Anlagenvermerk Bewerbung Anlagen erwähnen: 3 Optionen

Mit einem Anlagenvermerk weist du darauf hin, dass deinem Anschreiben Anlagen beiliegen. Allerdings hat eine Bewerbung von sich aus schon das Wesen, Anlagen zu enthalten. Außerdem erkennen die Bewerbungsempfänger beim Auspacken der Bewerbung bzw. beim Lesen der E-Mail, dass Anlagen vorhanden sind. In diesem Ratgeber erklären wir dir, wie sinnvoll der Anlagenvermerk ist und welche drei Optionen du hast.

Wo erwähne ich Anlagen in Bewerbung?

Für die Erwähnung der Anlagen in deiner Bewerbung hast du grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten:

Welche Platzierung am besten ist, hängt in erster Linie von der Anzahl der Anlagen ab und wie viel Platz du auf dem Anschreiben zur Verfügung hast. Im folgenden Artikel findest du viele weitere Tipps, wie du in deiner Bewerbung Anlagen auflisten kannst.

#1 Anschreiben für Anlagenvermerk

Laut den Schreib- und Gestaltungsregeln der DIN 5008 soll ein Anlagenvermerk auf einem Schriftstück erfolgen, wenn Anlagen mitgeschickt werden. Daher ist es regeltechnisch korrekt, wenn ein Anlagenvermerk am Ende eines Bewerbungsanschreibens unter der Unterschrift erfolgt. Aber da eine Bewerbung eher ein Privatbrief ist, ist es kein Muss.

Wie erwähne ich Anlagen im Anschreiben?

Folgende Optionen stehen dir im Anschreiben für den Anlagenvermerk zur Verfügung:

  • Wort „Anlagen“ am Ende des Anschreibens angeben
  • Wort „Anlagen“ am Ende des Anschreibens erwähnen und Anlagen im Detail oder gebündelt auflisten
  • Ausformulierten Hinweis auf Anlagen im Anschreibentext formulieren
  • Wort „Anlagen“ am Ende des Anschreibens weglassen und optional Anlagen auf Deckblatt oder Anlagenverzeichnis aufzählen

Wie ist es nun richtig? Das kannst du selbst entscheiden. Halte dich nicht zu lange bei dieser Detailfrage auf. Denn sie gibt nicht separat den Ausschlag über Erfolg oder Misserfolg deines Bewerbungsschreibens. Allerdings hast du noch die zusätzlichen Alternativen für den Anlagenvermerk auf einem Deckblatt oder Anlagenverzeichnis.

Wo erwähne ich Anlagen im Anschreiben?

Der Anlagelagenvermerk kommt normalerweise linksbündig unter dem Gruß bzw. deiner Unterschrift. Lasse bei der Integration des Anlagenvermerks zwischen deiner Unterschrift und dem linksbündigen Anlagenvermerk eine Zeile Abstand.

Bei Geschäftsbriefen werden laut Duden sogar drei Leerzeilen empfohlen. Aber Geschäftsbriefe können sehr wenig Text oder mehrere Seiten umfassen, sodass immer ausreichend Platz ist.

Bei einem Bewerbungsanschreiben dagegen benötigst du die gesamte Seite für die Darstellung deines Leistungsprofils. Bei Platzproblemen könntest du den Anlagenvermerk im Anschreiben auch rechtsbündig auf der Höhe der Grußformel beginnen.

Muss ich die Anlagen einzeln im Anschreiben auflisten?

Ein Anlagenvermerk kann nur aus dem Wort „Anlagen“ oder aus der Formulierung „Anlagen: Bewerbungsmappe“ bestehen. So ist der Anlagenhinweis für die Bewerbungsempfänger aber wenig hilfreich, obwohl er nicht falsch ist. Mit einer einfachen Nennung “Anlagen” tendiert der Informationsgehalt nämlich gegen null. Du informierst die Bewerbungsempfänger so nicht darüber, wie viele und welche Anlagen du genau deiner Bewerbung beigelegt hast.

Ein optimaler Anlagenvermerk sollte daher auch immer die einzelnen Bestandteile der Anlagen auflisten. Wenn du im Anschreiben nicht genug Platz dafür hast, dann hast du mit einem Deckblatt und einem Anlagenverzeichnis weitere Optionen für den Anlagenhinweis.

Entweder schreibst du also nur das Wort „Anlagen“ in Fettdruck am Ende des Anschreibens oder du listest nach dem Wort „Anlagen“ die Anlagen nebeneinander (nicht so üblich) oder untereinander (üblicher) auf und gibst jede Anlage einzeln oder die Anlagen nach Gruppen gebündelt an.

Eine gebündelte Angabe von Anlagen würde zum Beispiel untereinandergeschrieben folgendermaßen aussehen:

Anlagen

  • Lebenslauf
  • Arbeitszeugnisse
  • Ausbildungszeugnis
  • Fortbildungsnachweise
  • Schulzeugnis

Bei sehr vielen ungewöhnlichen oder unerwarteten Anlagen ist ein ausführlicher Anlagenvermerk immer ein guter Wegweiser.

Ein Problem des ausführlichen Anlagenvermerks im Anschreiben besteht darin, dass dieser unter Umständen viel Platz wegnimmt. Besonders berufserfahrene Bewerber mit einer dementsprechend hohen Anzahl an Anlagen sollten den Platz des Anschreibens selbstverständlich für die Argumentation hinsichtlich ihrer fachlichen und persönlichen Eignung nutzen.

Kann ich das Wort “Anlagen” im Bewerbungsschreiben unterstreichen?

