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Lebenslauf einer Bewerbung

Der Lebenslauf gehört neben dem Anschreiben zum wichtigsten Element Ihrer Bewerbung. Wenn Sie Ihr Ziel einer neuen beruflichen Aufgabe erreichen wollen, dann müssen Sie auch den Lebenslauf individuell auf Ihre beruflichen Fähigkeiten und auf die ausgeschriebene Stelle zuschneiden.Genauso wie das Anschreiben einer Bewerbung muss der Lebenslauf individuell gestaltet und dem anzuschreibenden Unternehmen sowie der jeweiligen Situation entsprechend angepasst werden. Das Versenden eines vor Jahren erstellten und immer wieder kopierten Standardlebenslaufes bringt Ihnen keine Vorteile; vor allem dann nicht, wenn die Anzahl der Bewerber sehr groß ist.


Ziele des Lebenslaufes

Mit dem Lebenslauf geben Sie dem Leser nämlich einen Überblick über Ihre Ausbildung und berufliche Entwicklung in sachlicher und zeitlicher Dimension. Der Leser Ihres Lebenslaufes wird, sofern Sie sich durch das Anschreiben nicht schon diskreditiert haben, Ihren schulischen und beruflichen Lebensweg genau prüfen.

Dazu legt er, genau wie beim Anschreiben, seine erste Aufmerksamkeit auf die Form: keine Eselsohren und Flecken, sinnvolle Untergliederung, geeigneter Schrifttyp und geeignete Schriftgröße, Auswahl der Formatierungen, Beachten allgemeiner Formregeln, allgemeine Papierbeschaffenheit, verwischte Druckerschwärze etc. Danach interessieren den Leser inhaltliche Fragen, die im Lebenslauf beantwortet werden sollten:

  • Welche Ausbildung besitzt der Bewerber?
  • Stimmen die Qualifikationen mit den Anforderungen der Stelle überein?
  • Welche Berufserfahrungen kann der Bewerber vorweisen?
  • Über welchen beruflichen Status verfügt der Bewerber gegenwärtig?
  • Gibt es nebenberufliche Engagements oder Interessen, die die Eignung des Bewerbers unterstützen?
  • Welche Lücken bzw. Phasen der Nicht-Berufstätigkeit stellen sich im Lebenslauf dar?
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Auf solche und ähnliche Fragen sucht der Leser Antworten. Im Lebenslauf haben Sie die unumschränkte Möglichkeit, konkrete Antworten auf die Fragen zu geben. Daher versetzen Sie sich am besten in die Lage des Bearbeiters Ihrer Bewerbung und fragen sich selbst, was einen Personalverantwortlichen interessieren könnte, damit dieser sicher ist, den richtigen Bewerber auszuwählen. Grundsätzlich sind zwei Arten von Lebensläufen zu unterscheiden: den ausformulierten Lebenslauf und den tabellarischen Lebenslauf. Im Folgenden befasst sich der Artikel mit dem tabellarischen Lebenslauf, der in den meisten Fällen üblich ist.

Lebenslauf - Gliederung und Inhalt

Es hat sich in der Praxis bewährt, den Lebenslauf der Bewerbung grob in vier Gruppen einzuteilen, um so die Übersichtlichkeit zu gewährleisten und die Daten inhaltlich prägnant darzustellen:

  • Persönliche Daten
  • Ausbildung
  • Beruflicher Werdegang
  • Besondere Kenntnisse und Weiterqualifizierung

Um die zeitliche Abfolge der einzelnen Lebenslaufdaten innerhalb einer Gruppe nachzuvollziehen, besonders in den Gruppen "Ausbildung" und "Beruflicher Werdegang", ist es üblich, die Daten unter Angabe der genauen Zeiträume chronologisch zu ordnen: zuerst die älteren Angaben und dann zeilenweise, nach zeitlicher Abstufung die jüngeren Angaben präsentieren. Daneben ist aber auch die umgekehrt chronologische Anordnung möglich, so dass Ihre letzte Lebenslaufstation in den Gruppen jeweils als erster Punkt aufgeführt wird. Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem für die Gruppe "Beruflicher Werdegang" und bei schon längerer Berufstätigkeit.

