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Ausbildung Technischer Zeichner & Technische Zeichnerin

Unsere Gesellschaft lebt von neuen Ideen; ständig werden neue technische Entwicklungen, Produkte und Anlagen vorgestellt, die ein Problem noch besser lösen. Im Entwicklungsprozess ist es notwendig, technische Zeichnungen anzufertigen. So werden die ersten vagen Vorstellungen und Gedanken zu Produkten und Anlagen dokumentiert, die Ideen auf ihre technische Umsetzbarkeit überprüft und schlussendlich für die Konstruktion und die anschließende Verwendung festgehalten. Eine technische Zeichnung ist die Bauanleitung, die auch das kleinste Detail berücksichtigt. Die dafür spezialisierten Fachkräfte durchlaufen eine entsprechende Ausbildung zum Technischen Zeichner bzw. zur Technischen Zeichnerin.

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre; im dritten Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung in einer der fünf Fachrichtungen: Elektrotechnik, Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Holztechnik, Maschinen- und Anlagentechnik sowie Stahl- und Metallbautechnik. Arbeitgeber für Technische Zeichner sind Ingenieur- und Konstruktionsbüros, aber auch die Entwickler und Hersteller von den entsprechenden Produkten.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Technischer Zeichner bzw. Technische Zeichnerin

Eine Ausbildung zum Technischen Zeichner erfolgt durch Ausbildung in den Bereichen des Zeichnens, der Darstellenden Geometrie und moderner rechnergestützter Verfahren. Technische Zeichner erstellen entweder selbständig oder nach Angaben und Entwürfen eines Konstrukteurs maß- und normgerechte Detail- und Zusammenbauzeichnungen. Diese Zeichnungen dienen als Fertigungsunterlagen für die Fertigung von Teilen im Betrieb oder den Zusammenbau von Teilen in der Montage.

Grundlage für das technische Zeichnen sind Konventionen, das heißt ein Regelwerk, wie bestimmte technische Funktionen und Eigenschaften in einer abstrakten Zeichnung detailgerecht festgehalten werden können. Das Lernen und Umsetzen dieser Konventionen sind Bestandteil der Ausbildung. So erlernen Technische Zeichner in den ersten Jahren die Grundlagen der beschreibenden und abstrahierenden Zeichnung. Diese Konventionen sind wichtig, denn die Zeichnungen dienen nicht nur dem Festhalten der Details für sich selbst, sondern auch in großem Maße der Reproduzierbarkeit. Jemand, der ein Produkt oder eine Idee nicht kennt, muss aus der reinen Zeichnung auf Funktion und Gestalt schließen können. Das ist die tägliche berufliche Herausforderung der Technischen Zeichner.

Es versteht sich von selbst, dass eine sorgfältige und disziplinierte Arbeitsweise sowie eine saubere Ausführung des Zeichnens vorhanden sein müssen. Technische Zeichnungen dienen zur Grundlage von Berechnungen, zur Planung sowie auch zur Fertigung von Produkten und Maschinen, zur Montage oder aber auch zum Bau von Gebäuden. Geringe Abweichungen von den Berechnungen und Planungen können später in der Realität verheerende Folgen haben. Mit Hilfe der technischen Zeichnungen werden alle Planungsstadien von Projekten kontrolliert, Fehler korrigiert oder aber simuliert.

Der Technische Zeichner ist im Alltag in alle Formen von Projekten mit eingebunden, die er mit seinen Zeichnungen plant und unterstützt, sogar erst möglich macht. Viele Projekte, vor allem im Maschinenbau, aber auch in allen anderen Bereichen, sind nur möglich, wenn detaillierte Schätzungen über die Machbarkeit zugrunde liegen. Dies erfolgt heute durch Simulation anhand von Zeichnungen. Dabei werden neben traditionellen Handzeichnungen für erste Ideen und Planungen heute vor allem Computer eingesetzt. Moderne technische Zeichnungen basieren auf der Anwendung von multimediagestützten Computerprogrammen wie CAD, was computerunterstütztes Zeichnen ermöglicht.

Der Umgang mit Stift und Papier ist daher heute zunehmend dem Umgang mit PCs und speziellen CAD-Programmen gewichen. Ein sicherer Umgang mit den neuen elektronischen Medien einerseits, aber auch den speziellen CAD-Programmen andererseits ist unabdingbar. CAD-Programme gibt es als 2D-Programme, bei denen man genauso zeichnet wie auf einem Blatt Papier am Reißbrett. Aber auch 3D-Programme werden immer häufiger eingesetzt. Dabei wird ein Volumenmodell erstellt, das man sich dann von allen Seiten anschauen kann. Das virtuelle Modellieren bedingt aber ein tieferes Verständnis der konstruktiven Rahmenbedingungen sowie das Erlernen eines 3D-CAD-Programmes.

