Bewerbung Drogistin – Muster und Tipps

Obwohl die persönliche Beratung im Einzelhandel immer weiter zurückgedrängt wird, sind Drogerien immer noch ein Ort für das informative Gespräch, besonders auch zu den beratungsintensiven Produkten. Deshalb haben Drogisten in Verbindung mit kaufmännischen Kenntnissen immer noch ein interessantes Betätigungsfeld. So beraten Drogisten beispielsweise über die Inhaltsstoffe einer Gesichtscreme, über die Wirkung von Fleckenmitteln oder über Anwendungsbereiche von Erkältungssalben.

Muster für eine Bewerbung als Drogistin.
Die Arbeit als Drogistin ist unter Bewerbern sehr beliebt. Deshalb müssen die Bewerbungsunterlagen top sein. Anhand dieser Bewerbung sehen Sie, wie Sie auch als gelernte Kauffrau im Einzelhandel Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse für den Job als Drogistin einbringen können.

Musterbewerbungen als Drogistin im Forum

Muster für eine Bewerbung als Drogistin

“Sehr geehrte Frau Müller,

als wachstumsstarkes und mitarbeiterfreundliches Unternehmen bieten Sie engagierten Fachkräften eine interessante berufliche Perspektive. Als ausgebildete Kauffrau im Einzelhandel möchte ich gerne Teil Ihres Filial-Teams werden. Denn bei meinen Besuchen Ihrer Filialen erlebe ich stets eine angenehme Einkaufsatmosphäre sowie hilfsbereites und kompetentes Personal.

Mein Interesse für Kosmetik und Gesundheitspflege ist stark ausgeprägt. So beschäftige ich mich gerne mit einzelnen Inhaltsstoffen. Da ich selbst eine Frau bin, die gerne neue Kosmetikprodukte ausprobiert, habe ich bereits einen ersten Eindruck über die verschiedenen Waren in Ihren Regalen bekommen, möchte jedoch noch mehr darüber lernen.

Beste Voraussetzungen für die Tätigkeit als Drogistin bringe ich durch meine guten Kenntnisse in Deutsch und Biologie mit. Außerdem besitze ich gute Mathematikkenntnisse und habe Spaß am Umgang mit Zahlen. So werde ich Ihre Kunden sachgerecht beraten können. Denn die individuelle Beratung unterschiedlichster Kunden ist mir sehr wichtig und bereitet mir große Freude. Dabei lege ich großen Wert darauf, gut über die Ware und deren Eigenschaften informiert zu sein. Höfliche Umgangsformen, ein gepflegtes Äußeres und natürlich ein freundliches Lächeln auf den Lippen sind bei der Kundenberatung für mich eine Selbstverständlichkeit.

Aufgrund meiner Berufserfahrung als Kauffrau im Einzelhandel bringe ich neben der Kundenberatung auch vielfältige Kenntnisse in der Warenpräsentation, in der Kassentätigkeit und in der Reinigung und Pflege mit.

Seit meiner Kindheit habe ich eine Hörbehinderung, die mir dank moderner Technik keinerlei Probleme bereiten, mich mit anderen zu verständigen. Im Falle einer Einstellung ist es möglich, großzügige Eingliederungszuschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit zu beantragen.

In mir finden sie eine zuverlässige Mitarbeiterin als Drogistin, die Spaß am Umgang mit Menschen und Freude an fordernden Tätigkeiten hat. Wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat, freue ich mich über eine Einladung zum persönlichen Gespräch. Ebenfalls stehe ich Ihnen für eine Probearbeit, bei dem ich Sie von meinem Potential überzeugen möchte, jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen”

Da der Drogerie-Einzelhandel expandiert und durchaus gute Arbeitsbedingungen bietet, ist die Anzahl der Bewerber auf eine Stelle als Drogistin bzw. Drogist sehr hoch. Daher müssen Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen überzeugen. Dass die Bewerbungsunterlagen vollständig, sauber und formell richtig aufbereitet werden, ist eine Mindestvoraussetzung. Vielmehr kommt es vor allem auf Ihre Argumentation an.

Tipps fürs Bewerbung schreiben

Job als Drogistin bzw. Drogist

Drogist ist einer der ältesten Berufe, die den Bereichen Körperpflege, Gesundheit und Hygiene zuzuordnen sind. Der klassische Drogist war oder ist ein selbstständiger Kaufmann, stand im eigenen Laden hinter der Theke, mischte Kräuter zu Heiltees, verkaufte apothekenfreie Heilmittel, rührte Cremes und Pflegemittel an und beriet seine Kundschaft in Sachen häuslicher Hygiene. Auch belichtete Filme konnte man beim Drogisten entwickeln lassen: Die Fotoabteilung gehört bis heute zu fast jeder Drogerie. Ein Drogist der alten Schule war oft Hygieneberater, Fotograf und “kleiner Apotheker” in Personalunion. Heute gibt es kaum noch eigenständige Drogerien, die meisten gehören zu Drogeriemarktketten oder sind in den Einzelhandel integriert. Anders als früher sind viele Drogisten heute Frauen. Die Ausbildung zum Drogist bzw. zur Drogistin dauert drei Jahre.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Drogist bzw. Drogistin

Trotz der zunehmenden Anonymisierung in der Einkaufswelt hat sich gerade die Drogerie, selbst als Filiale einer Kette, als “kleine Apotheke”, Ort der persönlichen Beratung und des informativen Gesprächs erhalten können. So berät ein Drogist über die richtige Haarpflege ebenso wie über wirksame Fleckenmittel, Anwendungsbereiche von Erkältungssalben oder das geeignete Hühneraugenmittel. Eine Auswahl an Kaffee und Lebensmitteln, Säften und Spirituosen, Geschenkartikeln und Kerzen gehört heute ebenfalls zu fast jeder Drogerie dazu.

