden Antwort auf Bewerbung
  • Die Gründe für die fehlende Antwort sind vielfältig und haben selten etwas mit dir und deinen Bewerbungsunterlagen zu tun.
  • Deine Nachfrage kannst du etwa zwei bis drei Wochen nach dem Bewerbungsversand bzw. nach dem Ende der Bewerbungsfrist schreiben.
  • Wenn du noch keine Eingangsbestätigung erhalten hast, dann kannst du etwas früher nachfassen: etwa 10 bis 14 Tage nach Bewerbungsversand.
  • Deine Nachfrage kannst du schriftlich per E-Mail oder Brief oder telefonisch stellen.
  • Warte nicht wochenlang ungeduldig auf die Antwort eines Arbeitgebers, sondern gestalte deinen Bewerbungsprozess aktiv.

Inhaltsverzeichnis

Vielfältige Gründe für fehlende Antwort auf deine Bewerbung

Die Gründe für die fehlende Rückmeldung auf deine Bewerbung können sehr vielfältig sein. Die folgenden Gründe treten besonders häufig auf:

  • Ein chaotischer Personalauswahlprozess im Allgemeinen beim Arbeitgeber.
  • Der Arbeitgeber verschickt grundsätzlich keine Eingangsbestätigungen oder Zwischenbescheide, weil sie einen zu hohen Aufwand bedeuten, sondern nur Absagen oder Zusagen bzw. Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.
  • Deine Bewerbung oder die Antwort auf deine Bewerbung ist unterwegs „verloren gegangen“.
  • Die Bewerbungsfrist ist noch nicht verstrichen.
  • Es werden erst alle eingehenden Bewerbungen über Wochen gesammelt, bevor sie überhaupt bearbeitet werden.
  • Es sind sehr viele Bewerbungen eingegangen, sodass die Bearbeitung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und noch andauert.
  • Die zuständige Mitarbeiterin ist erkrankt oder im Urlaub und es erfolgt keine Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen durch andere Mitarbeiter.
  • Eine insgesamt mangelnde Kommunikation und Abstimmung zwischen den einzelnen Mitarbeitern und beteiligten Abteilungen beim Arbeitgeber.
  • Die Bewerbung wurde zwar ein erstes Mal gesichtet, aber dann im normalen Arbeitsalltag „vergessen“.
  • Du gehörst nicht zu den Top-Kandidaten und hast noch keine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, aber man will deine Bewerbung noch als „Reserve“ behalten.
  • Der Arbeitgeber hat mittlerweile die Stelle besetzt und den anderen Bewerber nicht abgesagt.
  • Die Bewerbung war initiativ. Es gibt aber keine geeignete Stelle. Und auf Initiativbewerbungen reagiert der Arbeitgeber generell nicht oder nur verzögert.
  • Die E-Mail-Bewerbung bzw. die Antwort des Arbeitgebers ist sofort im Spamordner gelandet oder wurde versehentlich gelöscht.

Du siehst: es kann sehr viele Gründe für eine fehlende Rückmeldung geben, meistens sind sie organisatorischer Natur. Die Gründe haben also nichts mit dir oder deinen Bewerbungsunterlagen zu tun, denn eine erste schnelle Antwort hätte jeder Bewerber verdient. Ein paar Wochen auf eine Antwort zu warten, ist daher keine Seltenheit. Verliere nicht die Geduld, sondern gehe überlegt und professionell vor.

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Wann bei fehlender Antwort auf Bewerbung nachfragen?

Grundsätzlich gibt es einen Unterschied, ob es sich bei deiner versendeten Bewerbung um eine Reaktivbewerbung oder um eine Initiativbewerbung handelte und ob bei einer Reaktivbewerbung eine Bewerbungsfrist genannt wurde.

Bei einer Bewerbung ohne Bewerbungsfrist kannst du zwei bis drei Wochen nach dem Bewerbungsversand beim Arbeitgeber nachfragen, wenn du seit der Eingangsbestätigung nichts mehr vom Arbeitgeber gehört oder gelesen hast. Bei einer Bewerbung mit Bewerbungsfrist solltest du dagegen selbstverständlich die Bewerbungsfrist abwarten und dann zwei bis drei Wochen bis zum Nachfassen abwarten.

