Kurzlebenslauf bzw. Kurzvita in der Bewerbungsmappe

Wenn Sie von einem Arbeitgeber aufgefordert werden, einen Kurzlebenslauf zu verschicken, dann ist die Intention eindeutig: Sie müssen Ihre Lebenslaufdaten auf die wichtigsten Informationen beschränken und auf eine Seite (üblicherweise im DIN-A4-Format) komprimieren.

Ein mehrseitiger Lebenslauf ist als Kurzlebenslauf nicht angebracht. Wenn von Ihnen eine Kurzbewerbung gefordert ist, dann können Sie neben einem ausführlichen „normalen“ Anschreiben einen Kurzlebenslauf verschicken. Ein Kurzlebenslauf enthält in der Regel kein Bewerbungsfoto. Hier erfahren Sie, wie ein Kurzlebenslauf gestaltet werden muss.

So erfolgt die Gestaltung des Kurzlebenslaufs

Synonyme Begriffe für „Kurzlebenslauf“ sind zum Beispiel:

  • Kurzvita,
  • Steckbrief,
  • Kurzbiographie oder
  • Kurzprofil

Diese Begrifflichkeiten können Sie dann unter Umständen auch als Überschrift für das entsprechende Bewerbungsdokument nutzen. In Form einer Kurzbiographie kann der Kurzlebenslauf auch ausformuliert erfolgen; in den anderen Fällen ist die Tabellenform zu bevorzugen. Es besteht zudem die Möglichkeit, einen kurzen Lebenslauf in einem Bewerbungsflyer für eine Blindbewerbung anzugeben.

Der große Unterschied zwischen einem Kurzlebenslauf und einem „normalen“ Lebenslauf in tabellarischer oder ausführlicher Form besteht also in erster Linie in der Länge. Die Länge ist allerdings durch den Inhalt vorgegeben, so dass die Lebenslaufinhalte bei einem Kurzlebenslauf auch anders ausgewählt und gewichtet werden. Es ist nicht sinnvoll, zur Erstellung eines Kurzlebenslaufs nur einfach die Schriftgröße des „normalen“ tabellarischen Lebenslaufs zu verringern.

Der Kurzlebenslauf wird von Arbeitgebern aus den unterschiedlichsten Beweggründen angefordert. Bei einer Kurzbewerbung, Initiativbewerbung oder Spontanbewerbung ist das Versenden eines Kurzlebenslaufs sinnvoll, weil die vollständigen Bewerbungsunterlagen bei Bedarf nachgefordert werden.

Aber auch für einen weiterführenden Schulbesuch, für Castings, für einen Nebenjob oder für Weiterbildungsanbieter werden Kurzlebensläufe benötigt. Achten Sie immer darauf, dass Ihre wichtigsten Informationen und Argumente auf dem Kurzlebenslauf erscheinen. Ihr „normaler“ tabellarischer Lebenslauf ist dabei immer die Ausgangsbasis.

Wichtige Tipps für den Kurzlebenslauf

Persönliche Daten

Sie können alle persönlichen Angaben, die der Diskriminierung dienen könnten, in einem Kurzlebenslauf erst recht weglassen. Dazu gehören die Angabe von Religion, Familienstand, Kinderanzahl, Staatsangehörigkeit, Eltern und Geschwister. In einigen Fällen ist die Angabe vom Geburtsdatum sinnvoll. In einem Kurzlebenslauf interessieren in den meisten Fällen aber nur Ihr Zuname, Ihr Nachname und Ihre Kontaktdaten. Diese reduzierten persönlichen Angaben können Sie auch in einer Kopfzeile angeben.

Bildungsweg

Ihr höchster Bildungsabschluss ist vor allem relevant. Wenn Sie eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, dann können Sie auf die Angabe von Schuldaten verzichten. In einem Kurzlebenslauf schreiben Sie stattdessen nur Ihren jeweiligen Ausbildungs- oder Studienabschluss mit den wichtigsten Fakten. Auf langatmige Angabe von Zeiträumen verzichten Sie. Alternativ können Sie als Berufserfahrener auch nur einfach Ihre Berufsbezeichnung angeben.

Berufliche Praxis

Sie sollten Ihre beruflichen Stationen mit Bedacht auswählen. In der Regel können Sie Ihre aktuellsten Beschäftigungsverhältnisse angeben, wenn Sie im Beruf bleiben und ähnliche Aufgaben wie zuletzt übernehmen wollen.

Beschränken Sie sich dabei entweder auf zwei oder drei berufliche Stationen, die Sie etwas ausführlicher darstellen, oder auf die Angabe von mehreren beruflichen Stationen, die außer dem Zeitraum, der Stellenbezeichnung und dem Arbeitgeber keine weiteren Informationen enthalten.

Falls Sie als Umsteiger auf länger zurückliegende relevante Erfahrungen und Stationen verweisen wollen, dann müssen Sie nicht starr chronologisch vorgehen.

Kenntnisse und Fähigkeiten

In dieser Rubrik können Sie Kenntnisse und Fähigkeiten angeben, die Sie nebenberuflich bzw. on-the-job erworben haben. Angaben wie Hobbys und Interessen entfallen aber. Gerade wenn Sie Berufseinsteiger oder Quereinsteiger sind, dann ist diese Rubrik wichtig, um Ihre fachlichen Kompetenzen darzustellen.

Im anglo-amerikanischen Raum ist es sogar üblich, dass diese Rubrik quasi als Zusammenfassung der wichtigsten Qualifikationen, Erfahrungen und Stärken direkt am Anfang des Kurzlebenslaufs platziert wird. Wir empfehlen diese Vorgehensweise auch.

Weitere Tipps für Ihren Kurzlebenslauf

Bei der Erstellung eines Kurzlebenslaufs müssen Sie nicht jede unwichtige Information und jede berufliche Station aufnehmen. Sie sind der Gestalter Ihres Lebenslaufs und können über die Inhalte selbst entscheiden. Am wichtigsten ist es, dass Ihre Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen zur Geltung kommen.

Deshalb können Sie durchaus mit Schlagworten arbeiten und länger zurückliegende berufliche Stationen zusammenfassen oder gar weglassen. Sie dürfen auf keinen Fall den Fehler machen, alle Informationen eines mehrseitigen Lebenslaufs auf einen einseitigen Lebenslauf darstellen zu wollen. Dann würde der Kurzlebenslauf seinen Zweck nicht erfüllen.

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