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Bewerbung wegen Umzug – Tipps zur Formulierung

Wenn Sie Ihren Wohnort wechseln wollen oder müssen, dann stehen Sie bei einer Bewerbung in einem weiter entfernten Arbeitsort vor der Problematik, dass Ihre Bewerbung aufgrund der Entfernung frühzeitig aussortiert werden könnte. Daher ist eine Formulierung hinsichtlich des Wohnortwechsels im Anschreiben sehr ratsam. Dabei sollte die Formulierung immer so gewählt werden, dass Sie einen ganz konkreten Zeitpunkt für den Umzug nennen - auch wenn der Umzug noch nicht fest eingeplant ist. Den Wohnortwechsel thematisieren Sie dabei am besten im vorletzten Absatz, der den arbeitsorganisatorischen Sachverhalten vorbehalten ist. Es darf im Anschreiben nicht der Eindruck entstehen, als sei der Umzug der einzige Grund für die Bewerbung bei einem Arbeitgeber. Der Umzug ist immer nur der Aufhänger, aber nicht der Grund für die Bewerbung bei einem Arbeitgeber.


Formulierungen für Umzugsbereitschaft bzw. Wohnortwechsel im Anschreiben

Im Normalfall ergibt sich die Umzugsbereitschaft aufgrund der Bewerbung an sich. Einem verständigen Arbeitgeber ist das klar. Aber natürlich wird sich der Arbeitgeber fragen, wie ernstgemeint Ihre Umzugswilligkeit ist. Folgende normale Formulierungen werden häufig genutzt, um die Umzugsbereitschaft anzugeben:

"Gerne bin ich dazu bereit, meinen Wohnort nach Berlin zu verlegen, da mich die Stelle außerordentlich interessiert."

"Da ich nicht ortsgebunden bin, wäre ich zu einem Umzug bereit."

"Bei einer positiven Entscheidung Ihrerseits wäre ein Umzug für mich selbstverständlich und problemlos möglich."

"Aus persönlichen Gründen möchte ich wieder in Berlin leben. Daher könnte ich mit einem Arbeitsplatz bei Ihnen persönliche und berufliche Interessen ideal miteinander verbinden."

"Ein Wechsel des Wohnortes stellt kein Problem für mich dar."

"Bei einer Zusage Ihrerseits verlege ich meinen Wohnsitz gerne in das von Ihnen geforderte Einzugsgebiet."

"Für die offerierte Stelle ziehe ich gerne wieder in meine alte Heimat Berlin."

"Ich bin nicht ortsgebunden und könnte mir einen Umzug durchaus vorstellen."

Solche Formulierungen klingen allerdings oft zu unentschlossen. Ein Arbeitgeber wird das Risiko und die Kosten einer Einladung eines solchen Bewerbers nur dann auf sich nehmen, wenn er keine vergleichbaren Bewerbungen von Bewerbern aus der unmittelbaren Nähe erhalten hat.

Daher ist es im Anschreiben besser, nicht die wahrscheinliche Umzugsbereitschaft zu erklären, sondern die konkrete Umzugsabsicht anzugeben. Nennen Sie klipp und klar einen konkreten Zeitpunkt, an dem Sie umziehen werden. Diesen Umzugstermin müssen Sie realistisch einschätzen. Dann werden häufig solche Formulierungen im Anschreiben verwendet:

"Da ich aus persönlichen Gründen im September nach Berlin umziehen werde, kann ich problemlos zum gewünschten Eintrittstermin bei Ihnen beginnen."

"Ende August werde ich meinen Umzug nach Berlin abgeschlossen haben, so dass ich Ihnen ab Anfang September tatkräftig als Bürokraft bei Ihnen arbeiten könnte."

"Aus persönlichen Gründen werde ich ab dem 15.07. wieder in Berlin leben. Daher könnte ich mit einem Arbeitsplatz bei Ihnen persönliche und berufliche Interessen ideal miteinander verbinden."

"Derzeit wohne ich zwar noch in Hamburg, werde aber im September wieder nach Berlin ziehen, wo ich schon lange Zeit gelebt habe."


Zukünftiger Umzug reicht nicht aus, um Bewerbung zu begründen

Viele Bewerber formulieren Ihre Umzugsbereitschaft auch in der Einleitung. Aber leider impliziert die Formulierung dann häufig einen kausalen Zusammenhang zwischen Umzug und Bewerbung, der fragwürdig ist: "Da ich aus persönlichen Gründen nach Berlin umziehen werde, bewerbe ich mich bei Ihnen um die Stelle." Der Umzug ist aber kein richtiger Grund für die Bewerbung für genau diese eine Stelle. Deshalb vermeiden Sie solche fragwürdigen Formulierungen. Stattdessen sollten Sie zum Beispiel schreiben, was Sie an der Stelle und am Unternehmen reizt und Ihre fachliche Eignung und beruflichen Erfahrungen darstellen. Weitere Tipps zu Einleitungssätzen lesen Sie hier.

Es ist nicht notwendig, dass Sie im Anschreiben langatmig Erklärungen zu privaten Verhältnissen geben. Im vorletzten Absatz werden im Anschreiben kurz die notwendigen arbeitsorganisatorischen Sachverhalte genannt: frühestmöglicher Eintrittstermin, Gehaltsvorstellungen, Wohnortwechsel, Bitte um Vertraulichkeit oder Kinderbetreuung. Das Anschreiben bietet nicht ausreichend Platz, auf alle arbeitsorganisatorischen Sachverhalte und die sich daraus ergebenden Implikationen ausführlich einzugehen. Nennen Sie einfach nur kurz die relevanten Fakten. Am wichtigsten ist Ihr fachliches Leistungsangebot in Ihren Bewerbungsunterlagen. Dieses ist die Grundlage für die Entscheidung der Personalverantwortlichen.

Qualifikationen für Erfolg der Bewerbung entscheidend

Ob eine Bewerbung bei einem Arbeitsplatz weit entfernt vom derzeitigen Wohnort sinnvoll ist, hängt auch nicht zuletzt von der Art der Stelle und von Ihren Qualifikationen ab. Bei Jobs, für die es in jeder Region eine Vielzahl von Bewerbern gibt (zum Beispiel Verkäufer oder Friseur) wäre eine Bewerbung aus einem weit entfernten Ort sehr ungewöhnlich. Der Arbeitgeber hätte wenig Veranlassung, einen solchen Bewerber kennenzulernen oder gar einzustellen, da vor Ort ausreichend Bewerber mit vergleichbaren Qualifikationen vorhanden sind. Daher bringt es bei diesen Jobs auch nichts, in der Bewerbung nur auf die Umzugsbereitschaft hinzuweisen. Es muss ganz klar aus dem Anschreiben ersichtlich werden, dass Sie als Bewerber ab einem bestimmten Zeitpunkt am potentiellen Arbeitsort verfügbar sind.

Bei seltener vorkommenden Jobs, die zum Beispiel eine akademische Ausbildung erfordern, ist es üblicher, Umzüge in Kauf zu nehmen. Da die Ausschreibung dann auch häufig bundesweit erfolgt, akzeptieren Arbeitgeber auch Bewerbungen von räumlich weit entfernten Bewerbern. Auch in solchen Fällen ist es nicht notwendig, dass Sie Ihren Umzugswunsch ausführlich mit einer privaten Motivation erklären. Die Nennung von privaten Gründen kann sogar kontraproduktiv sein, weil der Arbeitgeber dann denken könnte, dass diese privaten Gründe zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder zu einer Kündigung führen könnten.

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