Da die Arbeitgeber ohne vorherigen Kontakt nicht mit einer Initiativbewerbung rechnen, ist keine Antwort auf eine Initiativbewerbung eher die Regel als die Ausnahme. Auch in diesem Fall kannst du nach etwa zwei bis drei Wochen nach dem Bewerbungsversand nachhaken.

Ob du früher oder später nachfragst, hängt allerdings auch von der Art des Jobs ab: je anspruchsvoller die Anforderungen der Stelle sind, desto länger dauert grundsätzlich das Personalauswahlverfahren. So kannst du bei Nebenjobs, Schülerpraktika oder Aushilfsstellen auch etwas eher nachfassen, da diese Stellen schneller besetzt werden.

Wenn die Dringlichkeit deiner Nachfrage hoch ist, weil du bestimmte Informationen weitergeben oder bekommen willst, dann ist unter Umständen ebenso eine frühere Nachfrage möglich.

Falls du also nach etwa zwei bis drei Wochen keine weitere Rückmeldung nach einer Eingangsbestätigung oder einem Zwischenbescheid bekommen hast, dann solltest du den Arbeitgeber nochmals kontaktieren: entweder schriftlich oder telefonisch.

Etwas eher kannst du nachfragen, falls du dagegen noch überhaupt keine Eingangsbestätigung erhalten hast. Dann kannst du sogar schon nach etwa 10 bis 14 Tagen nachhaken.

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Tipps für deine Nachfrage bei fehlender Rückmeldung auf Bewerbung

Überprüfe zuerst immer die Stellenanzeige und die Eingangsbestätigung auf Informationen wie „Bitte rufen Sie nicht an“ oder „Bitte fragen Sie nicht nach“. Wenn Arbeitgeber dir dies raten, dann halte dich daran. Denn nichts ärgert sie mehr als Bewerber, die glauben, dass sie den einfachen Anweisungen nicht folgen müssen.

Das heißt aber auch nicht, dass du als Bewerberin ewig warten musst. Aber gib dem Arbeitgeber immer eine angemessene Zeit zur Antwort auf deine Bewerbung. Es ist nicht sinnvoll, direkt ein paar Tage nach dem Verschicken deiner Bewerbungsunterlagen schon nachzufragen, ob deine Bewerbungsunterlagen angekommen sind und bearbeitet werden. Etwa zwei bis drei Wochen sind eine gute Faustregel.

Außerdem bist du als Bewerber kein Bittsteller, sondern kommunizierst mit dem Arbeitgebern und verantwortlichen Mitarbeitern auf Augenhöhe: beide Seiten haben etwas anzubieten. Dann kann ein Nachfragen eigentlich nie aufdringlich sein. Falls der Arbeitgeber das so empfinden sollte, dann ist das in erster Linie das Problem des jeweiligen Arbeitgebers. Aber nicht deins.

Beim Nachfassen stellt sich die Frage, ob du dem Personaler eine E-Mail oder einen Brief senden oder ihn anrufen solltest. Diese Wahl ist nicht einfach, weil unterschiedliche Personaler unterschiedliche Vorlieben haben können oder weil du dich mit einer Art der Kontaktaufnahme wohler fühlen kannst.

Beachte die folgenden generellen Regeln bei deiner Kontaktaufnahme: egal ob schriftlich oder telefonisch.

#1 Sei freundlich und sachlich

Vielleicht bist du verärgert über die fehlende Rückmeldung auf deine Bewerbung, aber dein Ärger sollte in dieser Bewerbungsphase keine Rolle spielen.

Denn dann hätte der Kontakt einen negativen Unterton, der deine Chancen auf Einstellung nicht gerade verbessern würde.

Sei deshalb freundlich und weise nur sachlich auf die fehlende Antwort hin.

