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Lebenslauf einer Bewerbung

Der Lebenslauf gehört neben dem Anschreiben zum wichtigsten Element Ihrer Bewerbung. Wenn Sie Ihr Ziel einer neuen beruflichen Aufgabe erreichen wollen, dann müssen Sie auch den Lebenslauf individuell auf Ihre beruflichen Fähigkeiten und auf die ausgeschriebene Stelle zuschneiden.Ihr Lebenslauf ist genauso wichtig wie Ihr Anschreiben. Deshalb müssen Sie bei der Lebenslauferstellung mit großer Sorgfalt und Konzentration vorgehen, so dass ein individuelles, übersichtliches und faktenreiches Schriftstück Ihres Könnens und Ihrer Leistungen entsteht. Der Aufbau eines Lebenslaufes - und damit die Anordnung der Rubriken und die Reihenfolge der einzelnen Lebenslaufpunkte - erfolgt je nach Situation des Bewerbers sehr unterschiedlich, aber er folgt einer Prämisse: die wichtigsten Argumente eines Bewerbers stehen an prominenter Stelle und sind für den Leser hervorgehoben.


Top-10 der häufigsten Fragen und Probleme rund um den Lebenslauf

Den Lebenslauf individuell und prägnant gestalten

Sie sind also der Gestalter bzw. die Gestalterin des eigenen Lebenslaufes: Sie müssen in Bezug zur Stelle die relevanten Lebenslaufdaten auswählen, die einzelnen Lebenslaufdaten mit prägnanten Informationen füllen sowie die Reihenfolge und die Hervorhebungen bestimmen. Genauso wie im Anschreiben ist es im Lebenslauf wichtig, die relevantesten Informationen zuerst anzugeben. Danach sollten Sie bei der Erstellung Ihres Lebenslaufes handeln, denn der Leser möchte problemlos und nachvollziehbar die wichtigsten Informationen erkennen können, um Sie als potentiellen Mitarbeiter einzuschätzen.

Da die Begrifflichkeit "Lebenslauf" oftmals als Ablauf des Lebens verstanden wird, so dass viele unnötige Informationen in den Lebenslauf integriert werden, wäre "berufsrelevante Lebensfakten" eine bessere Bezeichnung. Halten Sie sich das bei der Erstellung Ihres Lebenslaufes immer vor Augen: es geht bei der Auswahl und Anordnung der Lebenslaufdaten immer um berufsrelevante Lebensfakten und nicht um die Erklärung und das Beweisen Ihres gesamten Lebensweges.

Der Leser Ihres Lebenslaufes wird Ihren Lebensweg also genau prüfen. Dazu legt er, genau wie beim Anschreiben, seine erste Aufmerksamkeit auf die Form: keine Eselsohren und Flecken, sinnvolle Untergliederung, geeigneter Schrifttyp und geeignete Schriftgröße, Auswahl der Formatierungen, Beachtung allgemeiner Formregeln, allgemeine Papierbeschaffenheit, verwischte Druckerschwärze etc. Daneben interessieren den Personaler natürlich vor allem inhaltliche Fragen:

  • Welchen Ausbildungs- und Weiterbildungsweg hat der Bewerber bestritten?
  • Passen die Qualifikationen des Bewerbers zum Anforderungsprofil?
  • Kann der Bewerber schon Berufserfahrung mit ähnlichen Aufgaben (wie bei der vakanten Stellen) vorweisen?
  • Mit welchem Fachwissen und welchen Leistungen hebt sich der Bewerber von den Mitbewerbern ab?
  • Wie gut waren die bisherigen Leistungen des Bewerbers; was sagen die Angaben und Zeugnisse darüber aus?
  • Gibt es nebenberufliche Engagements oder Interessen, die die Eignung des Bewerbers unterstützen?
  • Ist der Lebenslauf stringent und welche Probleme stellen sich im Lebenslauf dar?

Solche und ähnliche Fragen müssen einerseits durch das Anschreiben und andererseits durch den Lebenslauf beantwortet werden. Deshalb machen Sie es dem Personaler so einfach wie möglich, diese Antworten zu finden. Im Lebenslauf haben Sie die unumschränkte Möglichkeit, konkrete Antworten auf diese Fragen zu geben. Daher versetzen Sie sich am besten in die Lage des Bearbeiters Ihrer Bewerbung und fragen sich selbst, was einen Personalverantwortlichen interessieren könnte, damit sich dieser sicher sein kann, den richtigen Bewerber auszuwählen.


