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Kurzbewerbung: nicht nur kurz, sondern überzeugend

Manchmal fordern die Arbeitgeber eine Kurzbewerbung von Bewerbern, besonders bei Nebenjobs, Praktika, Aushilfsstellen, internen Stellen oder generell befristeten Stellen. Eine Kurzbewerbung besteht üblicherweise aus Anschreiben und Lebenslauf (gegebenenfalls mit Bewerbungsfoto), ohne ein Bewerbungsdeckblatt, ohne Arbeitszeugnisse sowie sonstige Nachweise und ohne eine Bewerbungsmappe. Wenn Sie vor der Frage "Wie schreibe ich eine Kurzbewerbung?" stehen, dann bekommen Sie in diesem Artikel die notwendigen Informationen.


Hier finden Sie ein Muster für eine Kurzbewerbung.
Eine Kurzbewerbung besteht aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf (eventuell mit Bewerbungsfoto). Eine Kurzbewerbung bedeutet normalerweise nicht, dass das Anschreiben besonders kurz sein muss! Diesen Fehler machen leider viele Bewerber. Dieses Muster zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Anschreiben für eine Kurzbewerbung individuell und aussagekräftig gestalten können.

Was müssen Sie bei einer Kurzbewerbung beachten?

  • Eine Kurzbewerbung heißt dabei nicht, dass das Anschreiben besonders kurz gestaltet werden soll. Leider sind viele Bewerber diesem Trugschluss erlegen. Sie erstellen dagegen das Anschreiben wie für eine "normale" Bewerbung. Allerdings können Sie Ihren Lebenslauf durchaus kürzen und als Kurzlebenslauf verschicken.
  • Für das Versenden Ihres Anschreibens und Ihres Lebenslaufes verwenden Sie einen C4-Umschlag, so dass Sie Ihre Bewerbungsdokumente nicht knicken müssen. Sie brauchen dabei Ihre Bewerbungsdokumente nicht mit Büroklammern verbinden. Bei einer Kurzbewerbung ist darüber hinaus das Mitsenden einer Bewerbungsmappe unüblich.
  • Wenn Ihre Kurzbewerbung überzeugt hat, werden Sie entweder direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen oder dazu aufgefordert, Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen nachzureichen. Im Prinzip heißt das, dass Sie dann vor allem Arbeitszeugnisse, Nachweise über Bildungsabschlüsse und sonstige Nachweise über Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse an den Arbeitgeber verschicken.
  • Falls Sie bei der Kurzbewerbung nur einen Kurzlebenslauf beigelegt haben, händigen Sie mit den vollständigen Bewerbungsunterlagen auch einen ungekürzten Lebenslauf aus. Wenn Sie nach einer Kurzbewerbung direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, dann nehmen Sie selbstverständlich Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit.
  • Für die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen Sie nicht noch einmal ein komplett anderes Anschreiben erstellen, nur damit es sich vom Anschreiben der Kurzbewerbung unterscheidet. Entweder schicken Sie noch einmal dasselbe Anschreiben wie bei der Kurzbewerbung oder Sie verweisen in einem kurzen Anschreiben als Begleitschreiben noch einmal auf die vorherige Kurzbewerbung.
  • Ein Bewerbungsfoto ist bei einer Kurzbewerbung kein Muss. Aber immer wenn Sie denken, mit Ihrem Bewerbungsfoto Pluspunkte sammeln zu können (zum Beispiel um Ihre Persönlichkeit zu zeigen), sollten Sie ein Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf befestigen.
  • Bei einer Online-Kurzbewerbung per E-Mail fertigen Sie Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf wie für jede andere Kurzbewerbung auch an, bevor Sie daraus dann zwei separate PDF-Dateien erstellen, die Sie im Anhang mitsenden. Im E-Mail-Text schreiben Sie dann kurz einen begleitenden Hinweis auf die Anhänge. Daher brauchen Sie das Anschreiben nicht noch einmal im Textfeld der E-Mail senden.

