Jobangebot ablehnen: Muster für professionellen Eindruck

Du hast viel Zeit und Mühen in deine Bewerbungsunterlagen investiert und wurdest in Vorstellungsgesprächen so richtig durch die Mangel genommen: plötzlich liegt ein Jobangebot auf dem Tisch oder im E-Mail-Postfach. Und weil du so gut qualifiziert bist, folgen bald darauf Jobangebot 2 und Jobangebot 3. Jetzt musst du dich entscheiden: ein Jobangebot annehmen und die anderen Jobangebote ablehnen. In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Jobzusage am besten ablehnst und formulierst. Hier geht es direkt zu den Mustern.

Vielzahl von Gründen für eigene Jobabsage

Selbst wenn du aktuell nur eine Jobangebot vorliegen hast, willst du aus den verschiedensten Gründen nicht jede Jobzusage annehmen.

So kannst du beispielsweise zum Schluss kommen, dass deine Berufserfahrungen, Qualifikationen und Fähigkeiten gar nicht so perfekt zum Aufgabenfeld der Stelle passen. Oder der Arbeitgeber hat dich in einem Vorstellungsgespräch nicht überzeugt. Oder du lehnst ein Jobangebot wegen eines zu niedrigen Gehalts oder anderer nicht optimaler Arbeitsbedingungen ab.

Oder deine berufliche oder private Situation hat sich so geändert, dass du dein Job gar nicht mehr wechseln bzw. auf ein passenderes Jobangebot warten willst. Manchmal ist es auch nur dein Bauchgefühl, welches dir zu einer Absage rät.

Die Liste an Gründen ist lang. Du hast dich letztendlich für eine Jobabsage entschieden. Das ist deine ganz persönliche Entscheidung. Wichtig: Du musst deine Entscheidung dem Arbeitgeber mitteilen. Wie du die Absage formulierst, erfährst du in den nächsten Kapiteln.

Jobangebot absagen: 6 wichtige Bausteine für professionellen Eindruck

Bedenke immer, dass du mit deiner Jobentscheidung falsch liegen könntest und es dir beim Arbeitgeber, dessen Jobangebot du annimmst, im Laufe der Zeit doch nicht so gefällt wie gedacht. Dann kannst du unter Umständen später auf den Arbeitgeber zurückkommen, dessen Jobangebot du abgelehnt hast. Dafür muss er dich aber in guter Erinnerung behalten haben.

Wenn du dich in der beneidenswerten Lage befindest, ein Jobangebot ablehnen zu können, musst du also schlau sein. Reiße daher keine Brücken zum Arbeitgeber ein, dessen Jobangebot du ablehnen willst. Folgendermaßen gehst du bei einer schriftlichen Jobabsage per E-Mail oder Brief am besten vor.

#1 Jobangebot so schnell wie möglich ablehnen

Du kennst die Situation vielleicht selbst: du wartest und wartest und bekommst keine Rückmeldung vom Arbeitgeber. Und diese Ungewissheit kann dich zermürben.

Genauso geht es dem Arbeitgeber auch: wenn du deine Zusage oder Absage zu lange hinauszögerst, dann ist das unhöflich und verlängert den Einstellungsprozess für den Arbeitgeber.

Denn nach deiner Absage muss der Arbeitgeber schließlich andere Bewerber kontaktieren, um ihnen einen Jobangebot zu unterbreiten. Je länger du deine Absage hinauszögerst, desto größer ist der Aufwand für den Arbeitgeber und schlechter ist der Eindruck, den du hinterlässt.

#2 Danksagung für Jobangebot übermitteln

Dankbarkeit ist das wichtigste Gefühl, das du bei der Ablehnung des Jobangebots vermitteln solltest. Die Personaler haben sich mit deiner Bewerbung auseinandergesetzt, sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet und es ausgewertet sowie eine Analyse der Bewerber durchgeführt. Ergo: der Arbeitgeber hat viel Zeit investiert.

Es sollte für dich eine Ehre sein, ein Jobangebot zu erhalten. Wenn du es absagen musst, dann zeige deinen Dank klar und deutlich.

#3 Etwas Positives formulieren

Wenn du ein Jobangebot erhältst, dann konntest du in einem Vorstellungsgespräch auch viel über die Stelle und den Arbeitgeber erfahren.

Gib dem Arbeitgeber in deinem Absageschreiben daher auch ein wenig Feedback darüber, was dir gefallen hat. Denn über Feedback freuen sich Arbeitgeber genauso wie Bewerber.

Wenn du der Meinung bist, dass die Stelle und der Arbeitgeber auch grundsätzlich zu dir passen würden, dann kommuniziere das so in deinem Absageschreiben. Man sieht sich schließlich immer mindestens zweimal im Leben.

#4 Begründung für Jobabsage angeben

Natürlich bist du nicht dazu verpflichtet, deine Entscheidung näher zu begründen. Du brauchst keine Kritikpunkte angeben, warum du dich gegen einen Arbeitgeber entschieden hast. In den meisten Fällen handelt es sich ja auch nicht um eine Entscheidung gegen einen Arbeitgeber, sondern um eine Entscheidung für einen anderen Arbeitgeber.

Du kannst aber durchaus Gründe nennen, ohne zu langatmige Formulierungen zu verwenden. Du kannst dabei ins Detail gehen oder die Begründung eher allgemein halten.