Checkliste Lebenslauf

Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Punkte zum Lebenslauf schreiben:

  • Allgemeines zum Lebenslauf
    • Inhalt des Lebenslaufes
    • Design und Form des Lebenslaufes
  • Persönliche Daten
  • Ausbildung
  • Berufliche Praxis
  • Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Abschluss des Lebenslaufes


Download der Checkliste für den Lebenslauf als PDF-Dokument.


Inhalt des Lebenslaufes: Einteilung in vier hauptsächliche Rubriken

Es hat sich in der Praxis bewährt, den Lebenslauf der Bewerbung grob in vier Rubriken einzuteilen, um so die Übersichtlichkeit zu gewährleisten und die Daten inhaltlich prägnant darzustellen: "Persönliche Daten", "Ausbildung", "Berufliche Praxis" und "Kenntnisse und Fähigkeiten".


Zu den "Persönlichen Daten" gehören in erster Linie Vorname und Nachname sowie die Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Das sind die primären Angaben, die immer in den Lebenslauf gehören. Zu den sekundären Angaben gehören Geburtsdatum, Geburtsort, Familienstand, Kinder, Staatsangehörigkeit, Konfession, Eltern und Geschwister, wobei die vier letztgenannten Angaben mittlerweile sehr unüblich sind. In der Rubrik "Persönlichen Daten" können Sie auch zusätzlich noch Ihren Beruf bzw. die Bezeichnung der gewünschten Stelle angeben, um noch mal deutlich zu machen, was Sie anstreben.

Zur Rubrik "Ausbildung" gehören alle schulischen, universitären und beruflichen Abschlüsse, die Sie mit einer Formatierung, am besten in Fettdruck, gesondert hervorheben sollten. Außerdem hat es sich bewährt, wenn Sie nicht nur den Zeitraum Ihrer Ausbildung, die Schule oder den Ausbildungsbetrieb nennen, sondern etwas detaillierter Ihre jeweilige Ausbildungssituation darstellen - besonders wenn Sie noch ein junger Bewerber sind. So können Sie auf Ihre Note verweisen, auf Prüfungsfächer eingehen, Leistungskurse oder besondere Studienfächer nennen, übernommene Aufgaben während der Ausbildung prägnant angeben, den Titel Ihrer Abschlussarbeit präsentieren, Auszeichnungen und andere Würdigungen in diese Rubrik aufnehmen.

Bei berufserfahrenen Bewerbern brauchen die Ausbildungsdaten allerdings nur den jeweiligen Abschluss umfassen. Aber auch wenn Sie erst am Anfang Ihres Berufsweges stehen, sollten Sie Ihre Schuldaten komprimieren und nicht jeden Ihrer Schulwechsel im Lebenslauf dokumentieren, da der Informationswert dieser zusätzlichen Angaben gegen Null tendiert und damit wertlos für Ihre Bewerbungschancen ist. Genauso können Sie auf die Angabe des Besuches der Grundschule verzichten, weil der Grundschulbesuch für den Personaler absolut nicht relevant ist. In die Rubrik "Ausbildung" lassen sich auch abgeleistete Wehrdienst- und Zivildienstzeiten sowie soziale Engagements (Freiwilliges Soziales Jahr) direkt nach der Schule problemlos einordnen.

Nach der Rubrik "Ausbildung" erfolgt in der Regel die Angabe der Rubrik "Berufliche Praxis". Hierbei gehen Sie dann auf Ihre beruflichen Stationen ein: Zeiträume, genaue Bezeichnung der ausgeübten Tätigkeit, Aufgaben- und Verantwortungsbereich und Arbeitgeberdaten. Jeden beruflichen Aufstieg, besonders auch innerhalb einer Firma, müssen Sie deutlich kennzeichnen. Bei sehr vielen beruflichen Stationen, die keine Ausbildung erfordern, lohnt es sich, einzelne Stationen zusammenzufassen, um so eine prägnante Darstellung zu gewährleisten. Diese Zusammenfassung ist ebenso angebracht, wenn die zusammengefassten beruflichen Stationen hinsichtlich der Aufgaben nur einen geringen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben.

Da Sie während Ihrer letzten Berufstätigkeit Fachwissen angewendet und ausgeweitet haben, ist diese letzte Berufstätigkeit auch Ihr stärkstes Argument und sollte daher zuerst angegeben werden, wenn Sie eine Stelle mit vergleichbaren Aufgaben anstreben. Die weiteren Lebenslaufdaten in dieser Rubrik erfolgen dann umgekehrt chronologisch. Weitere Möglichkeiten der Reihenfolge der Lebenslaufdaten wären die chronologische und die thematische Anordnung. Wenn Sie gerade eine Ausbildung oder ein Studium erfolgreich absolviert haben und in dem zugehörigen Fachgebiet beruflich einsteigen wollen, dann ist der erreichte Bildungsabschluss Ihr stärkstes Argument und sollte vor möglichen berufspraktischen Erfahrungen stehen. Nach langen Auszeiten oder bei keinen stellenbezogenen Berufserfahrungen in den letzten Jahren rücken Sie stattdessen Ihre "Kenntnisse und Fähigkeiten" in den Vordergrund. Das können beispielsweise auch Weiterbildungen oder Pflegezeiten sein.