Kurzbewerbung: Anschreiben überzeugend gestalten

Das Anschreiben einer Kurzbewerbung entspricht vom Inhalt und Aufbau genau dem Anschreiben einer "normalen" Bewerbung. Denn schließlich wollen Sie den Arbeitgeber im Anschreiben mit Argumenten überzeugen. Je mehr Argumente Sie im Anschreiben aufführen, die für Ihre Eignung sprechen, desto wahrscheinlicher ist auch ein Interesse vom Arbeitgeber an Ihrer Person. Es geht bei einer Kurzbewerbung also nicht darum, ein möglichst kurzes Anschreiben zu gestalten. Wenn Sie mit Ihrer Kurzbewerbung Interesse beim Arbeitgeber geweckt haben, dann werden Sie oftmals sogar gebeten, vollständige bzw. ausführliche Bewerbungsunterlagen zuzuschicken.

Folgende Tipps sollten Sie beim Anschreiben Ihrer Kurzbewerbung beachten, damit es überzeugend wird:

  • Im Anschreiben nicht noch einmal den Lebenslauf ausformulieren: Leider machen viele Bewerber den Fehler, im Anschreiben ihren Lebenslauf zu wiederholen, indem sie vor allem den beruflichen Werdegang noch einmal schriftlich nacherzählen. Aber das ist falsch! Im Anschreiben haben Sie stattdessen die Möglichkeit, sich auf die wichtigsten Argumente für Ihre Eignung zu konzentrieren: Ihr wichtiges Fachwissen, Ihre letzte Berufserfahrung, Ihre besten Stärken und der Nutzen Ihrer Arbeit für den Arbeitgeber.
  • Mit der Einleitung überzeugen und Aufmerksamkeit gewinnen: Wenn Sie sich Ihre bisherigen Einleitungssätze anschauen, dann werden diese zu den floskelhaften und allgemeinen Bewerbungseinleitungen gehören, so wie sie fast jeder Bewerber verwendet. Verzichten Sie in der Einleitung Ihrer Kurzbewerbung auf Floskeln wie "Hiermit bewerbe ich mich." oder "Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen." Wenn Sie überzeugende und individuelle Einleitungssätze schreiben, dann wird Ihre komplette Kurzbewerbung auch aufmerksam vom Personalverantwortlichen gelesen.
  • Beste Argumente zuerst nennen: In einem Anschreiben haben Sie nicht viel Platz; etwa eine dreiviertel DIN-A4-Seite müssen für den Inhalt reichen. Deshalb vergeuden Sie keinen Platz für unnötige Floskeln und Ausschweifungen. Gerade in einer Kurzbewerbung möchte der Arbeitgeber schnell Fakten über Ihre Eignung lesen, übersichtlich aufbereitet. Andernfalls hätte der Arbeitgeber schließlich keine Kurzbewerbung angefordert.
  • Ich-Sätze vermeiden: Die inhaltliche Eindimensionalität von Anschreiben resultiert häufig aus der wiederholten Verwendung von Ich-Sätzen ("Ich habe", "Ich bin", "Ich kann" usw.). Damit formulieren Sie als Bewerber aber nur einseitige Hauptsätze, ohne zu argumentieren. Als Alternative bietet es sich an, anstelle von Ich-Sätzen das Possessivpronomen "mein" zu verwenden. So vermeiden Sie in Ihrem Anschreiben auch den gehäuften Gebrauch von Hilfsverben (sein, haben, werden) und Modalverben (wollen, müssen, mögen, dürfen, sollen, können).
  • Vorteile für den Arbeitgeber betonen: Beschreiben Sie in Ihrem Anschreiben nicht nur Ihr Können, Ihre Leistungen und Ihre Stärken, sondern stellen Sie eine Verbindung zum daraus resultierenden Nutzen für den Arbeitgeber her. Denn es sollte für den Arbeitgeber einen Unterschied machen, ob dieser Sie oder einen x-beliebigen anderen Bewerber einstellt. Welche Probleme und Aufgaben können Sie mit Ihren Stärken, Berufserfahrungen und Qualifikationen besonders gut lösen - und vor allem wie? Welchen Nutzen hat Ihre Arbeit für den Arbeitgeber? Oder Sie stellen den Nutzen anhand harter und nachvollziehbarer Fakten dar, den Sie in der Vergangenheit Ihren Arbeitgebern gebracht haben.
  • Bloße Aufzählungen vermeiden: In vielen Anschreiben reihen Bewerber ihre Stärken und Kenntnisse in Aufzählungen lieblos aneinander. Oftmals sind diese Stärken und Kenntnisse dann auch noch sehr allgemein gehalten, so dass es keine Unterscheidungskraft zu anderen Bewerbern gibt. Solche allgemeinen Aufzählungen lauten dann beispielsweise: "Ich bin motiviert, teamfähig und flexibel." Mit einem Verzicht auf Ich-Sätze können Sie solche allgemeinen Aufzählungen oftmals schon vermeiden. Konzentrieren Sie sich im Anschreiben gerade auf solche Stärken und Kenntnisse, über die Sie auch wirklich verfügen und die Sie von anderen Bewerbern unterscheiden. Vor allem die Darstellung von Stärken sollte am besten immer an Beispielen erfolgen, was Sie bei der täglichen Arbeit damit erreichen wollen oder schon erreicht haben.
  • Den Personaler direkt ansprechen: Wenn Sie schon in der Anrede Ihres Anschreibens einen konkreten Ansprechpartner nennen, dann können Sie ihn auch im weiteren Verlauf öfter mit den Anredepronomen "Sie" und "Ihr" ansprechen. So bauen Sie eine Beziehung zum Personaler auf und verleihen dem Anschreiben eine persönliche Note.