Zu den "Persönlichen Daten" im Lebenslauf gehören:

  • Vorname, Familienname
  • Geburtsdatum, Geburtsort
  • Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse (In Abhängigkeit von der Angabe auf anderen Elementen der Bewerbungsunterlagen, beispielsweise auf dem Deckblatt.)
  • Familienstand (Es reicht aus, "verheiratet" oder "unverheiratet" anzugeben.)
  • Kinder (Die Angabe der Anzahl der Kinder reicht aus.)
  • Staatsangehörigkeit (Eher bei ausländischen Bewerbern empfehlenswert.)
  • Konfession (Letzteres ist kein Muss; die Angabe empfiehlt sich bei entsprechenden Berufen bzw. Arbeitgebern => kirchliche Träger.)
  • Eltern, Geschwister (Sehr unüblich - Angabe der Geschwister bei sozialen Berufen, um soziale Kompetenz bzw. Einfühlungsvermögen anzuzeigen.)
Häufig auftretende Fragestellungen zum Lebenslauf:

Zur Gruppe "Ausbildung" im Lebenslauf gehören alle schulischen, universitären und beruflichen Ausbildungsgänge. Die erreichten Abschlüsse können Sie mit einer Formatierung gesondert hervorheben. Außerdem hat es sich bewährt, wenn Sie nicht nur den Zeitraum Ihrer Ausbildung, die Schule oder den Ausbildungsbetrieb nennen, sondern etwas detaillierter Ihre Ausbildungssituation darstellen - besonders wenn Sie noch ein junger Bewerber sind.

So können Sie auf Ihre Note verweisen, auf Prüfungsfächer eingehen, Leistungskurse oder besondere Studienfächer nennen, übernommene Aufgaben während der Ausbildung prägnant angeben, den Titel Ihrer Abschlussarbeit präsentieren, Auszeichnungen und andere Würdigungen im Lebenslauf aufnehmen. Durch diese Erfahrungen und Kenntnisse kann man sich unter Umständen von anderen Bewerbern sehr deutlich positiv hervorheben.

Dagegen brauchen Sie als berufserfahrener Bewerber die Ausbildungsdaten nicht so detailliert darstellen; teilweise reicht es aus, nur den jeweiligen Abschluss zu erfassen. Daneben sind die Schuldaten mit zunehmenden Berufserfahrungen immer weniger wichtig. Sie sollten - möglichst schon als Berufsanfänger - Ihre Schuldaten zu komprimieren und nicht jeden Ihrer Schulwechsel im Lebenslauf dokumentieren, da der Informationswert dieser zusätzlichen Angaben gegen Null tendiert und damit wertlos für Ihre Bewerbungschancen ist.

Zur "Ausbildung" gehören auch abgeleistete Wehrdienst- und Zivildienstzeiten, Auslandsaufenthalte sowie soziale Engagements (Freiwilliges Soziales Jahr) direkt nach der Schule. Auch hier kann die Darstellung etwas detaillierter über die reine Zeitangabe hinausgehen: Einheit, Funktion, Dienstgrad, Tätigkeiten, Auslandseinsätze etc.

In der Unterrubrik "Beruflicher Werdegang" des Lebenslaufes gehen Sie dann auf Ihre beruflichen Stationen ein: Zeiträume, genaue Art der ausgeübten Tätigkeit, Aufgaben- und Verantwortungsbereich und Arbeitgeberdaten. Jeden beruflichen Aufstieg, besonders auch innerhalb einer Firma, müssen Sie deutlich kennzeichnen. Bei sehr vielen beruflichen Stationen, die keine Ausbildung erfordern, lohnt es sich, einzelne Stationen zusammenzufassen, um so eine prägnante Darstellung zu gewährleisten. Diese Zusammenfassung ist ebenso angebracht, wenn die zusammengefassten Stationen hinsichtlich der Aufgaben nur einen geringen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben.