Die Rubrik "Kenntnisse und Fähigkeiten" enthält dann Angaben zu Fähigkeiten, die Sie sich unabhängig von einzelnen schulischen oder beruflichen Stationen angeeignet haben, und zu besonderen Tätigkeiten: Sprach- und EDV-Kenntnisse, Methodenkenntnisse, Weiterbildungsangaben, ehrenamtliches Engagement, (relevante) Mitgliedschaften in Vereinen oder besondere Interessen, die einen Bezug zur Stelle aufweisen bzw. die Ihnen wichtige Charaktereigenschaften nachzeichnen und normalerweise als positiv bewertet werden.

Reihenfolge der Lebenslaufdaten

Um die zeitliche Abfolge der einzelnen Lebenslaufdaten innerhalb einer Gruppe nachzuvollziehen, besonders in den Rubriken "Ausbildung" und "Berufliche Praxis", ist es üblich, die Daten unter Angabe der genauen Zeiträume chronologisch zu ordnen: zuerst die älteren Angaben und dann nach zeitlicher Abstufung die jüngeren Angaben. Daneben ist aber auch die umgekehrt chronologische Anordnung möglich, so dass Ihre letzte Lebenslaufstation in den jeweiligen Rubriken jeweils als erster Punkt aufgeführt wird. Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem für die Rubrik "Berufliche Praxis" und bei schon längerer Berufstätigkeit.

Muster für Lebenslauf

Hier finden Sie ein Muster für die Gestaltung Ihres Lebenslaufes.

Hier können Sie das Muster downloaden und den Lebenslauf individuell an Ihre Situation anpassen:

Weitere Tipps für den Lebenslauf

Die folgende Liste enthält ein weitere nützliche paar Tipps für die Gestaltung eines Lebenslaufes:

  • Benutzen Sie weißes und natürlich unliniertes Papier für den Lebenslauf. Wenn es Ihr Geldbeutel zulässt, dann können Sie für Ihre Bewerbung auch höherwertige Papiere als nur Kopierpapier verwenden, zum Beispiel Papier mit Wasserzeichen in der Stärke 100g/m².
  • Der Lebenslauf wird mit dem Computer verfasst und tabellarisch in zwei Zeilen angeordnet. Von dieser Vorgehensweise ist nur abzuweichen, wenn in der Stellenausschreibung ausdrücklich um andere Lebenslaufarten gebeten wird.
  • Der Lebenslauf einer Bewerbung enthält im Gegensatz zum Anschreiben einer Bewerbung keine Anrede des Empfängers und auch keine Grußformel am Ende.
  • Wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto auf den Lebenslauf befestigen wollen, dann ist der richtige Ort dafür die rechte obere Seite oder oben mittig.
  • Die Zeitangaben erfolgen am besten auf den Monat genau - also zum Beispiel 02/2011 - 08/2014. Bei sehr lange zurückliegenden Zeiträumen und bei Zusammenfassungen von Lebenslaufstationen können Sie die Zeitangaben auch nur mit Jahreszahlen machen.
  • Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf ist grundsätzlich nicht anzuraten. Verdichten Sie Ihre Hobbys im Anschreiben und auch im Lebenslauf besser zu Interessen, die in Bezug zu den Anforderungen der Stelle stehen (Reisen => kulturelles Interesse an fremden Ländern, Kfz-Tuning => Interesse an mechatronischen und elektrischen Sachverhalten). Sich "Mit Freunden treffen" ist übrigens kein Hobby!
  • Eine Beschränkung der Lebenslauflänge auf nur eine Seite ist nicht sinnvoll. Sie sollten zwar auch im Lebenslauf einer Bewerbung nicht abschweifen, aber auf zwei Lebenslaufseiten können Sie Ihren Werdegang hinsichtlich der Form und des Inhalts viel besser aufbereiten. Bei Berufspraktikern sind auch mehr als zwei Lebenslaufseiten durchaus angebracht.
  • Die Orts- sowie Datumsangabe (Berlin, 13.05.2014) und Ihre Unterschrift machen Sie linksbündig, wobei alle Angaben handschriftlich erfolgen; alternativ können Sie den Ort und das Datum auch in Computerschrift schreiben.

Weitere Informationen zum Lebenslauf

Übersichtsseiten zum Unterforum "Lebenslauf"


 
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