#2 Gib den Kontext an

Gehe immer davon aus, dass die Personaler gerade bei größeren Arbeitgebern sehr viele Bewerbungen gleichzeitig bearbeiten. Sie werden sich nicht an jeden einzelnen Bewerber oder an jede ausgeschriebene Stelle erinnern.

Im gesamten Bewerbungsprozess bist du erst mal nur eine unsichtbare Nummer. Deshalb gib bei jedem Kontakt auch immer einen Stellenbezug an, sodass deutlich wird, worauf du dich überhaupt beziehst.

#3 Zeige Interesse und Enthusiasmus

Wenn du mit dem Arbeitgeber per E-Mail oder Telefon Kontakt aufnimmst und nur eine einfache Nachfrage stellst, dann hinterlässt du damit keinen bleibenden Eindruck.

Der Arbeitgeber will auch nicht einer unter vielen sein. Jedenfalls solltest du ihm dieses Gefühl nicht geben. Daher zeige bei der Kontaktaufnahme auch immer deinen Enthusiasmus für die Stelle und den Arbeitgeber.

Dieser Enthusiasmus sollte natürlich nicht gespielt sein, sondern sich aus deiner positiven Bewertung der Stelle und des Arbeitgebers ergeben.

Du solltest dabei natürlich nicht schleimen oder übertreiben. Aber mache deutlich, dass du die Stelle willst.

#4 Biete einen Mehrwert

Wahrscheinlich hast du schon in deiner Bewerbung alle relevanten Argumente genannt, die für dich sprechen. Aber manchmal dauert der Bewerbungsprozess auch schon so lange, sodass sich neue Sachverhalte (wie zum Beispiel die Beendigung einer Weiterbildung oder ein neu ausgestelltes Arbeitszeugnis) ergeben haben. Diese Informationen sind dann durchaus ein Mehrwert.

Oder dir fällt noch ein beruflicher Sachverhalt ein, auf den du in der Bewerbung nicht eingegangen bist. Zudem kannst du beim Nachfragen durchaus noch einmal deine besten Top-Argumente aus deinem Anschreiben nennen.

Aber auch die ganz normale Information, ab wann du beruflich verfügbar bist, kann schon ein Mehrwert sein.

#5 Frage nicht nach den Gründen für fehlende Antwort

Nur weil du noch nichts von vom Arbeitgeber gehört hast, heißt das nicht, dass du nicht für den Job geeignet bist. Die Gründe für die fehlende Rückmeldung sind – wie oben beschrieben – vielfältig.  

Du solltest in dieser Bewerbungsphase nicht nach den Gründen für die fehlende Antwort fragen. Denn dann würde sich der Kontakt in eine negative Richtung entwickeln.

#6 Fordere konkrete Zusagen ein

Du kannst bei deiner Nachfrage durchaus selbstsicher und auch fordernd auftreten. Denn du musst schließlich deinen eigenen Bewerbungsprozess organisieren und kannst nicht ewig auf eine Rückmeldung warten.

Deshalb fordere möglichst konkrete Zusagen für den weiteren Ablauf ein. Denn mit Aussagen wie „Wir melden uns!“ oder „Wenn Mitarbeiter XY zurück ist, dann wird Ihre Bewerbung bearbeitet.“ bist du genauso schlau wie vorher.

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Keine Antwort auf Bewerbung: Nachfassen per Telefon

Mit einem Telefonanruf wirkst du unter Umständen durchsetzungsfähiger, aber das muss nicht unbedingt schlecht sein. Eine Nachfrage per Telefon hat Vor- und Nachteile.

Vorteile der telefonischen Nachverfolgung

  • Du weißt nach einem Anruf, dass dein Anliegen wenigstens wahrgenommen wurde.
  • Du trittst im Idealfall schnell und direkt mit dem zuständigen Personaler in Kontakt.
  • Der Personaler hört deine Stimme und kann dich noch besser einschätzen.
  • Mit einem Telefonanruf strahlst du Selbstbewusstsein aus.
  • Du kannst anhand der Aussagen besser deine Chancen einschätzen.
  • Du kannst direkt Nachfragen zu Antworten stellen.

