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Absage nach Vorstellungsgespräch: So geht es weiter!

Bewerbungsabsagen gehören zum Bewerberalltag dazu. Besonders bitter sind Absagen für viele Bewerber, wenn sie nach einem (subjektiv als gut empfundenen) Vorstellungsgespräch und damit kurz vor dem Ziel erfolgen. Aber aus jeder Absage können Sie als Bewerber obendrein lernen, indem Sie das gesamte Bewerbungsverfahren bei einem Arbeitgeber noch einmal analysieren, vor allem den Ablauf des Vorstellungsgespräches. Darüber hinaus können Sie ein Dankesschreiben verschicken und gegebenenfalls die Absagegründe telefonisch erfragen. Manchmal wollen Sie nach einem Vorstellungsgespräch aber dem Arbeitgeber auch selbst absagen, weil dieser Sie nicht überzeugt hat.


Typische Muster für Absagen nach dem Vorstellungsgespräch

Wenn Sie eine Zusage erhalten, dann ist die Freude riesengroß; bei einer Absage naturgemäß nicht. Leider sind Arbeitgeber in den Bewerbungsabsagen nicht besonders auskunftsfreudig und halten sie eher allgemein, ohne Nennung von Gründen. Die Arbeitgeber bekommen recht viele Bewerbungen auf eine Stelle, so würden individuelle Absagen einen hohen Arbeitsaufwand erfordern, zumal das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz viele Arbeitgeber von der Nennung konkreter Absagegründe abschreckt. Allgemeine Absageschreiben nach einem Vorstellungsgespräch sehen dann beispielsweise oft folgendermaßen aus:

"Sehr geehrte Frau Müller,

wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserem Ausbildungsplatz. Leider können wir Ihnen diesen Ausbildungsplatz nicht anbieten, da wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen"

Ein weiteres Absageschreiben:

"Sehr geehrte Frau Müller,

wir bedanken uns noch mal recht herzlich für Ihr Interesse an unseren Unternehmen und die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

Bei der Besetzung der ausgeschriebenen Stelle haben wir uns jedoch anderweitig entschieden. Für den Fall, dass wir wieder eine für Sie interessante Stelle ausschreiben, würden wir uns über Ihre erneute Bewerbung von Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüßen"

Ein weiteres Absageschreiben:

"Sehr geehrte Frau Müller,

für Ihre Bewerbung als vom 15.04 danken wir Ihnen sehr. Nach sorgfältiger und mehrmaliger Durchsicht Ihrer Bewerbungsunterlagen haben wir uns jedoch entschlossen, Ihre Bewerbung nicht in Anspruch zu nehmen.

Es würde zu weit führen, unsere Entscheidung an dieser Stelle im Einzelnen zu begründen. Sie können aber versichert sein, dass der endgültige Entschluss erst nach sorgfältiger Prüfung Ihrer und unserer Belange erfolgt ist.

Die uns zur Verfügung gestellten Bewerbungsunterlagen senden wir Ihnen zu unserer Entlastung als Anlage zurück.

Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre Bemühungen und wünschen Ihnen für Ihre berufliche Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen"


Checkliste Vorstellungsgespräch

Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Punkte zum Vorstellungsgespräch:

  • Organisatorische Vorbereitung
    • Bestätigung der Einladung
    • Optische Erscheinung
    • Anreise
    • Unterlagen
  • Inhaltliche Vorbereitung
  • Im Gespräch
  • Nachbereitung


Download der Checkliste für das Vorstellungsgespräch als PDF-Dokument.


Warten Sie nicht ungeduldig wochenlang auf Ihre Absage oder Zusage

Nach dem Vorstellungsgespräch beginnt für die Bewerber die Zeit des Wartens und Bangens. Manchmal haben Sie als Bewerber ein gutes, manchmal ein schlechtes Gefühl bezüglich Ihrer Leistung im Vorstellungsgespräch und Ihrer Einstellungschancen. Nach einem Vorstellungsgespräch sitzen Sie häufig wie auf heißen Kohlen, denn Sie wissen nicht genau, wann sich der Arbeitgeber bei Ihnen melden wird. Am Ende des Vorstellungsgespräches werden meistens sehr vage Aussagen von den Personalverantwortlichen getätigt: "Wir melden uns in etwa zwei Wochen." oder "Nachdem wir noch andere Bewerber getestet haben, werden wir uns entscheiden."


Bei solchen vagen Aussagen sollten Sie am besten direkt noch einmal konkreter nachfragen, wie das weitere Bewerbungsverfahren aussieht, wie viele Bewerber insgesamt eingeladen wurden, wie viele Personen mitentscheiden und ob Ihnen nicht ein exakter Zeitpunkt für eine Rückmeldung genannt werden könnte. Mit solchen aussagekräftigen Informationen könnten Sie nämlich den weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens besser abschätzen. Bedenken Sie außerdem: In der Regel bekommen Sie eine Zusage oder Absage zu einem späteren Zeitpunkt als vom Arbeitgeber vorher avisiert.