Die Gruppe "Besondere Kenntnisse und Weiterqualifizierung" im Lebenslauf enthält dann Angaben zu Fähigkeiten, die Sie sich zusätzlich außerhalb der eigentlichen Schul- und Berufslaufbahn angeeignet haben, und zu besonderen Tätigkeiten: Sprach- und IT-Kenntnisse, Methodenkenntnisse, Weiterbildungsangaben, ehrenamtliches Engagement, (relevante) Mitgliedschaften in Vereinen oder besondere Interessen, die einen Bezug zur Stelle aufweisen bzw. die Ihnen wichtige Charaktereigenschaften nachzeichnen und normalerweise als positiv bewertet werden.

Muster für Lebenslauf

Hier finden Sie ein Muster für die Gestaltung Ihres Lebenslaufes.

Hier können Sie das Muster downloaden und den Lebenslauf individuell an Ihre Situation anpassen:

Probleme und Lücken im Lebenslauf darstellen

Bei der Gestaltung des Lebenslaufes treten bei den meisten Bewerbern Schwierigkeiten auf, wenn es um die Lückenlosigkeit und die Relevanz von Lebenslaufstationen geht. So sind mehrere Monate Freiraum zwischen zwei Arbeitsverhältnissen, eine lang andauernde Arbeitslosigkeit oder eine schwere Krankheit darzustellen. Aber auch die Einordnung von beispielsweise Erziehungs-, Wehrdienst- oder Pflegezeiten können Bewerber vor größere Probleme stellen, da sie die chronologische Reihenfolge der Berufstätigkeit durchbrechen. Zusätzlich tritt häufig das Problem des häufigen Arbeitsplatzwechsels auf oder das Arbeiten in nicht erlernten Berufsfeldern.

Folgende Situationen stellen die Bewerber bei der Gestaltung des Lebenslaufes immer wieder vor Problemen:

Weitere Tipps für den Lebenslauf

Die folgende Liste enthält ein weitere nützliche paar Tipps für die Gestaltung eines Lebenslaufes:

  • Benutzen Sie weißes und natürlich unliniertes Papier für den Lebenslauf. Wenn es Ihr Geldbeutel zulässt, dann können Sie für Ihre Bewerbung auch höherwertige Papiere als nur Kopierpapier verwenden, zum Beispiel Papier mit Wasserzeichen in der Stärke 100g/m2.
  • Der Lebenslauf wird mit dem Computer verfasst und tabellarisch angeordnet. Von dieser Vorgehensweise ist nur abzuweichen, wenn in der Stellenausschreibung ausdrücklich um andere Lebenslaufarten - also einen ausformulierten Lebenslauf - gebeten wird.
  • Der Lebenslauf einer Bewerbung enthält im Gegensatz zum Anschreiben einer Bewerbung keine Anrede des Empfängers und auch keine Grußformel am Ende.
  • Wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto auf den Lebenslauf befestigen wollen, dann ist der richtige Ort dafür rechts oben auf der ersten Seite im Lebenslauf.
  • Die Zeitangaben erfolgen am besten auf den Monat genau - also zum Beispiel 02/2005 - 05/2008.
  • Die Angabe von Hobbys im Lebenslauf ist grundsätzlich nicht anzuraten. Verdichten Sie Ihre Hobbys im Anschreiben und auch im Lebenslauf besser zu Interessen, die in Bezug zu den Anforderungen der Stelle stehen (Reisen => kulturelles Interesse an fremden Ländern, Kfz-Tuning => Interesse an mechatronischen und elektrischen Sachverhalten).
  • Eine Beschränkung der Lebenslauflänge auf nur eine Seite ist nicht sinnvoll. Sie sollten zwar auch im Lebenslauf einer Bewerbung nicht abschweifen, aber auf zwei Lebenslaufseiten können Sie Ihren Werdegang hinsichtlich der Form und des Inhalts viel besser aufbereiten.
  • Die Orts- sowie Datumsangabe im Lebenslauf (Berlin, 13.05.2008) und Ihre Unterschrift erfolgt linksbündig, wobei nur die Unterschrift des Lebenslaufes handschriftlich erfolgt und unter der Orts- und Datumsangabe steht.

Weitere Informationen zum Lebenslauf


 
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