Nachteile der telefonischen Nachverfolgung

  • Du kannst dich unwohl fühlen, wenn du das Telefonieren nicht so gerne magst.
  • Du musst dich unter Umständen zur zuständigen Person durchtelefonieren.
  • Du erreichst die zuständige Person nicht.
  • Du hinterlässt einen unprofessionellen oder unsympathischen Eindruck.
  • Der Personaler kann kurz angebunden sein oder von der Nachfrage genervt sein.

Ablauf einer telefonischen Nachfrage

Sofern ein direkter Ansprechpartner schon in der Stellenanzeige genannt wurde oder du ihn recherchiert hast, rufe diesen an.

Wenn du die Kontaktdaten der Bearbeiter deiner Bewerbungsunterlagen nicht kennst, musst du diese recherchieren: Entweder im Internet oder direkt durch einen Anruf beim Arbeitgeber (Telefonzentrale, Sekretär, telefonischer Empfang). Jeder Arbeitgeber hat eine zentrale Telefonnummer. Lasse dich von dort aus an die zuständige Fach- oder Personalabteilung oder an die zuständige Mitarbeiterin weiterleiten.

Wenn du mit dem zuständigen Ansprechpartner verbunden bist, dann sage deinen Namen und für welche Stelle du dich wann und wie beworben hast. Dann sagst du, dass du noch keine Antwort auf deine Bewerbung erhalten hast und du wissen willst, ob deine Bewerbung auch tatsächlich angekommen ist, ob sie schon bearbeitet wurde und wie lange der Bearbeitungsprozess noch dauern wird.

Lasse dir am Telefon deine Ungeduld nicht anmerken; bleibe einfach freundlich und selbstsicher.

Außer der einfachen Nachfrage nach dem Bearbeitungsstand kannst du noch einmal dein großes Interesse an der Stelle kundtun. Und wenn du noch spezielle Fragen hast, dann ist bei diesem Telefongespräch die beste Möglichkeit dazu, zusätzliche Informationen zu erhalten.

Manchmal kommt ein Telefonat zu einem ungelegenen Zeitpunkt. Dann vereinbare einen neuen Gesprächstermin, aber lasse dich bloß nicht komplett abwimmeln.

Die wichtigsten Fakten zum Telefonanruf

  • Recherchiere vorher noch einmal die zuständige Ansprechpartnerin. In den meisten Fällen gibt es dazu Angaben in der Stellenanzeige.
  • Falls du die zuständige Ansprechpartnerin nicht ermitteln kannst, musst du dich beim Arbeitgeber durchfragen.
  • Rufe zu einem geeigneten Zeitpunkt am Vormittag an. So kann dein Anliegen beim Arbeitgeber auch noch am selben Tag nachverfolgt werden.
  • Bleibe immer freundlich und gebe beim Anruf deinen Namen und dein Anliegen (Nachfrage zu einer Bewerbung) an.
  • Sprich in einem normalen Tempo, sodass man dich gut verstehen kann.
  • Wenn du dir unsicher bist, dann bereite ein kurzes Telefonskript vor.
  • Wenn du den zuständigen Ansprechpartner nicht erreichst, dann versuche es nach ein oder zwei Tagen noch einmal.
  • Lasse dir so konkret wie möglich Termine für das weitere Bewerbungsverfahren geben.

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Schriftlicher Nachfassbrief bei fehlender Antwort auf Bewerbung

Wenn du den Arbeitgeber nicht telefonisch kontaktieren kannst oder willst, dann musst du auf eine schriftliche Nachfrage per Brief oder E-Mail zurückgreifen.

Wenn du deine Bewerbung per E-Mail versendet hast, dann ist die Nachfrage per E-Mail die logische Option. Aber du solltest auch bedenken, dass versandtechnische Probleme sich wiederholen könnten, wenn du deine Nachfrage an dieselbe E-Mail-Adresse schickst.

Selbstverständlich kannst du deine Nachfrage auch per Post verschicken. Aber auch hier musst du damit rechnen, dass deine Nachfrage wieder ohne Antwort „versandet“.