In der Zwischenzeit sollten Sie nicht wie gespannt auf eine Rückmeldung warten, sondern sich weiter aktiv um eine neue Stelle bewerben und Ihren beruflichen sowie privaten Verpflichtungen nachgehen. Wenn Sie für Ablenkung sorgen, auch mal entspannen können, dann schwirrt der Gedanke an eine Absage oder Zusage nicht ständig in Ihrem Kopf herum. Aber das ist natürlich nicht so einfach, wenn Sie unter Zeitdruck stehen (wegen anderen Jobangeboten oder Kündigungsfristen) oder existenzielle Sorgen mit einer Entscheidung verbunden sind. Versuchen Sie es trotzdem mit Ablenkung.

Dankesschreiben und telefonisch nach den Gründen für die Absage fragen

Auch wenn Sie jetzt wochenlang, vielleicht sogar monatelang, auf eine Rückmeldung gewartet haben, sollten Sie die Absage nach einem Vorstellungsgespräch erst mal sacken lassen und nicht mit Gefühlen der Enttäuschung oder sogar Wut den Arbeitgeber kontaktieren. Am besten schlafen Sie eine Nacht über die Absage, dann können Sie immer noch entscheiden, ob und wie Sie auf die Absage reagieren oder nicht.

Die Gründe für eine Absage können sehr vielfältig sein, in den meisten Fällen hat eine Absage nichts mit Ihrer grundsätzlichen fachlichen und persönlichen Eignung zu tun. Denn Sie müssen bedenken: Auf eine Stellen kommen oftmals Dutzende von Bewerbern, so dass Details, die dann auch noch subjektiv von Arbeitgeberseite bewertet werden, den Ausschlag für oder gegen einen Bewerber geben.

Nach einer Absage nach einem Vorstellungsgespräch haben Sie grundsätzlich noch zwei Möglichkeiten, um mit dem Arbeitgeber in Kontakt zu bleiben:

  • Dankesschreiben: Sie brauchen sich natürlich nicht für die Absage an sich bedanken, aber Sie können sich in einem Dankesschreiben per E-Mail für das gesamte Bewerbungsverfahren, das Interesse an Ihrer Person und für individuelle Punkte bedanken, die Ihnen beim Arbeitgeber gefallen haben. Außerdem können Sie in so einem Dankesschreiben nach einer Absage mitteilen, ob Ihre Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt werden sollen und ob der Arbeitgeber bei weiteren offenen Stellen gerne auf Sie zukommen darf. So bleiben Sie zumindest positiv in Erinnerung, und wer weiß, vielleicht springt die Wunschkandidatin ab und der Ersatzkandidat erweist sich als fachlich nicht ausreichend geeignet, so dass der Arbeitgeber Sie manchmal schneller als gedacht wieder kontaktiert.
  • Absagegründe telefonisch erfragen: Wenn Sie nach kurzer Überlegung zum Schluss gekommen sind, beim Arbeitgeber nach den genauen Absagegründe zu fragen, dann sollten Sie dies am besten telefonisch erledigen, denn so bekommen Sie ein direktes Feedback. Allerdings wird man Ihnen selten die genauen Gründe für eine Absage nennen wollen, weil sich die Personalverantwortlichen gerne hinter dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz "verstecken". Deshalb fragen Sie in einem Telefonat auch nicht direkt nach den Absagegründen, sondern Sie fragen, was Sie aus Sicht des Personalverantwortlichen bei einer Bewerbung oder in einem Vorstellungsgespräch besser machen könnten bzw. wo der Personalverantwortliche unabhängig von der Eignung für die Stelle fachliche und persönliche Verbesserungspotentiale sieht. Manchmal bekommen Sie hilfreiche Tipps. Falls Sie allerdings keine konkreten Vorschläge bekommen, dann können Sie daran nichts ändern. Bleiben Sie aber trotzdem freundlich und bedanken Sie sich.

Arbeitgeber absagen - Bewerbung zurückziehen

Im Normalfall bewerben Sie sich im Bewerbungsprozess bei verschiedenen Arbeitgebern gleichzeitig, so dass Sie auch mehrere Vorstellungsgespräche führen und sogar mehrere Zusagen bekommen können. Dann müssen Sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden und den anderen Arbeitgebern absagen. Es kann darüber hinaus auch vorkommen, dass Ihnen das in einem Vorstellungsgespräch vorgestellte Aufgabengebiet oder der Arbeitgeber an sich nicht gefallen, so dass Sie dort gar nicht mehr arbeiten wollen. Auch in einem solchen Fall sollten Sie schnell aktiv werden und Ihre Bewerbung zurückziehen. Folgendermaßen könnte Ihr Absageschreiben an einen Arbeitgeber aussehen:

"Sehr geehrte Frau Müller,

ich bedanke mich recht herzlich für das freundliche und informative Vorstellungsgespräch mit Ihnen und Ihren Kollegen sowie für das mir unterbreitete Vertragsangebot. Über das von Ihnen mir entgegengebrachte Vertrauen freue ich mich sehr.

Allerdings muss ich Ihnen mitteilen, dass ich mich mittlerweile für ein anderes Stellenangebot entschieden habe, so dass ich Ihr Vertragsangebot nicht wahrnehmen möchte.

Ich bitte um die Rücksendung meiner Bewerbungsunterlagen und wünsche Ihnen bei der Stellenbesetzung viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen"

Weitere Informationen zum Vorstellungsgespräch


 
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