Kurzlebenslauf gestalten: kurz und knackig, einseitig und dennoch vollständig

Ein Kurzlebenslauf ist bei einer Kurzbewerbung zwar kein Muss, aber schon bei der Erstellung eines Kurzlebenslaufes konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen Argumente, die Ihre Eignung für die Anforderungen hervorheben. Insofern ist die Kurzlebenslauf-Erstellung auch immer eine gute Übung, um auf das Wesentliche zurückzukommen. Ein Kurzlebenslauf heißt nämlich nicht, dass Sie alle Informationen aus einem zwei-, drei- oder gar vierseitigen Lebenslauf nun auf eine einzige Seite pressen sollten. Es ist vielmehr wichtig, die wesentlichen Informationen auszuwählen und überzeugend darzustellen.

Die Auswahl der notwendigen Informationen erfolgt immer im Hinblick auf die Anforderungen der Stelle, für die die Kurzbewerbung geschrieben wird. Üblicherweise gibt es vier Hauptrubriken in einem vollständigen Lebenslauf: "Persönliche Daten", "Bildung", "Berufliche Praxis" sowie "Kenntnisse und Fähigkeiten". In einem Kurzlebenslauf ist dagegen Vollständigkeit nicht das wichtigste Ziel. Während die Angaben aus der Rubrik "Persönliche Daten" auch in einem Kurzlebenslauf angegeben werden, sollten Sie sich bei den Bildungsdaten auf Ihre höchsten Schul- und Ausbildungs- bzw. Studienabschlüsse konzentrieren. Je weniger Berufserfahrung Sie haben, desto ausführlicher können Sie allerdings Ihre Bildungsangaben darstellen: Abschlussnote, Notenspiegel, Schwerpunktfächer, Prüfungsfächer, Lieblingsfächer, Themen von Abschlussarbeiten usw.

Bei der Schilderung Ihrer Berufserfahrungen können Sie in einem Kurzlebenslauf auf eine starre Befolgung der Chronologie verzichten. So bietet es sich an, vor allem Ihre letzte bzw. aktuelle berufliche Station ausführlicher mit der Angabe von Tätigkeiten und Erfolgen darzustellen, wenn sie einen Beschäftigungszeitraum von ein paar Monaten überschreitet. Wichtiger als die Aufzählung jeder beruflichen Station ist es vielmehr, Ihre Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen darzustellen. Dabei können Sie in einem Kurzlebenslauf durchaus mit Schlagworten arbeiten. Länger zurückliegende berufliche Stationen können Sie in einem Kurzlebenslauf daher zusammenfassen oder komplett weglassen; wichtiger sind tatsächlich Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten.

Weitere Informationen zum Bewerbung schreiben


 
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