Das Schreiben einer E-Mail oder eines Briefes hat Vor- und Nachteile.

Vorteile der schriftlichen Nachverfolgung

  • Die Option ist einfach, da dir durch deine Bewerbung wahrscheinlich auch die E-Mail-Adresse bzw. Post-Adresse schon vorliegt.
  • Du kannst dir ausreichend Zeit für deine Gedanken nehmen.

Nachteile der schriftlichen Nachverfolgung

  • So eine E-Mail-Nachfrage kann als zu informell angesehen werden (gerade bei Führungskräften und Jobs, in denen viel telefoniert wird).
  • Du könntest Fehler in deinem Text übersehen und damit einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen.
  • Deine E-Mail bzw. dein Brief kann mangels Aussagekraft nicht zugeordnet werden.

Tipps zum Inhalt deiner Nachfrage

Schreibe einen aufmerksamkeitsstarken und professionellen Betreff, denn Personaler sind vielbeschäftigt und bekommen viele Nachrichten pro Tag. Der Betreff sollte aussagekräftig genug sein, sodass die Personaler gleich wissen, worum es geht.

Wichtig: Bei E-Mail-Kontakt benötigst du eine seriöse E-Mail-Adresse, die aus deinem Vornamen und Nachnamen bzw. Bestandteilen daraus bestehen sollte. Andernfalls wird deine E-Mail-Adresse nicht als seriös eingestuft oder landet sogar im Spamordner.

Stelle dich durchaus noch einmal vor und erkundige dich nach dem Status deiner Bewerbung bzw. ob deine Bewerbung überhaupt eingegangen ist. Du kannst auch nach den weiteren Schritten im Bewerbungsprozess fragen.

Du musst dich übrigens nicht dafür entschuldigen, dass du nachfragst. Gleichzeitig solltest du den Arbeitgeber aber auch nicht für die (vermeintlichen) Verzögerungen kritisieren oder zu sehr unter Druck setzen. So etwas wird dir bei deinem Vorhaben nicht helfen.

Du kannst zudem auch noch einmal die wichtigsten Punkte deines Bewerbungsschreibens zusammenfassen. Wiederhole einfach ein paar Qualifikationen und dein Top-Argument, warum du so gut zur Stelle passt.

Schließe dein Schreiben höflich ab und bitte um eine Rückmeldung. Gegebenenfalls gibst du auch noch deine Telefonnummer für einen schnellen Kontakt an. Bitte verwende in E-Mails nur einfachen Text und keine Emojis oder Hervorhebungen.

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Muster für Nachfassbriefe bei fehlender Rückmeldung

Bei deiner schriftlichen Nachfrage solltest du schon etwas mehr als eine Zeile schreiben. Denn neben dem Inhalt zeigt auch die Länge des Nachfassbriefs die Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit deines Anliegens.

#1 Nachfassbrief bei fehlender Antwort auf Bewerbung

„Sehr geehrte Frau Müller,

am 20.11. habe ich Ihnen meine Bewerbung für die ausgeschriebene Stelle als Servicemonteurin zugeschickt. Auf diesem Wege möchte ich mein weiteres Interesse an der Stelle ausdrücken und mich nach dem Stand des Bewerbungsverfahrens erkundigen.

Durch meine langjährige Tätigkeit in der Windkraftbranche bringe ich das notwendige technische Know-how mit. An einer Mitarbeit in Ihrem Unternehmen reizen mich sowohl die Möglichkeit von weltweiten Montageeinsätzen als auch die Erweiterung des Aufgabenspektrums.

Bitte teilen Sie mir auch mit, ob Sie weitere Informationen oder Unterlagen benötigen. Ich freue mich auf eine baldige Rückmeldung von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen“

#2 Ein weiteres Beispiel für eine schriftliche Nachfrage

„Sehr geehrte Frau Schmidt,

ich habe mich mit großem Interesse für die Stelle als Export-Sachbearbeiterin am 14.12 beworben. Mit dieser Nachfrage will ich sichergehen, dass Sie meine Bewerbung erhalten haben, da mir bisher keine Rückmeldung von Ihnen vorliegt.