Nachfolgend werden die fünf Fachrichtungen, in denen man die Ausbildung zum Technischen Zeichner bzw. zur Technischen Zeichnerin absolvieren kann, kurz vorgestellt.

Elektrotechnik: In der Elektrotechnik planen und zeichnen Technische Zeichner Schaltpläne und Montagepläne für Elektrogeräte, Elektroanlagen oder Kommunikationstechnik.

Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik: Hauptaufgaben sind Planung und Zeichnung von Heizungsanlagen, Belüftungsanlagen und Rohrleitungsplänen für den Sanitärbereich.

Holztechnik: Technische Zeichner in der Holztechnik konstruieren beispielsweise Möbel, Fenster, Türen und Dachkonstruktionen aus Holz. Der Naturwerkstoff Holz stellt spezielle Anforderungen an Bearbeitung, Verarbeitung und Konstruktion; dabei unterscheiden sich auch schon die einzelnen Holzarten voneinander.

Maschinen- und Anlagentechnik: Im Maschinen- und Anlagenbau muss beispielsweise eine neu zu entwickelnde und zu bauende Maschine in allen Einzelteilen gezeichnet. Eine Zusammenstellung aller Einzelteilzeichnungen zeigt die komplette Maschine, wie sie später fertig aussieht. Um diese Maschine bauen zu können, werden für die Fertigung auch Stücklisten erstellt, aus denen ersichtlich wird, wie viel Material benötigt wird.

Stahl- und Metallbautechnik: Technische Zeichner können in dieser Fachrichtung die verschiedensten Aufgaben haben. Es kann um die Planung von Stahltreppen, Stahlzäunen oder auch Stahlgestellen für verschiedene Einsätze gehen.

Allgemeines Anforderungsprofil als Technischer Zeichner bzw. Technische Zeichnerin

Man muss nicht künstlerisch begabt sein, um den Beruf als Technischer Zeichner ausüben zu können. Sicher ist ein sicherer Umgang mit Stift und Papier eine gute Voraussetzung. Aber im Gegensatz zum künstlerischen Zeichnen sollen Technische Zeichner hier nicht der eigenen Kreativität ihren freien Lauf lassen, sondern anhand von festgelegten Zeichenschritten komplexe Strukturen plangerecht darstellen. Zu viel Phantasie ist hier daher eher hinderlich. Dennoch sind ein gutes Auge, räumliches Vorstellungsvermögen und Abstraktion wichtige Voraussetzungen für diesen Berufszweig. Aber im Gegensatz zu künstlerischem Zeichnen lässt sich technisches Zeichnen durchaus erlernen, da es bestimmten Konventionen folgt.

Viel wichtiger ist aber noch ein Vermögen, Dinge zu beschreiben und relationsgenau in Zeichnungen festzuhalten. Erst wenn Technische Zeichner ein Objekt innerlich erfassen und beschreiben können, sind sie in der Lage, dieses auch in eine abstrahierte Form zu überführen. Diese Abstraktionsmöglichkeit ist sicher die wichtigste Eigenschaft des technischen Zeichnens, aber auch die anspruchsvollste. Ein räumliches Vorstellungsvermögen muss bei Technischen Zeichnern gut ausgeprägt sein. So sollten Bewerber Interesse an Technik besitzen und technische Zusammenhänge leicht erkennen können.

Sie müssen in der Lage sein, sich das gezeichnete Teil vorstellen zu können, um eventuell alle wichtigen Dinge schon bei der Planung berücksichtigen zu können. Zum anderen sollten Technischer Zeichner Kenntnisse in Physik, und Mathematik haben. Fachliches Interesse für die speziellen Anforderungen der jeweiligen Fachrichtung erleichtert den Einstieg und das berufliche Fortkommen.

Weiterbildung als Technischer Zeichner bzw. Technische Zeichnerin

Die beruflichen Anforderungen ändern sich auch gerade für Technische Zeichner ständig, so dass Weiterbildungen unabdingbar sind, um Arbeitslosigkeit möglichst zu vermeiden und auch berufliche Aufstiegschancen wahrnehmen zu können. So entwickeln sich die CAD-Programme in ihrer Komplexität schnell weiter, so dass man mit speziellen CAD-Weiterbildungen, zum Beispiel als CAD-Fachkraft, nicht den Anschluss an diese Entwicklungen verliert. Weitere Weiterbildungen sind zum Beispiel diejenigen zum Technischen Fachwirt bzw. zur Technischen Fachwirtin, zum Konstrukteur bzw. zur Konstrukteurin oder zum Techniker bzw. zur Technikerin in der bevorzugten Fachrichtung.

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