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Abschlusssatz der Bewerbung verbessern

Die Formulierung eines individuellen und überzeugenden Abschlusssatzes einer Bewerbung ist für die meisten Bewerber genauso schwierig wie die Formulierung von Einleitungssätzen. Oftmals münden die Überlegungen dann doch wieder in die Standardformulierung mit den unterschiedlichsten Versionen: "Ich würde mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen." So ein floskelhafter Bewerbungsabschlusssatz ist nicht falsch, aber Sie vergeben damit die Chance, beim Bewerbungsleser in Erinnerung zu bleiben und ihn direkt zu einer Aktion zu animieren.


Beispiele für häufige Fehler in Abschlusssätzen

  • Lange Abschlussabsätze: "Ich würde mich darüber freuen, Ihr Unternehmen als Verkäuferin unterstützen zu dürfen. Ich bin mir sicher, dass mit meiner Pünktlichkeit und meiner Leistungsfähigkeit gut zu Ihrem Unternehmen passe. Gerne würde ich mich in einem Vorstellungsgespräch näher vorstellen, und freue mich darauf, bald von Ihnen zu lesen oder zu hören." => Die wichtigsten Argumente hinsichtlich der Darstellung der Eignung werden im Hauptteil gegeben. So ein langer und eintöniger Abschlussabsatz führt dazu, dass weniger Platz für die wirklich wichtigen Argumente im Hauptteil vorhanden ist.
  • Negationen und negative Formulierungen: "Ich bin nicht nur bereit, mein Fachwissen für Sie einzusetzen, sondern mich auch gerade wegen meiner beruflichen Sackgasse über die Maßen hinaus bei Ihnen zu engagieren. Daher erwarte ich Ihre Antwort ganz besonders." => Sie wecken damit negative Assoziationen, gerade auch im Unterbewusstsein des Bewerbungslesers, die die Einschätzung Ihrer Person negativ beeinflussen.
  • "würde", "könnte", "ich hoffe". "ich glaube" usw.: "Ich hoffe, Ihr Interesse geweckt zu haben. Deshalb würde ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch Ihrerseits sehr freuen, in dem ich Sie von meinen Stärken überzeugen könnte." => Durch solche Formulierungen drücken Sie Ihre Unsicherheit aus. Außerdem wirken Sie wie ein Bittsteller, der die eigenen beruflichen Stärken und Vorstellungen nicht selbstsicher vertreten kann.

Abschlusssätze der Bewerbung verbessern

Viele Schlussabsätze von Bewerbungen verbessern sich schon eindeutig, wenn die obigen Fehler vermieden werden und die Bewerberin mit einer normalen Formulierung auf ein Vorstellungsgespräch hinweist:

  • "Ich freue mich auf Ihre positive Antwort."
  • "Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr."
  • "In einem persönlichen Gespräch können Sie sich über meine Stärken einen Eindruck verschaffen. Über eine Einladung von Ihrem Unternehmen freue ich mich daher ganz besonders."
  • "Ich freue mich auf die Gelegenheit, Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken zu überzeugen."

Mit floskelhaften und einfallslosen Abschlusssätzen unterscheiden sich die Bewerbungen der unterschiedlichen Bewerber nämlich nicht ausreichend voneinander. Mit Ihrer Bewerbung wollen Sie in Erinnerung bleiben und das Interesse der Personalverantwortlichen wecken. Das erreichen Sie mit einem individuellen Abschlusssatz. Deshalb gestalten Sie den Abschlusssatz genauso individuell wie den Einleitungssatz und den Rest des Anschreibens.

Der letzte Teil des Anschreibens ist zudem dafür prädestiniert, Ihre besten Argumente bzw. Ihr bestes Argument noch einmal kurz zusammenzufassen und dem Bewerbungsleser zu präsentieren. Das können bestimmte Qualifikationen, berufliche Erfahrungen, Fähigkeiten oder Stärken sein, die Sie ganz besonders auszeichnen und die Sie von anderen Bewerbern unterscheiden. Diese Zusammenfassung bzw. Zuspitzung kann dabei durchaus auch als Frage erfolgen.

Nachfolgend schreiben Sie die direkte Aufforderung, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen bzw. Sie zu einem Vorstellungsgespräch, Eignungstest oder Assessment-Center einzuladen. Sprechen Sie den Bewerbungsleser dabei direkt an ("Sie", "Ihr"). So treten Sie selbstsicher und zielbewusst auf, ohne Überheblichkeit. So erreichen Sie eine Involvierung des Bewerbungslesers.


Beispiele für gelungene Abschlusssätze einer Bewerbung

  • "Sind Sie an der Mitarbeit einer mathematisch begabten und gewissenhaften Auszubildenden interessiert? Dann laden Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch ein, um sich von meinen Kompetenzen und Stärken zu überzeugen."
  • "Wenn Sie Ihr Ostasien-Team um einen verkaufsstarken Vertriebsmitarbeiter mit internationaler Erfahrung erweitern wollen, dann laden Sie mich bitte unter 0123/4567 zu einem persönlichen Gespräch ein."
  • "Mit meinen vielfältigen Sprachkenntnissen bin ich ein kompetenter Ansprechpartner für Ihre internationalen Kunden. Ich überzeuge Sie gerne in einem Vorstellungsgespräch - auch in Englisch oder in Französisch - von meinem Fachwissen. Bitte nehmen Sie unter meiner Telefonnummer Kontakt zu mir auf, um weitere fachliche Details zu besprechen."
  • "Als Organisationstalent bin ich die richtige Mitarbeiterin für Sie, um Ihre kaufmännischen Betriebsabläufe zu steuern und zu optimieren. Vereinbaren Sie heute noch einen Vorstellungstermin mit mir. Ich freue mich auf Ihren Anruf."

Kommen die Gehaltsvorstellung und der frühestmögliche Eintrittstermin in den Abschlusssatz?

Mit dem letzten Satz Ihrer Bewerbung wollen Sie die Personalverantwortlichen direkt ansprechen. Deshalb sollten Sie Ihre Gehaltsvorstellung und Ihren frühestmöglichen Eintrittstermin möglichst nicht im Abschlusssatz einer Bewerbung erwähnen. Vor dem Abschlusssatz bzw. dem Abschlussabsatz schreiben Sie unter Umständen im vorletzten Absatz kurz über Informationen zu Ihren Gehaltsvorstellungen, dem frühestmöglichen Eintrittstermin, eventuellen Fördermöglichkeiten und sonstigen eher organisatorischen Bewerbungsthemen. Daher sollten Sie keinen Abschlussabsatz wie diesen schreiben: "Ich würde mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen. Als Gehalt stelle ich mir 35.000 Euro vor. Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der 15.07.2016." Mit so einem bürokratischen Abschlussabsatz verschenken Sie viel Potential.

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