Bitte bestätigen Sie mir den Bewerbungseingang und teilen Sie mir den weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses mit.

Ich bin weiterhin sehr an der Position interessiert und bin sicher, dass ich eine Schlüsselrolle dabei spielen kann, damit Ihr Unternehmen seine unternehmerischen Ziele in der Zukunft erreichen wird. Wenn Sie noch weitere Fragen zu meiner Bewerbung haben, dann rufen Sie mich gerne unter 030/123456 wochentags ab 14 Uhr an.

Ich freue mich darauf, Sie bald persönlich zu treffen und Sie von meiner Eignung zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen“

#3 Weiteres Muster für eine schriftliche Nachfrage

„Sehr geehrte Frau Schulz,

am 30.08. bewarb ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Industriemechaniker in Hannover. Ich habe weiterhin großes Interesse an einer Mitarbeit in Ihrem Unternehmen.

Daher möchte ich mich auf diesem Wege nach dem aktuellen Stand des Entscheidungsprozesses erkundigen, damit ich meine berufliche Zukunft besser planen kann. Ich bitte Sie um eine kurze Antwort.

Mit freundlichen Grüßen“

#4 Schriftliche Nachfrage bei fehlender Rückmeldung

„Sehr geehrte Frau Bauer,

ich habe mich am 15.07 schriftlich bei Ihnen um die Stelle als Verkäufer beworben. Da ich weiterhin großes Interesse an einer Mitarbeit bei Ihnen und bisher noch keine Rückmeldung erhalten habe, erkundige ich mich hiermit nach dem Bearbeitungsstand meiner Bewerbung.

Bitte teilen Sie mir diesen zeitnah mit, damit ich meine weiteren beruflichen Planungen danach ausrichten kann.

Mit freundlichen Grüßen“

Wenn du keine Antwort auf deine Bewerbung bekommst, dann kannst du die vorherigen Beispiele als Anregung für deine schriftliche Nachfrage nutzen.

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Kurze Nachfrage bei fehlender Eingangsbestätigung

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn du als Bewerber wenigstens eine Eingangsbestätigung erhalten würdest. Ein gut organisierter Arbeitgeber verschickt normalerweise Eingangsbestätigungen und Zwischenbescheide.

Bei fehlender Eingangsbestätigung kannst du durchaus nach 10 bis 14 Tagen nachhaken. Berücksichtige bei deinen Überlegungen aber immer auch die normale Postlaufzeit, Wochenenden und Urlaubszeiten. Denn deine Bewerbungsunterlagen müssen auch erst mal beim Arbeitgeber ankommen und bearbeitet werden, bevor du eine Eingangsbestätigung erhalten kannst.

Eine kurze Nachfrage bei fehlender Eingangsbestätigung könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen:

„Sehr geehrte Frau Müller,

da mir die Bewerbung bei Ihrem Unternehmen besonders wichtig ist und ich meinen Bewerbungsprozess optimal gestalten will, bitte ich Sie um eine kurze Eingangsbestätigung meiner Bewerbung als Zahnmedizinische Fachangestellte vom 20.10.

Mit freundlichen Grüßen“

Ein weiteres Beispiel für Nachfrage bei fehlender Eingangsbestätigung:

„Sehr geehrte Frau Schulz,

da mich Ihr Stellenangebot als IT-Leiterin in der FAZ vom 15.04 sehr angesprochen hat, habe ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen am 18.04 per Post zugeschickt. Leider habe ich von Ihnen noch keine Rückmeldung erhalten, ob meine Bewerbungsunterlagen bei Ihnen eingegangen sind. Ich bitte Sie darum, mir den Eingang der Bewerbungsunterlagen kurz zu bestätigen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen“

Wenn du sogar keine Eingangsbestätigung bekommen hast, dann kannst du schriftlich darum bitten. Die obigen Muster dienen dir als Anregung.

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Keine Rückmeldung nach Zwischenbescheid: richtig nachhaken

In einigen Fällen hast du vielleicht auf deine Bewerbung sogar schon einen Zwischenbescheid bekommen, dass deine Bewerbung bearbeitet wird und du dich weiter gedulden sollst.