So könntest du beispielsweise schreiben, dass du das Jobangebot eines anderen Arbeitgebers angenommen hast oder dass das Jobangebot nicht deinen beruflichen Erwartungen für die Zukunft entspricht.

Falls es persönliche Gründe für deine Stellenabsage gibt, dann kannst du in deiner Jobabsage auch allgemein „aus persönlichen Gründen“ formulieren.

#5 Gute Wünsche für weitere Mitarbeitersuche

Wenn du am Ende deiner Jobabsage noch viel Erfolg bei der weiteren Mitarbeitersuche wünscht, rundest du damit deine freundliche Kommunikation ab und hinterlässt einen professionellen Eindruck.

Denke auch immer daran, dass die angeschriebenen Ansprechpartner schon in ein paar Monaten bei einem anderen Arbeitgeber für die Personalgewinnung verantwortlich sein könnten. Und wenn du dich dort mal bewirbst…

#6 Bewerberdaten löschen oder für weitere Jobangebote behalten

Abschließend kannst du um Rücksendung deiner Bewerbungsunterlagen und um Löschung deiner Bewerberdaten bitten, wenn du kein Interesse mehr an diesem Arbeitgeber hast.

Falls dir dagegen nur die angebotene Stelle nicht zusagt, aber du für weitere Jobangebote bei diesem Arbeitgeber offen bist, dann kannst du dies so formulieren und um Aufnahme in die Bewerberdatenbank bitten.

Muster für Ablehnung eines Jobangebots

Die Absage eines Jobangebots könntest du zum Beispiel folgendermaßen formulieren:

„Sehr geehrte Frau Müller,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 26.11. und das Angebot, als Marketingreferentin bei Ihnen zu arbeiten. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Obwohl dieses Jobangebot und die Zusammenarbeit mit dem XY-Team eine große berufliche Chance für mich wäre, habe ich mich dazu entschlossen, ein anderes Jobangebot anzunehmen. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass ich Ihr Jobangebot ablehnen muss.

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, Ihre Zeit und Ihre Bemühungen, mir im Bewerbungsprozess zu helfen und meine Fragen zu beantworten. Ihren gesamten Bewerbungsprozess empfand ich als sehr transparent, fair und gut strukturiert. Außerdem habe ich die angenehme und professionelle Gesprächsatmosphäre mit Ihnen und Ihren Kollegen sehr genossen.

Nochmals vielen Dank für Ihr Jobangebot und baldigen Erfolg bei der weiteren Mitarbeitersuche. Ich hoffe, dass wir uns in der Zukunft noch einmal beruflich treffen.

Mit freundlichen Grüßen“

Weiteres Beispiel für Jobangebot ablehnen

Eine weitere Vorlage für ein professionelles Absageschreiben:

„Sehr geehrte Frau Bauer,

besten Dank für Ihr Jobangebot vom 15.03., worüber ich mich sehr freue. Das abwechslungsreiche Aufgabengebiet der Stelle und die Unternehmensphilosophie haben mich sehr beeindruckt, sodass ich gerne eine Mitarbeiterin Ihres Unternehmens wäre. 

Hiermit teile ich Ihnen allerdings mit, dass ich mich aus persönlichen Gründen für einen anderen Arbeitgeber entschieden habe und Ihr Jobangebot schweren Herzens leider absagen muss. Ich bitte Sie um Ihr Verständnis.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Besetzung der Stelle und bitte Sie zudem um Rücksendung meiner Bewerbungsmappe und um Löschung meiner Bewerberdaten. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen“

Muster für Jobangebot absagen wegen Gehalt

Wenn du das Jobangebot wegen zu geringem Gehalt ablehnen willst, dann kannst du dich an folgendem Muster orientieren:

„Sehr geehrte Frau Schmidt,

ich bedanke mich noch einmal recht herzlich bei Ihnen für das Vorstellungsgespräch am 15.09. in angenehmer und konstruktiver Atmosphäre und Ihr Jobangebot vom 27.09.

Ich kann mich sehr gut für die zu besetzende Stelle und Ihr Unternehmen begeistern. Denn das Aufgabenfeld entspricht 100 % meinen Qualifikationen und Berufserfahrungen. Außerdem ist Ihr Unternehmen sehr innovativ und mitarbeiterfreundlich.

Allerdings spiegelt das mit der Jobzusage verbundene Gehaltsangebot meine hohen Qualifikationen und langjährigen Berufserfahrungen nicht wider. Daher teile ich Ihnen zu meinem großen Bedauern mit, dass ich das vorliegende Jobangebot wegen des Gehalts nicht annehmen werde.

Ich bedanke mich nochmals sehr für Ihr Vertrauen und wünsche Ihnen bei der weiteren Mitarbeitersuche viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen“

Schlussgedanken über die Ablehnung eines Jobangebots

Als Bewerber weißt du selbst nur zu genau, was Absagen sind. Du willst sie eigentlich nicht haben, aber wenn doch, dann möglichst zeitnah und aussagekräftig. Halte dich bei deiner Ablehnung eines Jobangebots an deine eigenen Anforderungen.

Außerdem musst du immer bedenken, dass der abgelehnte Arbeitgeber von heute dein Arbeitgeber von morgen sein könnte. Hast du noch Fragen? Dann schreibe gerne einen Kommentar im Bewerbungsforum oder unter diesem Artikel.

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Noch Fragen?

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