Das Wort „Anlagen“ wird nicht kursiv geschrieben und auch nicht unterstrichen, aber Fettschrift ist möglich. Du kannst Aufzählungszeichen für die einzelnen Anlagen machen, aber musst es nicht.

Wie sieht der ausformulierte Anlagenvermerk aus?

Eine weitere Alternative zum Anlagenvermerk ist der ausformulierte Anlagenvermerk zum Ende des Anschreibens. Der beste Platz dafür ist der vorletzte Absatz. Denn den Abschlusssatz einer Bewerbung solltest du kreativ nutzen. Am folgenden Muster kannst du dich bei deiner Formulierung orientieren:

„Als Anlagen sende ich Ihnen meine letzten drei Arbeitszeugnisse aus dem kaufmännischen Bereich sowie spezielle Weiterbildungszertifikate, die mein aktuelles Fachwissen bestätigen.“

Ein ausformulierter Anlagenvermerk nimmt im Bewerbungsanschreiben immer Platz für die Darstellung deiner Eignung weg. Du solltest den Anlagenverweis nur dann direkt in den Anschreibentext aufnehmen, wenn du damit noch eine individuelle Entscheidung erklären willst. In einer E-Mail-Bewerbung kannst du die Formulierung für den Anlagenhinweis im Begleittext der E-Mail nutzen.

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#2 Deckblatt für Anlagenvermerk

Das Deckblatt soll quasi in die Bewerbungsunterlagen einführen und einen ersten Eindruck der Bewerberin vermitteln. Neben einem Bewerbungsfoto kann das Deckblatt Angaben

  • zu persönlichen Daten,
  • zu Kontaktoptionen und
  • zur Stellen- bzw. Berufsbezeichnung
  • zu beigefügten Anlagen

enthalten. Das Deckblatt wird in der Regel vor dem Lebenslauf einsortiert; es leitet die Anlagen ein.

Ein gutes Deckblatt zeichnet sich durch eine optisch sinnvolle Präsentation der Informationen aus. Im unteren Bereich eines Deckblatts ist es möglich, einen Anlagenvermerk zu tätigen. Da auf einem Deckblatt in der Regel mehr Platz als auf einem Anschreiben ist, ist die Aufzählung der Anlagen nach der Bezeichnung „Anlagen:“ oder „Anlagen“ untereinander zu bevorzugen. Da das Anschreiben nicht Teil der Anlagen ist, weist du darauf auch nicht im Anlagenvermerk des Deckblatts hin.

Bei einer hohen Anzahl von Anlagen dominiert der Anlagenvermerk allerdings optisch das Deckblatt, sodass der Zweck des Deckblatts nicht mehr erfüllt wird. Diese Variante ist also nur dann sinnvoll, wenn du höchstens etwa ein halbes Dutzend Anlagen nennen möchtest und die Angabe der Anlagen ästhetisch sinnvoll auf dem Deckblatt integriert ist. Als Alternative bietet sich ein Anlagenverzeichnis als eigenständiges Bewerbungsdokument an.

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#3 Anlagenverzeichnis für Anlagenvermerk

Wenn ein Bewerber sehr viele Anlagen für die Bewerbungsunterlagen ausgewählt hat, dann ist es vorteilhaft, diese Vielzahl von Anlagen auch übersichtlich zu präsentieren. Du hilfst den Lesern deiner Bewerbungsunterlagen damit, sich besser zurechtzufinden. Ein Anlagenverzeichnis listet deine Anlagen untereinander als Aufzählungspunkte auf einer extra DIN-A4-Seite auf. Aus optischen Gründen ist es sinnvoll, wenn mindestens die Hälfte der DIN-A4-Seite beschrieben wird.

Wenn du über sehr viele Anlagen verfügst, dann bietest du mit deinem Anlagenverzeichnis einen übersichtlichen Wegweiser. Das Anlagenverzeichnis platzierst du in der Regel hinter deinem (optionalen) Deckblatt und hinter deinem Lebenslauf. Diese Vorgehensweise ist sowohl bei einer Bewerbungsmappe mit Klemmschiene als auch bei einer Bewerbung per E-Mail geeignet.

Die Platzierung eines Anlagenverzeichnisses wird allerdings erschwert, wenn du eine mehrteilige Bewerbungsmappe oder eine Bewerbungsmappe mit mehreren Klemmschienen und Einsteckmöglichkeiten benutzt. Wichtig ist dabei, dass für die Bewerbungsempfänger leicht zu erkennen ist, dass du ein Anlagenverzeichnis mitgeschickt hast, denn es soll schließlich einen guten Überblick bieten. Wenn die Bewerbungsempfänger dein Anlagenverzeichnis erst durch Zufall entdecken, dann ist der Zweck nicht erfüllt.

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Tipps im Bewerbungsforum

Auch im Bewerbungsforum gibt es einige Themen rund um Bewerbungsanlagen und den perfekten Anlagenvermerk:

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Fazit zum Anlagenvermerk

Wie du gelesen hast, gibt es selbst bei dieser Detailfrage viele Varianten und Kombinationsmöglichkeiten. Lasse dich nicht verwirren: Das Wort „Anlagen“ am Ende des Anschreibens ist üblich, aber kein Muss. Du kannst die Angaben ergänzen: entweder im Detail oder zusammengefasst. Dann schreibst du zum Beispiel „Anlagen: Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Bildungszeugnisse“.

Wenn du sehr viele ungewöhnliche oder unerwartete Anlagen hast, dann kannst du den Bewerbungsempfängern eine Orientierung mit mehr Details auf einem Deckblatt oder Anlagenverzeichnis geben. Das entscheidest du selbst. Bei weiteren Fragen schreibe gerne einen Kommentar oder einen Beitrag im Bewerbungsforum.

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