Aber das heißt noch längst nicht, dass du nun bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf eine weitere Rückantwort warten musst.

Folgendermaßen könntest du deine Nachfrage bei einer fehlenden Rückmeldung nach einem Zwischenbescheid gestalten:

„Sehr geehrte Frau Schmidt,

Ende Mai habe ich mich bei Ihnen um eine Stelle als Kurierfahrerin beworben. Nach dem Zwischenbescheid von vor 6 Wochen habe ich leider keine weitere Nachricht von Ihnen erhalten.

In dem Zwischenbescheid baten Sie um Geduld, die ich auch gerne aufbringe. Allerdings will ich meine berufliche Zukunft planen und befürchte mittlerweile, dass eine Antwort Ihrerseits auf dem Postweg verloren gegangen sein könnte.

Gerne arbeite ich bei Ihnen als Kurierfahrerin. Ich bitte Sie deshalb darum, mir kurzfristig den Stand der Bearbeitung und den weiteren zeitlichen Ablauf mitzuteilen.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen“

Ein weiteres Beispiel für einen Nachfassbrief nach fehlender Antwort nach einem Zwischenbescheid:

„Sehr geehrte Frau Schulz,

am 14.08. habe ich mich bei Ihnen als Sekretärin beworben. Leider habe ich nach der Eingangsbestätigung von vor 7 Wochen keine weitere Nachricht von Ihnen erhalten.

Mittlerweile neigen sich zwei weitere Bewerbungsprozesse dem Ende entgegen, bei denen es so aussieht, als wenn eine Zusammenarbeit bald vereinbart werden kann. Ich bin an Ihrer Stelle weiterhin sehr interessiert und frage Sie hiermit, welchen Zeitrahmen Sie sich für den weiteren Bewerbungsprozess gesteckt haben?

Ich bitte Sie um eine baldige Antwort. Ich stehe Ihnen für weitere Informationen und ein Vorstellungsgespräch gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen“

Nach einem Zwischenbescheid lassen einige Arbeitgeber wochenlang nichts von sich hören. Auch dann hast du das Recht zu gegebener Zeit nach dem Bearbeitungsstand deiner Bewerbung zu fragen.

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Unnötige Gedanken über Gründe der fehlenden Antwort vermeiden

Du hast den Bewerberprozess beim Arbeitgeber nicht in der Hand, aber du kannst deinen eigenen Bewerbungsprozess aktiv gestalten. Es bringt dir auf alle Fälle wenig, intensiv darüber zu grübeln, warum sich der Arbeitgeber seit X Tagen, Wochen oder Monaten nicht gemeldet hat. Wie schon weiter oben berichtet, sind die Gründe für die fehlende Rückmeldung häufig organisatorischer Natur, an denen du selbst nichts ändern kannst.

Daher konzentriere dich immer darauf, was du selbst beeinflussen kannst. Denn genauso wenig wie der Arbeitgeber nur einen einzigen Bewerber prüft, solltest du als Bewerberin nicht alle Karten auf einen einzigen Arbeitgeber setzen.

Deshalb ist es wichtig, dass du nicht wie gebannt auf eine Reaktion des Arbeitgebers wartest, sondern deine Aktivitäten im Rahmen des Bewerbungsprozesses fortführst:

  • Recherchiere nach geeigneten Stellenangeboten
  • Schreibe und verbessere deine Bewerbungsunterlagen
  • Bereite dich auf Vorstellungsgespräche vor
  • Nimm Kontakt mit Arbeitgebern auf
  • Analysiere und verbessere deinen Bewerbungsprozess

Erinnere dich auch mal an die Vergangenheit, als sich deine Ängste über eine fehlende Rückmeldung als völlig unbegründet erwiesen haben. Außerdem kann eine fehlende Rückmeldung auch durchaus positive Gründe haben. Denn solange du noch keine Absage erhalten hast, hast du noch Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

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Keine Antwort auf Bewerbung: Wichtigste Antworten

Sollte ich bei einer Bewerbung nachfassen?

