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Inhalt des Anschreibens: Die beste Werbung für sich sind Fakten

Ein Anschreiben kann durchaus auch als Werbung in schriftlicher Form angesehen werden, die dem "Verkaufen" der eigenen Qualifikationen, Stärken und Berufserfahrungen dient. Der Bewerber ist dabei der Anbieter der Leistung bzw. des Produktes. Obwohl ein Produkt viele positive Eigenschaften haben kann, werden in der Werbung natürlich nur die stärksten Argumente hervorgehoben, und meistens mit einem Nutzen für den Käufer dargestellt. Die Nachteile oder Schwächen werden in der Werbung dagegen nie thematisiert. Denn es soll das Interesse geweckt werden, sich mit dem Produkt näher auseinanderzusetzen. Ihr Produkt ist Ihr Leistungsangebot aus Fachwissen, praktischen Erfahrungen, Qualifikationen und Stärken. Diese machen Sie dem Arbeitgeber so schmackhaft wie möglich, damit Ihre Bewerbung positiv aus der Masse der Bewerber hervorsticht.


Als besonders erfolgreich hat es sich dabei in der Bewerbungsphase erwiesen, nicht gleich mit dem Schreiben der Anschreiben und der Gestaltung der Bewerbungsunterlagen zu beginnen, sondern eine gewissenhafte Vorbereitung zu betreiben. Zur Vorbereitung auf die eigentliche Bewerbungs-Erstellung gehört unter anderem das Nachdenken über folgende vier Punkte:

  1. der berufliche Werdegang mit den erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen
  2. die persönlichen und fachlichen Stärken
  3. die gegenwärtige allgemeine und persönliche Situation auf dem Arbeitsmarkt
  4. die beruflichen Wünsche und Ziele

Zu diesen übergeordneten Punkten gehören dann einzelne Fragen wie beispielsweise:

  • Ist mein bisheriger beruflicher Werdegang eher nach Plan oder eher nach Zufall verlaufen? Möchte ich daran etwas ändern?
  • Welche beruflichen Erfolge habe ich bisher erreicht?
  • Welche beruflichen Ziele konnte ich bisher noch nicht erreichen?
  • Welche beruflichen Misserfolge haben meinen bisherigen Werdegang geprägt?
  • Warum möchte ich gegenwärtig den Job wechseln, mit welchen Dingen bin ich unzufrieden?
  • Mit welchen Dingen bin ich zufrieden, welche Dinge sollten auch in zukünftigen Jobs eine wichtige Rolle spielen?
  • Was muss alles erfüllt sein, damit ich mich beruflich wohlfühle?
  • Welche beruflichen Ziele strebe ich in den nächsten drei, fünf oder zehn Jahren an?
  • Welche besonderen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten zeichnen mich besonders aus?
  • Worin liegen meine persönlichen und fachlichen Stärken und Schwächen?
  • Welche fachlichen Defizite möchte ich kurz-, mittel- und langfristig ausgleichen?
  • Komme ich gut mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden aus? Welche Veränderungen im persönlichen Kontakt könnte ich anstreben?
  • Mit welchen beruflichen Schwierigkeiten rechne ich zukünftig in meiner Branche?
  • Möchte ich eine längere Berufspause einlegen oder sogar den Beruf wechseln oder andere einschneidende berufliche Änderungen anstreben?

Als reflektierter Bewerber denken Sie über solche und ähnliche Fragen im Rahmen des Bewerbungsprozesses nach. Die gewonnenen Antworten helfen Ihnen dabei, das Anschreiben zielgerichteter und individueller zu gestalten. Im Folgenden finden Sie ausführliche Anleitungen, mit denen Sie strukturiert Fragen über Ihre Persönlichkeit bearbeiten können (Links öffnen sich in einem neuen Browser-Fenster):

  • Wertvorstellungen finden und entwickeln: Zur Zielformulierung und Zielerreichung ist es enorm wichtig, die eigenen Wertvorstellungen zu kennen. Denn erst dann, wenn Sie wissen, welche Werte Ihnen wichtig sind, können Sie auch Entscheidungen treffen. In dieser Übung können Sie sich mit den eigenen Wertvorstellungen auseinandersetzen.
  • Analyse der eigenen Stärken und Kompetenzen: Mit einer Stärkenanalyse erhalten Sie einen Überblick über Ihre Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen. So räumen Sie Selbstzweifel und irrationale Ängste aus und kommen zu einer realistischen Selbsteinschätzung, die Sie selbstbewusst und zielorientierter macht.
  • Wer bin ich und was will ich?: Eine Standortanalyse ist Voraussetzung, um den eigenen Kompass auszurichten und beruflich und persönliche bekannte und neue Wege zu bestreiten. In dieser Anleitung beschäftigen Sie sich mit Ihren Bedürfnissen, Ihrer Persönlichkeit und Ihren Zielen.
  • Wie Sie mit einer Selbstanalyse wichtige Ziele für die Zukunft finden: Auch dieser Artikel beschäftigt sich mit Ansätzen, wie Sie über sich selbst nachdenken können. Über eine Ist-Analyse "Wo stehe ich gerade?" geht es zur Zukunftsfrage "Wo geht's hin?" Viele Anregungen, wie Sie sich konstruktiv mit sich selbst auseinandersetzen.
  • Zehn Tipps für die erfolgreiche Gestaltung Ihres (Arbeits-)Alltags: Hier finden Sie zehn Tipps, mit denen Sie Ihr Zeitmanagement im Alltag sinnvoll organisieren und Störquellen beseitigen, um Ihre beruflichen und privaten Ziele und Wünsche konsequent zu erreichen.
  • Probleme analysieren, Entscheidungen treffen: Mit der SWOT-Analyse aus dem Managementbereich haben Sie ein Werkzeug zur Situationsanalyse und Entscheidungsfindung von jeglicher Art von Problemstellungen in der Hand. Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken analysieren.

Beim Durchlesen des Anschreibens muss für den Personalverantwortlichen letztendlich sofort klar sein, Sie unbedingt zum Vorstellungsgespräch, Einstellungstest bzw. Assessment-Center einladen zu wollen, um Sie näher kennenzulernen. Dafür reicht es allerdings nicht aus, nur Ihre Gedanken schnell niederzuschreiben und das Anschreiben nach kurzer Korrektur sofort zu verschicken. Vielmehr müssen Sie sich vor dem Verschriftlichen erst mal über Ihre Persönlichkeit Gedanken machen. Und das Erarbeiten des Anschreibens selbst sollte ein tagelanger Prozess sein, bei dem Sie Formulierungen immer wieder miteinander abwägen, die Prägnanz Ihrer Aussagen überprüfen und andere Meinungen zu Ihrem Anschreiben einholen.

Weitere Informationen zum Anschreiben


 
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