Gute Sachkenntnisse im pharmazeutischen Bereich sowie ständige Weiterbildung über die Fortschritte in der Kosmetik- und Reinigungsmittelindustrie sind für eine erfolgreiche Ausübung des Berufs unerlässlich. Gerade ältere Kunden wissen kompetente und freundliche Beratung bei der Fülle an Angeboten im Bereich Gesundheit und Körperpflege zu schätzen, ebenso junge Mütter, deren erster Weg nach der Geburt eines Kindes meist zu Windeln, Babypuder und Fertignahrung in der Drogerie führt. Nicht zu vergessen ist der sensible Bereich mechanischer und rezeptfreier chemischer Verhütungsmittel, die ebenfalls in der Drogerie angeboten werden. Manch ein Teenager traut sich in dieser heiklen Angelegenheit eher in eine Drogerie als in eine strenger wirkende Apotheke. Hier bei der Beratung Fingerspitzengefühl zu zeigen, zeichnet einen kompetenten Drogisten aus.

Wegen des guten Fachwissens bei kosmetischen Produkten spezialisieren sich einige Drogisten, besonders häufig Frauen, ganz auf den Bereich der Schönheitspflege und wechseln in die Kosmetikbranche, nicht selten mit einer Zusatzausbildung als Kosmetikerin im eigenen Kosmetikstudio. Auch in Parfümerien und Parfümerieabteilungen der Kaufhäuser finden Drogisten, die sich gerne mit Duft- und Toilettenwassern befassen, interessante Aufgaben. Ein gepflegtes Äußeres ist dabei das Aushängeschild eines der Schönheit und Pflege verpflichteten Drogisten. Tätigkeiten als Kosmetikberater oder Vertriebspartner von Pflegelinien können ebenfalls von Drogisten ausgeübt werden.

Wer sich mehr für den medizinischen Aspekt dieses vielseitigen Berufs interessiert, kann in die pharmazeutische Industrie wechseln, wo immer wieder tüchtige und motivierte Drogisten, etwa im Versuchslabor, gesucht werden. Auch als Pharmareferenten sind Drogisten nach entsprechender Weiterbildung erfolgreich im Einsatz, bringen Sie doch im Idealfall für diesen eine starke Kommunikationsfähigkeit voraussetzenden Beruf neben Sachkenntnis die richtigen persönlichen Bedingungen mit: Freundlichkeit und die Fähigkeit, überzeugend zu beraten.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld für Drogisten ist die Arbeit im Bereich Fotografie. Traditionell hatten oder haben selbstständige Drogerien eine ins Geschäft integrierte Fotoabteilung mit kleinem Aufnahmestudio für Passfotos und einer Auswahl an Filmen und Kameras. Selbst in Drogerieketten gibt es bis heute zumindest einen Annahme-Service für Fotoarbeiten sowie eine Auswahl verschiedener Kleinbild- und Diafilme. Drogisten, die auf diesem Gebiet ihre Sachkenntnisse vertiefen, können in Fotolaboren, Fotofachgeschäften oder entsprechenden Fachabteilungen im Einzelhandel tätig werden.

Andere wiederum interessieren sich für das Feld der pflanzlichen Heilmittel und Kräuterteemischungen, die zum festen und klassischen Bestand einer jeden Drogerie gehören: Eine ergänzende Ausbildung in der Naturheilkunde, Tätigkeiten in der homöopathischen Medizin oder der entsprechenden Abteilung eines Bioladens sind für den Drogisten mit entsprechenden Neigungen mögliche Alternativen. Da auch Tiernahrung zum Sortiment einer Drogerie gehört, muss sich der Drogist auch hier gut auskennen und kann eine Tätigkeit im Tiereinzelhandel oder im Vertrieb von Tiernahrungs- und -pflegemitteln anstreben.

Insgesamt ist der Drogist durch seine Ausbildung im Kaufmännischen und im Hygiene-Pflege-Heilmittelbereich sehr flexibel und kann bei entsprechender Einarbeitung durchaus auch in artfremden Bereichen des Einzelhandels erfolgreich tätig werden.

Allgemeines Anforderungsprofil als Drogist bzw. Drogistin

Es ist von Vorteil, schon während der Schulzeit Freude an Chemie und Biologie entwickelt zu haben und in diesen Fächern gute Noten vorweisen zu können. Ein grundlegendes Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen auf einer praktisch orientierten Basis ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufsausübung. Gute Deutschkenntnisse sowie mathematisches Verständnis können ebenfalls nicht schaden.

Nach wie vor wichtig sind Kommunikationsfähigkeit und Freude am Beraten. Scheu, auf Menschen zuzugehen, darf man in diesem abwechslungsreichen Beruf mit Kundenkontakt nicht haben.

Weiterbildung als Drogist bzw. Drogistin

Drogisten mit Karriereambitionen bieten die Drogeriemarkt-Ketten Aufstiegsmöglichkeiten zum Filialleiter. Ganz neue berufliche Perspektiven ergeben sich für den Drogisten im Internet, etwa durch Führen eines eigenen Shops mit einschlägigem Warensortiment. Daneben bieten sich auch Weiterbildungen zur weiteren Qualifizierung an, zum Beispiel zum Handelsfachwirt bzw. zur Handelsfachwirtin oder zur Fachkauffrau bzw. zum Fachkaufmann für Marketing.

Weitere Bewerbungsschreiben für Ausbildung + Job

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