Ein gut durchdachtes Nachfassen erhöht deine Chancen für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Denn mit einer schriftlichen oder telefonischen Nachfrage hast du noch einen weiteren Kontaktpunkt zum Arbeitgeber, um auf deine Bewerbung aufmerksam zu machen. Du zeigst damit dein weiteres großes Interesse an der Stelle.

Und wenn du eine negative Antwort bekommst, dann musst du dir keine weiteren unnötigen Gedanken machen. In den meisten Fällen bekommst du aber die Antwort, dass die Bewerbung noch bearbeitet wird und eine Entscheidung noch aussteht. Mit so einer Antwort weißt du aber dann, dass deine Bewerbung noch im Rennen ist.

Wann sollte ich bei fehlender Rückmeldung auf Bewerbung nachfragen?

In der Regel kannst du nach etwa zwei bis drei Wochen (entweder nach Bewerbungsversand oder nach Ende der Bewerbungsfrist) nachfragen, wie der Bearbeitungsstand deiner Bewerbung ist. Falls du aber auch noch keine (automatische) Eingangsbestätigung erhalten hast, kannst du auch früher nachfassen: nach etwa 10 bis 14 Tagen.

Überprüfe noch einmal die Stellenanzeige nach Informationen zu Bewerbungsfristen und Bewerbungsablauf. Denn es ergibt keinen Sinn, vor dem Ende der Bewerbungsfrist nach dem Bearbeitungsstand zu fragen. Und selbst wenn die Bewerbungsfrist schon abgelaufen ist, brauchen Personaler für die Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen ausreichend Zeit.

Mit wem soll ich bei fehlender Antwort auf Bewerbung Kontakt aufnehmen?

Wenn deine Bewerbung nicht an eine bestimmte Person gerichtet war, dann musst du die zuständige Ansprechpartnerin recherchieren. Wenn du dagegen den zuständigen Ansprechpartner schon kennst, dann kontaktierst du diesen. In den meisten Fällen nimmst du diejenige Ansprechpartnerin, die in der Stellenanzeige genannt ist.

Wie sollte ich nachfragen, wenn keine Antwort auf Bewerbung?

In den meisten Fällen kannst du per E-Mail nachfassen. Aber auch der Versand per Post ist eine Option. Wenn du den Kontakt per Telefon wählst, dann kannst du direkt Nachfragen zu Antworten des Arbeitgebers stellen. Alle Kommunikationswege haben Vorteile und Nachteile.

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Zum guten Schluss

Viele Bewerber sitzen wie auf heißen Kohlen und warten auf eine Rückmeldung des Arbeitgebers, nachdem sie eine Bewerbung verschickt haben.

Nur: es vergehen Tage, aus Tagen werden Wochen, und immer noch keine Reaktion in Form einer Eingangsbestätigung, einer Einladung zum Vorstellungsgespräch, einer Bewerbungszusage oder einer Bewerbungsabsage.

Wenn aus Wochen sogar Monate zu werden drohen, spätestens dann musst du als Bewerber aktiv werden und den Kontakt zum Arbeitgeber herstellen.

Seien wir ehrlich: Warten ist der qualvollste Teil der Jobsuche. Viele Bewerber neigen dazu, nach Gründen zu suchen, warum der Arbeitgeber sich noch nicht zurückgemeldet hat. Die Gründe sind meistens organisatorischer Natur und liegen nicht an dir.

Wenn du die Wartezeit jedoch produktiv nutzen und du dein weiteres Interesse zeigen möchtest, dann ist Nachfassen eine ausgezeichnete Idee.

Viel Erfolg bei deiner Jobsuche! Schreibe gerne einen Kommentar zu diesem Artikel, wenn du noch weitere Fragen hast. Hier erhältst du garantiert eine Antwort.

Bei Fragen bitte kommentieren!

Noch Fragen?

Wenn du noch Fragen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Als Alternative kannst du auch im Bewerbungsforum einen Beitrag verfassen. Viel Erfolg beim Bewerben!

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